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Detroit Motor Show: Zwitter für die Zukunft

Neuer Trend auf der Detroit Motor Show: Den Hybrid, das Auto mit zwei Motoren, wollen bald viele bauen.

Damit hatte Dieter Zetsche gewiss nicht gerechnet. Eben noch stellte er zu dröhnender Rockmusik drei Chrysler-Showcars vor, den sexy gestylten Sportwagen Firepower, einen Jeep Gladiator und den wuchtigen Jeep Hurricane, der mit zwei Motoren 670 PS unter der Haube hat und vermutlich Hauswände hochklettern kann. Doch eine der ersten Fragen auf der Detroit Motor Show 2005 an den Chrysler-Boss lautete: "Wie sehen Sie die Hybridtechnologie?" Also Wagen, die außer dem klassischen Verbrennungs- noch einen Elektromotor haben. Die Antwort klang leicht verkniffen: "Natürlich steht Toyota bei den Hybridfahrzeugen an der Front und wir nicht. Aber in Zusammenarbeit mit GM werden wir schnell nach vorn kommen und Toyota überflügeln." Die Kampfansage war der Beitrag des Deutschen zu einem der beherrschenden Themen dieser Show: den Autos mit den zwei Herzen.

Wechsel zum Gegner, zu Toyota. Beim Lexus-Stand, der Edelmarke von Toyota, ist die Musik sanft, elegant und beruhigend. Denny Clements, Vizepräsident von Lexus, stellt den RX 400h vor, ab April auf dem US-Markt erhältlich. Der Motor, der den Luxus-Geländewagen mit 268 PS vorantreibt, repräsentiert die neueste Hybrid-Generation. "Dieses Fahrzeug hat die niedrigsten Abgaswerte aller Autos weltweit", sagt Clements. Offenbar hat die Kundschaft auf solch ein Auto gewartet: 11 000 Stück sind vorbestellt und angezahlt - mehr als für jedes andere Modell von Lexus, und das, obwohl der endgültige Verkaufspreis noch nicht feststeht.

Auf den ersten Blick

ist auf der traditionell PS-trunkenen Detroit Motor Show alles wie immer: Musik donnert aus unzähligen Boxen, Videos zeigen die schnellsten und teuersten Traumwagen in Traumkulisse, Firmenbosse verbreiten optimistische Prognosen. Auf eine bessere Zukunft hoffen vor allem die "Big Three". Das vergangene Jahr war bitter. Ford, GM und Chrysler verloren erneut Marktanteile und sanken auf zusammen 58,7 Prozent. Allein Chrysler konnte einen winzigen Zuwachs verbuchen, dank der attraktiv designten Modelle Chrysler 300 und Dodge Magnum.

Mercedes, BMW und Porsche erzielten dagegen Rekordabsätze in den USA. Auch Toyota, Nissan und Honda verkauften dort mehr Autos als je zuvor. Wobei Toyota die fabelhafte Idee hatte, die Hybridtechnologie zur Serienreife zu entwickeln und den Prius als sparsames und umweltfreundliches Fahrzeug zu etablieren. Anfangs noch ein belächeltes, eher exotisches Öko-Fahrzeug, ist der Prius II inzwischen zum begehrten Lifestyle-Objekt geworden. Unter den US-Autofahrern, in Umweltfragen traditionell unbekümmert, hat ein Mentalitätswandel begonnen, der auch in Detroit zu spüren war. Ein Fan am Toyota-Stand: "Ich bremse und erzeuge dabei Energie, ich fahre in der Stadt und stinke nicht, ich bewege mich im Stop-and-go und verpeste nicht die Umwelt. Und ich spare Sprit!" Prominente wie Leonardo DiCaprio, Cameron Diaz oder Sting fahren im Sparmobil vor; Wartezeiten von mehr als drei Monaten beim Kauf eines Prius sind üblich - ganz und gar ungewöhnlich für Amerikaner, die erwarten, ihre Autos direkt aus dem Ausstellungsraum nach Hause fahren zu können.

Die US-Show hat gezeigt

, dass die Konkurrenz aufgewacht ist. Niemand will das potenziell lukrative Hybrid-Feld allein den Japanern überlassen. Nach Einschätzung des Leverkusener B&D Forecast-Institut liegt die deutsche Autoindustrie bei dieser Technik vier bis fünf Jahre zurück. Die Eitelkeit der deutschen Ingenieure und Motorenentwickler habe dazu geführt, dass man den Hybrid lange Zeit nicht ernst genommen hat; jetzt sei der Abstand im wichtigen Amerika-Markt nur mit hohen Kosten aufzuholen.

Dass man in diese Technik investieren will, zeigt die neu vereinbarte Zusammenarbeit zwischen den Konkurrenten DaimlerChrysler und GM, die ihre Kräfte bündeln wollen. Auf der Messe vorgestellte Hybridprototypen von GM, der Tochter Opel und einem entsprechenden S-Klasse-Mercedes zeigen die Richtung.

Allerdings setzt DaimlerChrysler, wie auch VW, noch auf eine zweite Variante: Diesel. In Europa fahren ausgereifte Dieselautos, sparsam und mit Rußfilter auch sauber - warum sollten sie nicht auch in den USA ein Hit werden? So wird auf dem DaimlerChrysler-Stand auch das Hohelied auf den Diesel gesungen: Power, knackige Durchzugskraft, niedriger Verbrauch. Helmut Endres, Leiter Aggregate-Entwicklung bei VW, sagt: "Der Hybrid ist ein Nischengeschäft. Er wird sich nur in den Städten an der West- und Ostküste der USA verkaufen. Dort lassen sich dessen Vorteile nutzen. Aber bei langen Fahrten im Mittleren Westen bringt der Hybrid nichts. Da er schwerer ist als ein Diesel, verbraucht er mehr Treibstoff."

Diesel-Verfechter

müssen in den USA allerdings gegen tief verwurzelte Vorurteile ankämpfen: Der Treibstoff gilt als dreckig, stinkend, erinnert an schwarze Rußwolken aus Vierzigtonnern. An vielen Tankstellen wird Diesel gar nicht angeboten. Die Lösung könnte in der Hybridtechnik liegen, die auch dem bekennenden Diesel-Gegner Porsche gut gefällt. Wird schon mit Toyota über eine Lizenz für den Einbau im Cayenne verhandelt? Darauf möchte Sprecher Anton Hunger keine Antwort geben. Aber eines sagt er: "Es wird spannend. In fünf, sechs Jahren wird es überall Hybrid-Autos geben. Die Entwicklung geht dahin."

Allerdings setzt DaimlerChrysler, wie auch VW, noch auf eine zweite Variante: Diesel. In Europa fahren ausgereifte Dieselautos, sparsam und mit Rußfilter auch sauber - warum sollten sie nicht auch in den USA ein Hit werden? So wird auf dem DaimlerChrysler-Stand auch das Hohelied auf den Diesel gesungen: Power, knackige Durchzugskraft, niedriger Verbrauch. Helmut Endres, Leiter Aggregate-Entwicklung bei VW, sagt: "Der Hybrid ist ein Nischengeschäft. Er wird sich nur in den Städten an der West- und Ostküste der USA verkaufen. Dort lassen sich dessen Vorteile nutzen. Aber bei langen Fahrten im Mittleren Westen bringt der Hybrid nichts. Da er schwerer ist als ein Diesel, verbraucht er mehr Treibstoff."

Diesel-Verfechter

müssen in den USA allerdings gegen tief verwurzelte Vorurteile ankämpfen: Der Treibstoff gilt als dreckig, stinkend, erinnert an schwarze Rußwolken aus Vierzigtonnern. An vielen Tankstellen wird Diesel gar nicht angeboten. Die Lösung könnte in der Hybridtechnik liegen, die auch dem bekennenden Diesel-Gegner Porsche gut gefällt. Wird schon mit Toyota über eine Lizenz für den Einbau im Cayenne verhandelt? Darauf möchte Sprecher Anton Hunger keine Antwort geben. Aber eines sagt er: "Es wird spannend. In fünf, sechs Jahren wird es überall Hybrid-Autos geben. Die Entwicklung geht dahin."

Maria Biel / print

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.