Sortieren nach: Relevanz | Aktualität |
Tausende Menschen haben am Dienstag im nordirakischen Erbil gegen die Veröffentlichung eines nach ihrer Auffassung "anti-islamischen" Artikels demonstriert.
65 Menschen starben in Erbil bei Anschlägen während des islamischen Opferfestes. "Jeden Tag haben wir jeden Einzelnen durchsucht, der hinein wollte. Nur Sonntag nicht", erzählen Angehörige der kurdischen Parteien.
Beim schwersten Anschlag im Irak seit sechs Monaten sind in der Kurdenstadt Erbil mindestens 56 Menschen getötet und rund 200 verletzt worden.
In Erbil herrscht nach dem Blutbad am islamischen Opferfest blankes Entsetzen. Doch überraschend ist es nicht, dass es Kräfte im Irak gibt, die den Funktionären der Kurdenparteien nach dem Leben trachten.
Unter dem staubigen Boden im Nordirak schlummert das wohl letzte große Abenteuer der Ölindustrie. Nirgendwo ist der Rohstoff so leicht zugänglich. Die Konzerne stehen bereits Schlange, um den Schatz zu bergen. Doch die Ölvorkommen sind politisch hart umkämpft.
Längst nicht jedes Reiseziel taugt zum Prämienflug. Ich gebe zu, die Anfrage war ungewöhnlich. Und dennoch, für mich jedenfalls, naheliegend. Seit Dezember bietet Austrian Airlines Flüge von Wien nach Erbil an, die Hauptstadt von Irakisch Kurdistan.Da die Österreicher zur Star Alliance gehören, dachte ich mir: Wunderbar, meine nächste Irakreise buche ich über Miles & More . "Wo liegt denn dieses Erbil?", fragt die nette Dame bei der telefonischen Prämienbuchung. "Irak", antworte ich, "genauer gesagt: im Nordirak." Ein Moment stiller Verwunderung folgte. "Was wollen Sie denn da? Sie sind bestimmt Journalistin, oder?" Im Prinzip schon, erkläre ich ihr, seit zwei Jahren allerdings bilde ich vor Ort irakische Journalisten aus, in Suleimania, drei Autostunden von Erbil entfernt - weshalb ich über die neue Flugverbindung hocherfreut sei. Meine erste Irakreise im Herbst 2003 hatte ich mit dem eigenen Auto angetreten, Hamburg - Bagdad, über Italien, die Türkei und den kurdischen Nordirak. Im März 2005 begann ich dann mit der Journalistenausbildung im Nordirak. Seither habe ich vermutlich jede verfügbare Flugverbindung in die Region getestet. Über Istanbul und Diyarbakir mit anschließender langer Autofahrt und stundenlangem Stempelsammeln an der türkisch-irakischen Grenze. Oder alternativ über Amman und Bagdad nach Erbil, was aber den Nachteil einer Zwischenlandung in der irakischen Hauptstadt mit sich bringt. Ein Flugerlebnis der besonderen Art: Kurz vor Bagdad meldet sich der Pilot: "Wir beginnen jetzt mit unserem Landeanflug, heute in der Linksspirale. Lehnen Sie sich zurück und genießen Sie." Die Spirale: Als drehe sich das Flugzeug um eine unsichtbare Achse, beginnt der Pilot in kleinen Kreisen zu fliegen, immer wieder um eine imaginäre Mitte herum. Der Grund liegt nahe: Sicherheit. Um das Risiko eines Abschusses durch Terroristen zu minimieren, bleiben die Maschinen so lange wie möglich auf Reiseflughöhe und beginnen erst unmittelbar über dem militärisch gesicherten Flughafen von Bagdad mit dem Landeanflug. Die kleine Fokker schraubt sich quasi auf der Stelle in die Tiefe. Auch nach der Landung geht das Bangen weiter. Sandstürme, plötzliche "feindliche Aktivitäten", wie es im Militärsprech heißt, und manchmal auch nicht ersichtliche Gründe führen immer wieder kurzfristig zur Sperrung des Bagdader Flughafens. Weshalb ich irgendwann beschloss ich, diese Route möglichst zu meiden. Das wurde sehr viel einfacher mit der Einführung kurdischer Charterflüge von Frankfurt nach Erbil – die erste Direktverbindung! Im Prinzip wunderbar, schwierig nur, wenn man verläßlich den Reisetag festlegen wollte und an feste Flugpläne glaubte. Und nun also: Star Alliance. Europäischer Linienflug. Irak de luxe. Nach einigem Suchen fand die Miles & More-Kollegin Erbil auch im System, samt der Aussage, dafür fielen 40.000 Meilen an, für die Strecke Hamburg – Wien – Erbil und retour. „Bestens“, freute ich mich, „können Sie mir gleich einen Flug reservieren?“ Aber dann das typische Irak-Phänomen: System Error. Nicht verfügbar. Im durchschnittlichen Alltag nicht vorgesehen. „Ich kann Ihnen nicht sagen, warum, aber der Computer läßt mich diesen Flug nicht buchen. Vielleicht hängt es damit zusammen, dass es eine Krisenregion ist.“ Meinen Flug habe ich trotzdem gebucht. Gegen Cash. Das scheint die einzige Währung zu sein, die im Irak und allem, was damit zusammenhängt, gilt.
Sie trotzen Saddam, leben fern von Bagdad und profitieren von der Schwäche des Diktators. Mit ihrem Wunsch nach einem eigenen Staat könnten sie Bush in die Quere kommen.
Der irakische Schiitenprediger Moktada Sadr hat sich gegen einen sofortigen Sturz der Regierung ausgesprochen.
Erstmals seit 21 Jahren ist wieder ein Linienflug aus Europa in Bagdad gelandet.
Bei einer Parlamentssitzung im autonomen Kurdengebiet des Irak sind aufgebrachte Abgeordnete handgreiflich geworden.
Hinter diesem Link steckt ein RSS-Feed, über den Sie bequem in ihrem Newsreader informiert werden, wann immer ein neuer Artikel auf stern.de zu Ihrem Suchbegriff erscheint.
Was sind RSS-Feeds?Attentäter Bagdad Handgreiflichkeiten Hauptstadt Bagdad Hilfsorganisation Irak Kirkuk Kundgebung Kurdistan Politische Selbstmordanschläge Selbstmordattentäter Steinmeier Tariq USA Today Wahl
Ahmad Tschalabi Ali Laridschani Colin Powell Condoleezza Rice Donald Rumsfeld Dschalal Talabani George W. Bush George W. Bush Gerhard Schröder Iyad Allawi James Baker Kofi Annan Lynndie England Nuri al-Maliki Nuri al-Maliki Paul Wolfowitz Saddam Hussein Saddam Hussein Tony Blair Tony Blair
Dann stellen Sie sie in unserer Wissenscommunity "Noch Fragen".
19:48 Arabische Staaten: Annan-Mission kann nicht ewig dauern
17:20 Tumulte nach Verurteilung von Ex-Präsident Mubarak
16:14 Verhafteter US-Spion in China: Eisiges Schweigen
14:15 Parteienstreit verzögert Regierungsbildung in Serbien
13:05 Noch keine Taliban-Frühjahrsoffensive in Afghanistan
13:03 Bericht: Obama ordnete Stuxnet-Attacken auf den Iran an
10:01 Landsleute empfangen Suu Kyi in Thailand begeistert
22:48 Putin-Spitze gegen Frankreich: Assad öfter in Paris als in Moskau