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Produktionsstopp für Enteisungsmittel: Herstellern geht das Glykol aus

Sieben Tage in der Woche produziert ein Schweizer Konzern Enteisungsmittel für Flugzeuge. Ohne diese Flüssigkeit fliegt in diesem Winter gar nichts. Doch der Grundstoff Glykol wird knapp. In Frankfurt hat man noch Mittel für zehn Tage – und fühlt sich damit gut gerüstet.

Mitten im härtesten Winter seit Jahrzehnten droht den europäischen Flughäfen ein neuer Engpass bei der Versorgung mit Enteisungsmittel. Der größte Hersteller, der Schweizer Spezialchemiekonzern Clariant, muss nach eigenen Angaben seine Produktion Anfang Januar für vier Tage unterbrechen. Grund seien Lieferschwierigkeiten beim Grundstoff Glykol, erklärte das Unternehmen am Donnerstag am Konzernsitz Muttenz in der Schweiz.

"Es liegt nicht an unseren Kapazitäten, sondern es fehlt schlicht der Grundstoff", sagte Unternehmenssprecher Ulrich Nies. Glykol wird in sogenannten Crackern aus Erdöl beziehungsweise Erdgas gewonnen. Die Zahl dieser Anlagen ist in Europa begrenzt.

Clariant ist einer der wenigen Hersteller von Enteisungsmittel und beliefert europaweit rund 100 Flughäfen, darunter in Deutschland Berlin, Hamburg, München und Düsseldorf. In den vergangenen Wochen hatten fehlende Enteisungsmitteln schon mehrfach für Ausfälle im europäischen Luftverkehr gesorgt, so in London-Heathrow, am Pariser Flughafen Charles de Gaulle und in Brüssel.

Enteisungsmittel für zehn weitere Tage

Die deutschen Flughäfen stimmen sich ab, ob entsprechend der Wetterprognosen untereinander Hilfen möglich seien, sagte der Hauptgeschäftsführer des Flughafenverbands ADV, Ralph Beisel. Aktuell seien die Enteisungsmitteltanks weitgehend gefüllt. Allein in den rund vier Wochen seit dem Wintereinbruch sei an den Standorten Frankfurt, Düsseldorf und Berlin so viel Mittel verbraucht worden wie im harten und langen vorigen Winter.

In Berlin zeigte sich ein Flughafensprecher "sehr besorgt." Der Betrieb in Tegel und Schönefeld laufe vorerst aber normal. Nach Angaben des Bodendienstleisters Globe Ground sind von Clariant noch weitere Lieferungen bis Freitag zugesagt. Damit könnten die Lager mit zusammen 180.000 Liter maximal gefüllt werden. Auch am Flughafen Düsseldorf sind die Speicher für die Enteisungsmittel mit 140.000 Liter komplett gefüllt.

Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin sieht ihren Betrieb bis Mitte nächster Woche gesichert. Der größte deutsche Flughafen in Frankfurt fühlt sich für einen weiterhin harten Winter noch gut gerüstet. Man habe Enteisungsmittel für knapp zehn weitere Extremtage auf Lager, erklärte am Donnerstag der Leiter der Enteisungs-Fachtochter "N*Ice" der Betreibergesellschaft Fraport, Wolfhard Gräf. Das Unternehmen bezieht sein Mittel aus den Niederlanden und Großbritannien.

Weltweit auf der Suche nach Glykol

Man habe sich bei den Glykol-Vorlieferanten regelmäßige Lieferungen gesichert, sagte Gräf. "Wir haben den Ehrgeiz, ohne Engpass durch den Winter zu kommen, aber mindestens wollen wir der letzte Flughafen in Westeuropa sein, der wegen fehlenden Enteisungsmittels schließt." Am Donnerstag wurden bei relativ trockener Luft und nach einer niederschlagsfreien Nacht in Frankfurt nur sehr wenige Flugzeuge enteist.

Clariant-Sprecher Nies betonte die enge Kooperation zwischen Flughäfen, Herstellern und Airlines bei der Verteilung der noch vorhandenen Mengen. Die Einkäufer von Clariant seien weltweit unterwegs auf der Suche nach Glykol. Ab dem 4. Januar werde das einzige Werk für das Mittel "Safewing" im bayerischen Gendorf auch wieder beliefert.

Clariant hat nach eigenen Angaben die Produktion im Vergleich zum bisherigen Spitzenjahr 2009/2010 um 50 Prozent hochgefahren. Die Produktion laufe seit Oktober an sieben Tagen in der Woche. Die aerodynamischen Flächen eines Flugzeugs müssen nach internationalen Sicherheitsvorschriften beim Start zwingend eisfrei sein. Verantwortlich dafür ist der Pilot des Jets.

swd/DPA / DPA
Kindesunterhalt für volljähriges Kind ohne Zielstrebigkeit
Mein Kind ist 19 Jahre alt und lebt im Haushalt der Mutter. Es hat im Juli 2017 seine Schule nach der 10. Klasse dann mit Hauptschulabschluss verlassen. Danach wollte es auf einer Berfsfachschule Einzelhandel seinen Realschulabschluss nachholen (2 Jahre). Es besuchte die Schule im ersten Halbjahr nicht wirklich regelmäßig und im zweiten Halbjahr dann so gut wie gar nicht mehr. (zum Ende hin, ist es gar nicht mehr zur Schule gegangen) Das notwendige zweite Jahr ging es dann gar nicht mehr an. Stattdessen hat es sich für ein freiwilliges Soziales Jahr beworben und geht hier mehr oder weniger regelmäßig hin. Nun möchte es das FSJ abbrechen und wieder seinen Realschulabschluss nachholen. Dies soll in Vollzeit an der Volkshochschule geschehen. Zwischendurch ist immer wieder die Rede von verschiedenen Ausbildungen. Ein wirkliches Konzept, oder Interesse ist aber auch hier nicht erkennbar. Mal kommt es mit dem Berufswunsch Tierarzthelfer/In, mal mit Immobilienkaufmann/-Frau, oder Ähnlichem. Informationen über freie Stellen, oder Inhalte des Berufs und der Ausbildung können nicht genannt werden. Bei laufenden Bewerbungen am Ball zu bleiben liegt ihm auch nicht wirklich. Hab die Bewerbung ja hingeschickt, damit soll es dann auch gut sein. Langsam drängt sich mir der Verdacht auf, es sucht sich den bequemsten Weg heraus und verlässt sich auf meine nicht unerheblichen Unterhaltszahlungen. Frei nach dem Motto: Was soll ich mich kümmern, Väterchen muss ja zahlen, solange ich Schule oder Ausbildung mache. Um meinem Kind Anreize zu geben, endlich Zielstrebigkeit zu entwickeln, habe ich schon über die Kürzung bzw. Einstellung des Unterhals nachgedacht. Wie verhält sich das rechtlich, bzw. was kann ich tun?