Hintergrund: Kurzzulassungen Über kurz oder lang


Mit den Kurzzulassungen ist das so eine Sache: Nach außen hin wird das Make-Up der Verkaufs-Zahlen gerne gegeißelt - doch kaum einer in der Autobranche kommt ohne die Retuschen der Zulassungs-Statistik aus.

Von den knapp 3,5 Millionen Neuzulassungen im vergangenen Jahr wurden gerade mal 128.736 Fahrzeuge innerhalb eines Monats wieder abgemeldet. Zum Monatswechsel beziehungsweise zum Jahreswechsel wurden auch dieses mal wieder besonders viele Kurzzulassungen registriert. Die von den meisten Herstellern gerne nur am Rand erwähnten Tageszulassungen nahmen um 2,4 Prozent ab. Traditionell galten lange Jahre nicht zuletzt Importfirmen wie Fiat, Renault, Citroen und Peugeot als solche, die mit Tageszulassungen die eigenen Marktanteile nach oben korrigierten - damit jedoch kaum Geld verdient haben.

Den größten Rückgang bei den Tageszulassungen gab es bei der Importmarke Nummer eins - Renault: statt 22.000 Fahrzeugen waren 2006 es nur noch 7.000 Pkw; ein Minus von satten 68 Prozent. Bei BMW (minus 50 Prozent) und Mercedes (-minus 22 Prozent) gingen die Kurzzulassungen ebenfalls stark zurück. Der weiterer deutscher Premiumhersteller, Audi, legte dagegen um 32,2 Prozent in dieser Statistik zu und wuchs damit überraschenderweise stark gegen den Trend. Deutlich waren die Zuwächse zudem dem Citroen (plus 78 Prozent) und Peugeot (plus 58 Prozent).

In ganz anderen Dimensionen war man 2006 bei Mitsubishi unterwegs. Hatten sich die Kurzzeitmodelle der Japaner in den Jahren zuvor stark im Rahmen gehalten, wurden die Vorjahreswerte mit einem Plus von 270 Prozent drastisch überschritten. Damit liegt der Anteil gerechnet auf die rund 34.000 verkauften Modelle bei knapp elf Prozent. Mit Kia, Mazda, Mitsubishi und Honda liegen vier Hersteller über der magischen Zehn-Prozent-Marke. Der sportliche Asiate Honda ist bei einem Anteil von 18 Prozent der Neuzulassungen unangefochten Spitzenreiter der Kurzzulassungen.

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