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Bundsliga im stern-Check: Warum Peter Stöger genau der Typ ist, den der BVB jetzt braucht

Köln und Freiburg toppen das jüngste Revierderby, die Videobeweis-Debatte ist erneut um eine Facette reicher, und Peter Stöger sitzt am Ende einer turbulenten Woche auf einmal beim BVB am Ruder. Das Bundesliga-Wochenende im stern-Check.

So liefen die Spiele

Hier finden Sie alle Ergebnisse, Tabellen und Highlights im Überblick.

Der Aufreger des Spieltages

Wie so oft in letzter Zeit kann es an dieser Stelle nur um den Videobeweis gehen. Die Diskussion um die umstrittene Technik ist nach dem Spiel Gladbach gegen Schalke um eine skurrile Facette reicher. Gleich zweimal griff der Videoassistent dort ein und bewertete Szenen die 20 bis 30 Sekunden vor den eigentlichen Entscheidungen lagen. Ein Tor und ein Elfmeter gegen Schalke wurden so wegen Abseits und eines vorangegangenen Fouls (das der Schiri mit einer klaren Geste hatte weiterlaufen lassen) zurückgenommen. Hinterher klärte der DFB dann auf, dass auch Ereignisse im Umfeld der strittigen Szenen von Videoschiedsrichter überprüft würden. Das warf unweigerlich die Frage auf: Wie weit rückwirkend sollte der Videobeweis greifen? Oder wie es dieser Twitter-Nutzer ausdrückt:

Gewinner des Spieltages

Peter Stöger hat eine rasante Woche hinter sich: Erst wurde der Mann, der den 1.FC Köln aus der Zweiten Liga in die Europa League führte, wegen chronischer Punktlosigkeit beim Tabellenletzten entlassen. Nur wenige Tage später präsentiert ihn dann Champions-League-Aspirant Borussia Dortmund als neuen Heilsbringer. Dort soll er schaffen, was ihm in Köln nicht gelang: einer völlig verunsicherten Truppe wieder Leben einzuhauchen. Und das kann durchaus funktionieren. Stöger ist ein Defensivfuchs und damit Experte für Dortmunds größte aktuelle Baustelle. Zudem hat der sympathische Österreicher das Potenzial zum kumpelhaften Fanliebling - eine beim BVB auch mit Blick auf die Vereinsführung wichtige Eigenschaft. Und zu guter Letzt gilt Stöger als jemand, der ein inniges Verhältnis zu seinen Spielern pflegt. Genau der Typ also, den der blutleere BVB jetzt braucht.  

Verlierer des Spieltages

Falls noch irgendein jecker Optimist in Köln an den Nicht-Abstieg geglaubt hatte, dieser Spieltag war der Sargnagel für jedwede Hoffnungen. Mit neuem Coach startete der Tabellenletzte (nur drei Punkte) fulminant, führte nach 30 Minuten auf schneebedecktem Acker mit 3:0. Doch was dann folgte, sollte noch schlimmer werden, als die 4:4-Derbyschmach des BVB vor zwei Wochen. Der SC Freiburg kämpfte sich in die Partie zurück und drehte mit zwei Elfmetern in der 90. Minute und der Nachspielzeit das Spiel zu einem 4:3. Ganz bitter für Köln, das nun schon eine utopische Siegesserie hinlegen müsste, um das Ruder noch rumzureißen.

Dieses Tor sollten Sie (noch einmal) sehen

Pierre-Emerick Aubameyang vom BVB (gelb) gibt dem Ball Begleitschutz über die Torlinie

Pierre-Emerick Aubameyang vom BVB (gelb) gibt dem Ball Begleitschutz über die Torlinie

Beim zwischenzeitlichen 1:1 von Borussia Dortmund gegen Werder Bremen fragt man sich auch nach vier Zeitlupen noch: War nun das Knie von Pierre-Emerick Aubameyang oder die Hand von Philipp Bargfrede ausschlaggebend? Die DFL sprach den Treffer letztlich dem Dortmunder zu und verhalf ihm damit zu einem Rekord: Es war sein 97. Ligatreffer. Mit dieser Ausbeute überflügelte Aubameyang sogar Anthony Yeboah und ist nun der erfolgreichste afrikanische Knipser der Bundesliga. 

Bild des Tages

Schiedsrichter Stefan Ruthenbeck und zwei Spieler des 1. FC Köln auf der Suche nach dem Elfmeterpunkt

Ja, wo isser denn? Schiedsrichter Stefan Ruthenbeck sucht gemeinsam mit den Kölnern Guirassy und Özcan nach dem Elfmeterpunkt. Der war jedoch unter der Schneedecke nicht eindeutig zu identifizieren, weswegen der Referee auf die aus dem Amateurbereich bewährte Methode zurückgriff und die elf Meter kurzerhand von der Torlinie aus abzählte. Sieht man auch nicht alle Tage in der Bundesliga.


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