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VW-Konzernabend der IAA: Der Totgesagte steht im Mittelpunkt

Heute öffnet die IAA in Frankfurt ihre Tore. Am Vorabend präsentierte der Volkswagen-Konzern seine neuen Modelle. Der Star der Show war aber Firmenpatriach Piech.

Von Jan Boris Wintzenburg, Frankfurt

Vor der Messe für alle gibt es eine eigenen Veranstaltung - die exklusive Hausmesse von Volkswagen. Prunkvoll feiern sich die Wolfsburger selbst. Zu eigens von VW-Musikdirektor Leslie Mandoki komponierter Musik und Hits der Pet Shop Boys rollten die Konzernprodukte über die Bühne. Doch nicht alle Besucher interessierten sich für die schicken Modelle mit vier, acht oder zehn Zylindern.

Der Mensch stehe bei Volkswagen im Mittelpunkt, sagte Konzernchef Martin Winterkorn in seiner Rede. Und er hatte recht: Viele Blicke ruhten auf Aufsichtsratschef Ferdinand Piech, der ruhig zwischen Ehefrau Ursula und Cousin Wolfgang Porsche auf der Tribüne saß.

Nur wenige Tage zuvor hatte das Handelsblatt berichtet, Piech werde möglicherweise schon in den nächsten Monaten sein Amt aus gesundheitlichen Gründen abgeben müssen, Martin Winterkorn werde sein Nachfolger und der VW-Konzern mit seinen 550.000 Mitarbeitern werde übergangsweise von Finanzchef Hans Dieter Pötsch geführt.

Falschmeldung mit Folgen

"Völliger Unsinn", hieß es sofort aus Wolfsburg. Da sei nichts Wahres dran. Einige Zeitungen, die die Meldung verbreitet hatten, druckten inzwischen Gegendarstellungen ab. Trotzdem wollten sich offenbar viele der angereisten über 1000 Journalisten aus der ganzen Welt selbst überzeugen. Zu groß war die Schockwelle, die die Meldung in der Belegschaft aber auch bei Investoren ausgelöst hatte. Ferdinand Piech gilt als die treibende Kraft hinter dem Erfolg von VW.

Als Piech dann die Bühne betrat, wurden die Autos zur Nebensache. "Totgesagte leben länger" – viel mehr ließ er sich naturgemäß nicht entlocken. Aus dem Konzern hieß es, die Falschmeldung werde man nicht auf sich sitzen lassen. Juristen sind bereits in Marsch gesetzt. Piech jedenfalls verschwand recht schnell aus dem Getümmel.

Wer wirklich etwas über seine Befindlichkeit erfahren wollte, der musste ein paar Stunden auf dem IAA-Gelände dabei sein und beobachten, wie der Aufsichtsratsvorsitzende Piech sein Amt ausübte: Er besichtigte in aller Ruhe die Messestände von Volkswagen und Audi und ließ sich von seinen Vorständen die Exponate zeigen. Dieses Ritual bringt Mitarbeiter regelmäßig ins Schwitzen. Von Aufsichtsräten anderer Automobilhersteller ist nicht überliefert, dass sie sich persönlich um solche Kleinigkeiten kümmern.

Der Chef geht zu Fuß

So genau nimmt es nur Piech: Am Ende machte der detailbesessene Perfektionist noch eine Runde um den riesigen Audi-Pavillion auf dem Freigelände. Hand in Hand mit seiner Frau Ursula inspizierte er die neuen weißen Fertigbauwände. Bei der letzten Messe hatte die Außenhaut des Pavillions in der Sonnenhitze noch unschöne Blasen geworfen.

Und während einige der wesentlich jüngeren Manager dann in die vor dem Stand bereitstehenden Audi-Vorstandslimousinen stiegen, marschierten die Piechs quer über das Gelände zum Portalhaus und verließen durch den Nebeneingang "Nur für Aussteller" die Messe. Das war kein Abgang für immer.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.