HOME

Irak-Krise: Kidnapper nehmen weitere Geiseln

Terroristen im Irak haben wieder mehrere Geiseln genommen. Neben einem Südkoreaner, dem die Enthauptung drohe, sollen sich ein europäischer Journalist und noch bis zu acht weitere Personen in Gefangenschaft befinden.

Die Entführer eines Südkoreaners in Irak halten offenbar bis zu zehn Geiseln fest. Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete am Montag, unter den Verschleppten seien ein europäischer Journalist sowie Mitarbeiter der US-Unternehmens Kellogg Brown & Root. Sie berief sich auf den Arbeitgeber der südkoreanischen Geisel, Gana General Trading. Die Regierung in Seoul will trotz der angedrohten Enthauptung der südkoreanischen Geisel an ihrem Plan festhalten, mehr als 3.000 Soldaten in Irak zu stationieren.

Das südkoreanische Außenministerium in Seoul konnte den Bericht über die Verschleppung von zehn Menschen zunächst nicht bestätigen. Der Direktor von Gana General Trading, Kin Chun Ho, sagte einem Yonhap-Reporter telefonisch aus Mossul, einige der Entführten seien von einem irakischen Vermittler gesehen worden.

Seoul entsendet Soldaten wie geplant

Der stellvertretende Außenminister Choi Young Jin sagte am Montag nach einer Krisensitzung des Nationalen Sicherheitsrats, die 3.000 Soldaten würden wie geplant nach Irak entsandt. Präsident Roh Moo Hyun wies seine Regierung an, alles für die Freilassung der 33-jährigen Geisel zu tun. In einer Erklärung des Präsidialamts hieß es weiter, die Regierung solle dem irakischen Volk intensiver die Gründe der südkoreanischen Truppenstationierung erklären.

Die Entführer in Irak gaben in einem vom arabischen Sender El Dschasira gesendeten Videofilm der südkoreanischen Regierung 24 Stunden Zeit, die Forderung zu erfüllen. Die Zeit laufe ab Sonnenuntergang am Sonntag. Der Südkoreaner wurde in dem Film kniend vor drei maskierten Männern gezeigt. Er flehte um sein Leben. Die Kidnapper bezeichneten sich als Mitglieder der Gruppe Monotheismus und Dschihad. Als Führer dieser Organisation gilt der Jordanier Abu Mussab el Sarkawi, der mit dem Terrornetzwerk El Kaida in Verbindung stehen soll. Bei der Geisel handelt es sich nach Berichten koreanischer Medien um den 33-jährigen Kim Sun Il, der in der Umgebung von Falludscha überfallen worden war.

Südkorea hat in der südirakischen Stadt Nassirijah 600 Sanitäter und Pioniere stationiert. Anfang August sollen 3.000 Soldaten in die kurdische Stadt Erbil geschickt werden. Nach den USA und Großbritannien stellt Südkorea dann das größte Kontingent der Koalitionstruppen in Irak.

US-Soldaten weisen Foltervorwürfe zurück

Drei US-Soldaten haben am Montag vor einem Militärgericht in Bagdad Vorwürfe zurückgewiesen, sie hätten Insassen der Haftanstalt Abu Ghraib gefoltert. Die Anwälte der Männer sagten am Dienstag in einer Vorverhandlung, ihre Mandanten hätten lediglich Befehle von Offizieren und Geheimdienstvertretern befolgt. Ein Verteidiger kündigte an, er werde die Befragung von US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld beantragen. Gehört werden sollen auch Generalleutnant Ricardo Sanchez und der Leiter des US-Oberkommandos Mitte, General John Abizaid.

Richter James Pohl lehnte es jedoch zunächst ab, ranghöhere Zeugen wie Rumsfeld zu befragen. Er schloss jedoch nicht aus, einer Befragung doch noch zuzustimmen, sollte die Verteidigung die Relevanz der Aussagen belegen. Die Anwälte bemühten sich vergeblich, den Prozess in die USA oder nach Deutschland zu verlegen. Ein entsprechender Antrag wurde von Pohl zurückgewiesen. Der Richter erklärte Abu Ghraib zu einem Tatort und untersagte einen Abriss der Gebäude, wie ihn US-Präsident George W. Bush vorgeschlagen hatte.

Einen Monat nach dem ersten Urteil wegen Misshandlungen irakischer Häftlinge müssen sich Feldwebel Javal Davis, Unteroffizier Charles Graner und Stabsunteroffizier Ivan Frederick verantworten. Sie waren als Aufseher in Abu Ghraib bei Bagdad eingesetzt, das im Mittelpunkt des Folterskandals steht. Frederick konnte zunächst nicht angehört werden, da sein Zivilverteidiger nicht erschienen war.

Davis' Zivilverteidiger Paul Bergrin erklärte vor Journalisten, die Aufseher in Abu Ghraib hätten unter immensem Druck ihrer Vorgesetzten und des Geheimdienstes gestanden. Sie hätten "israelische Methoden" angewandt, von denen bekannt sei, dass sie bei arabischen Häftlingen funktionierten.

Bergrin sagte, er würde gerne auch US-Präsident George W. Bush befragen, könne jedoch derzeit noch keine direkte Verbindung zwischen dem Fall und den Direktiven des Präsidenten nachweisen.

Davis’ Militäranwalt Scott Dunn forderte eine neue Anhörung zu den Vorwürfen gegen seinen Mandaten. Zur Begründung erklärte er, wegen der unsicheren Lage in Irak habe er keine Zeugen vernehmen können. Er wollte einen Häftling in Abu Ghraib befragen. Das Gericht lehnte den Antrag ab.

Die Angeklagten in dem zweiten Prozess müssen mit höheren Strafen rechnen als der kooperationswillige und geständige Militärpolizist Jeremy Sivits, der am 19. Mai zu einem Jahr Haft verurteilt und aus der Armee ausgeschlossen wurde. Graner wird vorgeworfen, Häftlingen auf Hände und Füße getreten und sie geschlagen zu haben. Graner drohen bis zu 24 Jahre Haft. Frederick könnte für ähnliche Vergehen bis zu 16 Jahre Haft erhalten, Davis bis zu achteinhalb Jahre. Am (morgigen) Dienstag folgt eine Anhörung im Prozess gegen die ebenfalls angeklagte Soldatin Lynndie England, der in Fort Bragg im US-Staat North Carolina stattfinden wird.

Das britische Verteidigungsministerium will Vorwürfen einer Zeitung nachgehen, nach denen die Leichen irakischer Aufständischer Zeichen von Misshandlungen aufwiesen. Die Zeitung "The Guardian" berichtete von einem Gefecht nahe Amara in Südirak Mitte Mai zwischen britischen Soldaten und Irakern. Es habe 28 Todesopfer auf Seiten der Iraker gegeben, sieben Leichen hätten laut Totenscheinen Verletzungen aufgewiesen, die nur von Misshandlungen stammten könnten.

Fischer hofft auf Nachbarschaftshilfe

Neun Tage vor der formalen Machtübergabe im Irak hat Bundesaußenminister Joschka Fischer die arabischen Nachbarn zu verstärkter Hilfe im Friedensprozess aufgerufen. Reformorientierte Nachbarregionen wie die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) sollten eine entscheidende Rolle bei der Stabilisierung des Iraks spielen, um ein Übergreifen der Gewalt zu verhindern, sagte Fischer am Montag in der VAE-Hauptstadt Abu Dhabi. "Niemand kann ein Interesse an einem irakischen Bürgerkrieg haben." Wichtigste Faktoren für die Stabilisierung des Iraks seien die Machtübergabe von den USA sowie Wahlen.

Fischer äußerte sich zugleich tief besorgt über die Entwicklung in das an die Emirate grenzende Saudi-Arabien nach der Enthauptung eines Amerikaners durch El-Kaida-Terroristen. "Wir müssen sehr eng im Kampf gegen den Terror kooperieren", sagte Fischer. Von der Sicherheit in der arabischen Region hänge auch die Sicherheit des Nachbarn Europa ab.

Die ölreichen Vereinigten Arabischen Emirate unterstützen den Wunsch Deutschlands nach einem ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat. Deutschland übernehme wieder seine "natürliche Rolle" in den internationalen Beziehungen, sagte der Staatssekretär im Außenministerium in Abu Dhabi, Abdullah Raschid.

"Demokratie kann nicht von außen aufgezwungen werden"

Zurückhaltend reagierte die politische Führung der Emirate auf Fischers Werben für die westliche Modernisierungsinitiative im erweiterten Nahen Osten. Raschid sagte: "Demokratie und Menschenrechte können nicht von außen aufgezwungen werden, sondern müssen von innen kommen."

Fischer sagte, die Initiative für den Nahen und Mittleren Osten solle eine echte Partnerschaft sein. Die Europäer seien dafür gut aufgestellt. Es gebe aber auch Misstrauen, dass Reformen "von außen aufgepfropft werden sollen", räumte er ein. Das Beispiel der modernen und wirtschaftlich florierenden Golfstaaten zeige, dass es einen positiven Weg der Teilhabe an der Globalisierung in der arabischen Welt gebe.

Fischer traf in Abu Dhabi unter anderem den für Außenpolitik zuständigen Vize-Premier Scheich Hamdan. Im Anschluss wollte er weiter nach Dubai fliegen und am Abend in das Sultanat Oman. Die trotz feudalistischer Herrschaftstrukturen fortschrittlichen Emirate gelten als ein Stabilitätsanker auf der Arabischen Halbinsel. Die Emirate verfügen nach Saudi-Arabien und dem Irak über die drittgrößten Erdölvorkommen der Welt. Die Reserven reichen für 100 Jahre.

Vier Leichen von US-Soldaten gefunden

In der irakischen Stadt Ramadi sind die Leichen von vier US-Soldaten gefunden worden, die Augenzeugen zufolge offenbar Opfer eines Angriffs irakischer Aufständischer geworden sind.

Aufständische hatten Augenzeugen zu einem Gebäude in der westlich von Bagdad gelegenen Stadt geführt, wo die blutüberströmten Leichen ausgestreckt auf dem Boden lagen. Es war zunächst unklar, wann die Soldaten getötet wurden. Sie trugen nicht die bei Einsätzen üblichen Helme und kugelsicheren Westen. Eine Stellungnahme des US-Militärs lag zunächst nicht vor. Ramadi liegt im so genannten sunnitischen Dreieck, wo Übergriffe auf US-Soldaten in der Vergangenheit besonders häufig vorkamen.

Vera Hella Fröhlich/AP / AP / DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(