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EM 2008: Worauf Löw jetzt achten muss

Das Unternehmen "EM-Titel" ist gestartet. Auf Mallorca schnürt Bundestrainer Joachim Löw in den nächsten Tagen das Erfolgspaket. Aber es gibt Fragezeichen: Wird Christoph Metzelder richtig fit? Kommt Miroslav Klose in Form? Wie verkraftet das Team den Druck? Löw muss jetzt Antworten finden.

Von Klaus Bellstedt und Jens Fischer

Am Montag, um 14.45 Uhr war es soweit. Die deutsche Nationalmannschaft hob ab Richtung Mallorca, um dort die Grundlagen für den erfolgreichen EM-Gipfelsturm zu legen. Das Fünfsterne-Hotel sowie der Trainingsplatz von Real Mallorca sind gebucht, bis zum 31.Mai hat Bundestrainer Joachim Löw Zeit, seine Mannen auf den Punkt topfit zu machen. Ab Dienstag gibt es jeden Tag zwei knallharte Einheiten, jeder Spieler bekommt exakt auf seine taktische Positionierung ausgerichtet einen Trainingsplan verordnet.

Alles ist perfekt vorbereitet, erneut wurde wie bei der WM 2006 ein Hightech-Fitnessbereich mit Leistungsdiagnostik eingerichtet. Was soll da noch schiefgehen? Einiges, wirft man einen Blick auf die Brennpunkte innerhalb des Teams. Denn davon gibt es viele.

Die Verletzten: Christoph Metzelder, Torsten Frings, zum Glück nicht mehr Michael Ballack: Drei Stützen der Mannschaft, die im Vorfeld der Europameisterschaft mit monatelangen Verletzungsproblemen zu kämpfen hatten. Speziell Metzelder gilt als der größte Problemfall. Dem Verteidiger von Real Madrid wird analog zur WM in Deutschland eine Schlüsselrolle zugerechnet, er soll zusammen mit Partner Per Mertesacker die deutsche Abwehr zusammenhalten.

Nur: Metzelder sah man in den letzten Monaten mehr humpelnd und auf Krücken gestützt als aktiv und fit auf dem Fußballplatz. Metzelder ist erst vor etwa zwei Wochen wieder ins Training der Madrilenen eingestiegen, einschlägige Spielpraxis ist da so gut wie ausgeschlossen. Diese soll er sich nun im Trainingslager auf Mallorca und in den beiden abschließenden Testspielen gegen Weißrussland und Serbien holen. Ein gewagtes Unterfangen.

Gut, Metzelder gilt als ausgemachter Turnierspieler und kann sich steigern. Aber dann muss auch alles optimal laufen. Eine erneute Verletzung kann sich Metzelder und damit auch Löw nicht erlauben. Zumal der Bundestrainer in seinem vorläufigen EM-Aufgebot mit dem Schalker Heiko Westermann und dem Berliner Arne Friedrich lediglich zwei Kandidaten hat, die Metzelder in der Innenverteidigung ersetzen könnten. Die Frage ist: Hätte Deutschland nicht einen weiteren Metzelder-Ersatz gebraucht? Löw meint Nein: "Christoph ist voll belastbar und hat Zeit aufzuholen."

Weitere Baustelle in Sachen Verletzung: Der Bremer Frings. Unverzichtbar im defensiven Mittelfeld plagte sich Frings über fast die gesamte Saison mit Knieproblemen – und fand erst in den letzten Wochen den Weg zurück. Frings ist auf dem Weg zu alter Klasse, aber auch hier gilt: Eine stabile Größe ist der Bremer momentan noch lange nicht. Auch wenn er sich auf einen Kollegen im Mittelfeld immerhin verlassen kann: Michael Ballack hat seine achtmonatige Verletzungspause überwunden und spielt derzeit beim FC Chelsea in der Form seines Lebens.

Die Formschwachen: Was ist los mit Miroslav Klose? Eine extrem schwache Rückrunde mit vielen enttäuschenden Partien, immer im Schatten seines genialen Partners Luca Toni und leider wieder mit der von ihm bekannten Lethargie im Bunde – Klose war meilenweit davon entfernt, das zu spielen, zu was er in der Lage ist. Gerade ihn gilt es aufzubauen, gilt er doch als sensibel und extrem abhängig von seinem Selbstvertrauen. Allerdings konnte sich Klose im Kreise der Nationalmannschaft immer steigern – bleibt zu hoffen, dass es ihm auch diesmal gelingt. Falls nicht, scharren hinter ihm Lukas Podolski und Kevin Kuranyi schon mit den Hufen.

Marcell Jansen, Bastian Schweinsteiger, Podolski: Die Bayern-Fraktion kommt mit dem Double nach Mallorca – aber auch mit einer persönlich für sie durchwachsenen Saison. Jansen wurde von Ottmar Hitzfeld immer wieder auf die Ersatzbank verbannt, erst als der Meistertitel perfekt war, durfte er regelmäßig spielen. Offenbarte speziell im Defensivverhalten große Defizite, und auch nach vorne passte nicht immer alles. Viele Ballverluste, schwache Flanken – Jansen muss Mallorca nutzen, um diese Defizite ausbügeln.

Schweinsteiger und Podolski, die beiden WM-Wunderknaben, stagnierten im letzten Jahr ein wenig und waren teils heftiger Kritik ausgesetzt. Schweinsteiger spielte oft uneffektiv und zu ungefährlich im Abschluss. Und Podolski musste sich einen Großteil der Saison von der Bank aus anschauen – für beide keine gute Basis, eine erfolgreiche EM zu spielen. Aber auch bei diesen beiden hat das DFB-Trikot schon Wunder gewirkt – auch diesmal?

Der Druck: Seit dem Wembley-Finale von 1996 hat das deutsche Team kein einziges EM-Spiel für sich entscheiden können. Ein Aspekt, den man vor allem auch in psychologischer Hinsicht nicht unterschätzen darf. Bekommen die jüngeren Spieler die Turnier-Niederlagen-Serie der Vergangenheit aus ihren Köpfen? Bei den Titelkämpfen jenseits der Alpen gilt es jetzt jedenfalls, diese schwarze Serie ein für allemal zu beenden. Der Druck ist spürbar.

Und noch etwas Grundlegendes ist anders bei dieser EM - ganz anders noch als bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land. Vor zwei Jahren gingen Klinsmanns Jünger als Außenseiter ins Turnier. Die Mannschaft hielt der riesigen Erwartungshaltung stand, spielte sich mit Hurra-Fußball in die Herzen der Fans und landete völlig überraschend auf einem hervorragenden dritten Platz.

Auch danach - unter Neu-Coach Löw - ging der Weg dieses Teams weiter steil bergauf. Souverän wurde die Qualifikation durchlaufen, der Offensivstil beibehalten, teilweise wurden gar begeisternde Leistungen abgeliefert. Auch deshalb gehört diese deutsche Nationalmannschaft in Österreich und der Schweiz eben nicht mehr zu den absoluten Außenseitern - sondern zu den Topfavoriten.

Für die Spieler ist diese Situation neu, Fans und Experten rechnen fast ausnahmslos mit dem Minimalziel Halbfinale. Von der ersten Sekunde an, ist dieses Team fast schon zum Siegen verdammt. Die Vorzeichen haben sich komplett geändert, WM war gestern. Die leichte Gruppe mit Polen, Kroatien und Österreich macht die Sache nicht unbedingt besser. Jeder erwartet einen glatten Durchmarsch mit klaren Erfolgen.

Aber ist die Mannschaft wirklich schon soweit, dass sie auch mental diesem immensen Druck gewachsen ist? Die alten Haudegen Frings und Ballack sicher, aber was ist mit einem Jansen, was mit dem jungen Clemens Fritz, was mit Jermaine Jones? Zweifel sind angebracht.

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Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?