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WWDC mit iOS 9, OS X 10.11 und Apple Music Was Apple heute zeigen wird


Kommt iOS 9? Ein neuer Apple TV? Oder gar das iPhone 6S? Heute Abend wird Tim Cook auf der WWDC Neues aus Apples Geheimlaboren zeigen. Wir sagen, auf was die Fans hoffen können.
Von Christoph Fröhlich

Bei Apple geht es in die heiße Phase: Heute Abend wird Tim Cook die Bühne des Moscone Center in San Francisco betreten und die Entwicklerkonferenz WWDC (Worldwide Developers Conference) eröffnen. Die Messe gibt traditionell einen Ausblick auf das Apple-Jahr, im Mittelpunkt steht neben neuen Geräten vor allem die Software. Deshalb gleich die schlechte Nachricht vorab: Ein neues iPhone wird es nicht zu sehen geben. Die Bedeutung des Smartphones ist für den Konzern und die Branche so immens, dass Apple seit geraumer Zeit eigene Events zur Präsentation der alljährlichen iPhones veranstaltet - das ist meist im September der Fall.

Gegen 19 Uhr deutscher Zeit beginnt das Event, stern.de wird die Apple-Show ab 18 Uhr im Live-Ticker begleiten. Apple selbst hüllt sich wie immer in Schweigen. Wir sagen, womit Fans rechnen können - und was eher unwahrscheinlich ist.

iOS 9

Als sicher gilt, dass Apple einen Ausblick auf das kommende iPhone- und iPad-Betriebssystem iOS 9 geben wird. Die neue Software wird vermutlich im Herbst 2015 erscheinen, zusammen mit der nächsten iPhone-Generation. Während iOS 7 auf einen neuen Look setzte und mit iOS 8 viele neue Funktionen Einzug hielten, wird es bei iOS 9 um die Performance gehen.

Apple legt in diesem Jahr einen deutlich größeren Wert auf Qualität, berichtet das gewöhnlich gut informierte US-Portal "9to5Mac". Vor allem auf älteren Geräten - selbst auf dem iPhone 4S - soll das neue System flüssiger laufen. Dafür wird es aber Abstriche beim Funktionsumfang geben. Dennoch: Für Besitzer älterer iPhones und iPads sind das gute Nachrichten. Zudem soll die von der Apple Watch bekannte Schriftart "San Francisco" eingeführt werden und es soll ein Feature namens "Proactive" geben, mit dem Apple dem Assistenzdienst Google Now Konkurrenz machen will.

OS X 10.11

Wie bei iOS 9 werden auch bei OS X 10.11 (Codename: "Gala") der Großteil der Veränderungen unter der Haube stattfinden. Wichtige Dateien werden vor dem Zugriff von Fremden geschützt, diese Funktion heißt "Rootless". Zudem könnte es ein Kontrollzentrum im Stil von iOS geben, in dem man direkten Zugriff auf die häufigsten Funktionen bekommt. Unklar ist noch der Name des nächsten Betriebssystems.

Musik-Streamingdienst

Mit der Übernahme von Beats hat sich Apple nicht nur schicke Kopfhörer gekauft, sondern auch einen eigenen Musik-Streamingdienst. Der fristete bislang ein Nischendasein - das wird sich nun aber mit hoher Sicherheit ändern. Pünktlich zur WWDC wird Apple das runderneuerte Beats Music vorstellen, das vermutlich Apple Music heißen wird. Es ist ein Frontalangriff auf Spotify, das mit 60 Millionen Nutzern das Schwergewicht der Streaming-Branche ist.

Preislich wird sich Apples Dienst in einem ähnlichen Rahmen bewegen, Experten rechnen mit einer Monatspauschale von 10 Euro. Allerdings wird Apple zusätzlich ein kuratiertes Angebot in Form von Playlists und Tipps von bekannten Musikern wie Drake oder Pharell setzen, spekulieren Branchenkenner. Offenbar ist der neue Streamigndienst Apple so wichtig, dass es erstmals in der Geschichte eine eigene Android-App geben könnte. Ob sich das bewahrheitet, wird man erst heute Abend sehen.

Apple Watch

Die Apple Watch ist nun seit anderthalb Monaten erhältlich, bislang gab es nur ein kleines Update mit einigen Fehlerverbesserungen. Jetzt wird es Zeit für das erste große Update. Das Techportal "The Verge" erwartet, dass Apple Endwicklern endlich erlauben wird, native Apps für die Uhr zu entwickeln. Bislang sind die Anwendungen auf der Apple Watch nur eine Art Verlängerung der gekoppelten iPhone-Apps. Für die Nutzer hat das zwei große Vorteile: Erstens wäre die Uhr unabhängiger vom iPhone und zweitens dürften viele Apps schneller starten.

Apple TV 4 - Fehlanzeige

Seit Jahren warten Apple-Fans auf einen neuen Apple TV - und sie müssen sich wohl noch länger in Geduld üben. Nachdem zwischenzeitlich alles so aussah, als würde Tim Cook heute Abend die nächste Version seiner Set-Top-Box vorstellen, zog er nun doch noch die Reißleine. Die Begründung: Das Produkt ist noch nicht fertig und kann noch nicht öffentlich gezeigt werden. Vermutlich wird der neue Apple TV dann im herbst mit den nächsten iPhones oder iPads gezeigt werden. Auch einen eigenen Video-Streamingdienst wird es auf der WWDC nicht geben.


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