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Crystal-Meth-Verdacht: Staatsanwalt stellt Drogen-Ermittlungen gegen Volker Beck ein

Er wurde mit 0,6 Gramm Drogen erwischt: der Grünen-Abgeordnete Volker Beck. Doch einer Verurteilung muss er nun nicht mehr befürchten. Die Staatsanwaltschaft Berlin ermittelt nicht länger gegen Beck - unter einer Bedingung.

Volker Beck fasst sich im Plenarsaal des Bundestages mit dem Mittelfinger an den rechten Nasenflügel

Muss 7000 Euro zaheln: Volker Beck

Das nach einem mutmaßlichen Drogenfund eingeleitete Ermittlungsverfahren gegen den Bundestags-Abgeordneten Volker Beck (Grüne) ist eingestellt worden. Die Einstellung erfolge aufgrund geringer Schuld und gegen die Zahlung einer Geldbuße von 7000 Euro, wie der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch sagte. Beck wollte sich am Nachmittag ebenfalls äußern.

Der Politiker war Anfang März in Berlin mit 0,6 Gramm einer verdächtigen Substanz kontrolliert worden, bei der es sich laut Medienberichten um die Droge Crystal Meth handeln soll. Beck legte nach Bekanntwerden des mutmaßlichen Drogenfunds seine Posten als innen- und religionspolitischer Sprecher der Fraktion sowie als Vorsitzender der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe nieder und ließ sich krank schreiben.

"Schweres Fehlverhalten"

Becks möglicher Drogenkonsum sorgte in seiner eigenen Partei für Kritik. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sprach von "schwerem Fehlverhalten", Grünen-Chef Cem Özdemir brachte einen möglichen Verzicht Becks auf sein Bundestagsmandat ins Gespräch.

Aus Fraktionskreisen hieß es am Mittwoch, Beck wolle nun mit der Grünen-Fraktion über seine politische Zukunft sprechen. Es wurde jedoch für unwahrscheinlich gehalten, dass er das Amt als innenpolitischer Sprecher erneut übernimmt.

tkr / DPA