HOME

Eishockey: DEL - Top-25 der Playoff-Routiniers

Erfahrung ist in den Playoffs ein wichtiger Faktor - die Führungsspieler sind in den K.o.-Runden besonders gefordert. Köln und Düsseldorf profitierten in den Pre-Playoffs bereits davon. Wir haben eine Rangliste mit den erfahrensten Akteuren erstellt. 

Playoffs in der DEL - zu keiner anderen Zeit der Saison spielen Nervenstärke, Cleverness und Erfahrung eine solch wichtige Rolle. Wenn am Mittwoch die Endrunde beginnt, sind die routiniertesten Profis als Führungsspieler besonders gefordert. Wir präsentieren die Top-25 der Playoff-Veteranen.

Als sich die Kölner Haie und die Düsseldorfer MetroStars bereits nach zwei Begegnungen in den Pre-Playoffs gegen Augsburg bzw. Iserlohn durchgesetzt hatten, war das ein erneuter Beweis dafür, dass in der Endrunde oftmals die Erfüllung besonderer Kriterien den Ausschlag gibt. Neben bedingungslosem Einsatz, Kampf und Leidenschaft sind in den K.O.-Runden ganz besonders Nervenstärke, Cleverness und Erfahrung gefragt.

Und genau diese Tugenden erwirbt man am besten in möglichst vielen Playoff-Kämpfen. Die Kölner Spieler waren ihren Augsburger Kollegen da um einiges voraus: Die sechs erfahrensten Haie-Cracks vereinen so viele Endrunden-Spiele auf sich, wie das komplette Augsburger Team (rund 500). Ähnlich eklatant war der Unterschied zwischen Düsseldorf und Iserlohn.

Düsseldorf und Berlin vorne, Mannheim am Schluss

Die Metro Stars sind mit sieben Vertretern in den Top 25, die zusammen bisher fast 600 Playoff-Partien absolvierten, gemeinsam mit Meister Berlin die Mannschaft, die den größten Erfahrungsschatz aufweisen kann. Auf Rang drei folgen die Hamburg Freezers mit vier Spielern, dahinter Köln (3), Straubing (2), Ingolstadt (1) und Wolfsburg (1). Bemerkenswert: Rekordmeister Mannheim hat als einziges Team keinen Spieler in der Liste.

An der Spitze des Rankings liegt, wenig überraschend, Rekordspieler Mirko Lüdemann, der in seiner Profi-Laufbahn insgesamt 139 Playoff-Spiele absolvierte - ausschließlich für die Kölner Haie. Die ersten Schritte machte der Verteidiger, dessen Rückkehr aufs Eis nach erlittener Verletzung im zweiten Augsburg-Spiel ungewiss ist, Anfang der 90er Jahre in der 1. Bundesliga, wo er im zarten Alter von 19 Jahren bereits erste Playoff-Praxis sammelte.

Ähnlich lief es bei Tino Boos, der für die DEG in der 1. Bundesliga auflief und seinem Kölner Kollegen auf Rang zwei folgt. Boos teilt sich die Position mit Berlins verletztem Kapitän Stefan Ustorf. Im Gegensatz zum Duo des KEC sammelte dieser auch in Übersee bei Portland in der AHL, bei Detroit und Cincinnati in der IHL und in fünf NHL-Spielen für die Washington Capitals Erfahrung in der K.O.-Runde.

Sloan mit den meisten NHL-Einsätzen

Der Profi mit den meisten Partien in der NHL-Endrunde ist Wolfsburgs einziger Vertreter Blake Sloan. Der 36-Jährige absolvierte Ende der 90er 35 Spiele für die Dallas Stars. Hamburgs Christoph Schubert lief 31-mal für die Ottawa Senators in der besten Liga der Welt auf, verpasst die Top-25 mit 65 Partien aber knapp. Neben Sloan standen mit Ustorf, Denis Pederson (beide Berlin), Jason Holland (Düsseldorf), Patrick Traverse und Serge Aubin (beide Hamburg) insgesamt sieben Akteure aus unserem Ranking bereits in den NHL-Playoffs auf dem Eis.

Erfahrung aus Übersee bringt rund die Hälfte der Spieler mit, 13 Profis liefen in Nordamerika neben der NHL in den unterklassigen AHL, ECHL, IHL, UHL oder CHL auf. Außerdem präsentierten sich die DEL-Profis bereits in Russland, Finnland, Schweden, Norwegen und der Schweiz. Ein Trio mit jeder Menge Erfahrung im Saisonfinale gibt am Mittwoch sein Debüt auf deutschem Eis: Hamburgs Duo Brendan Brooks (73 Spiele) und Serge Aubin (70), sowie Straubings Jean-Michel Daoust (70) haben zwar jede Menge Playoff- Praxis, aber noch kein Spiel in der K.O.-Runde der DEL absolviert.

Eisbären-Quartett auf Kurs zur Bestmarke

Auf Rekordkurs ist Berlins Quartett Florian Busch (81), Jens Baxmann (80) Andre Rankel (77) und Frank Hördler (77). Trotz ihres jungen Alters von 26 bzw. 27 Jahren sind die vier schon in der Liste vertreten. Die junge Garde der Eisbären hat noch eine lange Karriere vor sich, in deren Verlauf der Rekordwert von Kölns Lüdemann sicherlich noch in Gefahr gerät.

Neben den Berlinern dürfen sich mit Patrick Reimer (80), Connor James (80, beide Düsseldorf) und Daoust (70, Straubing) drei weitere Profis zu den jüngeren zählen - sie haben das 30. Lebensjahr noch nicht erreicht. Das ansonsten vornehmlich Akteure älterer Generation eine Rolle spielen, liegt in der Natur der Sache: Elf Cracks sind 35 Jahre oder älter, vier von ihnen gar 38.

Auf der Torhüterposition ist der DEL-Dauerbrenner Ian Gordon die Nummer eins. Mit 67 Partien liegt der Deutsch-Kanadier dicht gefolgt von Berlins Nationaltorhüter Rob Zepp (63) in Front. Dahinter mit einigem Abstand: Düsseldorfs Ersatzmann Jean-Sebastian Aubin (41), Mannheims-Oldie Fred Brathwaite (38) und Freezers-Goalie John Curry (32).

Die Rangliste:

1. Mirko Lüdemann (38, Kölner Haie): 141 Playoff-Spiele (136 in der DEL)

für Köln

2. Tino Boos (37, Kölner Haie): 121 (118)

für Düsseldorf, Kassel, Köln, Hannover

2. Stefan Ustorf (38, Eisbären Berlin): 119 (79)

für Portland (AHL), Washington (NHL), Detroit, Cincinnati (beide IHL), Mannheim, Berlin

4. Sven Felski (37, Eisbären Berlin): 102 (102)

für Berlin

5. Denis Pederson (36, Eisbären Berlin): 99 (65)

für Albany (AHL), New Jersey, Vancouver, Phoenix (alle NHL)

6. Daniel Kreutzer (32, Düsseldorfer EG): 95 (95)

für Kassel, Düsseldorf

7. Jason Holland (35, Düsseldorfer EG): 93 (25)

für Kentucky, Rochester (beide AHL), Buffalo (NHL), Manchester (AHL), Ingolstadt, Düsseldorf

8. Andy Hedlund (33, Düsseldorfer EG): 90 (47)

für Trenton (ECHL), Binghampton (AHL), Krefeld, Hershey (AHL), Düsseldorf, Mannheim

9. Andy Roach (38, Düsseldorfer EG): 87 (87)

für Krefeld, Mannheim, Berlin, Düsseldorf

10. Patrick Reimer (29, Düsseldorfer EG): 82 (65)

für Kaufbeuren (2. Bundesliga), Düsseldorf

10. Connor James (29, Düsseldorfer EG): 82 (25)

für Bakersfield (ECHL), Manchester, Wilkes-Barre/Scranton (beide AHL), Augsburg, Düsseldorf

12. Florian Busch (27, Eisbären Berlin): 81 (78)

für Klostersee (2. Bundesliga), Berlin

13. Jens Baxmann (26, Eisbären Berlin): 80 (80)

für Berlin

14. Blake Sloan (36, Grizzly Adams Wolfsburg): 78 (41)

für Houston (IHL), Dallas (NHL), Mannheim, Wolfsburg

15. Andre Rankel (26, Eisbären Berlin): 77 (77)

für Berlin

15. Frank Hörder (27, Eisbären Berlin): 77 (76)

für Selb (Oberliga), Berlin

17. Greg Classen (34, Kölner Haie): 76 (14)

für Milwaukee (IHL), Assat (Finnland), Hamburg, Manitoba (AHL), Köln

18. Michael Bakos (33, Straubing Tigers): 75 (75)

für Augsburg, Mannheim, Ingolstadt

19. Rob Collins (34, Hamburg Freezers): 74 (45)

für Grand Rapids, Bridgeport (beide AHL), Düsseldorf

20. Brendan Brooks (33, Hamburg Freezers): 73 (0)

für Quad City (UHL), Dayton (ECHL), Worcester (AHL), Peoria, Manitoba (beide AHL), Stavanger (Norwegen), Langnau (Schweiz)

21. Rick Girard (37, ERC Ingolstadt): 72 (52)

für Syracuse, Cleveland (IHL), München, Augsburg, Mannheim, Ingolstadt

22. Jeff Ulmer (34, Düsseldorfer EG): 71 (32)

für Houston (IHL), Grand Rapids, Binghampton (beide AHL), Lukko (Finnland), Hamburg, Frankfurt, Linkoping (Schweden), Düsseldorf

23. Patrick Traverse (38, Hamburg Freezers): 70 (3)

für Prince Edward Island (AHL), Grand Rapids (IHL), Hershey (AHL), Ottawa (NHL), Hamilton, Houston, Iowa, Worcester (alle AHL), Düsseldorf

23. Jean-Michel Daoust (28, Straubing Tigers): 70 (0)

für Danbury (UHL), Cincinnati (IHL), Wilkes-Barre/Scranton, Houston (beide AHL)

23. Serge Aubin (37, Hamburg Freezers): 70 (0)

für Cleveland (IHL), Hampton (ECHL), Hershey (AHL), Colorado (NHL), Genf, Biel (beide Schweiz)

Auf den weiteren Plätzen folgen: Thomas Dolak (32, Hamburg Freezers): 69 (69) für München, Hamburg, Hannover; Marian Bazany (36, Düsseldorfer EG): 68 (62) für Regensburg (2. Bundesliga), Düsseldorf; Christoph Schubert (30, Hamburg Freezers): 65 (19) für München, Binghampton (AHL), Ottawa (NHL)

Die Torhüter

1. Ian Gordon (36, ERC Ingolstadt): 67 (59)

für Grand Rapids (IHL), Cleveland (IHL), Frankfurt, Ingolstadt

2. Rob Zepp (30, Eisbären Berlin): 63 (43)

für Florida (ECHL), SaiPa (Finnland), Berlin

3. Jean-Sebastian Aubin (34, Düsseldorfer EG): 41 (12)

für Dayton (ECHL), Pittsburgh (NHL), Wilkes-Barre/Scranton, St. John’s, Toronto, Portland, Philadelphia (alle AHL), Düsseldorf

4. Fred Brathwaite (39, Adler Mannheim): 38 (17)

für Manitoba (AHL), St. Louis (NHL), Kazan (Russland), Chicago (AHL), Mannheim

5. John Curry (28, Hamburg Freezers): 32 (0)

für Wilkes-Barre/Scranton (AHL)

Daniel Pietzker

sportal.de / sportal

Wissenscommunity