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Fußball-Bundesliga: Bayern deklassieren HSV, BVB verliert gegen Hoffenheim

Der Rekordmeister schießt sich aus der Krise: Bayern München hat den HSV mit sechs Toren abgeschossen. Tabellenführer Borussia Dortmund kassierte eine knappe Niederlage gegen Hoffenheim. Schalke besiegte Frankfurt in einer kuriosen Partie und Bremen verschenkte gegen Mönchengladbach wichtige Punkte.

Der FC Bayern München ist der Qualifikation für die Champions League wieder einen Schritt näher gekommen. Der Titelverteidiger stoppte seine Negativserie mit dem 6:0-Schützenfest gegen den Hamburger SV und verkürzte den Rückstand auf den Dritten Hannover 96 wieder auf zwei Punkte. Spitzenreiter Borussia Dortmund erhielt derweil am Samstag einen Dämpfer und kassierte mit dem 0:1 bei 1899 Hoffenheim seine erste Niederlage im Jahr 2011.

Drei Tage nach dem Wirbel um den bevorstehenden Abschied von Trainer Felix Magath gewann der FC Schalke 04 mit 2:1 gegen Eintracht Frankfurt und entledigte sich damit wohl aller Abstiegssorgen. Werder Bremen verspielte beim 1:1 gegen den Tabellenletzten Borussia Mönchengladbach wichtige Punkte. Dem 1. FC Kaiserslautern gelang mit dem 2:1 gegen den SC Freiburg der erste Sieg in der Rückrunde und verließ die Abstiegsränge. Weiter in höchster Gefahr schwebt dagegen der VfL Wolfsburg nach dem 1:2 gegen den 1. FC Nürnberg. In München undWolfsburg traten die Spieler im Gedenken an die Opfer der Erdbebenkatastrophe in Japan mit Trauerflor an.

Robben spielt brillant


Die Münchner feierten eine gelungene Generalprobe für das Champions League-Duell gegen Inter Mailand und bescherten ihrem Coach Louis van Gaal in seinem ersten "Abschiedsspiel" einen klaren Sieg. Der überragende Arjen Robben entschied das Duell der scheidenden Trainer gegen die Hanseaten von Armin Veh mit einem Dreierpack (40./47./55.). Franck Ribéry (64.), Thomas Müller (79.) und Heiko Westermann mit einem Eigentor (85.) besorgten den Rest. Vor der Pause hatten die Münchner innerhalb von drei Minuten durch Gomez, Müller und van Buyten zudem noch dreimal Latte und Pfosten getroffen.

Die spielerischen Vorteile reichten Tabellenführer Dortmund nicht zu einem Punktgewinn in der Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena. Trotz der Niederlage gegen Hoffenheim durch den Treffer von Vedad Ibisevic (63.) behaupteten die Westfalen ihren Zwölf-Punkte-Vorsprung vor Bayer Leverkusen, das an diesem Sonntag in Mainz zu Gast ist.

Schalke feiert drei Punkte


Für Schalke gab es einen Tag vor dem "klärenden Gespräch" zwischen Magath und dem Vorstandsvorsitzenden Clemens Tönnies drei Punkte. In einem Spiel der kuriosen Tore sorgte "Joker" Angelos Charisteas (84.) für die Entscheidung. Ein kapitaler Schnitzer von Torhüter Ralf Fährmann hatte die Führung für "Königsblau" eingeleitet. Der Ex-Schalker im Gäste-Tor holte kurz vor der Pause beim Abschlagsversuch Raúl von den Beinen. Jose Manuel Jurado verwandelte den Strafstoß. Georgios Tzavellas sorgte mit dem ersten Eintracht-Treffer seit 793 Minuten für den Ausgleich. Der Grieche überwand Manuel Neuer aus mehr als 70 Metern.

Borussia Mönchengladbach schöpft im Abstiegskampf wieder Hoffnung. Dante erzielte in der Nachspielzeit den Ausgleich für den fünfmaligen deutschen Meister, der den Abstand zu Relegationsplatz 16 vorerst auf drei Punkte verkürzte. Sandro Wagner hatte in der 39. Minute die Führung für Werder erzielt, das als Tabellen-Zwölfter derzeit drei Zähler Vorsprung auf Rang 16 hat. Die Bremer schafften es trotz vieler Chancen nicht, den zweiten Sieg nacheinander einzufahren.

Wolfsburg rutscht immer tiefer


Dem VfL Wolfsburg gelang auch gegen den 1. FC Nürnberg nicht der erhoffte Befreiungsschlag im Kampf gegen den Abstieg. Nach dem 1:2 gegen den schon seit acht Spielen unbezwungenen 1. FC Nürnberg fielen die Niedersachsen auf Relegationsplatz 16 zurück. Die Führung für den VfL durch das erste Bundesliga-Tor von Mario Mandzukic (22.) wandelten Philipp Wollscheid (45.+1) und Per Nilsson (90.+2) in einen glücklichen "Club"-Erfolg um.

Erwin Hoffer war der gefeierte Matchwinner beim 2:1-Sieg der Lauterer gegen Freiburg. In der zweiten Minute der Nachspielzeit bescherte der Österreicher dem FCK den ersten Rückrundensieg. Vorher war Adam Nemec der Mann des Tages auf dem Betzenberg gewesen. Der Tscheche im FCK-Trikot köpfte in der 21. Minute ins eigene Tor und brachte den Neuling damit in arge Bedrängnis. 13 Minuten später gelang ihm der umjubelte Ausgleich. Dank des Last-Minute-Sieges schaffte der 1. FCK vorläufig der Sprung auf Platz 12.

DPA / DPA

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