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27. Rallye Dakar: Kleinschmidt im Damen-Doppel

Bei der 27. Auflage des Klassikers, der an Silvester erstmals in Barcelona startet und nach rund 9000 Kilometern am 16. Januar in Dakar endet, will Jutta Kleinschmidt mit ihrer italienischen Beifahrerin Fabrizia Pons wieder Rallyegeschichte schreiben.

Bis vor drei Jahren waren Frauen bei der berühmt-berüchtigten Wüsten-Rallye Dakar mehr oder weniger nur schmückendes Beiwerk. Doch mit ihrem Erfolg bei der härtesten und längsten Rallye der Welt am 21. Januar 2001 und dem zweiten Platz im Folgejahr drang Jutta Kleinschmidt in die Domäne der Männer ein. Nach ihrem Wechsel von Mitsubishi zu VW blieben in den vergangenen beiden Jahren zwar Podestplätze aus. Doch bei der 27. Auflage des Klassikers, der an Silvester erstmals in Barcelona startet und nach rund 9000 Kilometern am 16. Januar in Dakar endet, will sie mit ihrer italienischen Beifahrerin Fabrizia Pons wieder in die Erfolgsspur zurückkehren.

«Diesmal rechnen wir uns schon etwas aus. Das Auto wurde in vielen Bereichen weiterentwickelt», sagte die 42 Jahre alte Wahl- Monegassin zuversichtlich mit Blick auf ihre bereits 15. Dakar- Teilnahme. Besondere Hoffnungen setzt die gelernte Diplomphysikerin in den neu entwickelten 2,5 Liter Fünfzylinder-Dieselmotor mit 260 PS für den allradgetriebenen Touareg. VW-Motorsportdirektor Kris Nissen schickt drei weitere starke Touareg mit den Piloten Bruno Saby (Frankreich), Juha Kankkunen (Finnland) und Robby Gordon (USA) ins Rennen.

Andrea Mayer startet für Mitsubishi

Zweite aussichtsreiche Deutsche ist Andrea Mayer (Hiemenhofen). Sie erzielte bei ihrem achten Dakar-Start in diesem Jahr als Fünfte ihr bisher bestes Ergebnis. Auch diesmal ist die Allgäuerin wieder im Mitsubishi-Kader. Während ihre Teamkollegen Stéphane Peterhansel (Frankreich), Dakar-Sieger 2004, Hiroshi Masuoka (Japan), Luc Alphand (Frankreich) und Nani Roma (Spanien) den Pajero Evolution steuern, startet sie im Mitsubishi L200. In der Pick-Up-Version sieht die Journalistin Vorteile: «In der Technik gibt es zum Pajero kaum Unterschiede. Im Gegenteil: Sein Grad an Reife ist extrem hoch. Bei der Dakar kommt es auf eine große Zuverlässigkeit an. Ich würde mich freuen, wenn es wieder so gut läuft wie 2004», betonte Andrea Mayer.

Ihre Wüsten-Premiere erlebt Ellen Lohr. Die Pilotin, die 1992 in Hockenheim auf Mercedes den ersten und einzigen Sieg einer Frau bei der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) erzielt hat, wagt nach 20 Jahren Tourenwagen-Sport das letzte große Motorsport-Abenteuer. «Wir sind eine kleine, aber auch schon etwas professionelle Truppe, die nun Neuland betritt. Ich bin froh, dass wir diesen Einsatz auf die Beine stellen konnten. Die Dakar war mein Ziel. Ich möchte durchkommen und in Zukunft noch weitere fahren,» sagte die 39- Jährige, die einen privaten Buggy steuert. Auf ihre Dakar-Premiere hat sie sich in diesem Jahr bei den Rallyes in Portugal, Spanien und Deutschland vorbereitet.

Von Toni Hoffmann/DPA

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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