Auf zu neuer alter Größe

13. Februar 2013, 15:51 Uhr

Mit dem 4C will Alfa Romeo an die glorreiche Vergangenheit anknüpfen und greift dafür tief in die Technologie-Kiste.

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Lange wurde ein Geheimnis um den Alfa Romeo 4C gemacht. Doch jetzt ist es raus: Der Hoffnungsträger etwas unter vier Meter lang, nur 1,18 hoch, aber knackige zwei Meter breit, hat einen Radstand von 2,4 Metern und ein Chassis aus Kohlefaser. Der Anteil an dem teuren Leichtbau-Material soll laut Alfa-Chef Louis-Carl Vignon höher sein, als beim Supersportwagen McLaren MP4-12C. Die Carbon-Flunder soll die darbende italienische Traditionsmarke zu neuem Leben erwecken. Produziert wird der neue Alfa Romeo wie zuvor der 8C Competizione bei Maserati in Modena.

Das Kürzel 4C steht für "4 Cilindri" und verrät schon die grundlegenden Rahmendaten des Motors. Das Vierzylinder-Voll-Aluminium-Aggregat knüpft mit seinem Hubraum von 1.750 Kubikzentimeter an die erflogreiche Vergangenheit an, als dieser Hubraum für fortschrittliche Motoren stand, die in einer Giulietta, Giulia oder Bertone für Vortrieb sorgten. Dementsprechend hat das Triebwerk alle Attribute moderner Motoren. Also Direkteinspritzung mit Turbo-Aufladung und eine doppelte Phasenverstellung der beiden obenliegenden Nockenwellen. Damit sollen möglichst viel Drehmoment in den unteren Drehzahlen bereitgestellt und die Tankstellenbesuche reduziert werden. Das Scavenging-Prinzip (Spülluft) soll das Turboloch minimieren.

Über die PS-Zahl der Evolution des TBi-16V-Motors schweigen sich die Italiener noch aus, verraten aber, dass das Leistungsgewicht unter vier Kilogramm pro PS liegt. Da Alfa Romeo bereits einen Vierzylinder-Motor mit 300 PS angekündigt hat, dürfte der 4C knapp über eine Tonne wiegen.

Bei einem Grundpreis von etwa 55.000 Euro zielt der Alfa Romeo 4C auf den Porsche Cayman, da der heckangetriebene Sportwagen wie der Zuffenhausener auch als Mittelmotor-Zweisitzer konzipiert ist. Die Gangwechsel übernimmt ein Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe mit Schaltwippen am Lenkrad.

Um dem Alfa Romeo 4C auch die entsprechende Agilität zu geben, wird das Fahrdynamik-Programm D.N.A (Dynamic, Natura, All Weather) um einen Race-Modus erweitert. In diesem Betriebszustand dürfte das ESP weitmöglichst ausgeschaltet sein, die Lenkung noch direkter ansprechen, die Gangwechsel bei hohen Drehzahlen erfolgen und eine sportliche Gaspedal-Kennlinie eingesetzt werden. Fahrer und Beifahrer thronen in Schalensitzen und das Cockpit präsentiert die Carbon-Bauteile teilweise unverkleidet, um Hightech-Atmosphäre zu verbreiten.

Seine Premiere feiert der Alfa Romeo 4C auf dem Automobil-Salon in Genf. Ende des Jahres soll er dann die Rückkehr der italienischen Marke in die USA einläuten. Dort hat man schon erste Erlkönige bei Tests photographiert. Diesmal will Alfa alles richtig machen, denn eine zweite Chance gibt es nicht. Das weiß auch Fiat-Chef Sergio Marchionne. Deswegen auch die Geheimniskrämerei. So werden Begehrlichkeiten geweckt.

Alfa Romeo 4C
Alfa Romeo 4C
Alfa Romeo 4C
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