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Fußball-Bundesliga: Schalke steht unter Schock - Hoffenheim schlägt St. Pauli

Miese Stimmung auf Schalke: Im zweiten Saisonspiel kassierte das Team von Felix Magath wieder eine Niederlage, diesmal gegen Hannover. Hoffenheim stürmte mit einem Sieg gegen den FC St. Pauli an die Tabellenspitze. Mainz drehte gegen Wolfsburg einen Drei-Tore-Rückstand. Auch Bremen und der HSV gewannen.

Für den ambitionierten FC Schalke 04 und seinen Trainer Felix Magath ist der Fehlstart in die 48. Spielzeit der Fußball-Bundesliga perfekt. Der Titelaspirant kassierte am 2. Spieltag mit dem 1:2 gegen Hannover 96 schon die zweite Niederlage. Den Platz an der Sonne behauptete vorerst 1899 Hoffenheim. Die Elf von Ralf Rangnick gewann am Samstagabend durch ein spätes Tor von Isaac Vorsah (87. Minute) mit 1:0 bei Aufsteiger FC St. Pauli und führt die Tabelle punkt- und torgleich mit Neuling 1. FC Kaiserslautern an. Auch Hannover 96, der FSV Mainz 05 und der Hamburger SV sind noch ohne Punktverlust.

Der VfL Wolfsburg fand dagegen auch mit Liga-Rückkehrer Diego nicht in die Erfolgsspur. Im ersten Spiel unter der Regie des am Donnerstag verpflichteten Brasilianers gab der Meister von 2009 gegen den FSV Mainz 05 einen 3:0-Vorsprung aus der Hand und steht nach dem 3:4 weiter ohne Punktgewinn da. Der HSV gewann mit 3:1 bei Eintracht Frankfurt. Werder Bremen bügelte den 1:4-Ausrutscher in Hoffenheim mit einem 4:2 gegen den 1. FC Köln aus. Der 1. FC Nürnberg unterlag dem SC Freiburg mit 1:2. Bereits am Freitag hatte Aufsteiger Lautern mit dem 2:0 gegen Double-Gewinner Bayern München für den Paukenschlag der Runde gesorgt.

Diego wurde Erwartungen gerecht - zunächst


Nach einjährigem Gastspiel in Turin wurde Diego bei seinem Liga-Comeback zunächst den hohen Erwartungen in Wolfsburg gerecht. Von den Ideen des 15 Millionen Euro teuren Neueinkaufs profitierte vor allem Edin Dzeko, der die "Wölfe" mit einem Doppelschlag (24./27. Minute) in Front brachte. Dann folgte Diegos erster Solo-Auftritt zum 3:0 (30.) - alles schien gelaufen. Doch der Anschlusstreffer von Morten Rasmussen (39.) änderte die Kräfteverhältnisse. Plötzlich drehte Mainz auf und kam durch Elkin Soto (48.), Andre Schürrle (58.) und Adam Szalai (86.) zum nicht mehr erwarteten 4:3.

Für die Schalker Fans endete auch die zweite Saisonpartie mit einer herben Enttäuschung. Statt des ersten Liga-Tores von Superstar Raúl gab es für die "Königsblauen" eine völlig überraschende Schlappe gegen Hannover. Konstantin Rausch (31.) und Mohamed Abdellaoue (49.) sorgten mit ihren Toren für den Favoritensturz und katapultierten die Niedersachsen in der Tabelle ganz weit nach oben. Jermaine Jones (83.) traf erst spät für die "Knappen".

Hoffenheim schlägt St. Pauli


FC St. Pauli verpasste den erhofften Dreier im ersten Bundesliga-Heimspiel seit achteinhalb Jahren. Eine Woche nach dem Saison-Auftaktsieg beim SC Freiburg (3:1) unterlag der Kiezklub gegen 1899 Hoffenheim mit 0:1 (0:0). Isaac Vorsah (87.) erzielte das Siegtor für die Kraichgauer, die zusammen mit dem 1. FC Kaiserslautern die Tabelle mit sechs Punkte (je 5:1 Tore) anführen. 23.794 Zuschauer im Millerntor-Stadion feierten dennoch ausgelassen die Rückkehr in die erste Liga.

Wie 96 setzte sich auch der HSV in der Tabelle erst einmal oben fest. Zum Matchwinner für die Hanseaten wurde wieder Ruud van Nistelrooy, dem in der 81. Minute in Frankfurt das 2:1 gelang. Kurz vor dem Ende machte Paulo Guerrero (89.) den Sack zu. Joris Mathijsen hatte per Kopfball (60.) die Führung der Hessen egalisiert, für die Patrick Ochs mit einem abgefälschten Schuss (37.) gesorgt hatte.

Bremen auch im Alltag wieder auf Erfolgskurs


Nach dem glücklich geschafften Einzug in die Gruppenphase der Champions League fand Werder Bremen auch im Alltagsgeschäft auf Erfolgskurs zurück. Torsten Frings mit einem verwandelten Strafstoß (33.) und der Österreicher Marko Arnautovic (36.) mit seinem ersten Bundesliga-Tor stellten die Weichen zum Sieg gegen Köln, das nach dem Anschlusstor von Lukas Podolski (37.) vergeblich auf einen Zähler an der Weser hoffte. Hugo Almeida (74.) und erneut Arnautovic (90.+1) machten alles klar, ehe Kevin McKenna (90.+2) den Endstand besorgte.

Der SC Freiburg feierte am zweiten Spieltag seinen ersten Dreier. Dem 1:3 zum Auftakt gegen Neuling FC St. Pauli folgte für die Breisgauer ein 2:1-Sieg beim 1. FC Nürnberg. Ein kapitaler Schnitzer von Torhüter Simon Pouplin ermöglichte Julian Schieber (15.) zwar das Führungstor für die Franken. Doch dann schlug die Stunde von Papiss Cissé. Erst verwandelte der Senegalese einen Elfmeter nach Foul von Andreas Wolf an Stefan Reisinger (40.), dann traf er per Kopf (52.). Den letzten Auswärtssieg hatte der SC im November 2009 ebenfalls in Nürnberg errungen.

DPA/tis / DPA

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