VERKEHR Schnee und Kälte an Weihnachten

Bis Dienstag sollen in Mittel- und Süddeutschland bis zu 20 Zentimeter Schnee fallen. Es werden Sturmböen, Schneeverwehungen und Glatteis erwartet.

Am Heiligabend haben heftige Schneefälle den Autofahrern in Deutschland schwer zu schaffen gemacht. Bis zum Dienstag sollte vor allem in der Mitte und im Süden bis zu 20 Zentimeter Schnee fallen, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte. In Thüringen, Baden-Württemberg und Bayern warnte der Deutsche Wetterdienst vor Unwetter mit Sturmböen, Schneeverwehungen und Straßenglätte. In Thüringen war am Montagnachmittag das Nebenstraßennetz nicht befahrbar; die Bundesstraßen B80 und B247 wurden komplett gesperrt.

Neuer Kälterekord

In der Nacht zum Montag gab es in Deutschland mit 45,9 Grad unter Null einen neuen Kälterekord seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1870. Die Temperatur wurde am Funtensee im Berchtesgardener Land gemessen, teilte Jörg Kachelmann von der Meteomedia AG mit. Auch in Baden-Württemberg wurde in Albstadt-Degerfeld auf der Schwäbischen Alb mit minus 36,0 Grad ein neuer Landesrekord erreicht.

Überall Schnee

Bereits am Montagnachmittag begann es in Hessen, dem Saarland, Rheinland-Pfalz sowie in den südlichen Landesteilen von Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen zu schneien. Die Schneewolken sollen bis zum Abend auch die südlichen Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg erreichen, wo bis zum Mittag noch bei kräftigem Frost die Sonne schien.

Thüringen ohne Nebenstraßennetz

In Thüringen sah es nach Angaben eines Sprechers aus der Verkehrsleitstelle am Montagnachmittag »schlimm aus«: Das Nebenstraßennetz war wegen der stundenlangen Schneefälle und Verwehungen gar nicht zu benutzen, sagte er. »Auch die Räumfahrzeuge kommen nicht durch.« In Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Bayern kam es dagegen bis zum Nachmittag zu keinen nennenswerten Störungen.

Kalte Weihnacht'

In der Nacht zum ersten Weihnachtsfeiertag sollte es laut der Prognose des Wetterdienstes »donnerwetter.de« im Nordwesten bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt regnen und im Rest Deutschlands schneien. Glättegefahr herrscht aber im ganzen Land. Tagsüber sollte im ganzen Land Schauerwetter herrschen, wobei die Niederschläge im Nordwesten weiter als Regen fallen und in Süddeutschland als Schnee herunterkommen sollten. In der Nordwesthälfte wird es deutlich milder, hieß es. Niedersachsen, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern erwarten laut Prognose vier bis fünf Grad.


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