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Formel-1-Comeback: Häkkinen zurück in der Königsklasse

Die Spekulationen um eine Rückkehr des zweimaligen Weltmeisters Mika Häkkinen in die Formel 1 haben neue Nahrung erhalten. Am Donnerstag testete der "Flying Finn" und einstige Schumi-Rivale den neuen Silberpfeil - und äußerte sich vielsagend.

Mika Häkkinen hat über fünf Jahre nach seinem Rücktritt aus der Formel 1 sein Comeback in einem "Silberpfeil" gegeben. Der zweimalige Weltmeister aus Finnland und einstige Erzrivale Michael Schumachers absolvierte am Donnerstag auf dem Circuit de Catalunya in Barcelona Testfahrten für McLaren-Mercedes. Häkkinen drehte im ersten Tagesabschnitt vor allem Installations- und Eingewöhnungsrunden. Bis zu einer kleinen Pause am frühen Nachmittag hatte er 39 Runden auf dem Grand-Prix-Kurs gefahren und verbesserte nach anfänglich großen Rückständen seine Rundenzeiten kontinuierlich.

Der Finne, der am 14. Oktober 2001 sein bislang letztes Rennen in der "Königsklasse" des Motorsports bestritten hatte, soll bei der Entwicklung des neuen "Silberpfeils" für Neuzugang und Weltmeister Fernando Alonso (Spanien) sowie den 21 Jahren alten Formel-1-Neuling Lewis Hamilton mithelfen. Der Brite drehte ebenfalls Testrunden, während der zweimalige Champion Alonso wegen seines Wechsels von Renault zum britisch-schwäbischen Team und der fehlenden Freigabe von Seiten der Franzosen weiter zum Zuschauern verurteilt ist.

Haug hält den Ball flach

Mit seinem Comeback am Steuer eines McLaren-Mercedes heizte Häkkinen, der vier Jahre nach seinem Rücktritt vom Motorsport bei Mercedes bereits im Deutschen Tourenwagen-Masters (DTM) angeheuert hatte und dort auch in der kommenden Saison fahren will, unterdessen die Spekulationen um eine mögliche Rückkehr als Stammfahrer in der Formel 1 an.

"Natürlich wollen alle wissen, ob ich in die Formel 1 zurückkehre oder ob ich in der DTM bleibe. Im Moment sieht es danach aus, dass ich in der DTM bleibe, so viel kann ich sagen. Im Moment findet die Formel 1 für mich nur an diesem einen Tag statt", sagte Häkkinen. Im Moment...

Auf die Testfahrten auf dem spanischen Grand-Prix-Kurs hatte sich der 20-malige Grand-Prix-Gewinner im Simulator von McLaren vorbereitet. Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug, der 1998 und 1999 die WM-Triumphe des in Deutschland äußerst beliebten Finnen hatte mitbejubeln dürfen, warnte, dass es falsch wäre, "aus diesem Test den Schluss zu ziehen, Mika würde in die Formel 1 zurückkehren". Weitere Tests sollen vorerst nicht geplant sein.

DPA/kbe

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