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Mobile Computer Chromebook vs. Laptop – die Vor- und Nachteile von Chrome OS und Windows

Chromebook vs. Laptop: Eine Frau sitzt mit Laptop auf der Couch
Chromebook vs. Laptop, was darf es sein? Für entspanntes Surfen reicht in den meisten Fällen ein Chromebook aus
© arto_canon / Getty Images
Chromebook vs. Laptop: Wie Sie das passende Gerät finden und welche Vor- und Nachteile die Chrome OS und Windows bieten, verrät der Vergleich. 

Seit Jahrzehnten dominiert Windows den Markt der Betriebssysteme. Laut Statista arbeiten auch im Jahr 2022 noch immer rund 75 Prozent aller Computer mit der Software von Microsoft. Natürlich gibt es auch Alternativen. Softwareentwickler bedienen sich gern an Linux-Laptops und Foto- oder Videografen setzen auf MacBooks. Da stellt sich schon die Frage, welche Nische Google mit seinem Chrome OS erobern will.

Was Linux und MacBooks eint, ist, dass sie für Normalverbraucher (in der Regel) nur bedingt geeignet sind. MacBooks sind relativ teuer, erst recht, wenn daran nur gesurft wird. Linux hingegen ist den meisten Nutzern als Betriebssystem zu unkomfortabel. Es liegt also die Vermutung nah, dass Google eine Zielgruppe bedienen will, die einen günstigen und leicht zu bedienenden Computer sucht, um daran zu surfen und Mails zu checken.

Chromebook vs Laptop: Die Vorteile des Chromebooks

Diese Zielgruppe braucht nicht viel Leistung, schätzt aber den Komfort eines starken Akkus. Denn nichts ist nerviger, als wenn der sonntägliche Serienmarathon auf der Couch von einem Ladekabel unterbrochen wird. Genau für diese Zielgruppe eignen sich Chromebooks exzellent, denn Chrome OS ist ein sehr abgespecktes Betriebssystem. Das ist in diesem Kontext hilfreich, denn ein schlankes System läuft in der Regel auf leistungsschwacher Hardware besser als ein Brocken wie Windows 10.

Außerdem verbraucht leistungsschwächere Hardware naturgemäß weniger Strom, was im Umkehrschluss in einer längeren Akkulaufzeit resultiert. Im Vergleich zu normalen Laptops sind Chromebooks in der Masse auch preiswerter: Zwischen 100 und 150 Euro kosten die günstigen Vertreter ihrer Gattung. Kein Wunder, dass Chromebooks in den Schulen Nordamerikas die dominierenden Computer sind. Bereits 2020 erklärte Google, dass über 50 Prozent der benutzten Computer im Bildungssektor Chromebooks seien.

Wer ein Android-Smartphone sein Eigen nennt, profitiert übrigens auch vom Chromebook. Sowohl Android als auch Chrome OS werden von Google programmiert. Entsprechend symbiotisch agieren Android-Smartphone und Chromebook miteinander. Der Tausch von Bildern, gespeicherten Passwörtern und Kontaktdaten funktioniert nahezu reibungslos über das Google-Konto. Dazu können Sie natürlich Ihre Android-Apps aus dem Google Play Store herunterladen und unter Chrome OS verwenden. Das geht mit Windows nicht so leicht. Hier braucht es Emulatoren. Zentrales Bedienelement von Chrome OS ist der hauseigene Chrome-Browser. 

Lenovo IdeaPad Duet 3

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  • Größe: 11 Zoll, 2000x1200
  • Prozessor: Qualcomm Snapdragon 7c
  • Speicher: 64 GB
  • Arbeitsspeicher: 4 GB

Ein Chromebook, das sich für Vielsurfer und Serienjunkies lohnt, ist das Lenovo IdeaPad Duet 3. Es verfügt über einen Touchscreen, sodass Sie es ideal auch als Tablet nutzen können. Perfekt, wenn an dem Chromebook gelesen wird oder Sie gern mit einem Stift am Tablet zeichnen wollen (Stift ist nicht im Lieferumfang enthalten). Mit einer Größe von 11 Zoll ist es natürlich nicht besonders groß. Dafür löst das Display mit 2000x1200 Pixeln scharf auf. Die mitgelieferte Tastatur lässt sich vom Chromebook natürlich auch ablösen. An der Rückseite befindet sich ein Standbein. Nützlich ist das, wenn Sie das Chromebook beispielsweise in der Küche benutzen, um ein Rezept zu kochen, das währenddessen über den Bildschirm des Lenovo IdeaPad Duet 3 flimmert. Laut Hersteller hält der Akku des Chromebooks bis zu zwölf Stunden durch. 

Die Nachteile von Chromebooks

Wer den Plan hat, Word, Excel oder Powerpoint-Dateien am Chromebook zu bearbeiten, wird enttäuscht. Die Programme der Microsoft Office Suite laufen nicht auf Chrome OS. Abgesehen von zwei Ausnahmen: Die erste Lösung ist, Word, Excel & Co. über den Browser zu bedienen. Das geht leider nur in abgespeckter Version, reicht den meisten Nutzern aber aus.

Zweitens ist es möglich, unter Chromes OS eine virtuelle Maschine zu erstellen, auf der Windows läuft und über die Sie dann Word & Co. nutzen. Das ist aber sehr umständlich und teuer, denn dafür braucht es ein Chromebook mit vergleichbarer Hardware eines ordentlichen Laptops und eine kostenpflichtige Software. Hier ist es wirtschaftlich sinnvoller, gleich einen Windows-Laptop zu kaufen. Gleiches gilt, wenn Nutzer Fotos oder Videos am Laptop mit Photoshop & Co. bearbeiten wollen. Auch hier ist die Auswahl an  professioneller Software bei Windows-Laptops größer.

Eine Schwachstelle, die sich Chromebooks und Laptops teilen, sind die Verbindungsmöglichkeiten. Immer mehr Hersteller verzichten darauf, ihren Modellen USB-A, Ethernet oder microSD-Kartenslots zu spendieren und setzen stattdessen voll auf USB-C. Hier ergibt ein USB-C-Dongle für Laptop und Chromebook gleichermaßen Sinn. Wer am mobilen Computer zocken will, sollte hingegen Abstand vom Chromebook nehmen. Windows bleibt für Gamer immer die erste Wahl. Auch weil Google seinen Cloud-Gaming-Dienst Stadia im Jahr 2023 einstampfen will. Über ihn wäre es möglich gewesen, Triple-AAA-Titel auf Chromebooks zu zocken. 

Microsoft Surface Laptop Go

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Microsoft Surface Laptop Go
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  • Größe: 12,45 Zoll, ‎1536x1024
  • Prozessor: Core i5-1035G1
  • Speicher: 128 GB
  • Arbeitsspeicher: 8 GB

Ein vernünftiger Laptop für Büroarbeiten mit Word, Outlook & Co. ist der Microsoft Surface Laptop Go. Im Vergleich zum vorgestellten Chromebook ist er mit 12,45 Zoll etwas größer. Allerdings können Sie dessen Tastatur nicht von ihm lösen und das, obwohl er über einen Touchscreen verfügt. Dessen Auflösung ist mit ‎1536x1024 Pixeln ungewöhnlich und bei weitem nicht so scharf wie beim vorgestellten Chromebook. Dafür bietet er mit 128 Gigabyte Speicherplatz doppelt so viel Speicherplatz. Gleiches gilt für den Arbeitsspeicher, der mit 8 Gigabyte doppelt so groß ist wie beim Idea Pad Duet 3. Leider arbeitet Windows 10 beim Surface Laptop Go nur im S-Modus, was bedeutet, dass Sie Software nur vom Microsoft-App-Store installieren können. Der verbaute Core i5-1035G1-Prozessor von Intel bietet zwar vier Kerne weniger als der Qualcomm Snapdragon 7c (acht Kerne) im vorgestellten Chromebook, ist aber deutlich performanter. Und auch die Akkuleistung überzeugt beim Microsoft-Laptop: Laut Hersteller hält er satte 13 Stunden durch und schlägt damit die Chromebook-Konkurrenz. Allerdings kostet der Laptop auch circa 150 Euro mehr.

Chromebook vs. Laptop: Wer braucht was?

Chromebooks sind eine gute Alternative für preisbewusste Käufer, die am Computer surfen, streamen und ihre Mails checken wollen und dabei eine gute Akkulaufzeit zu schätzen wissen. Die Computer harmonieren darüber hinaus mit Android-Smartphones. Über den Google Playstore funktionieren außerdem die gewohnten Apps vom Smartphone. Wer die an einem größeren Bildschirm nutzen will, findet in Chromebooks ein neues Zuhause. 

Zum klassischen Laptop greifen Nutzer, die in Word, Excel, Outlook und Powerpoint arbeiten wollen. Das geht bei Chromebooks nur in abgespeckter Form über den Browser. Zocker macht ein Chromebook ebenfalls nicht glücklich. Dafür reicht deren Hardware in den allermeisten Fällen nicht aus. Gleiches gilt, wenn Nutzer Fotos oder Videos bearbeiten wollen. Hier bieten sich bei Chromebooks nur die Apps aus dem Google Playstore an. Photoshop & Co. für Windows bieten aber umfassendere Bearbeitungsmöglichkeiten.

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