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Atommüll-Zwischenlager: Auch RWE geht gegen Schließung Gorlebens vor

Das Energieunternehmen RWE reicht in drei Bundesländern Klage ein, wo an ihren Atomkraftwerken die Zwischenlager teuer nachgerüstet werden müssten. Ähnlich war zuvor der Konzern E.on verfahren.

Das Atommüll-Zwischenlager im niedersächsischen Gorleben

Das Atommüll-Zwischenlager im niedersächsischen Gorleben

Der Energiekonzern RWE geht nun ebenfalls gegen die Schließung des Zwischenlagers für radioaktiven Abfall im niedersächsischen Gorleben im Zuge des Atomausstiegs vor. Die RWE Power AG reichte Klage in allen drei Bundesländern ein, wo an ihren Atomkraftwerken die Zwischenlager teuer nachgerüstet werden müssten.

Eine Klage für den Standort Biblis ging beim Land Hessen ein, wie das hessische Umweltministerium am Freitag mitteilte. RWE Power gehe aber auch in Bayern wegen des Atomkraftwerks Gundremmingen und in Niedersachsen wegen Emsland gerichtlich vor, sagte eine Sprecherin in Essen. Ähnlich verfährt der Energiekonzern E.on für seine Kraftwerke.

Das Endlagersuchgesetz des Bundes sieht vor, dass keine Castor-Behälter mit wiederaufbereitetem Atommüll aus Frankreich oder Großbritannien mehr nach Gorleben gebracht werden. Das dortige Zwischenlager ist genehmigt und von der Industrie bezahlt worden. Es sollen aber keine Fakten für ein mögliches Endlager geschaffen werden. Stattdessen werden Atomkraftwerke gesucht, die in den kommenden zwei Jahren Castoren aufnehmen können.

mod/DPA / DPA