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Tablet-Computer Chromebook-Tablets: Fünf mobile Computer mit Chrome OS im Vergleich

Drei Student:innen sitzen in der Bibliothek und schauen auf ein Chromebook-Tablet.
Da kommt Freude beim Lernen auf: Drei Student:innen sitzen in der Bibliothek und schauen auf das Chromebook-Tablet.
© dusanpetkovic / Getty Images
Android oder iPadOS waren gestern. Seit wenigen Jahren sind einige Chromebook-Tablets auf dem Markt. Welche Tablets mit Chrome OS lohnen, zeigt dieser Vergleich. 

Mit seinem Betriebssystem Chrome OS hat Google vor gut zehn Jahren frischen Wind in die Landschaft mobiler Computer gebracht. Inzwischen sind die Geräte im Massenmarkt angekommen. Gerade im nordamerikanischen Bildungssektor sind die Computer mit dem Google-Betriebssystem beliebt und laufen Windows & Co. den Rang ab. 2020 leisteten weltweit bereits 40 Millionen Chromebooks ihren Dienst in Schulen und Universitäten.

Normalerweise ähneln die Geräte normalen Laptops. Das muss aber nicht sein, denn es gibt auch Paradiesvögel unter den Chromebooks, die bei Bedarf nur mit einem Touchscreen bedient werden können. Das ergibt auch Sinn, denn unter Chrome OS laufen viele Android-Apps, die auf Tablets und Smartphones optimiert sind. 

Viele dieser "Chromebook-Tablets" gibt es in Deutschland allerdings nicht zu kaufen. Wer aber genug von Android und iPadOS hat und Chrome OS genauer kennenlernen will, sollte sich die Geräte genauer anschauen. Übrigens: Wenn Sie vorher herausfinden möchten, ob Chrome OS etwas für Sie ist, dann können Sie Chrome OS Flex herunterladen, damit einen bootfähigen USB-Stick erstellen und auf einem alten Computer installieren.

Lenovo IdeaPad Duet Chromebook

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Lenovo IdeaPad Duet Chromebook
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199,00 €329,00 €
  • Prozessor: MediaTek Helio P60T
  • Arbeitsspeicher: 4 GB RAM
  • Speicher: 64 GB
  • Display: 1920 x 1200 Pixel, (10,1 Zoll)
  • Update-Support: Juni 2028

Den Start macht das Lenovo IdeaPad Duet Chromebook. Lenovo liefert es mit einer Tastatur aus, die Sie bei Bedarf vom Tablet lösen können. Das 10,1 Zoll große Display löst mit 1920 x 1200 Pixeln auf, was bei der Displaydiagonale einer Full-HD-Auflösung entspricht. Besonders groß ist der Speicher mit 64 Gigabyte nicht bemessen. Viele Fotos und Videos speichern Sie darauf nicht. Der MediaTek-Helio-P60T-Prozessor verfügt indes über acht Kerne. Ihm assistieren 4 Gigabyte Arbeitsspeicher. 

Wenn Sie nur etwas im Internet surfen und Serien streamen wollen, ist das IdeaPad Duet Chromebook ein solider und preisgünstiger Begleiter. Wenn Sie einen Tablet-Stift hinzukaufen, eignet sich das Chromebook-Tablet natürlich auch, um damit Notizen zu schreiben. Die mitgelieferte Tastatur eignet sich eher für kurze Texte. Für die Bearbeitung von Videos reicht die Leistung des Tablets nicht aus. Aber bei einem Speicher von 64 Gigabyte ist solche Arbeit sowieso kaum möglich. Schade: Das Tablet verfügt nur über eine USB-C-Schnittstelle. 

Acer Chromebook Tab 10 D651N-K0PN

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Acer Chromebook Tab 10 D651N-K0PN
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316,53 €
  • Prozessor: Rockchip RK3399
  • Arbeitsspeicher: 4 GB DDR3
  • Speicher: 32 GB
  • Display: 2048 x 1536 Pixel (9,7 Zoll)
  • Update-Support: August 2023

Bevor Sie sich entscheiden, das Acer Chromebook Tab 10 zu kaufen, sollte Ihnen bewusst sein, dass das Tablet nur noch bis August 2023 mit Updates seitens Google beliefert wird. Das hat den Grund, dass Chromebooks aus dem Jahr 2019 nur vier Jahre Updates erhalten und Chromebooks ab dem Jahr 2020 acht Jahre.

Schreckt Sie das nicht ab, sollte Ihnen der Preis zu denken geben. Noch immer kostet es um die 300 Euro. Und das ist zu teuer für ein Chromebook-Tablet, das nur 32 Gigabyte Speicher und 4 Gigabyte Arbeitsspeicher bietet. Der Rockchip-RK3399-Prozessor macht die Mängel auch nicht wett. Einzig das 9,7-Zoll-Display mit einer Auflösung von 2048 x 1536 Pixeln überzeugt. 

Wegen der nur noch kurzen Restlaufzeit des Update-Supports sollten Sie Abstand vom Acer Chromebook Tab 10 nehmen. Einzige Ausnahme: Sie bekommen Ihre Hände an einen unschlagbaren Deal, der aus unserer Sicht bei unter 100 Euro liegen müsste. 

Lenovo IdeaPad Duet 5 Chromebook

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Lenovo IdeaPad Duet 5
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649,00 €
  • Prozessor: Snapdragon 7c
  • Arbeitsspeicher: 8 GB
  • Speicher: 128 GB
  • Display: 1920 x 1080 Pixel (13,3 Zoll)
  • Update-Support: Juni 2029

Wenn Sie ein Chromebook suchen, das ordentlich Power für einen vernünftigen Preis bietet, könnte das Lenovo IdeaPad Duet 5 etwas für Sie sein. Es ist mit 13,3 Zoll (33,8 Zentimetern) das größte Chromebook-Tablet im Vergleich. Wieder liefert es Lenovo mit einer externen Tastatur, die Sie bei Bedarf abnehmen. 

Bis Juni 2029 erfreuen sich Käufer des IdeaPad Duet 5 übrigens über Software-Updates, weil es erst 2021 auf den Markt kam. Entsprechend gute Leistung bietet der Snapdragon-7c-Gen2-Prozessor, den Lenovo im Tablet verbaut. Schön: Ihm assistieren gar 8 Gigabyte Arbeitsspeicher und 128 Gigabyte Hauptspeicher. Darauf lassen sich genügend Dokumente und Fotos speichern, damit man das Chromebook-Tablet auch zum Arbeiten benutzen kann – und das über mehrere Jahre. 

Das Display löst dabei in Full-HD und damit in 1920 x 1080 Pixeln auf. Außerdem bietet es zwei USB-C-Schnittstellen. Sie sind also etwas flexibler, wenn Sie Peripherie-Geräte wie USB-Sticks an das Tablet stecken. Insgesamt lohnt sich das IdeaPad Duet 5 für Käufer, die etwas länger Freude an dem Chromebook haben wollen und den hohen Preis im Vergleich zu anderen Tablets nicht scheuen. 

HP Chromebook x2 11-da0050ng

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HP Chromebook x2 11-da0070ng
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699,00 €
  • Prozessor: Qualcomm Snapdragon 7c
  • Arbeitsspeicher: 4 GB
  • Speicher: 128 GB
  • Display: 2160 x 1440 Pixel (11 Zoll)
  • Update-Support: Juni 2029

Ebenfalls ein Chromebook-Tablet aus dem höheren Preissegment ist das HP Chromebook x2 11-da0050ng. Die zentrale Recheneinheit gleicht dabei dem IdeaPad Duet 5: Auch HP setzt auf den Qualcomm Snapdragon 7c. Leider spendiert der Hersteller seinem Chromebook aber nur 4 Gigabyte Arbeitsspeicher. Der Hauptspeicher ist mit 128 Gigabyte gleich groß.

Besonders macht das HP-Chromebook sein Display: Zwar ist es mit 11 Zoll etwas kleiner, löst aber mit 2160 x 1440 Pixeln deutlich schärfer auf. Natürlich bietet auch das HP-Chromebook-Tablet eine Tastatur, die Sie bei Bedarf abnehmen. Im Lieferumfang enthalten ist übrigens auch ein Stift, mit dem Sie das Tablet bedienen können. Schön: Bis ins Jahr 2029 bietet Google Updates für das Chromebook. 

Das HP-Chromebook sollten vor allem Käufer dem IdeaPad Duet 5 vorziehen, wenn Sie daran Streamen und Musikhören wollen. Einfacher Grund: die darin verbauten Lautsprecher. HP setzt hier auf die Expertise von Bang & Olufsen. Ein deutlicher Pluspunkt gegenüber Lenovo.

Chromebook-Tablet: Asus CM3000DVA

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Asus CM3000DVA-HT0011 Chromebook
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369,00 €
  • Prozessor: MediaTek 8183 
  • Arbeitsspeicher: 4 GB
  • Speicher: 64 GB
  • Display: 1920 x 1200 Pixel (10,5 Zoll)
  • Update-Support: Juni 2028

Ein besonders günstiges Chromebook-Tablet mit Support bis ins Jahr 2028 ist das Asus CM3. Wer nur gedenkt, mit dem Tablet zu surfen und Serien zu schauen, fährt mit diesem Tablet sicher. Für aufwendige Berechnungen ist der MediaTek-8183-Prozessor allerdings zu schwach. Ihm assistieren 4 Gigabyte Arbeitsspeicher und das 10,5 Zoll große Display löst mit 1920 x 1200 Pixeln auf. Der interne Speicher bemisst 64 Gigabyte, was okay für ein Chromebook dieser Preisklasse ist. Leider bietet es nur einen USB-C-Anschluss. Immerhin legt Asus seinem CM3 einen Bedienstift sowie eine Tastatur bei.

Chrome OS: Das müssen Sie bei dem Google-Betriebssystem beachten

Wenn Sie ein Chromebook kaufen, dann sollte es spätestens im Jahr 2020 auf den Markt gekommen sein. Das ist deshalb wichtig, weil sich ab 2020 die Langzeitunterstützung seitens Google für sein Betriebssystem geändert hat. Geräte ab 2020 versorgt der Tech-Riese garantiert bis 2028 mit Updates also acht Jahre. Chromebooks, die vorher auf den Markt kamen, erhalten nur vier Jahre Updates. Ob das von Ihnen gewünschte Chromebook den langen Support erhält, verrät Google übrigens auf seiner Supportseite.

Warum Sie für ein Chromebook nicht mehr als 600 Euro ausgeben sollten

Eines gilt bei Chromebooks im Hinterkopf zu behalten: Chrome OS ist ihre größte Stärke und größte Schwäche zugleich. Aber wie kann das Betriebssystem gleichzeitig beides sein? Nun, das liegt daran, dass Chrome OS (wie Android auch) auf dem Mehrbenutzer-Betriebssystem Linux basiert. Besonders stark macht Chrome OS, dass es im Vergleich zu Windows besonders ressourcensparend arbeitet. Sie brauchen also nicht so leistungsfähige Hardware, um vernünftig mit Chrome OS zu arbeiten.

Besonders schwach ist allerdings die damit einhergehende Inflexibilität von Chrome OS im Vergleich zu Windows. Programme wie die Microsoft Office Suite etwa laufen unter Chrome OS nur unter bestimmten Bedingungen. Dafür brauchen Sie zum einen etwas leistungsstärkere Hardware und zum anderen eine Virtualisierungssoftware wie Parallels. Dann kostet ein Chromebook-Paket gern 600 Euro und mehr und es ergibt mehr Sinn, einen Windows-Laptop zu kaufen.

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axp

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