HOME

Stern Logo Überwachung

Spionage-Software "Regin": Trojaner spähte Russland und Saudi-Arabien aus

Es gibt viele Computer-Schädlinge, doch nur wenige sind so gut getarnt wie der neu entdeckte Trojaner "Regin". Mit ihm wurden jahrelang Unternehmen und Behörden vor allem in Russland ausgespäht.

Quellcode eines Computervirus

Quellcode eines Computervirus

Eine neu entdeckte Spionagesoftware hat über Jahre Unternehmen und Behörden vor allem in Russland und Saudi-Arabien ausgespäht. Das Programm sei so komplex und aufwendig, dass nur Staaten als Auftraggeber in Frage kämen, erklärte die IT-Sicherheitsfirma Symantec, die die Software entdeckt hatte.

Gut jede vierte Infektion traf demnach Betreiber von Telekom-Netzen. Dabei hätten die Angreifer zum Teil auch Zugriff auf Verbindungsdaten bekommen. Symantec gab der Software den Namen "Regin".

Das Programm setzt sich auf infizierten Computern in mehreren Stufen fest und ist darauf getrimmt, lange unentdeckt zu bleiben. "Selbst wenn man es entdeckt, ist es sehr schwer, festzustellen, was es macht", erläuterte Symantec. Inzwischen sei die Firma in der Lage, "Regin" auf Computern ausfindig zu machen, hieß es. Zugleich geht Symantec davon aus, dass es noch unentdeckte Funktionen und Varianten der Software gibt.

Software kann angepasst werden

Das verdeckt agierende Trojaner-Programm kann den Sicherheitsforschern zufolge unter anderem Aufnahmen vom Bildschirm machen, Passwörter stehlen, den Datenverkehr überwachen und für die Angreifer gelöschte Dateien wiederherstellen. Die Aufgaben der Software können an das Angriffsziel angepasst werden.

Russland sei mit 28 Prozent der Fälle am schwersten betroffen, gefolgt von Saudi-Arabien mit 24 Prozent, erklärte Symantec. Danach folgen Irland und Mexiko mit jeweils neun Prozent sowie Indien mit fünf Prozent. Symantec habe bisher keine direkten Hinweise auf die Urheber von "Regin" gefunden, sagte Symantec-Experte Candid Wüest.

Von Niveau der Entwicklung und den Zielen her kämen Geheimdienste etwa der USA, Israels oder Chinas in Frage. Die Software sei von 2008 bis 2011 aktiv gewesen, dann sei 2013 eine neue Version aufgetaucht.

Auch Privatpersonen betroffen

Rund die Hälfte der bisher entdeckten "Regin"-Infektionen entfalle auf Privatpersonen und kleinere Unternehmen. Außerdem seien Fluggesellschaften, Forschungseinrichtungen sowie die Energiebranche und das Hotelgewerbe betroffen gewesen. Die gestohlenen Informationen würden verschlüsselt gespeichert und übermittelt. Der dabei entstehende Datenverkehr sei einer der wenigen Hinweise, um das Spionage-Programm aufzuspüren.

"Regin" spiele technisch in einer Liga mit dem Sabotage-Programm "Stuxnet", das einst das iranische Atomprogramm untergrub, erklärte Symantec. Hinter "Stuxnet" werden israelische und amerikanische Geheimdienst vermutet. Die Entwicklung von "Regin" dürfte Monate, wenn nicht Jahre gedauert habe, schätzten die IT-Sicherheitsexperten.

yps/DPA / DPA
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.