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Autolicht der Zukunft: Zentimetergenau

Xenon, LED und Laser - in Sachen Lichttechnik ist in den letzten Jahren viel erhellendes passiert. Ein deutscher Forschungsverbund hat in den letzten drei Jahren das Licht der Zukunft entwickelt.

Licht der Zukunft von Osram / Hella / Daimler

Licht der Zukunft von Osram / Hella / Daimler

Glühbirnen waren gestern und selbst Xenon ist vergangen. Moderne Autos sind zumeist mit lichtstarten LED-Scheinwerfern ausgestattet, die sich in Verbindung mit Kamerasystemen dem Gegenverkehr anpassen und die Fahrbahn im Nah- und Fernbereich ausleuchten. Bis zum Ende des Jahrzehnts soll dies deutlich präziser geschehen und eine Blendung des Gegenverkehrs ist gleichermaßen vergessen. Unter Projektleiter Osram hat ein Forschungsverbund aus Daimler, Fraunhofer, Hella und Infineon einen Scheinwerfer entwickelt, der als adaptives Fahrlicht in eine gleißend helle Zukunft strahlt.

Zentimetergenau
Licht der Zukunft von Osram / Hella / Daimler

Licht der Zukunft von Osram / Hella / Daimler

Der LED-Scheinwerfer der Zukunft enthält dabei drei neuartige LED-Lichtquellen mit jeweils 1.024 Lichtpunkten, die individuell ansteuerbar sind. Die aktuelle Mercedes E-Klasse ist - allerdings nur gegen Aufpreis - mit 84 Lichtinseln bestückt, die den Bereich vor dem Fahrzeug variabel ausleuchten. Das Licht der Zukunft hat 12mal so viele LED-Module und kann sein Scheinwerferlicht so jeder Verkehrssituation anpassen. Ein düsterer Kurvenverlauf verliert so ebenso seinen Schrecken wie die Blendung von anderen Verkehrsteilnehmern. Das gilt nicht nur für Fahrzeuge, denn zum Beispiel Personen können mit einem entsprechenden Hinweis an den Fahrer speziell angeleuchtet und die Köpfe ausgespart werden, um Blendungen zu vermeiden. Auf Landstraßen oder Autobahnen könnte man daher immer mit Fernlicht fahren.

Technisch steckt hinter dem Fahrlicht der nahen Zukunft ein neuartiger LED-Chip mit einzeln ansteuerbaren Lichtpunkten. Bisher werden bei modernen Scheinwerfern mehrere LED-Komponenten neben- und übereinander eingesetzt. In der neuen Technik, die gemeinsam von Osram, Daimler, Hella, Infineon und der Fraunhofer Gesellschaft entwickelt wurde, ist die Elektronikansteuerung der LED auf minimalstem Raum in den Chip integriert. Daneben gibt es ein LED-Modul, das mit seiner elektrischen und thermischen Schnittstelle eine direkte Anbindung an die Fahrzeugelektronik ermöglicht. "Wir wollen diese neue Art hochauflösender LED-Lichtquellen nun zur serienreife bringen und sehen großes Potenzial für die Anwendung im Fahrzeuglicht", so Stefan Kampmann, Technikvorstand der Osram Licht AG.

Während Daimler, Hella und Osram für die technischen Module sorgten, brachte das Fraunhofer Institut die Kompetenz zu Verbindungstechnik sowie zu Erkennung und Isolation von Defekten ein. Die maximale Auflösung gelang durch eine besonders feine Strukturierung mit einer minimierten Anschlusstechnik. Der Serieneinsatz ist noch in diesem Jahrzehnt geplant. Was würde sich das mehr anbieten, als die neue Mercedes S-Klasse, die Ende 2019 ihre Premiere feiern dürfte.

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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.