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Die Morgenlage Mehr als 300.000 Schüler in Deutschland laut Bericht in Corona-Quarantäne

Sehen Sie im Video: Rund 300.000 Schüler wegen Corona in Quarantäne.




Dem Präsidenten des Deutschen Lehrerverbandes gehen die Corona-Maßnahmen in den Schulen nicht weit genug. "In fast allen Bundesländern wurden die Hygienestufenpläne, die in den Corona-Hotspots wieder auf halbierte Klassen setzten, außer Kraft gesetzt. Schulen sollen auf Biegen und Brechen offen bleiben." Das sagte Heinz-Peter Meidinger der "Passauer Neuen Presse".
Er hoffe, dass generelle Schulschließungen vermeidbar seien. Dazu müssten aber die präventiven Vorsichtsmaßnahmen an Schulen hochgefahren werden. Dazu zähle neben der Maskenpflicht auch die vorübergehende Wiedereinführung der Abstandsregel, was halbierte Klassen und Wechselbetrieb bedeuten würde.
Die "Bild"-Zeitung berichtet unter Berufung auf den Deutschen Lehrerverband, dass sich derzeit mehr als 300.000 Schüler in Quarantäne befänden. Die Zahl der Lehrer in Quarantäne gebe der Verband derzeit mit bis zu 30.000 an. Die Folge seien immer mehr Schulschließungen. Man erlebe an den Schulen jetzt einen Salami-Lockdown. Die Politik habe sich zurückgezogen, jetzt entschieden die Gesundheitsämter.
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Ungarns Regierung will Homosexuellen- und Transgender-feindliche Verfassungsänderung +++ Karnevalsbeginn auf Sparflamme – großes Polizeiaufgebot in Köln +++ DFB-Elf spielt gegen Tschechien +++ Die Nachrichtenlage am Mittwoch.

Guten Morgen, liebe Leserin, lieber Leser,

mehr als 300.000 Schülerinnen und Schüler befinden sich mittlerweile in Corona-Quarantäne, wie die "Bild"-Zeitung berichtet, rund sechsmal so viele wie noch Ende September. Die Zahl der Lehrerinnen und Lehrer in Quarantäne liege aktuell bei bis zu 30.000.  Die Folge? Mehr Schulschließungen, wie Lehrerverbandspräsident Heinz-Peter Meidinger der Zeitung sagte. In der "Passauer Neuen Presse" äußerte Meidinger die Hoffnung, dass generelle Schulschließungen noch vermieden werden könnten. Dazu müssten aber die Vorsichtsmaßnahmen hochgefahren werden, forderte er. 

Sehen Sie im Video: Sitzen Kinder bald mit Schals und Decken in der Schule?

Das RKI meldete derweil am Mittwochmorgen 18.487 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Der R-Wert lag am Dienstagabend bei 0,98. Wegen der anhaltenden Corona-Pandemie beginnt heute in den Karnevalsregionen des Landes die Session so geräuschlos wie wohl seit Jahrzehnten nicht mehr. 

Die Schlagzeilen zum Start in den Tag

Wir haben für Sie zusammengefasst, was in der Nacht passiert ist:

Ungarn: Regierung will Homosexuellen- und Transgender-feindliche Verfassungsänderung

Die Regierung des rechtskonservativen ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban will in die Verfassung des Landes Definitionen von Elternschaft und Geschlecht hineinschreiben lassen, die sich gegen Homosexuelle und Transgender richten. Nach dem gestern ins Parlament eingebrachten Entwurf von Justizministerin Judit Varga soll es künftig in der Verfassung heißen, dass "die Mutter eine Frau ist und der Vater ein Mann". Auch soll demnach festgelegt werden, dass das Geschlecht eines Menschen allein als jenes zum Zeitpunkt seiner Geburt zu definieren ist – eine Regelung, die sich gegen Transgender richten würde. Seit Mai ist es in Ungarn bereits verboten, eine Änderung des Geschlechts bei den Behörden eintragen zu lassen. Der Entwurf für die Verfassungsänderungen wurde zu einem Zeitpunkt eingebracht, zu dem sich Ungarn in einem erneut verschärften Streit mit der EU um die Wahrung der Grundrechtecharta der Europäischen Union befindet. 

Israels Parlament billigt Annäherungsabkommen mit Bahrain 

Das israelische Parlament hat das Annäherungsabkommen zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit Bahrain gebilligt. Die Knesset-Abgeordneten stimmten gesern Abend mit 62 Stimmen für die Vereinbarung. 14 der insgesamt 120 Knesset-Mitglieder votierten dagegen, der Rest war abwesend. Die Gegenstimmen kamen alle von Abgeordneten der Vereinigten Liste, die die Vereinbarung als schädlich für den Friedensprozess mit den Palästinensern ansieht. Das Abkommen muss noch abschließend von der Regierung gebilligt werden. 

China: Verkaufsrekord am "Singles Day"

Chinas Online-Riese Alibaba hat während der größten Rabattschlacht der Welt einen Verkaufsrekord erzielt. Wie der Konzern heute eine halbe Stunde nach dem offiziellen Start in einem Zwischenstand mitteilte, verkaufte er im Rahmen des "Singles Day" Waren im Wert von umgerechnet 372,3 Milliarden Yuan (etwa 47,7 Milliarden Euro). Anders als in den Vorjahren lockte Alibaba Kunden dieses Mal allerdings schon seit Anfang November mit Einkaufsfenstern und Sonderaktionen, die in das Ergebnis einfließen. Der Rekord ist deshalb nicht direkt mit dem Ergebnis des Vorjahres vergleichbar, als der Konzern 268,4 Milliarden Yuan umsetzte.

Republikaner verteidigen Senatssitz in North Carolina

Im Kampf um die künftige Mehrheit im mächtigen US-Senat haben die Republikaner einen wichtigen Teilerfolg errungen. Nach engem Rennen um einen im Bundesstaat North Carolina zu vergebenen Senatssitz konnte sich der bisherige republikanische Mandatsinhaber Thom Tillis durchsetzen. Sein Konkurrent Cal Cunningham von den Demokraten räumte seine Niederlage ein: "Die Wähler haben gesprochen, und ich akzeptiere ihre Entscheidung."

Was heute wichtig wird

Das sind die wichtigsten Themen und Termine des Tages:

Brüssel will Impfstoff-Vertrag billigen

Die EU-Kommission will den Weg für den Kauf von bis zu 300 Millionen Einheiten des vielversprechenden Corona-Impfstoffs der Firmen Biontech und Pfizer frei machen. Der bereits fertig ausgehandelte Liefervertrag mit den beiden Herstellern soll formal gebilligt werden, wie Kommissionschefin Ursula von der Leyen angekündigt hat.

Karnevalsbeginn auf Sparflamme – großes Polizeiaufgebot in Köln

Der 11.11. soll in diesem Jahr nur ein Tag wie jeder andere werden. Wegen Corona ist der Auftakt der Karnevalssaison abgesagt. "Bleiben Sie zu Hause", appellierte NRW-Innenminister Herbert Reul an die Bürger. Die Polizei werde die Einhaltung der Corona-Regeln kontrollieren und bei Verstößen "konsequent einschreiten", sagte der CDU-Politiker.

Normalerweise wird Köln am 11.11. von Hunderttausenden Karnevalstouristen besucht. Diesmal jedoch sind alle Feiern abgesagt und es gilt ein Alkoholverbot, auch auf der Straße. Die Polizei will mit mehreren Hundertschaften im Einsatz sein, um sicherzustellen, dass die Verbote auch eingehalten werden.

"Wirtschaftsweise" legen Jahresgutachten vor

 Vor dem Hintergrund der anhaltenden Coronakrise legen die "Wirtschaftsweisen" am Nachmittag ihr Jahresgutachten vor. Vor der Online-Pressekonferenz übergibt der Sachverständigenrat das Gutachten an Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Wie vorab bereits bekannt wurde, erwarten die Ökonomen einen etwas weniger starken Einbruch der Wirtschaftsleistung in Deutschland als die Bundesregierung. Aufgrund der kräftigen Erholung im Sommer dürfte das Bruttoinlandsprodukt um 5,1 Prozent schrumpfen und damit ungefähr so stark wie während der globalen Finanzkrise 2009.

Kabinett beschäftigt sich mit Kindern, Jugend und Landleben

Das Bundeskabinett befasst sich am Vormittag  mit der Situation von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Neben dem 16. Kinder- und Jugendbericht ist auch ein Bericht zur Entwicklung ländlicher Räume Thema in der Ministerrunde.

B-Elf gegen Tschechien: Löw gibt Perspektivspielern weitere Chance

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft startet mit dem Testspiel gegen Tschechien den letzten Länderspiel-Dreierpack im Jahr 2020. Bundestrainer Joachim Löw gibt am Abend (20.45 Uhr/RTL) mehreren Ergänzungs- und Perspektivspielern eine Einsatzchance. Im Tor wird in der Arena von Bundesligist RB Leipzig der Frankfurter Kevin Trapp stehen. Für die Startelf plant Löw zudem fix mit Robin Koch und Antonio Rüdiger in der Abwehr sowie Julian Brandt und Luca Waldschmidt in der Offensivreihe.

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Ihre stern-Redaktion

wue/rös DPA AFP

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