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Champions-League-Auslosung: Nur FC Bayern noch im Topf - Ermahnung an andere Clubs

Nur der FC Bayern vertritt den deutschen Fußball noch bei der Champions-League-Auslosung an diesem Freitag. Funktionäre mahnen die Clubs zu mehr Engagement auf europäischer Ebene.

Der FC Bayern ist für keinen Verein im Viertelfinale der Champions League ein Wunschlos

Der FC Bayern ist für keinen Verein im Viertelfinale der Champions League ein Wunschlos

Nach dem Scheitern dreier Bundesligisten im Champions-League-Achtelfinale hat die Spitze des deutschen Fußballs vor Bequemlichkeit gewarnt - und ein größeres Engagement für das europäische Kräftemessen verlangt. "Wir müssen da dran bleiben, um die Spitze zu halten", erklärte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach am Donnerstag in Berlin. Liga-Präsident Reinhard Rauball forderte, "Lehren" aus dem Abschneiden zu ziehen.

Im Lostopf für das Viertelfinale befindet sich an diesem Freitag (12 Uhr/live im stern-Ticker) in Nyon einmal mehr nur der Zettel mit dem FC Bayern München. Der Rekordmeister ist als einziger Bundesligist noch vertreten - und trägt die deutschen Hoffnungen auf den Einzug in das Finale am 6. Juni in Berlin.

Niersbach: "Es gibt kein Zurücklehnen"

Das Ausscheiden von Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen und dem FC Schalke 04 sieht Niersbach als Beweis dafür, dass der WM-Titel nicht wie selbstverständlich den Erfolg im Club-Fußball garantiert. "Das bestätigt nur unsere These, die wir nach Rio ausgegeben haben: Es gibt kein Ausruhen, kein Zurücklehnen, kein Nachlassen", sagte der Chef des Deutschen Fußball-Bunds.

Drei spanische Top-Teams mischen im Viertelfinale noch mit. Die vier englischen Teilnehmer sind dagegen komplett raus. Die Probleme im englischen und deutschen Vereinsfußball seien nur "temporär", unterstrich Bayern-Ehrenpräsident Franz Beckenbauer: "Die letzten beiden Jahre war Deutschland auch sehr gut, nun haben wir das gleiche Problem wie England."

Häme gegenüber England hegte auch Rauball nicht. "Wir brauchen keinen Trost", sagte der Präsident des BVB. "Wir gucken nur auf uns." Die Bayern lobte er für "überragenden Fußball". Egal, wer komme - das Ensemble von Pep Guardiola könne siegen.

Guardiola ist bereits vorbereitet

Zwei mögliche Viertelfinalgegner nahm Guardiola bei seinem Champions-League-Kurztrip nach Spanien schon einmal selbst ins Visier. Der Bayern-Coach analysierte erst den Elfmeter-Krimi zwischen Atlético Madrid und Bayer Leverkusen. Am Tag darauf freute er sich über das 1:0 seines ehemaligen Arbeitgebers FC Barcelona über Manchester City. Bei Barças Siegtreffer gegen den englischen Meister ließ sich Guardiola im Camp Nou sogar zu einem kurzen Jubler hinreißen. Ob ihn das Los Barcelona ähnlich freuen würde?

Neben dem früheren Pep-Club und dem Vorjahresfinalisten Atlético winkt den Münchnern in der Runde der letzten Acht auch eine schnelle Revanche gegen Titelträger Real Madrid. Krachend hatten die Madrilenen die Münchner im Halbfinale 2014 aus dem Wettbewerb geworfen.

"In der Champions League stehen uns im April zwei ganz große Fußball-Festtage ins Haus", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und gab sich vor der Auslosung gelassen: "Es ist kein Wunschkonzert. Man muss es nehmen, wie es kommt." Gespielt wird die zweite K.o.-Runde am 14./15. und 21./22. April. Ein "Glückslos" seien auch die Münchner selbst für keinen, versicherte Rummenigge selbstbewusst.

Premiere für den FC Bayern?

Neben Duellen gegen die drei spanischen Top-Vereine, bei denen die ehemaligen Bayern-Profis Toni Kroos (Real Madrid) und Mario Mandzukic (Atlético Madrid) spielen, wäre auch eine Premiere möglich. Gegen den AS Monaco liefen die Münchner in ihrer glanzvollen Europapokalhistorie noch nicht auf. "Angst" brauche man vor keinem Gegner zu haben, erklärte Arjen Robben.

Die weiteren möglichen Gegner sind Dortmund-Bezwinger Juventus Turin, den die Bayern auf dem Weg zum Titel 2013 ausschalteten, der schon zweimal im Viertelfinale besiegte FC Porto und Paris Saint-Germain. "Ich denke, wir haben den großen Respekt von ganz Fußball-Europa", sagte Rummenigge schon nach dem Münchner Weiterkommen gegen Schachtjor Donezk.

tob/DPA / DPA

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