18. Januar 2012, 08:47 Uhr

Ja zur Transaktionssteuer

Das Votum der Bürger ist eindeutig: Mehrheitlich wollen sie die Einführung der Finanzmarkttransaktionssteuer. Das gilt selbst für FDP-Wähler.

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Aktivisten vorm Kanzleramt: Die Mehrheit der Deutschen will die Transaktionssteuer©

Die Mehrheit der Bundesbürger (52 Prozent) befürwortet nach einer Umfrage für den stern, dass Finanzgeschäfte wie von Frankreich und Deutschland geplant besteuert werden sollten. Nur 29 Prozent sprechen sich gegen eine derartige Transaktionssteuer aus. 19 Prozent äußerten keine Meinung.

Eine Besteuerung von Finanztransaktionen halten mehrheitlich die Anhänger aller Parteien für richtig. Am stärksten wird sie von den Wählern der Linken (79 Prozent) befürwortet, gefolgt von denen der SPD (61 Prozent) und der Grünen (58 Prozent). Aber selbst 57 Prozent der FDP-Anhänger wünschen diese Steuer. Bei den Wählern der Union sind es 48 Prozent. Mit 38 Prozent Ablehnung finden sich hier die meisten Gegner der Steuer.

FDP unter Druck

Im Streit um die Finanztransaktionssteuer setzte der parlamentarische Unionsfraktionsgeschäftsführer Peter Altmaier (CDU) die FDP am Dienstag unter Druck. Auf europäischer Ebene würden über diese Steuer im Frühjahr entschieden. "Ich gehe davon aus, dass die Koalition bis März eine abgestimmte Position vertritt", sagte Altmaier in Berlin.

Die FDP will eine Finanztransaktionssteuer nur akzeptieren, wenn sie in allen 27 EU-Staaten eingeführt wird. Die Union unter Bundeskanzlerin Angela Merkel wäre bereit, die Steuer notfalls zunächst im Rahmen der 17 Euro-Länder zu starten. Für Merkel wäre es nach Ansicht vieler Mitglieder im Bundestag eine Blamage, wenn sie die Steuer in Brüssel beschließen und später vom kleinen Koalitionspartner gestoppt würde.

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mw/reb
 
 
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