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Marine: "USS Gerald Ford" – mächtigster Flugzeugträger der Welt kann Waffen nicht an Deck transportieren

Die "USS Gerald Ford" ist der gewaltigste Flugzeugträger der Welt, doch der Bau des Schiffes wird von Problemen begleitet. Noch immer ist es nicht gelungen, alle Aufzüge in Betrieb zu nehmen, die Waffen und Ausrüstung der Jets transportieren sollen.

Die Träger der Ford-Klasse lösen die ältere Nimitz-Klasse ab.

Die Träger der Ford-Klasse lösen die ältere Nimitz-Klasse ab.

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In wenigen Tagen wird die "USS Gerald Ford" die Werft verlassen und soll dann endgültig in den aktiven Dienst gehen. Der Marine wurde das teuerste Schiff der Welt bereits im Jahr 2017 übergeben. Im Marinehafen von Norfolk wird das gewaltige Schiff dann auf seinen ersten Einsatz vorbereitet, doch von einer militärischen Einsatzbereitschaft ist der Träger noch weit entfernt. Nur zwei der geplanten elf Waffenaufzüge an Bord arbeiten und das obwohl an dem Problem seit Jahren gearbeitet werde. Diese Aufzüge dienen dazu, die Jets an Bord des Trägers mit Ausrüstungsteilen und Waffensystemen zu versorgen. Ohne sie kann der Flugzeugträger keine Kampfjets ins Gefecht schicken.

Während die älteren Träger allesamt hydraulische Aufzüge verwenden, soll in der "USS Gerald Ford" ein elektromagnetischer Antrieb nach Art der Magnetschwebebahn die Aufzüge bewegen. Bei dem Konzept des Trägers legte die Marine großen Wert darauf, die Betriebskosten des Schiffs zu senken. Elektromagnetische Antriebe bieten hier entscheidende Vorteile – sie besitzen fast keine Verschleißteile und benötigen weniger Personal für den Betrieb – zudem sind sie auch noch leistungsfähiger.

Auch die Startkatapulte für die Flugzeuge der "USS Gerald Ford" werden elektromagnetisch angetrieben. Hier wurde ein älteres System abgelöst, das Wasserdampf nutzt, um die Jets vom Deck zu schleudern. Auch bei den neuen Katapulten gab es so massive Probleme, dass US-Präsident Trump einen seiner berüchtigten Wutanfällle auf Twitter bekam. Doch die Katapulte sollen inzwischen problemlos arbeiten. Lesen Sie hierzu: "Zurück zum "gottverdammten" Dampfantrieb – Trump will Flugzeugträger umrüsten"

Laut dem Portal des "U.S. Naval Institute" USNI News soll der eigentliche Antrieb der Lastenfahrstühle durchaus funktionieren, doch um die Magnetkraft nutzen zu können, müssen die Abstände innerhalb der Konstruktion sehr viel geringer ausfallen, als bei herkömmlichen Aufzügen, sodass es Probleme mit den Fertigungstoleranzen von Luken und Türen gab, die im nächsten Jahr vor dem ersten Einsatz des Trägers behoben werden sollen.

Kostensteigerungen und Verzögerungen

Noch im März wurde die Übernahme des Schiffes vom Juli bis zum Oktober verschoben, um die Aufzüge in Betrieb zu nehmen, offenbar hat die Zeit aber nicht ausgereicht. Marineminister Richard Spencer hatte Präsident Trump zuvor angeboten, ihn zu feuern, wenn die Aufzüge bei der Auslieferung nicht arbeiten. Laut USNI News sagte Spencer zu Trump: "Ich schüttelte seine Hand und sagte, die Aufzüge werden bereit sein, wenn sie sich ausläuft, oder du kannst mich feuern." Nun wird es doch noch etwas länger dauern. Insgesamt wird die "USS Gerald Ford" der Marine etwa zwei Jahre verspätet in Dienst gehen, auch das Budget wurde um mehrere Milliarden US-Dollar überschritten. Allerdings handelt es sich um das erste Schiff einer neuen Klasse von Flugzeugträgern, bei den folgenden Modellen werden diese Probleme so nicht mehr auftauchen.

Quelle: USNI News

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kra
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