HOME

Halbfinale gegen Frankreich: Wie Löw die Verletzten ersetzen könnte – vier Szenarien

Die EM 2016 ist für Mario Gomez vorbei, Sami Khedira und Bastian Schweinsteiger fallen für das Halbfinale gegen Frankreich wohl auch aus. Wie könnte Jogi Löws Startelf also aussehen?

Lukas Podolski schießt bei der EM 2016 vor dem Viertelfinale gegen Italien im Stadion von Bordeaux ein Selfie.

Trainingsjacke aus, gleich geht's los: Lukas Podolski könnte Mario Gomez im Sturm ersetzen und Tore statt Selfies schießen

Für Mario Gomez ist die EM 2016 vorbei, Sami Khedira fällt mit Adduktorenproblemen für das Halbfinale gegen Frankreich auf jeden Fall aus und wie schnell Bastian Schweinsteiger seine Außenband-Zerrung im Knie wieder loswird, zeigen erst die nächsten Tage. Bundestrainer Jogi Löw kommt also um eine veränderte Aufstellung auf keinen Fall herum.

Die wahrscheinlichste Aufstellung

Wie die Startelf aussehen könnte, hat Löw auf der Pressekonferenz am Vormittag angedeutet. Der Schalker Benedikt Höwedes dürfte den gelbgesperrten Mats Hummels in der Innenverteidigung ersetzen und Joshua Kimmich wird wohl hinten rechts auflaufen. Im Mittelfeld sieht Löw ihn nicht, sagte er auf der Pressekonferenz. Sollte Schweinsteiger tatsächlich ausfallen, blieben für das defensive Mittelfeld der Dortmunder Julian Weigl oder Emre Can vom FC Liverpool als Optionen – mit Vorteilen für Emre Can. Der Bundestrainer lobte ihn als "wuchtig und technisch stark" – zudem ist eher vom Typ Khedira ähnlich. Weigl "löst Situationen eher über seine Technik", sagte Löw. Vom Typ also eher der kleine Kroos. Im Sturm könnte Thomas Müller für Mario Gomez als zentraler Stürmer auflaufen – im Wechsel mit Götze oder Draxler. "Das wäre eine Variante. Aber vielleicht spielen wir auch mit zwei Stürmern", sagte Löw auf der Pressekonferenz. Ob er das wirklich überlegt oder das nur eine Finte für die Franzosen ist, wird sich erst Donnerstag zeigen.


Die Poldi-Variante

Gegen die Slowakei hat Lukas Podolski zumindest als Einwechselspieler seinen EM-Einsatz bekommen, gegen Frankreich könnte er als Gomez-Ersatz in der Startelf stehen. Poldi ist schließlich gelernter Stürmer. Ganz vorne, das könnte er auch. Hat er früher mit Klose auch gemeinsam gespielt. Bei der restlichen Aufstellung würde sich gar nicht so viel ändern. Kimmich, Höwedes, Boateng und Hector in der Abwehr, Draxler, Özil und Müller im offensiven Mittelfeld – also fast wie im bisherigen Turnier.


Die Mustafi-Variante

Shkodran Mustafi hat im Auftaktspiel gegen die Ukraine das Führungstor geschossen – und sitzt seitdem wieder auf der Bank. Durch die Hummels-Sperre könnte er wieder einen Platz in der Innenverteidigung einnehmen, in dem Fall könnte Löw auch wieder mit einer Dreierkette beginnen. Mustafi, Höwedes, Boateng – Kimmich und Hector über die außen. Kroos als alleiniger Sechser. Kimmich könnte auch gemeinsam mit Kroos im Mittelfeld auflaufen, aber Löw plant wohl anders mit ihm: "Das ist keine Überlegung", sagte Löw auf der PK. "Er hat bei uns überwiegend hinten rechts gespielt. Im zentralen Mittelfeld haben wir andere Möglichkeiten."

Auch mit Mustafi könnte Müller im Sturm Gomez ersetzen und dafür Mario Götze ins offensive Mittelfeld zurückkehren.


Die Sané-Variante

Sollte Jogi Löw doch nicht auf Mario Götze setzen, könnte der Schalker Leroy Sané sein EM-Debüt feiern. Schnell, ideenreich und nach einer super Saison selbstbewusst – vor allem letzteres dürfte ihn von Götze momentan unterscheiden. Aber ob Löw dem 20-Jährigen schon zutraut, in einem EM-Halbfinale zu bestehen? Wir werden es erst am Donnerstag erfahren.


DFB-Trikots im Wandel   : In diesen Outfits wurden wir Europameister - und in diesen nicht


Wissenscommunity