VG-Wort Pixel

Entdeckungen in Brandenburg Afrikanische Schweinepest erstmals bei deutschen Hausschweinen nachgewiesen

Ferkel stehen in der Box einer Schweinezuchtanlage
Auch die ersten nachgewiesenen Fälle der Afrikanischen Schweinegrippe bei Wildschweinen wurden in Brandenburg entdeckt (Symbolbild)
© Jens Büttner / DPA
Die Afrikanische Schweinepest grassiert weiterhin in Deutschland. Nun wurde das Virus erstmals in rund 200 Hausschweinen aus Brandenburg festgestellt. Für Menschen ist die Schweinepest zwar ungefährlich, für Schweine ist das hochansteckende Virus allerdings tödlich.

Die Afrikanische Schweinepest hat erstmals in Deutschland auf Hausschweine in Nutzbeständen übergegriffen. Labore haben das Virus bei einem Bio-Betrieb im brandenburgischen Landkreis Spree-Neiße mit rund 200 Schweinen, sowie bei einem Kleinsthalter mit zwei Tieren im Landkreis Märkisch-Oderland im selben Bundesland nachgewiesen. Das teilten das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und das brandenburgische Ministerium für Gesundheit und Verbraucherschutz in der Nacht zum Freitag mit.

Fälle bei Hausschweinen in Brandenburg

Im selben Landkreisen nahe der polnischen Grenze war bereits die Ansteckung von Wildschweinen mit dem tödlichen Erreger bekannt geworden. Um die beiden Betriebe sollen jetzt Schutzzonen und Überwachungszonen eingerichtet werden. Sämtliche Tiere in den beiden Beständen würden getötet und unschädlich beseitigt.

Wichtig sei nun, dass die Ursache für den Weg des Virus gefunden würde, teilte Landesministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) mit. "Dass die Fälle offenbar schnell gefunden wurden zeigt, dass das Tierseuchenmonitoring funktioniert."

Afrikanische Schweinepest für Menschen ungefährlich

Seit bald einem Jahr grassiert das Virus auch in Deutschland, betroffen waren bislang allerdings nur Wildschweine. Fast 1270 Fälle wurden laut Ministerium allein in Brandenburg nachgewiesen. Die Schweinepest ist für Menschen ungefährlich. Für Schweine ist das hochansteckende Virus aber in der Regel unheilbar und tödlich. Eine Impfung gibt es bislang nicht.

Landwirte und Masttierhalter fürchteten daher schon lange, dass die Krankheit von den Wildtieren auch auf Nutzschweine übergreifen würde. Die Seuche hat sich über Osteuropa nach Deutschland ausgebreitet. Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen haben deshalb bislang einen rund 670 Kilometer langen ASP-Schutzzaun nach Polen und Osteuropa gebaut. Ein zweiter Zaun ist in Planung. Nonnemacher appellierte an die Landwirte, "die strengen Biosicherheitsmaßnahmen strikt weiter einzuhalten, gerade auch in Kleinstbetrieben, um weitere Ausbrüche in Hausschweinehaltungen zu verhindern".

Supermarkt vs. Metzger vs. Discounter: Woher bekomme ich das beste Grillfleisch?

Sehen Sie im Video: Bei fertig mariniertem Fleisch sind viele Verbraucher schnell unsicher: Ist das Fleisch unter der Marinade noch gut? Und wie erkenne ich das? Ernährungsexperte Dr. Stephan Lück untersucht, wie die Grillprodukte jeweils in den Kategorien Preis, Aussehen und Geschmack abschneiden.

jus DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker