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Der Pleite-Chef geht in den goldenen Ruhestand: Rick Wagoner, jahrelang an der Spitze von General Motors, erhält von seinem ehemaligen Arbeitgeber mindestens elf Millionen Dollar Rente. Dabei war er es, der den weltweit größten Autobauer in den Ruin geführt hatte.
Geldsegen für Rick Wagoner: Der Ex-Chef von General Motors verlässt das Unternehmen mit 20 Millionen Dollar, obwohl GM in den vergangenen Jahren Rekordverluste von 80 Milliarden Dollar eingefahren hat. Von einem "goldenen Handschlag" will das Unternehmen aber nicht sprechen.
Showdown in der US-Autoindustrie: US-Präsident Barack Obama lehnt die Sanierungspläne von General Motors und dessen Konkurrenten Chrysler ab. Beide Konzerne erhalten nur noch für wenige Wochen Geld und sollen notfalls in die Insolvenz. Außerdem muss GM-Chef Rick Wagoner mit sofortiger Wirkung zurücktreten. Sein Nachfolger steht bereits fest.
Nachdem General Motors dem US-Kongress ein Sanierungskonzept vorgelegt hat, ist die Zukunft von Opel ungewiss. GM-Chef Rick Wagoner schließt selbst einen Verkauf der Konzern-Tochter nicht aus. Um die drohende Pleite zu verhindern, wird GM 47.000 Stellen streichen, davon 26.000 außerhalb der USA. Außerdem fordert der Konzern weitere 30 Milliarden Dollar Staatshilfe.
Nach Wochen des Zauderns greift Barack Obama durch: Die angeschlagenen Autohersteller General Motors und Chrysler bekommen eine Gnadenfrist, GM-Chef Rick Wagoner muss gehen. Für den US-Präsidenten ist es ein Befreiungsschlag - für Amerika eine Zäsur.
Mit deutlichen Worten hat US-Präsident Barack Obama unterstrichen, was bereits durchgesickert war: Die amerikanische Regierung wird die Autobauer General Motors und Chrysler nicht um jeden Preis retten. Die Insolvenz ist für Obama eine Option. Aber noch haben die Autobauer 60 Tage Zeit, ihn zu überzeugen.
Der Opel-Betriebsrat hat den Wechsel an der Spitze der Konzernmutter General Motors begrüßt. "Der Schritt war überfällig", kommentierte Opel-Betriebsratschef Klaus Franz den Abgang von GM-Boss Rick Wagoner. In den Nachfolger Fritz Henderson setzt Franz dagegen große Hoffnungen.
Gnadenfrist oder Rettung? Die Konzernmutter General Motors hat bisher keine konkreten Pläne, deutsche Opel-Werke zu schließen. Das berichtete NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers nach einem Gespräch mit GM-Chef Rick Wagoner. Opel-Mitarbeiter bleiben dennoch spektisch.
Optimismus statt Trübsal, von Krise keine Spur. Auf der Automesse in Detroit fahren die angeschlagenen "Großen Drei" General Motors, Ford und Chrysler die "Alles-wird-gut-Nummer". Doch das sind Zukunftsträume, was in der traurigen US-Gegenwart fehlt sind Rezepte für den Verkauf.
Vor dem amerikanischen Kongress betteln die amerikanischen Autobauer derzeit um staatliche Hilfen - doch Experten schenken ihren Beteuerungen wenig Glauben. Im Gegenteil. Ein Banker geht davon aus, dass zwischen 75 und 125 Milliarden Dollar nötig sind, um die Autohersteller zu stützen.
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George Richard "Rick" Wagoner, Jr. war von Mai 2003 bis März 2009 Chairman of the Board und seit Juni 2000 Chief Executive Officer von General Motors.