Prozess
Verteidigung fordert Freispruch für mutmaßliches IS-Mitglied

Am Oberlandesgericht ging der Prozess gegen ein mutmaßliches IS-Mitglied weiter. (Archivbild) Foto: Sascha Ditscher/dpa
Am Oberlandesgericht ging der Prozess gegen ein mutmaßliches IS-Mitglied weiter. (Archivbild) Foto
© Sascha Ditscher/dpa
Der Prozess gegen ein mutmaßlich ehemaliger IS-Anhänger ist auf der Zielgeraden angekommen. Nach der Bundesanwaltschaft spricht nun die Verteidigung.

Im Prozess gegen ein mutmaßliches Ex-Mitglied der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) hat die Verteidigung Freispruch beantragt. Das teilte ein Sprecher des Oberlandesgerichts in Koblenz mit. Der Verteidiger hatte bereits zu Beginn des Prozesses erklärt, sein Mandant sei nie Mitglied oder Unterstützer des IS gewesen.

Die Bundesanwaltschaft hatte vor gut zwei Wochen wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland zwei Jahre und sechs Monate Haft für den 46 Jahre alten Syrer gefordert. Sie sieht es als erwiesen an, dass sich der Mann 2015 in Syrien der Terrormiliz IS für rund einen Monat anschloss, als diese seinen damaligen Wohnort Al-Sawana in Syrien einnahm. 

In weiteren schweren Anklagepunkten sei der Angeklagte jedoch freizusprechen, hatte die Bundesanwaltschaft ausgeführt. Dafür habe es keine ausreichenden Beweise gegeben. Zum Prozessauftakt warf sie dem Mann neben der IS-Mitgliedschaft auch Kriegsverbrechen und Mord vor.

Der Prozess gegen den 46-Jährigen läuft bereits seit April 2024.

dpa