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Als letzter Kontinent Dutzende Menschen auf Militärbasis infiziert: Coronavirus erreicht auch die Antarktis

Sehen Sie im Video: Coronavirus erreicht als letzten Kontinent die Antarktis.




Bislang war die Antarktis der letzte Kontinent der Welt, in der sich das Coronavirus noch nicht ausgebreitet hatte. Bislang, denn nun meldete das chilenische Militär, dass sich mindestens 36 Menschen auf der Militärbasis Bernardo O'Higgins infiziert haben. Die ständig besetzte Forschungsstation liegt in der Nähe der Spitze einer Halbinsel in der nördlichsten Antarktis mit Blick auf eine Bucht, in die oft Eisberge treiben. Das Personal der Station wurde bereits isoliert und wird von den Gesundheitsbehörden überwacht, so die Information des Militärs. Ein Großteil der Region, die von kalten Winden vom Ozean, den Bergen und Gletschern umweht wird, steht seit Monaten unter Quarantänebeschränkungen. Die Region Magallanes, ist eine der am nächsten zur Antarktis gelegenen besiedelten Gebiete und ist zudem ein Ausgangspunkt für viele Boote und Flugzeuge. Sie gehört zu den am stärksten von der Pandemie betroffenen Gebieten in Chile. Die chilenische Marine berichtete zudem von drei Infektionsfällen unter den Besatzungsmitgliedern eines Schiffes, das zwischen dem 27. November und dem 10. Dezember in der Antarktis unterwegs war. Forscher des British Antarctic Survey schätzen, dass etwa 1000 Menschen an 38 Stationen auf dem gefrorenen Kontinent den Winter in der südlichen Hemisphäre ohne Zwischenfälle überstanden haben. Aber ein Anstieg der Reisen in und aus der Region in diesem Frühjahr und Frühsommer hat das Risiko erhöht.
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Den Winter der südlichen Hemisphäre hat die Region ohne Corona-Fälle überstanden. Nun sind mehrere Dutzend Menschen infiziert.

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