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Prozess um Abgasskandal "Nicht mit dem Problem der Abgase konfrontiert" – Ex-Audi-Chef Stadler sagt vor Gericht aus

Sehen Sie im Video: Ex-Audi-Chef Stadler sagt im Prozess um Abgasskandal aus.




Im Prozess in München um den Dieselskandal bei "Audi" in hat der angeklagte Ex-Firmenchef Rupert Stadler am Dienstag erstmals selbst ausgesagt. Stadler sagte,seine Arbeit sei von viel Stress und Zeitnot geprägt gewesen. Viele von zahlreichen Mails an ihn habe er nie gesehen. Termine seien oft verschoben oder abgesagt worden. Er erinnere sich nicht daran, dass er persönlich mit dem Problem der Abgase konfrontiert gewesen sei. Gerichtssprecher Florian Gliwitzky sagte am Dienstag in München zu diesem Prozess: "Diese Verhandlung ist alles andere als trivial. Wir haben es hier mit einer Fülle von technischen Fragen zu tun, weshalb das Gericht eine sehr umfangreiche Beweisaufnahme geplant hat und die Planung bis ins nächste Jahr geht." Stadler muss sich seit September als erster Top-Manager aus dem Volkswagen-Konzern vo reinem deutschen Gericht wegen Manipulations-Vorwürfen in Sachen "Abgaswerte" von Diesel-Fahrzeugen verantworten. Die Münchner Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, nach dem Auffliegen des Skandals im Jahr 2015 den Verkauf der betroffenen Fahrzeuge nicht gestoppt zu haben. Es war erwartet worden, dass der 57-jährige Stadler die Vorwürfe vor Gericht zurückweisen würde. Seine Verteidigung hatte schon zum Auftakt des Verfahrens betont, alle Entscheidungen seien im Audi-Vorstand gemeinsam getroffen worden.
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Der ehemalige Audi-Chef Rupert Stadler hat erstmals im Prozess um den Abgasskandal ausgesagt. Wegen Stress und Zeitdrucks sei ihm das Abgas-Problem nicht in Erinnerung.

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