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Neuvorstellung: Toyota Camry: Eleganter US-Bürger

In Europa setzt Toyota in der Mittelklasse auf den Avensis. In den USA sieht es ganz anders aus. Der in Europa weithin erfolglose Camry ist dort eines der meistverkauften Autos. Jetzt kommt der Neue – auch mit Hybridantrieb.

Wie unterschiedlich Automärkte sein können, zeigt der Toyota Camry eindrucksvoll seit Jahren. In den meisten Ländern ist der Camry ein Ladenhüter. Die In Europa setzt Toyota stattdessen auf den erfolgreichen Avensis, der als Limousine, Schrägheck, Kombi sowie mit Benzin- und Dieselaggregaten erhältlich ist. Der hat zwar auch nach der neusten Modellpflege sein Langweiler-Image behalten, wird jedoch als solides Fahrzeug der Mittelklasse weithin geschätzt.

In Asien und den USA ist das Image von Toyota - nicht zuletzt durch die Markennähe zum erfolgreichen Edelableger Lexus - ein anderes. Die Modelle werden sportlicher, dynamischer und emotionaler gesehen als in Europa. Neben dem Imageträger Prius sind besonders die Pick-Up- und SUV-Modelle Tacoma, 4Runner, Tundra oder Highlander wichtige Sympathieträger in den USA.

Das wohl wichtigste Fahrzeug jenseits des Atlantik ist jedoch der Camry. In den 90er Jahren wurde er mehrfach als beste Sechszylinder-Limousine auf dem amerikanischen Kontinent ausgezeichnet und gewann Vergleichstest nach Vergleichstest. Eine Tatsache, die Konkurrenten wie Mercedes, BMW oder Infinity nach wie vor schwer im Magen liegt.

Was bislang in der etwas schwächelnden Camry-Palette fehlte, das war der imageträchtige Hybridantrieb. Mit dem neuen Modell ist die Kraft der zwei Herzen nunmehr auch in der volumenstarken Mittelklasse zu haben. Der neue Camry ist sportlicher und eleganter als sein Vorgänger. Besonders Seitenlinie und Heck gefallen, wenngleich die Räder in den Radhäusern nach wie vor deutlich zu klein wirken.

Produziert wird neue Toyota übrigens nicht in Asien, sondern in Kentucky – ein Grund mehr, weshalb er längst als echter Amerikaner anerkannt ist. Seit Mitte Oktober laufen in Georgetown Camry-Modelle mit Hybridantrieb vom Band. Pro Monat sollen es schon bald 4.000 Fahrzeuge sein. Damit ist der Camry nach Prius und Highlander der dritte Toyota mit dem Hightech-Herzen und sollte schon bald das Volumenmodell werden. Im Jahre 2005 konnte das Markenkonglomerat aus Toyota und Lexus mehr als 230.000 Hybrid-Fahrzeuge verkaufen. Bis zum Jahr 2010 sollen es eine Million pro Jahr sein.

Der Toyota Camry Hybrid wird von einer Kombination aus einem 2,4 Liter großen Vierzylinder und einem Elektroantrieb bewegt. Die Gesamtleistung beträgt 140 kW/187 PS. Doch auch wenn es oft anders scheint: Nicht jeder in den USA steht auf Hybrid. Daher bietet Toyota den Camry als SE auch mit einem neuen 3,5 Liter großen Sechszylinder an, der BMW 3er und Mercedes C-Klasse Paroli bieten soll. Mit 268 PS und einem unerwartet kraftvollen Sound muss er sich gegen die Power-Konkurrenz aus den USA und Europa in der Tat nicht länger verstecken. Neu im Camry-V6 ist auch eine Sechsgang-Automatik, die die ältere Fünfstufenversion bei den Vierzylinderversionen ablöst. Das neue Getriebe ist leiser, schneller und effizienter.

Neben der kompletten Sicherheitsausstattung mit ABS, ESP (nur optional) und sieben Airbags verfügt der Camry des Modelljahres 2007 auch über Annehmlichkeiten wie Satelliten-Radio, DVD-Navigation, Xenonlicht, LED-Rückleuchten und Bluetooth-Technologie – alles Details, die aus den größeren Lexus-Modellen stammen.

Bleibt abzuwarten, ob und gegebenenfalls wann der neue Toyota Camry nach Europa kommt. 2008 folgt schließlich schon der neue Avensis – ebenfalls mit Hybridmotor. Das Basismodell des Toyota Camry mit 2,4 Litern Hubraum, vier Zylindern und 147 PS startet in den USA übrigens schon bei umgerechnet 16.000 Euro – neben der guten Verarbeitung auch ein Grund für seinen Erfolg. Der Camry Hybrid beginnt bei knapp 23.000 Euro.

Pressinform / PRESSINFORM

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.