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Unwetter über Deutschland: Regen und Gewitter sorgen erneut für Chaos

Erst vor wenigen Tagen wüteten starke Unwetter über Deutschland. Jetzt wurden Teile des Landes erneut von Regen und Gewitter überzogen. Am Frankfurter Flughafen mussten Flüge gestrichen werden.

Blitze, Regen und festsitzende Passagiere an Flughäfen - das Unwetter hält sich hartnäckig über Deutschland. Erneut schlugen vielerorts Blitze ein, geschahen Unfälle auf nassen Straßen, überflutetet der Regen verschiedene Gebäude. In Köln lief nach Polizeiangaben sogar ein U-Bahnhof voll mit Wasser.

Das Unwetter traf weite Teile Hessens - sogar die Einsatzkräfte hatten einen Unfall auf regennasser Straße: Ein Feuerwehrauto kam auf dem Weg zu einem Wettereinsatz ins Rutschen und kollidierte mit einem Personenwagen. Die Autofahrerin kam verletzt in ein Krankenhaus, die Feuerwehrleute blieben unverletzt. Etwa in Nordrhein-Westfalen und Sachsen berichtete die Polizei von schweren Unfällen auf nasser Straße.

Im Raum Gießen ging in einer Bank ging der Alarm los, weil dort Wasser eingedrungen war. In Wiesbaden kam auf der Autobahn 66 der Verkehr infolge heftigen Regens zeitweise zum Erliegen. In einige Wohnhäuser schlug der Blitz ein. Verletzt wurde niemand. Auch in Rheinland-Pfalz schlug der Blitz in Wohnhäuser ein.

Wohnungen in Thüringen unter Wasser

Im nordwestlichen Thüringen setzte der heftige Regen ein Mehrfamilienhaus unter Wasser. Wegen eines defekten Fallrohres war Wasser in vier Wohnungen gelaufen.

In Niedersachsen kamen Polizei und Feuerwehr allein im Landkreis Osnabrück zwischen 19.00 und 23.00 Uhr auf etwa 150 Einsätze, wie ein Polizeisprecher berichtete. In Ostercappeln blieb demnach ein Regionalzug mit rund 150 Fahrgästen liegen. Eine Diesellok schleppte den Zug schließlich ab. In Bad Rothenfelde habe eine Windhose mehrere Bäume umgestürzt, sagte der Sprecher weiter.

Auch andernorts hatten die Einsatzkräfte es nach eigenen Angaben mit umgestürzten Bäumen, von den Wassermengen hochgedrückten Gullydeckeln und ordentlich Wasser auf den Straßen zu tun. Verletzt wurde nach ersten Angaben niemand.

Flüge am Airport Frankfurt gestrichen

Starke Gewitter störten zudem den Flugbetrieb an Deutschlands größtem Flughafen Frankfurt. Wegen einer Gewitterzelle direkt über dem Flughafen hätten Flugzeuge eine Zeit lang nicht starten oder landen können, erklärte der Flughafenbetreiber Fraport. Flüge seien auf Ausweichflughäfen umgeleitet worden.

Insgesamt seien 50 Starts annulliert worden. Die Aufsicht habe Ausnahmen vom Nachtflugverbot genehmigt, das von 23.00 bis 5.00 Uhr gilt. Bis 24.00 Uhr sollten alle verzögerten Flüge aber gestartet oder gelandet sein, hieß es von Fraport weiter.

kis/DPA/Reuters / DPA / Reuters