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Sao Paulo Motorshow 2014: Hier startet die Auto-Zukunft

Die Sao Paulo Motorshow ist die wichtigste Automesse Lateinamerikas. Allein in Brasilien werden mehr Autos als in Deutschland verkauft. Hier nicht dabei zu sein, kann sich niemand erlauben.

Sao Paulo Motorshow 2014: Auf der Sao Paulo Motorshow findet die Zukunft statt
Sao Paulo Motorshow 2014

Sao Paulo Motorshow 2014

Die Geschichte der Sao Paulo Motorshow, die alle zwei Jahre im europäischen Herbst stattfindet, begann im Jahre 1960 als gerade einmal ein Dutzend Autohersteller wie Volkswagen, Willys Jeep Overland, General Motors, Toyota, Mercedes-Benz oder Sima ihre Stars für den südamerikanischen Markt zeigten. Das Publikum bestaunte Modelle wie Simca Chambord, Chevrolet Amazonas oder den legendären Renault Dauphine. Erst zehn Jahre später zog die wichtigste Automesse Lateinamerikas ins Messezentrum Anhembi Park nahe dem Flughafen Campo de Marte, um dort opulenter als zuvor Messestars wie Chevrolet Opala SS, VW Karmann Ghia TC oder Dodge Charger zu präsentieren.

Dabei beschränken sich Messeneuheiten durchweg auf Süd- und Mittelamerika. Denn die gigantischen Zuwachsraten der vergangenen Jahre sind auch hier Vergangenheit. Da ist eine Konzentration auf das wesentliche ein probates Mittel. Nachdem der südamerikanische Markt mit zuletzt 3,7 Millionen verkauften Fahrzeugen (5,3 Millionen inkl. Busse und LKW) seit langem von den beiden Herstellern Volkswagen und Fiat dominiert wurde, wollen sich insbesondere die japanischen Hersteller breiter als bisher machen. Das zeigt sich auch bei der 28. Auflage der Messe. Brasilien hat sich wirtschaftlich für die kommenden Jahre viel vorgenommen. Ob die jüngste Wiederwahl von Präsidentin Dilma Rousseff nach der erfolgreichen Fußballweltmeisterschaft und vor der in zwei Jahren stattfinden Olympiade den gewünschten Impuls bringen wird, darf bezweifelt werden. Aus der Wirtschaft und der lokalen Automobilindustrie hatten sich viele eine Abkehr von der Trabalhista Partei gewünscht.

Markt ist rückläufig

Auch wenn die wirtschaftliche Lage der Automobilindustrie in eine unsichere Zukunft blickt, werden auf der noch bis zum 9. November stattfindenden Leistungsschau mehr als 750.000 Zuschauer erwartet, die die 150 Neuheiten in Augenschein nehmen. Highlight in diesem Jahr: die seriennahe Konzeptstudie des kompakten Nissan SUV Kicks. Immerhin kommen rund ein Drittel der Messebesucher aus dem Ausland. Trotz ihrer Größe und der Präsenz internationaler Hersteller wirkt Sao Paulo Motorshow wie eine regionale Verkaufsmesse. Da fällt der Renault Orch als Studie eines Dacia Pick Up schon angenehm auf. Der Nissan Kicks könnte in Brasilien ab 2016 gebaut werden und ist ein attraktiver Kompakt-SUV (4,30 Meter), der in einigen Schwellerländern zwischen Juke und Qashqai platziert werden könnte. Pompöse Messestände und lichtstarken Messebau sucht man vergeblich. Trotzdem kommen Topmanager wie Dan Amman, CEO von Tata, Carlos Tavares (CEO von PSA) oder AMG-Chef Tobias Moers in die südamerikanische Millionenmetropole.

Längst hat sich Brasilien nicht nur zu einem der größten Automärkte, sondern auch zum siebtgrößten Produktionsstandort der Welt emporgearbeitet. In den letzten beiden Jahren stieg die Jahresproduktion um 16 Prozent auf 4,5 Millionen Fahrzeuge. Damit sorgt die Automobilbranche für fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Bis zum Jahre 2017 sollen zwischen Zuckerhut, Brasilia und Rio de Janeiro mehr als 6,5 Millionen PKW produziert werden, während dem nationalen Markt aktuell ein Potenzial von maximal vier Millionen Fahrzeuge gegeben werden. Zudem hängen Brasilien und das ebenfalls darbende Argentinien eng aneinander. Der Großteil der argentinischen Fahrzeuge kommt aus Brasilien. Die Absatzprobleme der Autobauer sind aber nicht nur auf die schwächelnden Binnenmärkte Lateinamerikas zurückzuführen. Das liegt insbesondere an der verfehlten Modellpolitik einiger Hersteller. "Die Automobilhersteller müssen das Produktportfolio erneuern", fordert Automobilanalyst Stephan Keese von Roland Berger. Wer in Brasilien erfolgreich sein will, muss lokal produzieren. Autoimporte werden mit einer 30prozentigen Strafsteuer belegt.

Mexiko startet durch

Eine Sonderrolle spielt Mexiko. "Mexiko wird gerade zum globalen Export-Hub", so Keese. Das Land im Süden der USA hat Freihandelsverträge mit allen wichtigen Wirtschaftsregionen der Erde. Die Lohnkosten sind gering, die Produktivität hoch und die Nähe zu den USA ein weiterer Grund. Deswegen wandert die Automobil-Karawane nach Mexiko. VW ist schon dort, Audi zieht gerade ein Werk hoch, BMW baut eine Fabrik mit einer Kapazität von 150.000 Fahrzeugen und selbst Mazda hat sein erstes Werk in Salamanca im Bundesstaat Guanajuat eröffnet und Jaguar-Land-Rover streckt seine Fühler nach dem zukunftsträchtigen Markt aus und will in zwei Jahren mit der Fertigung von 24.000 Autos jährlich beginnen.

Groß sind die Hoffnungen der Premiummarken, die sich mit ihren Einstiegsmodellen der Kompakt- und Mittelklasse ein größeres Stück vom Kuchen abschneiden wollen. Der aktuelle Durchschnittspreis für einen brasilianischen Neuwagen liegt bei 42.300 Reais, rund 14.100 Euro. Brasiliens BMW-Präsident Arturo Pinero rechnet mit einem Premium-Jahresumsatz von bis zu 50.000 Einheiten, was zu 2013 einen Anstieg von knapp zehn Prozent bedeuten würde. Audi konnte seinen Umsatz zuletzt verdoppeln. So werden 500 Millionen Reais in der neuen Sao-Jose-dos-Pinhais-Fabrik investiert und die Produktion des A3-Limousine startet im Jahr 2015, eng gefolgt von der des Audi Q3 in 2016. BMW baut gerade die Produktion seiner neuen Fabrik in Araquari auf, wo der 3er vom Band laufen soll. 2015 folgt die nächste X1-Generation.

Auch bei Mercedes geht es in Brasilien aufwärts. Die Schwaben dürften diese Jahr neun Prozent mehr Fahrzeuge verkaufen als 2013. Eine 500-Millionen-Reais-Investition fließt gerade in die neuen Fabrik Iracemápolis, wo die Produktion der C-Klasse und des GLA in der ersten Hälfte 2015 anlaufen soll. Nicht ganz so erfolgreich lief es bei Volkswagen, die mit 852.000 produzierten Fahrzeugen weiter an Boden gegenüber dem Landesprimus Fiat verloren. Musste VW schon 2013 ein Minus von 13,3 Prozent (Brasilien - 16,2 Prozent) gegenüber dem Vorjahr hinnehmen, ging es in den ersten acht Monaten weiter bergab. In Südamerika verkaufte VW 427.400 Fahrzeuge (-20,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum / 539.400). Land Rover ist dieses Jahr einer der Stars der Motorshow, da sie die Lokalisierung der Produktion des neuen Discovery-Sport ab Anfang 2016 im Werk Itatiaia ankündigten. Insbesondere das SUV-Segment soll in den nächsten Jahren deutlich an Bedeutung gewinnen. Derzeit ist nur jedes zehnte in Brasilien verkaufte Modell ein Crossover. Hoffnungsträger sind die lokalen Produktionen von Ford Ecosport, Jeep Renegade, Honda HR-V und Peugeot 2008.

China greift an

Gerade die chinesischen Marken haben Brasilien seit Jahren im Fokus, nachdem es in den USA und Europa nicht wie erwartet lief. Chery hat gerade erst begonnen, seine neue Fabrik in Jacarei aufzubauen, wo die Produktion des kompakten Schrägheck Celer (30.000 Einheiten / Jahr) hochgefahren wird. Anfang 2015 will Geely Details zu einem neuen Standort bekanntgeben, während JAC gerade erst begonnen hat, ein Werk in Camaçari,aufzubauen, das für eine Milliarde Reais Ende 2016 in Betrieb gehen soll. Auch wenn Audi in Sao Paulo seinen A3 e-tron erstmals zeigt und VW den Konzernzwilling Golf GTE, wird Elektro- und Hybridfahrzeugen kein nennenswerter Markt eingeräumt, da fast 90 Prozent der Modelle mit einem Flexmotor ausgestattet, der variabel Benzin und Ethanol verbrennen kann. 2013 wurden gerade einmal 491 Elektrofahrzeuge verkauft. Doch es gibt Licht am Ende des Tunnels. "Bis Ende des nächsten Jahres ist Talsohle durchschritten, dann kommt Brasilien hoffentlich zurück", sagt Stephan Keese. Der Südamerika-Automotive-Experte der Unternehmensberatung schiebt gleich noch einen ernüchternden Ausblick hinterher: "Die Industrie muss realisieren, dass der Markt in Brasilien momentan gesättigt ist."

Press-Inform

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(