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12 Rezepte fürs Weihnachtsmenü: So lecker ist Gans mit orientalischen Gewürzen

Weihnachtsgans und Orient, vereint sind sie ein ideales Paar. Die süßen Noten der Gewürze schmeicheln dem Gänsefleisch, die sauren Fruchtspitzen heben den knusprigen Braten ins Leichte.

Von Bert Gamerschlag

Die krosse Gans (mit unserem Rezept wird sie supersaftig) samt Safranreis, Gemüsedips und erfrischendem Salat

Die krosse Gans (mit unserem Rezept wird sie supersaftig) samt Safranreis, Gemüsedips und erfrischendem Salat

Der stern bat Hanna Saliba, einen syrischen Christen, der vor 30 Jahren als Kapitän nach Hamburg kam und dort erfolgreicher Gastronom wurde: Wie würden Sie die Weihnachtsgans begleiten? 

Mit Zimt natürlich und mit Nelken, mit Rosenwasser, Datteln, Feigen, Berberitzen, Safran und Granatäpfeln. Marlies Klosterfelde, Köchin, Food-Journalistin und seit vielen Jahren dem stern verbunden, hat 12 Rezepte für die Haushaltsküche getestet und optimiert.

Intensiv und leicht zugleich, die Gemüsebrühe mit Sesamstangen zum Knabbern

Intensiv und leicht zugleich, die Gemüsebrühe mit Sesamstangen zum Knabbern

1. Gemüse-consommé mit Schwarzkümmel

ca. 1,5 l; 6–8 Portionen

Zutaten:

  • je 250 g Champignons, Möhren und Knollensellerie; 2 rote Paprikaschoten; 1 Quitte
  • 1 große Gemüsezwiebel mit Schale
  • 1 Knoblauchzehe; ca. 400 g Tomaten; Salz
  • je 1 EL Koriander- und Fenchelsamen
  • ½ EL Pfefferkörner, schwarz; 100 ml Quittensaft; ¼–½ TL Harissa (scharfe Würzpaste)
  • 6–8 EL feine Möhrenstreifen
  • 6–8 TL Schwarzkümmelöl (Reformhaus); Blätter von 6 Stielen Koriandergrün

Zubereitung:

Alle Gemüse putzen und getrennt zerkleinern. Champignons in eine breite beschichtete Deckelpfanne mit hohem Rand geben, zudecken und bei guter Mittelhitze ohne Fett braten. Nach ca. 5 Minuten das restliche Gemüse – ohne die Tomaten – unter die Pilze mischen und zugedeckt dünsten, ab und zu umrühren. Nach 5 Minuten mit 1½ TL Salz würzen. Die Hitze reduzieren und weitere 5–10 Minuten dünsten.

Die Gewürze in einer Pfanne ohne Fett unter Rühren leicht rösten, dann im Mörser zerdrücken.

Gedünstetes Gemüse, Gewürze und die zerkleinerten Tomaten in einen breiten Topf geben, 1,25 l Wasser dazugießen, aufkochen und die Hitze auf die kleinste Stufe schalten. Alles zugedeckt mind. 4 Stunden, besser über Nacht, ziehen lassen.

Alles durch ein Sieb in eine Schüssel schütten und die Rückstände mit einer Kelle ausdrücken. Den Fond durch ein Küchentuch in einen sauberen Topf gießen, Quittensaft dazugießen und mit Salz und Harissa abschmecken.

Die Consommé mit Möhrenstreifen einmal aufkochen, in gewärmte Teller füllen, mit Schwarzkümmelöl beträufeln und mit Koriandergrün bestreut und Sesamsticks servieren.

Tipps:

  1. Die Suppe kann bis einschließlich Schritt 4 vorbereitet und eingefroren oder heiß in Twist-off-Gläser gefüllt werden.
  2. Das Gemüse im elektrischen Blitzhacker zerkleinern.
  3. Schneller gekocht, in etwa 1,5 Stunden, ist die Consommé in einem Schnellkochtopf auf niedrigster Stufe.
  4. Das Schwarzkümmelöl, hier als Gewürz eingesetzt, ist sehr gesund, aber nicht billig. Öl nicht erhitzen, nur kalt verarbeiten.
  5. Für die Möhrenstreifen evtl. eine violette Möhre besorgen. Gleichmäßige Streifen
  6. mit einem Juliennehobel oder mit einem Spiralschneider herstellen.
  7. Die blanchierten Möhrenstreifen können, siehe Foto, zu Knoten geknüpft werden.

2. Sesamsticks

12 Stück

Zutaten:

  • 6 TK-Blätterteigquadrate (ca. 13 x 13 cm)
  • 2 EL Tomatenmark; ½ EL Paprikamark
  • 3–4 TL geröstete Sesamsamen
  • Pfeffer aus der Mühle
  • Salz
  • 1 Eigelb
  • Basilikumblätter zum Belegen
  • Außerdem: Backpapier

Zubereitung:

Teigquadrate zum Auftauen auf der Arbeitsfläche ausbreiten.

Tomaten- und Paprikamark, 2 TL Sesam, Pfeffer und 1 Prise Salz verrühren. Getrennt davon das Eigelb mit ½ TL Wasser und 1 Prise Salz verrühren.

Auf 4 Teigblätter die Tomatenpaste streichen, Basilikum darauf verteilen. Jeweils 2 dieser Blätter mit der Paste nach oben genau aufeinanderlegen, darauf die restlichen 2 Blätter platzieren und mit Eigelb bestreichen, mit dem restlichen Sesam bestreuen. Die Teigstapel mit einem langen Messer in fingerbreite Streifen schneiden, schraubenartig drehen, auf Backpapier legen, kalt stellen.

Den Backofen auf 200 Grad vorheizen und die Sticks in der 2. Einschubleiste von unten  18–20 Minuten backen.

Tipps:

  1. Basilikum durch Majoran oder Thymian ersetzen.
  2. Die Sticks vorbacken, in Dosen kühl und trocken aufbewahren und vor dem Servieren kurz im Toaster oder über der Gans im Backofen aufbacken.

3. Gefüllte Weihnachtsgans 

6–8 Portionen

Zutaten:

  • 1 frische Gans, 4,5–5 kg (3–4 Tage abgehangen oder TK-Gans, siehe Tipps)
  • Salz
  • Pfeffer

Kochsud:

  • 2 Zwiebeln
  • 20 Pimentkörner
  • 2 Sternanis
  • 3–4 Gewürznelken
  • 1 EL Koriandersamen
  • 8 cm Zimtstange
  • 4 Lorbeerblätter
  • 1 TL Harissa
  • Salz 

Füllung (alles Gemüse geputzt):

  • ca. 80 g Sesamring (altbacken, ersatzw. Sesambrötchen)
  • 50 g Schalotten
  • 200 g Quitte
  • 50 g Butter
  • 150 g Pastinake
  • 1 Stange Staudensellerie
  • je 50 g getrocknete Datteln und Feigen
  • 350 g Äpfel mit roter Schale
  • Salz
  • Pfeffer aus der Mühle
  • 3 EL Berberitzen (Reformhaus)
  • je 1–1 ½ EL geriebene Bioorangenschale und Ingwerwurzel
  • je 1–2 EL Thymian- und Majoranblättchen
  • Außerdem: Küchenpapier; Holzspieße und Küchengarn

Zubereitung:

Die Gans rechtzeitig bestellen.

Drei bis einen Tag vor dem Essen für den Kochsud die Zwiebeln mit Schale quer durchschneiden, die Schnittflächen in einer Pfanne ohne Fett langsam schwarzbraun rösten.

Die Gewürze leicht zerdrücken. Beides mit Harissa, 2 ½ TL Salz und 3 l kaltem Wasser in einem Bräter aufkochen und zugedeckt 40 Minuten köcheln, dann abkühlen lassen.

Ein bis zwei Tage vor dem Essen die Gans füllen und vorkochen. Dazu den Sesamring würfeln und in einer Pfanne ohne Fett braun rösten. Schalotten und Quitte fein würfeln und in einer Pfanne in Butter weich dünsten. Gemüse und Trockenfrüchte fein, ungeschälte Äpfel grob würfeln mit 1–2 TL Salz, Pfeffer und den restlichen Zutaten mischen.

Die Gans waschen, mit Küchenpapier trocken tupfen, innen mit Salz und Pfeffer herzhaft würzen und füllen. Die Öffnung mit Holzspießen zustecken, die Spießchen mit Küchengarn umschlingen.

Gans mit dem Rücken nach unten in den Bräter mit dem kalten Sud legen, Gänsehals dazugeben. Den Sud auf dem Herd langsam aufkochen und den Vogel 20 Min. zugedeckt bei mittlerer Hitze köcheln. Gans wenden, auf jeder Brust- und Keulenseite (einmal rechts, einmal links) je 12–13 Minuten köcheln und im Sud bis zum finalen Braten kalt stellen.

4 ½–5 Stunden vor dem Essen die Gans aus dem Bräter heben, das kalte Gänsefett entfernen. Den Sud mit den Gewürzen in einen breiten Topf gießen und bei milder Hitze offen reduzieren, für die Sauce werden am Ende etwa 600 ml Sud gebraucht.

Derweil die Gans auf die Fettpfanne (das tiefere der beiden Backbleche) legen, mit 400 ml vom kochenden Sud begießen, auf der untersten Einschubleiste in den kalten Backofen schieben und diesen auf 160 Grad einstellen. Nach 30 Min. die Temperatur auf 120 Grad reduzieren. Den Braten beim Backen mit 1–2 weiteren Kellen Sud begießen.

Nach weiteren 3 ½–4 Stunden die Gans aus dem Ofen nehmen. Den Backofengrill 5 Min. vorheizen. Die Gans auf einem Backblech zunächst mit dem Rücken nach oben auf der untersten Einschubleiste 8–10 Minuten grillen, dann wenden und nun die Brustseite unter ständiger Beobachtung zur gewünschten Bräunung, ca. 5–8 Min., kross grillen. Den Vogel vor dem Anschneiden im ausgeschalteten Ofen 5–10 Min. ruhen lassen. Holzspieße und Garn entfernen, die Gans tranchieren und mit der Füllung anrichten.

Derweil den Bratensud samt Fett aus der Fettpfanne in einen möglichst schmalen hohen Topf abgießen. Röststoffe mit etwas von dem reduzierten Kochsud lösen, dazugießen und leicht ruhen lassen, damit sich das Fett an der Oberfläche absetzt. Dieses Fett abgießen oder mit einer Kelle abheben (zum Braten von Bratkartoffeln!). Bratensud und Kochsud durch ein Sieb zusammengießen und daraus die Sauce herstellen (s. Rezept).

Tipps:

  1. Beim Kauf einer TK-Gans auf eine unversehrte Verpackung und das Datum achten; sie sollte nicht älter als zwei Jahre sein.
  2. Den Vogel zwei Tage ohne Verpackung im Kühlschrank auftauen. Die Gans dafür in einer Schale auf ein Gitter oder Sieb geben, damit sie nicht in der Tauflüssigkeit liegt.
  3. Der Gänsebraten kann vorbereitet werden, das spart Zeit vor dem Festessen.
  4. Manche Gänse werden mit Innereien geliefert, diese im Fond mitkochen oder fein schneiden und unter die Füllung mischen. Oder (und am besten) in Gänseschmalz braten, würzen und als Imbiss zu Toast essen.
  5. Nach dem Essen die Karkassen mit Suppengrün, Apfel- und Quittenstücken, Gewürzen und Wasser gut auskochen, reduzieren, gründlich entfetten und für eine Saucenbasis im nächsten Jahr einfrieren.

4. Dattelsauce zur Gans 

6–8 Portionen

Zutaten:

  • 600 ml Gänsefond (gewürzt und geklärt, s. Rezept "Weihnachtsgans")
  • 500 ml Rotwein (alkoholfreie Variante: siehe Tipp)
  • 2 EL geriebene Bioorangenschale
  • ca. 200 g Quittenwürfel
  • 50–60 ml Aroniasaft (Reformhaus)
  • 1–1½ EL Orangenblütenwasser (Apotheke)
  • 1 gestrichener TL Guarkernmehl (Reformhaus)
  • 60–80 g getrocknete entkernte Datteln, gehackt
  • Salz
  • Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:

Gänsefond, Rotwein, Orangenschale und Quittenwürfel in einem breiten offenen Topf zur gewünschten Menge (600–700 ml) einkochen und durch ein Sieb zurück in einen Topf gießen.

Aroniasaft und Orangenblütenwasser mit Guarkernmehl verrühren, mit einem Schneebesen unter die Sauce schlagen, die Datteln dazugeben, alles Weitere 2 Min. köcheln und mit Salz und Pfeffer herzhaft abschmecken.

Tipps:

  1. Alkoholfreie Sauce mit Dornfelder Traubensaft (4,90 Euro/0,75 l, über www.vannahmen.de) kochen. In diesem Fall weniger Datteln untermischen, weil der Saft lieblicher ist als Wein.
  2. Aroniasaft gibt der Sauce eine herbe Note und dunkle Farbe. Er kann durch Holundersaft ersetzt werden.
Von links: Gewürzreis, Petersiliensalat und Safranreis - wie alle Beilagen machen sie auch Vegetarier glücklich

Von links: Gewürzreis, Petersiliensalat und Safranreis - wie alle Beilagen machen sie auch Vegetarier glücklich

5. Tabouleh (Petersiliensalat)

6–8 Portionen

Zutaten:

  • 1 ½ EL feiner Bulgur
  • 350 g glatte Petersilie
  • 200 g aromatische Tomaten
  • ca. 3 feine Lauchzwiebeln (60 g, heller Teil)
  • 8–10 frische Minzeblätter
  • 100 ml Zitronensaft
  • Salz
  • 1 Prise Zucker
  • 5 EL Olivenöl
  • 1 Römersalatherz

Zubereitung:

Bulgur knapp 5 Min. in kaltem Wasser einweichen, in ein Sieb geben und ausdrücken.

Petersilie waschen, trocken schleudern und längs zu einem Bündel rollen. Blätter bis zu den Stielen in feine Streifen schneiden und in eine Schüssel geben. Die Stiele wegwerfen.

Tomaten und Lauchzwiebeln waschen, putzen und klein würfeln. Beides zur Petersilie geben.

Minze in feine Streifen schneiden, mit Zitronensaft, ½  EL Salz und Zucker verrühren, dann das Olivenöl unterschlagen. Die Sauce und Bulgur unter die Petersilie mischen und 10 Minuten durchziehen lassen.

Römersalat waschen, trocken schleudern, eventuell in mundgerechte Stücke zupfen, in eine Schüssel legen und darauf den Petersiliensalat häufen.

Tipps:

  1. Große Bunde glatte Petersilie werden sehr günstig in türkischen Lebensmittelläden angeboten.
  2. Die Sauce vorbereiten und in Twist-off-Gläsern kühl stellen.
  3. Tomaten rechtzeitig kaufen, damit sie nachreifen können.

6. Safranreis mit getrockneten Früchten 

6–8 Portionen

Zutaten:

  • 80 g Schalotten
  • 50 g Butter
  • 0,5 g Safranfäden
  • Salz
  • 300 g Basmatireis
  • je 160 g getrocknete, geschwefelte Aprikosen und Pflaumen (beide entsteint)
  • 40 g Pinienkerne

Zubereitung:

Die Schalotten pellen und fein würfeln. Butter im Topf erhitzen, Schalotten darin glasig dünsten. Safran und 1 ½ TL Salz kurz mitdünsten. Den ungewaschenen Reis unterrühren, 600 ml Wasser dazugießen, die Trockenfrüchte dazugeben, alles zum Kochen bringen, zudecken und bei niedrigster Hitze 15–18 Min. quellen lassen; vom Herd nehmen.

Zwischen Topf und Deckel ein Küchentuch klemmen (es saugt den Dampf auf) und den Reis weitere 10 Min. zugedeckt ruhen lassen.

Inzwischen die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten und vor dem Servieren auf den Reis streuen.

7. Gewürzreis mit Saaten 

6–8 Portionen

Zutaten:

  • 50 g Butter
  • 1 ½ TL Saliba–Gewürz (www.saliba-shop.de, ersatzw. Ras-el-Hanout)
  • Salz
  • 1 Messerspitze Zimt
  • 300 g Basmatireis
  • 2 Lorbeerblätter
  • 4 Gewürznelken
  • je 100 g Sultaninen
  • blanchierte ganze Mandeln und ungesalzene Cashewkerne

Zubereitung:

Butter im Topf erhitzen, die Gewürzmischung, 1 ½ TL Salz und Zimt kurz darin andünsten. Den ungewaschenen Reis unterrühren und 600 ml Wasser dazugießen. Lorbeer und Nelken dazugeben, zum Kochen bringen, zudecken und bei niedrigster Hitze 15–18 Minuten quellen lassen; vom Herd nehmen.

Die Sultaninen untermischen. Zwischen Topf und Deckel ein Küchentuch klemmen und den Reis weitere 10 Minuten zugedeckt ruhen lassen.

Derweil die Mandeln und Cashewkerne in einer Pfanne ohne Fett rösten und vor dem Servieren über den Reis streuen.

Tipp:

  • Saaten können vorab auf dem Backofenblech bei 180 Grad 10–15 Minuten geröstet werden. Trocken aufbewahren.

8. M'hamra (Paprika-Walnuss-Paste)

6–8 Portionen

Zutaten:

  • 120 g Zwieback
  • 80 g Walnusskerne
  • 3–4 EL Granatapfelsirup (Nar Eksisi)
  • ½ EL Paprikapulver, edelsüß
  • 6–8 EL Olivenöl
  • 1–2 TL Salz
  • 1 TL Kreuzkümmel, gemahlen (Kumin)
  • 2–3 TL Harissa
  • 1 EL Paprika‑mark (Tube) 

Zum Garnieren:

  • Olivenöl
  • Chilischote, in Ringe geschnitten
  • Walnusskernhälften

Zubereitung:

Zwieback im Blitzhacker fein zerbröseln. 50 Gramm Walnüsse grob und 30 Gramm Walnüsse fein hacken. Alles in einer Schüssel mit den restlichen Zutaten mischen. Unter Rühren langsam 180–200 ml Wasser dazugießen. Die Paste abschmecken.

M'Hamra auf einer Platte anrichten, mit Olivenöl beträufeln, mit Walnusskernhälften und klein geschnittenen Chilischoten garnieren.

Tipp: 

  • Granatapfelsirup aus türkischen Läden (Nar Eksisi) ist saurer als der aus dem Supermarkt.
Von oben: Kichererbsen-Dip, Paprika-Walnuss-Paste und Auberginenmus - leichte Beilagen zur doch schweren Gans

Von oben: Kichererbsen-Dip, Paprika-Walnuss-Paste und Auberginenmus - leichte Beilagen zur doch schweren Gans

9. Hummus (Kichererbsen-Dip)  

6–8 Portionen

Zutaten:

  • 600 g gekochte Kichererbsen, abgetropft (Dose oder Glas)
  • 1–2 TL Natron
  • 5 EL Zitronensaft
  • Salz
  • 80–100 g Tahina, ungesüßt (Sesampaste)

Zum Garnieren:

  • 2–3 EL gutes Olivenöl
  • 1 TL Kreuzkümmel, gemahlen (Kumin)

Zubereitung:

Kichererbsen und Natron im Topf mit Wasser bedeckt kochen, bis sie extraweich sind.

Das Kochwasser abgießen und auffangen. Kichererbsen mit 5–7 EL Kochwasser, Zitronensaft, Tahina und 1 ½ TL Salz sehr fein und glatt pürieren. Evtl. etwas mehr Kochwasser dazugießen, abschmecken und in einer Schüssel anrichten.

Mit Olivenöl beträufeln und etwas Kumin bestreuen.

Tipps:

  1. Auf Tahina setzt sich im Glas eine Schicht Sesamöl ab, vor Verwendung unterrühren.
  2. Nach Geschmack ggf. mit Rosenpaprika und zerdrücktem Knoblauch abschmecken.
  3. Hummus hält sich gekühlt und mit Öl bedeckt 4–5 Tage.

10. Moutabal (Auberginenmus)

6–8 Portionen

Zutaten:

  • 2 dicke Auberginen (je 500 g)
  • 1–2 Knoblauchzehen
  • 100 ml Zitronensaft
  • 100–130 g Tahina, ungesüßt (Sesampaste)
  • Salz

Zum Garnieren:

  • gutes Olivenöl
  • 2 EL Granatapfelkerne, frisch
  • 1 EL Radieschen, gewürfelt

Zubereitung:

Den Backofen auf 220 Grad Ober-/Unter-hitze vorheizen. Die Auberginen rundum viermal 1 cm tief längs einschneiden, damit sie nicht platzen. Auberginen auf ein Backblech legen und in der 2. Einschubleiste von unten 1 Std. backen, bis die Schale schwarz und das Fruchtfleisch weich ist. Abkühlen lassen.

Auberginen längs aufschneiden. Das Fruchtfleisch mit einem Löffel auslösen und in eine Schüssel geben. Knoblauch pressen und zusammen mit Zitronensaft, Tahina und 1– 1 ½ TL Salz mit einem Schneebesen unterrühren. 

Moutabal abschmecken, in einer Schüssel anrichten, mit Öl beträufeln und mit Granatapfelkernen und Radieschen garnieren.

11. Hibiskus-Sorbet auf Scheiben von marinierten Orangen 

8 Portionen

Zutaten:

Sorbet:

  • 40 g getrocknete Hibiskusblüten (Malventee)
  • 5–8 cm dünne, als Streifen abgeschnittene Bio-Orangenschale
  • 2 Sternanis
  • 60 g Glukosesirup (siehe Tipp);
  • 100 g Zucker
  • 1 knapper TL Guarkern-Mehl
  • 1–2 TL fein abgeriebene Bio-Orangenschale
  • 100 ml Orangensaft

Orangenscheiben:

  • 200 ml frischer Orangensaft
  • 1 EL Zitronensaft
  • 3–4 EL Honig
  • ½ EL fein abgeriebene Bio-Zitronenschale
  • 1 EL Rosenwasser (Apotheke)
  • 3–4 kleine kernlose Orangen
  • 2–3 EL gehackte Pistazien zum Bestreuen

Zubereitung:

Sorbet: Hibiskusblüten, Orangenschalenstreifen und Sternanis in einem Topf mit
400 ml Wasser übergießen, langsam aufkochen, von der Kochstelle nehmen und
zugedeckt abkühlen lassen. Den Tee durch ein Sieb zurück in einen Topf gießen, dabei die Rückstände ausdrücken.

Glukosesirup zum Tee gießen und langsam erhitzen. Zucker mit Guarkernmehl mischen, einrieseln lassen, unterrühren und einmal kurz aufkochen. Geriebene Orangenschale und Orangensaft mit einem Pürierstab untermixen, alles gut kühlen.

Die Masse in einer Sorbetière gefrieren lassen oder in einer Metallschale ins Gefrierfach stellen und in Abständen von ½ Stunde mehrmals mit einem Schneebesen kräftig durchrühren.

Orangenscheiben: Orangen- und Zitronensaft mit Honig, Zitronenschale und Rosenwasser verrühren. Die Orangen komplett schälen, so dass auch die weiße Haut abgeschnitten ist. Dann die Früchte quer in dünne Scheiben schneiden. Den Saft darübergießen und die Früchte durchziehen lassen.

Orangenscheiben auf Dessertteller ausbreiten, Saft angießen, Sorbet mit einem in Wasser getauchten Esslöffel abziehen und mittig anrichten. Mit Pistazien bestreut sofort servieren.

Tipps:

  1. Glukosesirup im Internet bestellen oder kochen: Je 50 g Traubenzucker und Zucker mit 100 g Wasser aufkochen und auf 125 g einkochen lassen. Kalt verarbeiten.
  2. Das Sorbet mehrere Tage vorher rühren und im TK-Fach aufbewahren. Eventuell vor dem Servieren 25–35 Minuten in den Kühlschrank stellen und weicher werden lassen.
  3. Hibiskustee und Guarkernmehl gibt es im Reformhaus, Rosenwasser auch in türkischen Lebensmittelgeschäften.
  4. Auch raffiniert: mit Biomandarinen statt mit Orangen zubereiten.
Der Auftakt fürs Fest: Aperitif aus Pfirsich- und Granatapfelsaft

Der Auftakt fürs Fest: Aperitif aus Pfirsich- und Granatapfelsaft

12. Aperitif Levantiner Punsch 

8 Portionen

Zutaten:

  • 3 Granatäpfel
  • 0,75 l Weißer Pfirsichnektar und 0,25 l Frucht-Secco Apfel-Quitte (beides über www.vannahmen.de, Nektar: 3,95 Euro/ 0,75 l; Secco: 7,80 Euro/0,75 l)

Zubereitung:

  • Granatapfelkerne auslösen, den Saft mit einer Kartoffelpresse oder – besser – einem Entsafter auspressen.
  • Pfirsichnektar und Frucht-Secco in 8 Gläser gießen. Einen Trichter so ins Glas halten, dass das Rohr den Glasboden berührt. Den Granatapfelsaft portionsweise eingießen und servieren.

Tipp:

  • Evtl. vorher je 1 Eiswürfel in jedes Glas geben.