VG-Wort Pixel

Sticker in iMessage Das ist Apples knallbunte Gelddruckmaschine

iMessage Sticker iPhone iOS 10
Mit den iMessage-Stickern macht sich jeder zu Super Mario
© Christoph Fröhlich
Mit iOS 10 motzte Apple seinen Nachrichtendienst iMessage kräftig auf. Und davon haben nicht nur die Nutzer was: Vor allem die knallbunten Sticker von Disney bis Angry Birds dürften ordentlich die Kassen klingeln lassen.

Mit iOS 10 hat Apple eines des umfangreichsten iPhone-Updates der letzten Jahre vorgelegt. Vom überarbeiteten Startbildschirm, über die verbesserte Siri, bis löschbaren Standard-Apps hat Apple sich mit vielen großen und kleinen Neuerungen ins Zeug gelegt. Die wichtigsten finden Sie in diesem Artikel. Besonderen Wert legt der Konzern aber auf den aufgebohrten Nachrichtendienst iMessage, vor allem die darin enthaltenen Sticker.

Mit den kleinen Aufklebern kann jeder iMessage-Nutzer seine Nachrichten aufpimpen. Der eigene iMessage-Store sorgt für eine schier unendliche Auswahl - und dürfte Apple ordentlich Geld in die Kassen spülen. Denn ob Disney-Sets wie zum "König der Löwen" und Mickey Maus, ob "Star Wars", "Super Mario" oder "Game of Thrones" - zu nahezu jedem Thema gibt es eigene, zum Teil animierte Sticker.

Justin Bieber als Aufkleber in iMessage

Auch wer bestimmte Apps oder Spiele installiert hat, kann plötzlich die passenden Sticker-Packs in iMessage finden, etwa für "Fallout Shelter". Eine nette Werbeidee für Fans. Wirft man die App dann wieder vom Smartphone, sind die Sticker aber ebenfalls verschwunden. Einige Celebrities wie Justin Bieber haben sogar eigene Sticker-Sets. Deutsche Stars sind noch nicht zu finden. Bushido- oder GZSZ-Sticker dürften aber nur eine Frage der Zeit sein.

Den Nutzern bringt das ganze jede Menge Spaß. Sie pflastern fröhlich ihre Chats mit Mickey und Co. voll, machen Ärger mit wütenden Comic-Figuren Luft oder kleben in Fotos Schnurrbärte und rote Mützen, um sich in Super Mario zu verwandeln. In Asien haben sich ähnliche Sticker in dort beliebten Messengern wie Line längst durchgesetzt, auch Snapchat wartet schon lange mit Stickern auf.

Apple verdient kräftig mit

Für Apple sind die Sticker vor allem ein riesiges Geschäft. Einige Sets gibt es zwar gratis, die meisten kosten aber Geld. Allerdings nur für den Versender, empfangen kann man alle Sticker, solange man iOS 10 hat. Dafür gehen die Sets aber schnell ins Geld. Ein Set mit klassischen Mickey-Motiven lässt sich Disney zum Beispiel 1,99 Euro kosten. Ein Preis, bei dem Fans zwar kaum zögern dürften, der sich in der Masse aber schnell bemerkbar macht. Wie bei allen Store-Erlösen dürften 30 Prozent davon bei Apple hängen bleiben.

Seit dem Start von iOS 10 letzte Woche ist das Angebot rasant gewachsen, in den nächsten Wochen dürften noch unzählige hinzukommen. Vor allem Kinder- und Zeichentrickserien werden in Unmengen angeboten. Die sind einerseits als Zeichnungen schnell umsetzbar, sprechen aber auch die jüngere oder vermeintlich infantilere Zielgruppe an. Wenn sich die Sticker auch bei erwachseneren Nutzergruppen durchsetzen, dürften auch Fußballvereine, Kleidungs- und Automarken ruckzuck auf den Zug aufspringen. Ob als kostenpflichtiges Fanprogramm oder schlicht als Werbung.


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker