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Guttenberg-Affäre Bayreuther Uni-Präsident verunglückt tödlich


Durch die Guttenberg-Affäre wurde er bekannt: Rüdiger Bormann, Präsident der Uni Bayreuth, entzog dem Ex-Minister wegen Plagiatsvorwürfen den Doktortitel. Nun ist Bormann tödlich verunglückt.

Der durch die Plagiatsaffäre des ehemaligen Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) bekannt gewordene Bayreuther Universitätspräsident Rüdiger Bormann ist tot. Bormann wurde am Sonntag beim Joggen in Köln von einer Straßenbahn erfasst und starb noch am Unfallort, wie eine Sprecherin der Universität am Montag bestätigte.

Die Universität würdigte das Vorgehen des 60-Jährigen bei der Aufarbeitung der Plagiatsvorwürfe gegen Guttenberg, dem die Uni im Jahr 2011 wegen Täuschung den Doktortitel im Fach Jura entzogen hatte. Bormann habe in der Affäre durch sachorientiertes und auf Transparenz bedachtes Management überzeugt, teilte die Universität auf ihrer Internetseite mit.

An Übergang von Straßenbahn erfasst

Nach Angaben der Kölner Polizei joggte Bormann am Sonntagnachmittag zusammen mit einer Begleiterin entlang der Rheinpromenade in Richtung Innenstadt. Nach aktuellem Ermittlungsstand überquerte Bormann bei Rotlicht einen Schienenübergang. Die in dem Moment heranfahrende Straßenbahn habe nicht mehr rechtzeitig bremsen können, Bormann erfasst und tödlich verletzt. Bormanns Begleiterin, der Bahnfahrer und zwei Fahrgäste mussten mit einem Schock in ein Krankenhaus gebracht werden.

Nach Angaben der Universität wurde Bormann 1952 in Bremen geboren. Er studierte in Göttingen, wo er 1979 auf dem Gebiet der Metallphysik promovierte und sich, nach einem Aufenthalt an der Stanford University, auch habilitierte. Am 1. April trat er das Amt als Präsident der Universität Bayreuth an. Seit 2012 war Bormann stellvertretender Vorsitzender des Universität Bayern e.V., dem Zusammenschluss der bayerischen Universitätspräsidenten.

Die Hochschulleitung der Universität Bayreuth zeigte sich vom Tod ihres Präsidenten sehr betroffen. "Wir sind sehr traurig über den Verlust. Er wird uns in unserem Team, das durch großes gegenseitiges Vertrauen geprägt ist, sehr fehlen", äußerte sich der Kanzler der Universität Bayreuth, Markus Zanner.

sas/AFP AFP

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