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3. Februar 2009, 17:37 Uhr

Neues Radar blitzt alle Fahrer

Lebensretter oder Datenfalle? An einem neuartigen Radarsystem für deutsche Autobahnen scheiden sich schon vor dem Pilotprojekt die Geister. Die "Section Control" soll Temposündern das Leben schwerer machen. Dazu muss das System aber ausnahmslos jeden Fahrer auf Verdacht fotografieren. Von Anja Semmelroch und Finn Rütten

Section Control, Blitzer, Autobahn, Verkehrsgerichtstag, Radar

Bei der "Section Control" wird die Durchschnittsgeschwindigkeit auf einer bestimmten Strecke gemessen© Helmut Fohringer, DPA

Wie ein Starenkasten aussieht, weiß jeder. Und genau das ist sein größter Nachteil. Ein Raser, der rechtzeitig auf die Bremse tritt, kommt ungeschoren davon - auch wenn er wenige Meter weiter schon wieder kräftig Gas gibt. Mit dem Abschnittsradar ("Section Control") soll das anders werden. Hier wird an zwei Messpunkten im Abstand von mehreren Kilometern geblitzt. Ausschlaggebend ist also nicht mehr die Geschwindigkeit an einer bestimmten Stelle, sondern das Durchschnittstempo auf der gesamten Strecke. Im europäischen Ausland gibt es das System bereits, jetzt soll es auch auf einer deutschen Autobahn erprobt werden. Dafür haben sich die Experten auf dem Verkehrsgerichtstag in Goslar in der vergangenen Woche ausgesprochen. Nun muss sich ein Bundesland finden, dass die Federführung für das Pilotprojekt übernimmt.

Der Knackpunkt: Ob ein Fahrer zu schnell unterwegs ist, entscheidet sich erst an der zweiten Messstation - abgelichtet wird also jeder. Zwar sollen nur die Daten der Raser an die Behörden übermittelt und alle anderen sofort gelöscht werden. Trotzdem stoßen die Pläne auf Kritik.

Alle Autofahrer unter Raser-Verdacht

"Das ist so, als ob beim Betreten eines Supermarkts ein Verfahren wegen Diebstahls gegen den Kunden eingeleitet wird", empört sich ADAC-Rechtsexperte Maximilian Maurer. Unschuldige Autofahrer gerieten unter Generalverdacht. Auch im Haus des Bundesdatenschutzbeauftragten steht man der "verdachtlosen Datenerhebung" skeptisch gegenüber - und befürchtet Missbrauch: "Wenn Daten vorhanden sind, dann entstehen Begehrlichkeiten", sagt Sprecher Dietmar Müller und erinnert an die Einführung der Lastwagen-Maut auf Autobahnen. Hier werde entgegen aller Beteuerungen längst darüber nachgedacht, sich die Routendaten bei der Verbrecherjagd zunutze zu machen.

Section Control, Blitzer, Autobahn, Verkehrsgerichtstag, Radar

© stern.de

"Diese Bedenken sind ja begründet - aber ihnen kann man auch Rechnung tragen", hält Volker Lempp, Verkehrsrechtsexperte beim Auto Club Europa (ACE), dagegen. Der Gesetzgeber müsse eben sicherstellen, dass die Radar-Daten nur zweckgebunden ausgewertet werden können. "Wenn es die Möglichkeit gibt, die Straßen sicherer zu machen, dann hat das Vorrang", findet Lempp.

Tatsächlich hat "Section Control" unbestreitbare Vorteile. Das System ist nicht nur schlau genug, ein Auto von einem Motorrad oder einen Lastwagen von einem Bus zu unterscheiden. Es kann auch bei Schnee oder Regen automatisch die strengeren Tempolimits auf nasser Fahrbahn kontrollieren und lässt sich laut Hersteller weder durch Fahrstreifenwechsel noch durch Überholmanöver durcheinanderbringen.

In Österreich, den Niederlanden, Großbritannien und Italien sind die Anlagen bereits im Einsatz - mit Erfolg, resümiert zumindest eine ACE-Studie. Demnach hat sich im Bereich des Kaisermühlentunnels an der österreichischen A 22 das Unfallrisiko um über 40 Prozent verringert. In Italien soll die Zahl der Verkehrstoten auf den kontrollierten Abschnitten um 50 Prozent zurückgegangen sein. Das zweifeln auch die Skeptiker hierzulande nicht an.

Der entscheidende Unterschied: Alle ausländischen Systeme erfassen lediglich das Autokennzeichen. In Deutschland dagegen gilt die Halterhaftung nur begrenzt - hier soll büßen, wer am Steuer sitzt. Und um das festzustellen, müssen die Messanlagen den Fahrer von vorne fotografieren.

Section Control, Blitzer, Autobahn, Verkehrsgerichtstag, Radar

Herkömmliche Blitzer sind zwar leichter zu überlisten, dafür aber auch wesentlich günstiger© Danny Gohlke, DDP

"Der Autofahrer wird transparent"

"Section Control"-Gegnern wie dem ADAC-Experten Maurer geht das zu weit. "Der Autofahrer wird transparent", warnt er. Wer sich Zugriff auf die Daten verschafft, könnte zum Beispiel individuelle Bewegungsprofile erstellen. Das ist zwar unwahrscheinlich, weil das System die Daten unter Verschluss hält, bis der Fahrer den zweiten Messpunkt passiert. "Grundsätzlich sind diese Daten aber in den Rechnern vorhanden und könnten entschlüsselt und zweckentfremdet werden", räumt Ingenieur Ralf Fischer vom österreichischen Autobahnbetreiber Asfinag ein. Auch das Bundesverkehrsministerium sieht "eine ganze Reihe rechtlicher und den Datenschutz betreffender Fragen" und will auf restriktive Vorgaben pochen. Denn die "Section Control" soll - wenn sie denn Wirklichkeit wird - im Polizei- und damit im Landesrecht geregelt werden. "Die Daten dürfen ausschließlich für Geschwindigkeitskontrollen genutzt werden", sagt Sprecher Sven Ulbrich. Zudem müssten gut sichtbare Hinweisschilder den Fahrern die Messstationen ankündigen. Obendrein soll das Streckenradar nur an besonders unfallträchtigen Straßenabschnitten zum Einsatz kommen.

Gegen eine flächendeckende "Section Control" sprechen wohl ohnehin die Anschaffungskosten: Die österreichische Asfinag hat für eine Anlage rund eine Million Euro ausgegeben - ein herkömmliches Radargerät für Autobahnen kostet dagegen um die 165.000 Euro.

Von Anja Semmelroch und Finn Rütten
 
 
KOMMENTARE (10 von 59)
 
Nostradamus (06.02.2009, 11:53 Uhr)
Textanalyse und Interpretation- Volkshochschule für Anfänger
Wie sagt man in der Erziehung so schön: Man muss seine Klienten da abholen wo sie stehen.
Am folgenden kleinen aber gut bekannten Kinderlied möchte ich das Thema "Textanalyse", ein wesentlicher Punkt der PISA Studie, der gerade in Deutschland immer wieder zu Schwierigkeiten führte, einführen:
"Alle meine Entchen schwimmen auf dem See, schwimmen auf dem See, Köpfchen in das Wasser, Schwänzchen in die Höh"
Was will uns der unbekannte Autor mit diesem Lied auf den Weg geben?
Zu Beginn des Liedes bezieht sich der Autor auf alle seine Entchen. Welche Art Ente er damit meint ist schwer zu sagen. Kinder werden in der Regel damit Stockenten verbinden aber, das ist eine Falle des Autors. Wer wird schon Besitz, gekennzeichnet durch das besitzanzeigende Fürwort "meine" an Stockenten erwerben. In Wirklichkeit besingt der Auto eher französische Fleischenten oder die gemeine, weiße, mit rotem Schnabel und extrem häßliche "Hausente".
Der Autor stellt hier bewußt eine Falle, die sowohl der Zielgruppe Kinder, als auch den Eltern zu denken geben sollte.
Kommen wir zum nächsten Teil des Liedes. Die offensichtlich zu Profitzwecken gezüchteten Entchen schwimmen auf dem See. Das allein ist absurd. Zuchtenten werden in der Regel an Teichen gehalten. Die Verwendung des Begriffs "See" ist allein der Wortmelodie, des Roims auf "Höh"geschuldet. Aberin dem Fragment steckt eine weitere, kleine Boshaftigkeit, nämlich die Botschaft, dass die Enten nicht auf dem Gewässer des Eigentümers "aller Enten" schwimmen sondern offensichtlich auf einem öffentlichen Teich. Die Fröhlichkeit, die der Autor in dem Lied vermittelt scheint auch der Tatsache gechuldet, dass dieser zum verkauf geplante Mastenten auf dem Feuerwehrteich der Gemeinde heranzieht ohne mit Kosten oder Pflege belastet zu sein. Der Autor gehört daherwohl eben zu den ersten bekannten Menschen an, die Gewinnen privatisieren und Verluste sozialisieren.
Nun kommen wir zu der dramatischsten Stelle, dem "Köpfchen in das Wasser". Dies kann sowohl eine Freßscenedarstellen, Enten suchen ihr Futter gerne am Grund seichter Gewässer und manche, auch Stockenten tauchen dazu gerne mal, aber es kann sich auch um die grausame Scene der Tötung der zum Verkauf gedachten Enten handeln.
Ein stilistisch wesentliches Element, das auch zum hohen Verbreitungsgrad des Liedes geführt hat ist die anzügliche Formulierung "Schwänzchen in die Höh". Vortragende Eltern und mitsingende Kinder werde gerade bei dieser Passage unterschiedlichste Assoziationen haben, die unterbewußt sowohl beide Zielgruppen schmunzeln lassen.
Sinnlos wäre es in dieses Lied noch Geschichten vom "Bösen Wolf", einem evtl.über den Gänsen kreisenden Adler oder gefährlichen Löwen am Ufer hineinzudichten, da der Autor uns gänzlich im unklaren darüber läßt in welcher Region er der Entenzucht nachgeht. Offenbar handelt es sich bei der Aktion der Enten, den Kopf ins Wasser zu stecken um keinerlei Aktion, die aus angst analog zur Handlung des bekannten Vogel Strauß erfolgt, der in der Panik seinen Kopf in den Sand steckt.
Sämtliche Interpretationen, wie im letzten Absatz angegeben, führen zu massivem Punktabzug und würden ggf. eine Wiederholung der ersten Klasse erforderlich machen.
Grismo2009 (06.02.2009, 01:01 Uhr)
Das Auto ist in Deutschland die einzige Waffe, die man ohne Waffenschein kaufen darf.
Sie können sich den Waffen einfach entziehen, indem Sie Ihr KFZ verkaufen, den Führerschein abgeben und in eine ländliche Gegend ziehen. Es geht hier nur um Abzockerei und die Strafen werden jedes Jahr erhöht. Wenn das so weitergeht sind wir 2050 bei der Todesstrafe für Geschwindigkeitsübertretung. Aber das finden dann auch wieder ein paar für richtig......
lazarus06 (05.02.2009, 23:56 Uhr)
Mein Gott "DasBertl "du , wo lasst du denken ?
Danke fuer die immer gerngenommene Raser Geschichte... In Besserdeutschland ist die Selbstmordrate hoeher als die der Verkehrtoten.. Ja ..richtig. Und hoert das Bertel das nun dringend die Medizinischen Umstaende verbessert werden,der Arzt mehr Zeit hat mehr fuer die Frueherkennung getan wird.. NEIN..und WARUM ? Wei's nichts zu kassieren gibt.Der ganze Verkehrsuenderhumbug dient nur dem Gelderwerb ! Und verschonen Sie uns bitte mit der 80 km/h vor Kindergarten Geschichte sonst muss ich kotzen.
Grismo2009 (05.02.2009, 23:09 Uhr)
hier können Sie
Peinlich, wie hier manche Kommentartoren nach Bestrafung betteln, mit dem dringenden Hinweis, dass sie ja unschuldig sind, und sich immer an die Regeln halten. Auch der "gut gemeinte" Hinweis, man brauche nur dieses Land verlassen. So a-La 1970. "Geht doch nach drüber in die DDR, wenn´s dir hier nicht passt!"Es gehen schon jedes Jahr 250.000 BRD-Bürger in das Ausland. Leute aufwachen! Das sind die Guten! Der Bodensatz bleibt hier! Deutschland einig Kleinbürgerland!
karolus (05.02.2009, 13:49 Uhr)
Vertrauen gegen Kontrolle
Natürlich sind Ordnungshüter verpflichtet nach dem Rechten zu schauen. Uns ist es aber nicht recht, wenn wir als Stichprobe oder stichauswahl auf die Seite gewunken werden.
Wo sind hier Maße und Grenzen gesetzt? - ist die Frage, welche auch was den Bahnverkehr betrifft in der Öffentlichkeit um Wirbel sorgt.
Nostradamus (05.02.2009, 13:46 Uhr)
@JanVanHelsing: Deine Unterstellungen sind falsch
Erstens würde ich mich engagieren wenn ich könnte. Leider beschäftige ich mich aber in der Hauptsache damit die Steuerforderungen des Staates und die meiner Banken zu befriedigen. Ich habe schlicht keine Zeit mich politisch zu engagieren und bin mehr oder minder weltweit ständig im Einsatz. Heute hier morgen da, bin kaum da muss ich fort!
Was meinst Du, was man da "politisch" bewegen kann.
Ehrlich gesagt vermute ich sogar schon unsere Staat dahinter, da manche Forderung die da kommt und insbesondere die Ablehnung von dem was ich so gerne absetzen würde dermaßen absurd ist und andere im gleichen Steuerbezirk so nie betrifft. Ich denke, dass die beim Finanzamt längst wissen wer ich wirklich bin und man mich so am Limit schleift. Ich bin einfach ein zu lauter Kritiker, der offenbar auch gehört wird aber ich habe NULL Macht und auch keine Beziehungen. Solche Menschen kann man leicht schikanieren.
Zum anderen habe ich mich bis ca. 1988/89 durchaus politisch engagiert, Demos mit organisiert etc.. Ich bin sicherlich kein Mensch, der nur in so einem Forum "anoynm" Farbe bekennt.
Auf der anderen Seite ist mir klar, dass ich politisch nix werden könnte. Wer in diesem Land politisch was werden will muss insbesondere dadurch auffallen, dass er die "implizierende Rede" perfekt beherrscht als viel redet, den Zuhörer Glauben macht es wäre konkret etwas gesagt worden.
Leute, die Klartext reden, nehmen wir mal Herr Prof. Kichhoff als Beispiel (mit dem ich mich aber wahrlich nicht vergleichen will) oder aber auch der Weiße Ritter der CDU Friedrich Merz, die werden binnen Sekunden demontiert.
Das muss ich mir nicht antun. Dazu bin ich mir zu schade.
Mein Plan ist in ca. 5 Jahren meinen eigenen Staat zu gründen und mich nie wieder mit irgendwelchem Schwachmatendummfug beschäftigen zu müssen und das kann NIEMAND außer meine Gesundheit mehr verhindern.
Nostradamus (05.02.2009, 13:34 Uhr)
@simeon: Reaktion der Industrie
Das Thema gehört hier nicht hin:
Die geplanten Mehreinnahmen durch die erhöhte Tabaksteuer wurden von der Industrie dadurch gekippt, dass diese Zigarettenbausätze (Hülse + Einsatz) liefert und auch bestimmte Formen von Zigarillos auf den Markt gekommen sind, die von dieser Steuer scheinbar nicht betroffen sind, weil die Steuer , so glaube ich, nur Fertigprodukte und den Tabak an sich betraf aber eben "halbfertige Produkte" davon nicht erfasst werden.
Das ist aber nur Vermutung und abgeleitet von einem Blick ins Regal.
Tatsächlich, wenn ich da beim ALDI mal auf's Angebot schaue, sind auch sehr viel NONAME Marken stark im kommen. Diese kann man immer noch zu Preisen wie in den 70'igern bekommen.
Wenn 20g Tabak Netto 1 Euro kosten soll und die Steuer ist das vierfache des Nettopreises und der Hersteller senkt den Nettopreis auf 25 Cent, dann kosten die Fluppen eben 1 Euro 25. Um es mal vereinfacht darzustellen.
Sowas geht dann zu Lasten der Plantagen- Fabrikarbeiter, Transporteure/ Spediteure etc.. Das Thema geht auch mit steigender Automatisierung, Verlagerung von Arbeitsplätzen aber auch Schwarzhandel, grenüberschreitendem Handel (Alter VW Bus nahe Polen mit 7 Personen 1 Raucher 7 Nichtraucher) fährt täglich nach Polen zum Einkauf) einher.
Verlierer sind auch die Markenprodukte.
Das Thema hat viele Gesichter. Ich glaube aber nicht, dass weniger geraucht wird. Frau von der Leyen beklagt ja gerade, dass die Jugendlichen verstärkt rauchen und saufen würden. Noch mehr als wir in den 70'igern? Ist ja kaum zu fassen! ;-)
Auch hier gilt der alte Spruch: Wer viel Misst, misst viel Mist!
;-)
Ist schon lustig das Ganze.
JanvanHelsing (05.02.2009, 13:22 Uhr)
@ambio
welches posting meinen Sie denn?
Wieso ist man blind, dumm, wenn man der Tatsache ins Auge sieht das wir durch unser Kommunikationsverhalten, heute mehr Daten abliefern als die stasi u a. Dienste sammeln können und dies sogar freiwillig.
Nicht einfach wen verunglimpfen wenn er den Istzustand beschreibt und keiner hat irgendwelche Nachteile, im Moment, wie das zukünftig ausschaut weiss keiner...
Leute wie Nostradamus, allein schon der Name steht> für es lebe der Konjuktiv< jammern rum und können / wollen nichts ändern.
Alles schon mal da gewesen 1968 ff und was hat sich geändert????? NIX!
Die Protestler sitzen heute in der Regierung, thats life...
Ich hoffe nur das wir weiterhin unsere relative Ruhe haben, denn im Ausland ist es teilweise schlimmer, ich habe dort unter Bedingungen gearbeitet die sie sehr wahrscheinlich nur aus der Zeitung kennen.
Ich wollte einfach wissen hat die Tagesschau recht, es war krasser...
ambio (05.02.2009, 12:49 Uhr)
@JanvanHelsing
Ihr Beitrag ist mal wieder ein Paradebeispiel dafür wie blind,dumm und Arogant manche doch sind.
Der Beitrag von Nostradamus triff´s voll und ganz bis auf den Punkt.
Da scheinbar der Rest in unserer kranken Gesellschaft genauso denkt brauchen wir uns nicht mehr zu wundern.
Nostradamus (05.02.2009, 11:37 Uhr)
@DasBertl: Ergänzung
Das Auto ist in Deutschland die einzige Waffe, die man ohne Waffenschein kaufen darf.
In dem Punkt sind wir einer Meinung.
Im Übrigen fürchte ich El Kaida nicht. Ich habe mich mehr vor George W. Bush, Vladimir Putin, dem Deutschen Bundestag, den Landtagen oder der EU Kommission gefürchtet und beim Autofahren fürchte ich auch oft im Schilderwald ein Schild zu übersehen.
Auf manchen Autobahnen stehen limitierende Schilder teilweise nur rechts. Wenn da ein LKW vorbeifährt kann man sowas übersehen und ist schwupps den Führerschein los. Auch das fürchte ich, weil eben ungerecht.
El Kaida fürchte ich etwa so wie den Tod durch Blitzschlag oder Meteoriten. Du hast sicherlich recht, dass für mich die Wahrscheinlichkeit durch irre Raser ums Leben zu kommen deutlich höher ist.
Aber: Ich bin der Meinung, dass man vernünftiges Fahren eben nicht an Schildern festmachen kann. Idioten, die bei Tempo 200 und Schnee auf einer dreispurigen Autobahn auf den Seitenstreifen ziehen, dann im Zickzack sich durch die Spuren schlängeln, um zu überholen lassen sich so nicht in den Griff bekommen. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn diese nur selten auf der Autobahn fahren. Disziplinierte Vielfahrer werden dafür häufiger Opfer von blöder Beschilderung.
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