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News des Tages: Bundesregierung lehnt Rüstungsexporte in die Türkei ab

Justiz ermittelt gegen Fiat Chrysler +++ London verbietet Laptops in Flugzeugen +++ Frankreichs Innenminister tritt zurück +++ Escobars Auftragskiller will in die Politik +++ Schweinsteiger wechselt nach Chicago +++Die Nachrichten des Tages.

Ein Prototyp des türkischen Kampfpanzers Altay: Rheinmetall will beim Bau dabei sein

Den türkischen Kampfpanzer Altay (hier ein Prototyp) will die Düsseldorfer Rheinmetall angeblich mitbauen. Rüstungsexporte in die Türkei lehnt die Bundesregierung dagegen seit längerem ab.

Die Nachrichten des Tages im stern-Newsticker:

+++ 21.37 Uhr: Nato-Chef Stoltenberg trifft Trump am 12. April in Washington +++

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg wird US-Präsident Donald Trump am 12. April in Washington treffen. Es handele sich um die erste persönliche Begegnung der beiden seit dem Amtsantritt des US-Präsidenten, teilte die Nato am Abend in Brüssel mit. Trump hatte das Militärbündnis noch Mitte Januar als "obsolet" bezeichnet und zu geringe Verteidigungsausgaben der europäischen Verbündeten kritisiert sowie ein zu geringes Engagement der Allianz im Anti-Terrorkampf.

+++ 20.44 Uhr: Ermittlungen gegen französischen Präsidentschaftskandidat Fillon ausgeweitet +++

Die Ermittlungen gegen den konservativen französischen Präsidentschaftskandidaten François Fillon sind nach Angaben aus Justizkreisen ausgeweitet worden. Es gehe um den Verdacht des "schweren Betrugs und der Fälschung", hieß es am Abend in Paris. Im Zusammenhang mit der Scheinbeschäftigungsaffäre um seine Ehefrau und zwei seiner Kinder hatte die französische Justiz Mitte März ein Ermittlungsverfahren gegen Fillon unter anderem wegen mutmaßlicher Veruntreuung von Staatsgeldern eingeleitet.


+++ 20.26 Uhr: Abgasmanipulationen - Fiat Chrysler im Visier der französischen Justiz +++

Im Zuge der Affäre um Abgasmanipulationen bei Dieselfahrzeugen knüpft sich die französische Justiz jetzt den Autobauer Fiat Chrysler vor. Wie aus Justizkreisen verlautete, sollen drei Untersuchungsrichter aus dem Bereich öffentliche Gesundheit die Ermittlungen leiten. Diese gehen auf eine Empfehlung der Generaldirektion für Wettbewerb, Verbraucher und Betrugsbekämpfung (DGCCRF) zurück. Fiat Chrysler gehört zu den zehn größten Autokonzernen weltweit. Die US-Behörden beschuldigten den italienisch-amerikanischen Autobauer zu Beginn des Jahres formell, bei rund 104.000 Fahrzeugen durch Installation einer illegalen Software die Emissionswerte geschönt zu haben. Gegen Volkswagen und den französischen Autobauer Renault sind in Frankreich bereits Ermittlungen im Gange.

+++ 20.19 Uhr: Bundesregierung lehnt Anträge auf Rüstungsexporte in die Türkei ab +++

Die Bundesregierung hat in den vergangenen Monaten einem Zeitungsbericht zufolge mehrere Anträge auf Rüstungsexporte in die Türkei abgelehnt. Das geht aus einer Antwort des Wirtschaftsministeriums auf eine Frage des Linken-Abgeordneten Jan van Aken hervor, aus der die "Süddeutsche Zeitung" zitiert. Die Türkei unterliegt als Nato-Partner gewöhnlich kaum Beschränkungen bei Rüstungsexporten. Seit dem Putschversuch geht der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan allerdings mit harter Hand gegen politische Gegner vor. "Der Beachtung der Menschenrechte wird bei Rüstungsexportentscheidungen ein besonderes Gewicht beigemessen", schrieb Wirtschaftsstaatssekretär Matthias Machnig laut "SZ" in seiner Antwort an van Aken. Genehmigungen seit dem Putschversuch im vergangenen Sommer erfolgten "nach außen- und sicherheitspolitischer Prüfung durch die Bundesregierung" unter besonderer Berücksichtigung "des Risikos eines Einsatzes im Kontext interner Repression oder des Kurdenkonflikts".

+++ 19.38 Uhr: US-Außenhandelsdefizit 2016 weiter gestiegen +++

Das Defizit in der US-Handelsbilanz ist 2016 nochmals gestiegen. Das teilte das Statistikbüro BEA des US-Handelsministeriums in Washington mit. Das Handelsbilanzdefizit erhöhte sich demnach auf 481,2 Milliarden Dollar (aktuell 445 Mrd Euro), im Vergleich zu 463 Milliarden Dollar im Jahr zuvor. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt lag das Defizit damit bei 2,6 Prozent.

+++ 19.11 Uhr: Deutscher und Schweizer Bergsteiger in argentinischen Anden tödlich verunglückt +++

Ein deutscher und ein Schweizer Bergsteiger sind in den argentinischen Anden tödlich verunglückt. Wie Rettungskräfte am Dienstag mitteilten, fanden andere Bergsteiger am vergangenen Wochenende zufällig die Leichen des 28-jährigen Deutschen und des 33-jährigen Schweizers am 3405 Meter hohen Fitz Roy. Die Leiterin des Rettungsteams sagte, die beiden hätten eine Seilschaft gebildet und seien zusammen abgestürzt.

+++ 18.17 Uhr: Französischer Innenminister Le Roux tritt zurück - Zahlungen an Töchter +++

Nach Enthüllungen über die frühere Beschäftigung seiner Töchter im Parlament tritt der französische Innenminister Bruno Le Roux zurück. Er habe bei Staatschef François Hollande seinen Rücktritt eingereicht, sagte der Sozialist in Bobigny bei Paris. Die französische Finanz-Staatsanwaltschaft hatte bereits Vorermittlungen in der Sache eingeleitet. Le Roux hatte einem Fernsehsender bestätigt, als Abgeordneter seine beiden Töchter zeitweise als parlamentarische Mitarbeiterinnen beschäftigt zu haben.

+++ 17.40 Uhr: Neue Großrazzia in Reichsbürgerszene in Bayern und Baden-Württemberg +++

Die Polizei ist erneut gegen die sogenannte Reichsbürgerszene in Bayern und Baden-Württemberg vorgegangen. Am Dienstag wurden die Wohn- und Geschäftsräume von 45 Tatverdächtigen durchsucht, der Großteil davon in Bayern, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Nord in Ingolstadt mitteilte. Bei der Razzia in insgesamt 36 Objekten wurden umfangreiche Beweismittel, darunter Blankopapiere zur Herstellung sogenannter Staatsangehörigenausweise und von Führerscheinen sowie Waffen und Munition, beschlagnahmt.

Großbritannien folgt USA beim Laptop-Verbot auf vielen Flügen

Großbritannien wird voraussichtlich dem Vorbild der USA folgen und größere elektronische Geräte wie Laptops im Handgepäck auf vielen Flügen verbieten  


+++ 17.20 Uhr: Großbritannien folgt USA beim Laptop-Verbot auf vielen Flügen +++

Nach dem Laptop-Bann durch die US-Behörden hat auch die britische Regierung die Mitnahme von Laptops und Tablet-Computern im Handgepäck auf bestimmten Flügen verboten. Wie die britische Regierung mitteilte, sind von dem Verbot Flugreisende betroffen, die direkt aus Ägypten, Jordanien, dem Libanon, Saudi-Arabien, Tunesien oder der Türkei nach Großbritannien reisen. Betroffen sind Verbindungen von 14 Fluggesellschaften.  

Die US-Behörden hatten einige Fluggesellschaften aufgefordert, den Passagieren im Handgepäck die Mitnahme von Laptops, Tablet-Computern, E-Book-Readern und Kameras zu untersagen, die größer als ein Mobiltelefon sind. Hintergrund sei die Bedrohung durch Terroristen. Die Elektronikgeräte können allerdings als Gepäck aufgegeben werden. 

+++ 16.43 Uhr: Russen ehren 13-Jährigen für mutigen Einsatz bei Brand +++

Für die Rettung seiner Familie aus einem brennenden Haus hat der russische Zivilschutz einen 13-jährigen Jungen geehrt. Valentin Schuscharin habe Mut im Angesicht des Feuers bewiesen, sagte der Leiter des Zivilschutzes im Gebiet Jaroslawl, Oleg Botscharow. Für den Einsatz heftete Botscharow dem Schüler in der gleichnamigen Stadt Jaroslawl an der Wolga einen Orden an die Brust.

Im Wohnhaus der Familie Schuscharin war am 13. August 2016 ein Feuer ausgebrochen, wie die Behörde mitteilte. Über das Dach habe der 13-Jährige seine Eltern sowie seine Großmutter aus dem brennenden Haus gebracht. Anschließend habe er auch die Haustiere der Familie gerettet und geholfen, ein Auto vor den Flammen zu bewahren.

+++ 16.39 Uhr: Unbekannter bestellt Pizzen für Mönchengladbacher Mordkommission +++

Die Polizei in Mönchengladbach sucht einen Unbekannten, der zuletzt mehrfach Pizzen oder andere Speisen für die Mordkommission bestellte. Die Bestellungen gingen bei örtlichen Lieferdiensten ein, wie die Ermittler mitteilten. Bei der Anlieferung stellte sich dann jeweils heraus, dass sie nicht von Beschäftigten im Mönchengladbacher Polizeipräsidium aufgegeben worden waren.

Wegen des dadurch entstandenen Schadens für die Lieferdienste ermittelt nun die Kripo. Die Lieferanten von Pizzen und anderem Fast Food bat die Polizei um Vorsicht: Sie sollten sich eine Rückrufnummer der Polizei geben lassen und auf diese Weise eingehende Bestellungen auf ihre Richtigkeit überprüfen. Zum möglichen Motiv des unbekannten Pizzabestellers machten die Ordnungshüter keine Angaben.

+++ 16.35 Uhr: Rentnerin würgt Hund, tritt Herrchen und boxt Helfer um +++

Eine aggressive Rentnerin hat es in Thüringen mit einem Berner Sennenhund, seinem 80 Jahre alten Halter und zwei weiteren Männern aufgenommen und sie verletzt. Aus heiterem Himmel habe die Frau am Montag in Esperstedt nach der Hundeleine gegriffen, daran gezogen und das Tier fast erwürgt, teilte die Polizei in Nordhausen mit. Der 80 Jahre alte Hundehalter war mit seinem Hund auf einem Feld unterwegs gewesen.

Mit großer Mühe und unter Schmerzen gelang es dem Herrchen, den Hund vom Halsband an der Leine zu befreien. Daraufhin trat die Frau auf den Halter ein. Zwei Passanten eilten dem Mann zur Hilfe und entrissen der Rentnerin die Leine. Sie schlug einen der Helfer daraufhin zu Boden. Das Motiv der aggressiven Dame war zunächst unklar. Der Halter und ein Helfer wurden leicht verletzt.

+++ 16.20 Uhr: Extrem-Radfahrer will ohne Halt Kuba durchqueren +++

Ein österreichischer Extrem-Radfahrer will Mitte April ohne Unterbrechung vom östlichsten zum westlichsten Punkt Kubas fahren. Das hat der 29 Jahre alte Jacob Zurl in Wien verkündet. Er plant, die 1450 Kilometer am Stück und ohne Schlaf zurückzulegen. Der Sportler aus der Steiermark rechnet damit, dass die Fahrt 55 Stunden dauern werde. Zurl wollte Kuba bereits 2015 durchqueren. Der mittlerweile gestorbene Revolutionsführer Fidel Castro (1926-2016) hatte sich damals über das Vorhaben gefreut und über Zurl getwittert. Der Radfahrer konnte die Fahrt aber nicht antreten, weil er an Dengue-Fieber erkrankt war.

Die größten Herausforderungen seien seiner Ansicht nach hohe Luftfeuchtigkeit und Temperatur. "Ich freue mich sehr auf das Land und die Leute. Sie waren und sind sehr ausdauernd - genau wie ich", sagte Zurl. 2012 stellte er einen - inzwischen wieder gebrochenen - Höhenmeter-Weltrekord in seiner Heimat auf. Damals hatte er binnen 48 Stunden 28.789 Höhenmeter geschafft. Das entspricht rund dreimal der Höhe des Mount Everest. Der Extrem-Radfahrer überwand 2014 außerdem als erster Mensch einen gefährlichen Himalaya-Highway in unter 40 Stunden.

+++ 16.13 Uhr: 13-jähriger Terrorverdächtiger kommt für ein Jahr in geschlossene Einrichtung +++

Ein 13-jähriger Terrorverdächtiger aus Ludwigshafen wird für ein Jahr in einer geschlossenen Einrichtung untergebracht. Dies entschied das Amtsgericht der rheinland-pfälzischen Stadt auf Antrag der Eltern, wie das Gericht mitteilte. Der Deutschiraker wird verdächtigt, Ende 2016 einen islamistisch motivierten, aber letztlich erfolglosen Anschlag auf den Ludwigshafener Weihnachtsmarkt geplant zu haben. Bei einem zweiten Anschlagsversuch wurde ein Passant auf den Rucksack aufmerksam, in dem sich ein Sprengsatz befand. Laut Staatsanwaltschaft hatte der Junge ein brennbares Pulvergemisch womöglich aus Feuerwerkskörpern in ein Glas gegeben und mit Klebeband Nägel darum gewickelt.

Der noch strafunmündige Junge wurde nach seiner Festnahme vorläufig in die Obhut des Jugendamts übergeben. Das Gericht entschied nun auf der Grundlage eines kinder- und jugendpsychologischen Gutachtens und nach Anhörung des Jungen, dass er auf Antrag seiner Eltern für ein Jahr in einer geschlossenen Einrichtung der Jugendhilfe untergebracht wird.

+++ 15.35 Uhr: Australischer Polizeiminister für Schaf-Schnappschuss bestraft +++

Ein schnelles Handy-Foto von einem Schaf im Kofferraum eines Autos hat einem australischen Politiker Ärger eingebracht. Troy Grant, der für Polizeiangelegenheiten zuständige Minister im Bundesstaat New South Wales, hatte am Wochenende den Schnappschuss aus seinem stehenden Auto heraus gemacht und auf Twitter gepostet. Schnell wurde er aber darauf aufmerksam gemacht, dass die Benutzung von Handys ohne Freisprechanlage am Steuer verboten sei.

Grant meldete sich bei der Polizei und wurde zu einer Strafe von umgerechnet 232 Euro verdonnert. Ihm sei nicht bewusst gewesen, dass er gegen das Gesetz verstoßen habe, sagte der Politiker. "Niemand steht über dem Gesetz, nicht einmal wenn du Polizeiminister bist."

+++ 15.32 Uhr: EU und Japan machen Front gegen US-Handelsdrohungen +++

Die EU und Japan positionieren sich gegen die handelspolitischen Vorstellungen des neuen US-Präsidenten Donald Trump und wollen noch in diesem Jahr ein neues Freihandelsabkommen abschließen. "Anstatt zum Isolationismus zurückzukehren, werden wir weiter nach draußen in die Welt blicken", erklärte EU- Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker bei einem Treffen mit dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe. "Japan, die EU und die Vereinigten Staaten sollten Hand in Hand daran arbeiten, die freie und offene Weltordnung zu erhalten", sagte Abe.

Die Spitzenpolitiker spielten mit ihren Äußerungen offensichtlich auf die Kritik Trumps an internationalen Handelsabkommen an. Dieser sieht im Freihandel einen Grund für Probleme von US-Unternehmen und hat Strafzölle auf Importe aus dem Ausland angedroht. Die EU und Japan sind hingegen der Ansicht, dass moderne Freihandelsabkommen auf beiden Seiten für mehr Jobs und Wachstum sorgen können. Er sei zuversichtlich, dass die Verhandlungen zum geplanten europäisch-japanischen Abkommen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden könnten, sagte Juncker.

+++ 15.19 Uhr: Indisches Gericht erklärt Fluss Ganges zu einem Lebewesen +++

Der indische Fluss Ganges ist von einem Gericht zu einem Lebewesen erklärt worden. Somit hätten der Ganges sowie die Yamuna - der wichtigste Nebenfluss des Ganges - die gleichen Rechte wie ein Mensch, teilte der Hohe Gerichtshof von Uttarakhand im Norden des Landes mit. Der Status gelte auch für alle Nebenflüsse der beiden Flüsse. "Dieser Status eines Lebewesens bedeutet, wenn dem Fluss oder einem Nebenfluss Schaden zugefügt wird, wäre es, als habe man einem Menschen Schaden zugefügt", sagte Anwalt Manoj Chandra Pant, über dessen Antrag das Gericht geurteilt hatte. Solch ein Urteil sei nötig gewesen, um schwindende Wasser-Ökosysteme zu retten, sagte der Umweltaktivist Shekhar Pathak der "Times of India". "Ich hoffe, dies verbessert den Zustand der Flüsse und ihrer Nebenflüsse."

Für Hunderte Millionen Menschen ist das Wasser des Ganges für religiöse Zeremonien wie auch als Wasserspender und für die Landwirtschaft wichtig. Die Bewohner entlang des Flusses verehren ihn meist tief und glauben, sein Wasser sei immer rein. Allerdings werden ein Großteil der Abwässer entlang des Flusses sowie belastete Industrieabwässer ungefiltert in den Ganges geleitet.

+++ 15.04 Uhr: Vater und neunjähriger Sohn tot in Hamburger Wohnung entdeckt +++

In Hamburg sind ein Vater und sein neunjähriger Sohn tot aufgefunden worden. Es bestehe der Verdacht, dass der Mann sein Kind getötet und sich anschließend selbst umgebracht habe, teilte die Polizei mit. Die Untersuchungen zur Todesursache dauerten demnach aber noch an.
Der 53-Jährige und sein Sohn waren am Montagabend in einer Wohnung im Hamburger Stadtteil Rothenburgsort gefunden worden. Die getrennt vom Vater lebende Mutter hatte die Polizei informiert, weil ihr Sohn nach einem Besuchswochenende nicht wie verabredet zurückgekommen war. Polizisten fuhren zur Wohnung und ließen diese durch Feuerwehrleute öffnen. Darin stießen sie auf die Toten.

+++ 14.42 Uhr: Drei 13-Jährige nach Drogenkonsum im Krankenhaus +++

Zwei 13-jährige Jungen und ein gleichaltriges Mädchen sind nach dem Rauchen einer offenbar mit Drogen versetzten Zigarette am Montag im schwäbischen Pfullingen in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Das Mädchen kollabierte sogar und war zeitweise nicht mehr ansprechbar, wie die zuständige Polizei in Reutlingen mitteilte. Den Angaben zufolge soll das Mädchen die Zigarette von Unbekannten gekauft und gewusst haben, dass sich darin Drogen befanden. Nach ersten Erkenntnissen dürfte die Zigarette mit einer sogenannten Kräutermischung versetzt gewesen sein. Experten warnen seit langem vor den Gefahren psychoaktiver Drogen aus der Gruppe der sogenannten Legal Highs. Diese werden meist als Kräutermischungen, Badesalze oder Lufterfrischer im Internet angeboten und sind relativ leicht erhältlich.

+++ 14.33 Uhr: 14-jährige Syrerin an Bushaltestelle im Münsterland attackiert +++

Zwei Unbekannte haben im münsterländischen Hörstel eine 14-jährige Jugendliche aus Syrien getreten und an ihrem Kopftuch gerissen. Wie die Polizei am Dienstag in Münster mitteilte, attackierten die etwa 40 Jahre alten Männer die Jugendliche am Montagmittag an einer Bushaltestelle. Sie deuteten demnach auf ihr Kopftuch und fragten, ob sie muslimischen Glaubens sei. Als das Mädchen die Frage bejahte, wurde es von einem der Täter zu Boden geschubst. Der andere zog am Kopftuch der Jugendlichen und trat gegen ihr Bein. Erst als zwei Passanten zur Hilfe eilten, flüchteten die Unbekannten in einem Auto. Die junge Syrerin trug leichte Verletzungen davon. In dem Fall ermittelt nun der Staatsschutz der Polizei Münster. 

+++ 14.08 Uhr: Mutter schnappt Fahrraddieb +++

Er hatte die Rechnung ohne die Mutter seines Opfers gemacht: Wenige Tage, nachdem ihrem elfjährigen Sohn das Fahrrad gestohlen wurde, hat eine Frau höchstpersönlich den Täter dingfest gemacht. Die Mutter habe den 18-Jährigen am Montag mit dem Mountainbike in der Fußgängerzone im bayerischen Nördlingen gesehen. Sie schnappte sich den Mann nach Angaben der Beamten vom Dienstag und brachte ihn zur Polizei - dort gestand er den Diebstahl. "Anscheinend war die Mutter so überzeugend, dass er freiwillig mitgegangen ist", sagte ein Polizeisprecher.

+++ 14.06 Uhr: Fahrzeug mit Familie auf Autobahn beschossen +++

Eine Familie ist auf der A66 in Hessen im fahrenden Auto beschossen worden. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, war eine Frau (44) mit ihrem Mann und zwei Kindern am Samstag südlich von Fulda unterwegs, als sie ein Zischen und kurz darauf einen lauten Knall vernahm. Da sie keine Beeinträchtigungen beim Fahren bemerkte, ging es zunächst weiter. Später stellte sie ein Loch im Blech einer der hinteren Seitenwände fest. Die Polizei geht von einem Beschuss mit einem "bisher unbekannten Schussapparat" aus. Ein Projektil wurde nicht gefunden.

+++ 13.56 Uhr: Vettel nennt seinen neuen Ferrari "Gina" +++

Sebastian Vettel hat seinem Formel-1-Dienstwagen einem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge den Kosenamen "Gina" verpasst. Der Ferrari-Pilot benannte den SF70H demnach mit der Kurzform von Regina, was im Lateinischen "Königin" oder "Herrscherin" bedeutet. Vettel gibt seinen Autos traditionell vor jeder Saison einen Spitznamen, den er gemeinsam mit seinen Mechanikern auswählt. Sein Vorjahreswagen hieß "Margherita". In seiner Zeit bei Red Bull hatte der Heppenheimer oft eher schlüpfrige Namen wie "Randy Mandy" (geile Mandy) oder "Kinky Kylie" (versaute Kylie) gewählt.

Nach starken Testfahrten gehen Vettel und Ferrari in ihre dritte gemeinsame Saison mit einigen Hoffnungen. Beim Auftaktrennen in Melbourne am Wochenende dürfte sich bereits zeigen, ob die Scuderia nach dem sieglosen Jahr 2016 diesmal den zuletzt dominanten Mercedes gefährlich werden kann.

+++ 13.32 Uhr: Von der Leyen kritisiert Verhalten der Justiz in Belästigungsfall +++

Im Fall einer sexuell belästigten Soldatin hat Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen die Justiz kritisiert. Eine Gleichstellungsbeauftragte der Bundeswehr habe sie auf den Fall aus dem Jahr 2015 hingewiesen, bei dem eine Soldatin von einem Kameraden körperlich bedrängt und sexuell belästigt wurde, schrieb die CDU-Politikerin in einem offenen Brief auf der Homepage des Verteidigungsministeriums. Die Soldatin habe das zur Anzeige gebracht, die Staatsanwaltschaft habe das Verfahren eingestellt. Die Ministerin empörte sich über die Begründung der Entscheidung: Demnach wollte der beschuldigte Soldat mit Imponiergehabe wie einem Griff ans Gesäß die Frau nicht beleidigen, sondern nur sein Interesse an ihr bekunden. "Solche Interpretationen sind abenteuerlich und aus der Zeit gefallen", schrieb von der Leyen. Sie machten den Mut zunichte, sich gegen sexuelle Belästigung zu wehren.

Um welche Staatsanwaltschaft es sich handelt, wollte das Ministerium nicht sagen. Welche dienstrechtlichen Folgen die Belästigung für den Soldaten hatte, konnte das Ministerium zunächst nicht mitteilen. Nicht die Dimension des Falls sei entscheidend, sondern die Reaktion der Staatsanwaltschaft, sagte ein Sprecher.

+++ 13.11 Uhr: Zwei Angreifer nach Vorfall auf Bahnhof in Dresden in U-Haft +++

Zwei Männer, die in Dresden einen 40-Jährigen auf Bahngleise gestoßen haben sollen, sitzen in Untersuchungshaft. Gegen die 23 und 27 Jahre alten Beschuldigten wurde Haftbefehl wegen versuchten Totschlags erlassen, wie die Staatsanwaltschaft Dresden mitteilte. Sie sollen am Freitag auf dem Bahnhof Dresden-Zschachwitz den 40-Jährigen mit seinem Fahrrad auf die Gleise gestoßen haben. Mit Fußtritten hinderte nach Angaben der Bundespolizei einer der Männer das Opfer anschließend daran, zurück auf den Bahnsteig zu klettern. Nur durch eine Schnellbremsung des Lokführers kam ein herannahender Zug nur wenige Meter vor dem Opfer zum Stehen.

Die beiden Angreifer waren zunächst geflüchtet, aber dann in einer anderen Bahn gefasst worden. Noch am selben Tag kamen sie wieder auf freien Fuß, weil laut Staatsanwaltschaft zunächst kein dringender Tatverdacht gegeben war. Die weiteren Ermittlungen hätten nun gezeigt, dass ein dringender Tatverdacht wegen versuchten Totschlags vorliege. Die mutmaßlichen Täter wurden am Dienstagmorgen festgenommen. Gegen sie wird außerdem wegen gefährlicher Körperverletzung, Nötigung und gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ermittelt. Die Beschuldigten sind bereits polizeibekannt.

+++ 12.59 Uhr: Keine weiteren türkischen Wahlkampfauftritte in Deutschland +++

Vor dem Verfassungsreferendum in der Türkei am 16. April soll es keine weiteren Wahlkampfauftritte türkischer Regierungsvertreter in Deutschland geben. Das bestätigte eine Sprecherin der Koordinierungsstelle der türkischen Regierungspartei AKP im Ausland der Nachrichtenagentur AFP. Die Entscheidung sei in Ankara getroffen worden, sagte die Sprecherin der in Köln ansässigen Koordinierungsstelle. "Alle zukünftigen Veranstaltungen, die geplant waren, sind abgesagt", sagte die Sprecherin. Weitere Auftritte von Ministern seien nicht geplant gewesen, aber Informationsveranstaltungen von AKP-Abgeordneten. Auch diese fänden nicht statt. Ein Auftritt von Präsident Recep Tayyip Erdogan sei nicht geplant gewesen.

Zuvor hatte bereits der Vorsitzende der Union Europäisch-Türkischer Demokraten (UETD), Zafer Sirakaya, in der "Wirtschaftswoche" weitere Auftritte türkischer Regierungsmitglieder ausgeschlossen. Die UETD gilt als Plattform der AKP in Europa.

+++ 12.52 Uhr: Sparkassen-Kassierer gesteht Unterschlagung von 1,7 Millionen Euro +++

Der Hauptkassierer einer Sparkasse in Rietberg bei Gütersloh hat vor Gericht zugegeben, über Jahre hinweg immer wieder Geld abgezweigt zu haben. Seit heute muss sich der Mann vor dem Landgericht Bielefeld wegen Unterschlagung verantworten. Beim Befüllen der Geldautomaten soll er laut Staatsanwaltschaft 72 Mal zugegriffen haben. Mithilfe falscher Buchungen kamen so insgesamt 1,7 Millionen Euro zusammen. Rund 265.000 Euro soll er wieder zurückgelegt haben. Der 46-Jährige gab zu, immer wieder zugelangt zu haben. Er habe sich bedient, um erpresserische Forderungen eines dubiosen Geschäftspartners zu erfüllen, mit dem er auf dem Balkan einen Kosmetikvertrieb aufbauen wollte, erklärte er. Er habe kein Geld für sich selbst behalten.

Kopfschüttelnd hörte der Richter dem Angeklagten zu, wie augenscheinlich mühelos der Schwindel gelungen sei. Bei Prüfungen seien zum Beispiel nur gefälschte und veraltete Buchungen, nicht aber die tatsächlichen Kassenbestände gecheckt worden. Zwischenzeitlich füllte der Angeklagte die Tresorbestände auch mit im Farbdrucker hergestellten falschen Banknoten auf, damit die Lücken nicht so offensichtlich waren.

+++ 12.49 Uhr: Prozess gegen mutmaßliche Kölner Hells Angels gestartet +++

Unter hohen Sicherheitsvorkehrungen hat in Köln ein Prozess gegen mutmaßliche Mitglieder oder Unterstützer der Hells Angels begonnen. Den acht Angeklagten wurden beim Landgericht unterschiedliche Taten vorgeworfen, etwa die Bildung einer kriminellen Vereinigung. Dem Kölner Ableger der Rockergruppe sei es darum gegangen, sich mit Marihuana-Geschäften eine dauerhafte Einnahmequelle zu verschaffen "sowie die als ihr Revier beanspruchte Stadt Köln auch unter Einsatz von drastischer Gewalt frei von anderen Gruppierungen zu halten", sagte der Staatsanwalt. Auch Erpressung und Brandstiftung gehörten zu den Vorwürfen.

Der Prozess wurde von einem größeren Polizeiaufgebot abgesichert. Er ist eine Art Vorgeschmack auf einen zweiten großen Rocker-Prozess, der in der kommenden Woche in Köln beginnen soll - bei diesem geht es dann um versuchten Mord. Auch dort sind acht mutmaßliche Mitglieder oder Unterstützer der Kölner Hells Angels angeklagt.

+++ 12.45 Uhr: Erdogan nennt Europa "rassistisch" und "faschistisch" +++

Trotz wiederholter Mahnungen zur Mäßigung hat der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan Europa Faschismus vorgeworfen. "Dieses Europa ist das Europa vor dem Zweiten Weltkrieg, ein rassistisches, faschistisches und grausames Europa", sagte er in Ankara. "Dieses Europa ist ein Europa des Mittelalters und ein Türken- und islamfeindliches Europa." Europa könne der Türkei nicht mehr drohen, sagte Erdogan weiter: "Von wegen Beitrittsprozess mit der Europäischen Union oder Rücknahmeabkommen. Dies oder jenes. Mit keinem davon können sie uns mehr drohen. Damit ist es nun vorbei."

Den inhaftierten "Welt"-Korrespondenten Deniz Yücel nannte Erdogan erneut einen "Agenten und Terroristen". Spionage von Europäern "unter unterschiedlichen Titeln" werde die Türkei nicht mehr dulden.

+++ 12.19 Uhr: EU-Sondergipfel zum Brexit am 29. April +++

Die Europäische Union will bei einem Sondergipfel am 29. April ihre Linie für die Verhandlungen mit Großbritannien über den Brexit festzurren. EU-Ratspräsident Donald Tusk gab den Termin heute bekannt, nachdem die britische Regierung das offizielle Scheidungsgesuch für kommende Woche angekündigt hatte. Tusk sagte, es gehe darum, "das Scheidungsverfahren für die EU so wenig schmerzhaft wie möglich zu gestalten".

+++ 12.10 Uhr: Nazi-Vergleiche verstoßen laut Gabriel gegen deutsches Recht +++

Im Streit mit der Türkei hat mit Außenminister Sigmar Gabriel erstmals ein Mitglied der Bundesregierung der türkischen Regierung von Präsident Recep Tayyip Erdogan vorgeworfen, mit ihren Nazi-Vorwürfen gegen deutsches Recht zu verstoßen. Gabriel verwies auf Paragraf 90a des Strafgesetzbuches, nach dem eine Beschimpfung oder Verächtlichmachung der Bundesrepublik Deutschland oder ihrer Verfassung strafbar ist. "Ein Vergleich mit dem Nationalsozialsozialismus wäre eine solche", sagte der SPD-Politiker. Gleichzeitig verwies er auf eine Verbalnote des Auswärtigen Amts an den türkischen Botschafter in Deutschland aus der letzten Woche, nach der sich türkische Politiker an deutsches Recht und Gesetz halten müssen, wenn sie in Deutschland auftreten wollen. Die Note enthalte auch die Ankündigung, dass die grundsätzliche Genehmigung von Wahlkampfauftritten bei Rechtsverstößen überdacht werden müsse, sagte Gabriel.

Die Bundesregierung kann türkischen Regierungsmitgliedern die Einreise verweigern. Sie hat davon bisher aber keinen Gebrauch gemacht, sondern es den Kommunen überlassen, bei Sicherheitsbedenken im Einzelfall Wahlkampfauftritte zu verbieten.

+++ 11.36 Uhr: Hohe Jugendstrafen für Sprengstoffanschlag auf Essener Sikh-Gebetshaus +++

Wegen des Sprengstoffanschlags auf ein Gebetshaus der Essener Sikh-Gemeinde hat das Landgericht Essen die drei Angeklagten zu hohen Jugendstrafen verurteilt. Die Richter verhängten Haftstrafen von sieben Jahren, sechs Jahren und neun Monaten sowie sechs Jahren, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Bei der Explosion eines selbstgebastelten Sprengsatzes am 16. April 2016 waren ein Mann schwer und zwei weitere leicht verletzt worden.

+++ 11.29 Uhr: "König von Deutschland" geht gegen Untreue-Urteil vor +++

Der selbst ernannte "König von Deutschland" akzeptiert seine mehrjährige Gefängnisstrafe nicht. "Die Revision gegen das Urteil ist heute eingegangen", sagte ein Sprecher des Landgerichts Halle. Der 51-jährige Peter Fitzek aus Wittenberg (Sachsen-Anhalt) war vorige Woche wegen besonders schwerer Untreue zu drei Jahren und acht Monaten Haft verurteilt worden. Nach Angaben des Gerichtssprechers wird sich der Bundesgerichtshof mit der Revision befassen. Fitzek hatte die Vorwürfe der Anklage bestritten. Das Landgericht sah es als erwiesen an, dass der Wittenberger rund 1,3 Millionen Euro von Anlegern veruntreut hat. Fitzek habe nicht nachweisen können, wo das Geld geblieben ist. Der Verfassungsschutz rechnet ihn der Reichsbürgerbewegung zu. Er streitet das ab.

Das Landgericht hatte den Haftbefehl gegen den Mann nach dem Urteil fortbestehen lassen. Dies wurde mit der Fluchtgefahr begründet. Fitzek saß seit Sommer 2016 in Untersuchungshaft. Unterdessen muss er sich am Landgericht-Dessau wegen mehrerer Vergehen verantworten. So soll er jahrelang unerlaubt Geschäfte mit Krankenversicherungen betrieben und damit rund 360.000 Euro eingenommen haben.

+++ 11.12 Uhr: US-Behörden verbieten Laptops in Handgepäck bei Flügen aus bestimmten Ländern +++

Flugreisende aus bestimmten Ländern im Nahen Osten dürfen bei Flügen in die USA künftig keine Laptops und anderen großen elektronischen Geräte mehr ins Handgepäck nehmen. Die US-Behörden begründeten das Verbot mit dem Risiko von Anschlägen. Betroffen sind Flüge von zehn Flughäfen in acht Ländern des Nahen Ostens.

+++ 11.09 Uhr: Zwei mögliche Hintermänner des Pariser Flughafen-Angreifers gefasst +++

Drei Tage nach dem Angriff auf eine Soldatin am Pariser Flughafen Orly hat die Polizei zwei mögliche Hintermänner des Täters festgenommen. Sie würden verdächtigt, dem getöteten Angreifer seine Waffe geliefert zu haben, hieß es vonseiten der Ermittler. Nach den beiden Männern wurde seit dem Wochenende gefahndet. Sie waren durch nachrichtendienstliche Hinweise identifiziert worden.

Der mit einem Schrotrevolver bewaffnete Täter Ziyed Ben Belgacem hatte am Samstagmorgen auf Frankreichs zweitgrößtem Flughafen eine patrouillierende Soldatin angegriffen. Er entriss ihr das Sturmgewehr und schrie nach Angaben der Staatsanwaltschaft, er wolle im Namen "Allahs" sterben. Der Franzose tunesischer Abstammung wurde nach einem rund zweiminütigen Kampf von Soldaten erschossen. Er war wegen bewaffneten Raubüberfalls und Drogenhandels mehrfach vorbestraft. Die Ermittler gehen von einer terroristisch motivierten Tat aus, die Hintergründe sind aber noch unklar.

+++ 10.51 Uhr: Falsche Leiche in der Steiermark begraben +++

Ein Bestatter aus der Steiermark hat versehentlich eine falsche Leiche begraben. Das fiel erst auf, als eine andere Familie ihren verstorbenen Angehörigen ein letztes Mal sehen wollte, wie die österreichische Tageszeitung "Kleine Zeitung" berichtete. Statt eines 90-Jährigen aus Weiz in der Nähe von Graz lag ein 86-jähriger Mann in dem Sarg. Der Ältere war bereits drei Tage zuvor begraben worden. "Es war ein menschlicher Fehler, der so nicht vorkommen darf", sagte der Bestatter. Ein Mitarbeiter habe den Fußzettel zu wenig beachtet. Die Leiche des 90-Jährigen wurde daraufhin exhumiert und ins Krematorium gebracht, der 86-Jährige wurde im richtigen Grab bestattet. In Zukunft soll für jede Leiche ein Protokoll geführt werden, das zwei Mitarbeiter unterschreiben.

+++ 10.24 Uhr: Überwachungsvideo soll Angriff im Flughafen Paris-Orly zeigen +++

Nach dem Angriff auf eine Soldatin am Pariser Flughafen Orly ist eine Überwachungskamera-Aufnahme aufgetaucht, die die Szene zeigen soll. Das von der US-Nachrichtenagentur AP veröffentlichte Video zeigt, wie ein Angreifer sich in der Flughafenhalle von hinten der Soldatin nähert, plötzlich eine Tüte fallen lässt und sich auf sie stürzt. Er bedroht sie mit einer Waffe, nach früheren Angaben der Ermittler eine Schrotpistole. Zunächst reagiert kaum jemand, auch ein einige Schritte entfernter zweiter Soldat läuft einfach weiter. Der dritte Soldat der Patrouille ist zu diesem Zeitpunkt nicht im Bild. Die beteiligten Militärs berichteten nach Angaben von Staatsanwalt François Molins, dass der 39 Jahre alte Mann gerufen habe: "Ich bin da, um für Allah zu sterben". Er soll auch angekündigt haben, dass es Tote geben werde.

In der Aufnahme ist weiter zu sehen, wie der Angreifer die Soldatin einige Meter mit sich zerrt. Ihre beiden Kameraden folgen ihnen mit etwas Abstand. In einem Handgemenge geht die Frau schließlich zu Boden. Molins hatte am Samstag erläutert, dass es einen Kampf um das Sturmgewehr der Frau gegeben hatte, das der Mann letztlich nahm. Die anderen Soldaten eröffneten das Feuer und erschossen den Mann. Die Ermittler wollen nun das Motiv des Mannes klären. Sie halten es für möglich, dass er einen dschihadistischen Anschlag plante.

+++ 10.21 Uhr: Nadja abd el Farrag an Leberzirrhose erkrankt +++

Die als Dieter Bohlens "Naddel" bekannt gewordene Moderatorin Nadja abd el Farrag leidet einem Medienbericht zufolge an einer Leberzirrhose. In einem am Dienstag vorab veröffentlichten Gespräch mit der Illustrierten "Closer" sagte die 52-Jährige über die hauptsächlich durch Alkoholmissbrauch verursachte Krankheit: "Mir ist klar, dass ich in meinem Leben etwas ändern muss." Die Krankheit befinde sich aber noch im Anfangsstadium.

Die zwischenzeitlich auch finanziell angeschlagene, derzeit beim Einkaufssender Sonnenklar.tv arbeitende Moderatorin hadert in dem Gespräch mit ihrer Erkrankung. "Ich weiß ja, dass ich mir alles selbst zuzuschreiben habe. Trotzdem frage ich mich, warum bei mir all die Fehler, die ich gemacht habe, umso schlimmer bestraft werden." Kaum habe sie das Gefühl, sich endlich ein bisschen gefangen zu haben, komme der nächste Tiefschlag.

+++ 10.20 Uhr: Schweinsteiger-Wechsel von Manchester nach Chicago fast perfekt +++

Der Wechsel von Fußball-Weltmeister Bastian Schweinsteiger von Manchester United zu den Chicago Fire in die USA ist so gut wie unter Dach und Fach. Der 32-Jährige müsse nur noch die medizinische Untersuchung bei seinem neuen Club aus der Major League Soccer (MLS) absolvieren und ein Visum erhalten, teilte Manchester United mit. "Ich bin traurig, meine vielen Freunde bei Manchester United zu verlassen", wird Schweinsteiger auf der United-Website zitiert. "Aber ich bin dem Club dankbar, dass er mir die Chance gibt, die Herausforderung bei Chicago Fire anzunehmen."

+++ 9.36 Uhr: Heftige Kämpfe in Ost-Damaskus +++

wei Tage vor dem geplanten Beginn der neuen Genfer Syrien-Gespräche haben islamistische Rebellen erneut den Osten der Hauptstadt Damaskus angegriffen. Am Morgen habe die zweite Phase der Gefechte begonnen, erklärte ein Sprecher der Miliz Failak al-Rahman. Die Angreifer hätten alle Positionen zurückgewonnen, aus denen sie sich am Vortag zurückgezogen hätten. Das syrische Staatsfernsehen meldete hingegen, der Angriff sei abgewehrt worden. Eine Anwohnerin aus Damaskus berichtete, es seien seit den Morgenstunden heftige Gefechte und Explosionen zu hören.

Die Kämpfe zwischen Regierung und islamistischen Milizen waren am Wochenende ausgebrochen. In den Reihen der Rebellen kämpfen auch Anhänger der Al-Kaida-nahen Organisation Tahrir al-Scham. Die Gegner der Regierung kontrollieren ein Gebiet östlich von Damaskus, das jedoch seit Langem blockiert wird. Zehntausende sind eingeschlossen.

+++ 9.16 Uhr: Ex-Spice-Girl Mel B lässt sich scheiden +++

Das ehemalige Spice-Girl Mel B (41) und ihr zweiter Ehemann, der Filmproduzent Stephen Belafonte, lassen sich scheiden. Die Musikerin habe nach fast zehnjähriger Ehe den Scheidungsantrag eingereicht und darin das geteilte Sorgerecht für die gemeinsame Tochter Madison gefordert, berichtete das US-Magazin "People" unter Berufung auf das Dokument. Das Paar soll sich demnach bereits Ende Dezember getrennt haben.

Für viele Fans dürfte die Nachricht überraschend kommen, denn noch im Februar hatte Mel B sich in einem emotionalen Instagram-Post mit den Worten "Du bedeutest die Welt für mich, Liebling" an ihren Noch-Ehemann gewandt. "Wir haben alles durchgemacht, was Paare gewöhnlich auseinanderreißt, doch wir sind gestärkt daraus hervor gegangen", schrieb sie damals.

+++ 8.44 Uhr: Ein Toter bei Sprengung eines Fahrkartenautomaten in Dortmund +++

Bei der Sprengung eines Fahrkartenautomaten in Dortmund ist ein Mann ums Leben gekommen. Die Bundespolizei wurde in der Nacht zum Dienstag wegen eines lauten Knalls zu dem Bahnhof im Stadtteil Scharnhorst gerufen, wo sie einen schwerstverletzten Mann entdeckte, wie ein Sprecher der Bundespolizei sagte. Ein Notarzt habe diesen trotz sofortiger Wiederbelebungsmaßnahmen nicht mehr retten können. Die Identität des Toten stand zunächst noch nicht fest. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, wurde am Bahnsteig außerdem ein Mann festgenommen. Es bestehe der Verdacht, dass die beiden zu zweit den Fahrkartenautomaten sprengen und den Geldbehälter leeren wollten.

+++ 7.20 Uhr: Ivanka Trump bezieht eigenes Büro im Weißen Haus +++

US-Präsidententochter Ivanka Trump richtet sich im Zentrum der Macht ein: Die 35-Jährige habe nun ein eigenes Büro im Weißen Haus, bestätigte ein US-Regierungsvertreter in Washington. Die Tochter von Präsident Donald Trump war bereits häufig bei politischen Anlässen im Weißen Haus zugegen - zuletzt am Freitag beim Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Eigene Büroräume hatte sie bislang aber nicht. Ivanka Trumps Anwalt Jamie Gorelick sagte dem Nachrichtenportal "Politico", die Tochter des Präsidenten werde im Weißen Haus auch Zugang zu Informationen bekommen, die als vertraulich eingestuft sind. Sie werde sich an alle Regeln für Präsidentenberater halten, auch wenn sie selbst nicht bezahlt werde und kein offizielles Amt übernehme.

Ivanka Trump, Tochter des künftigen US-Präsidenten Donald Trump, steht in einem ärmellosen, lachsfarbenen Kleid auf einer Bühne.

+++ 7.04 Uhr: Schweinsteiger wechselt nach Chicago +++

Fußball-Weltmeister Bastian Schweinsteiger wechselt einem Medienbericht zufolge von Manchester United in die USA zu den Chicago Fire. Der 32-Jährige habe einen Einjahresvertrag unterschrieben, berichtete die Zeitung "Chicago Tribune" unter Berufung auf eine vereinsnahe Quelle. Gespräche mit Manager Nelson Rodriguez und Trainer Veljko Paunovic hätten ihn von Vision und Philosophie der Fire überzeugt, wurde Schweinsteiger zitiert. Der frühere Bayern-Profi könnte dem Bericht zufolge in der kommenden Woche zu seiner neuen Mannschaft stoßen.

+++ 6.34 Uhr: Guterres bei Präsidentenwahl in Osttimor klar vorn +++

Bei der Präsidentenwahl im südostasiatischen Inselstaat Osttimor zeichnet sich ein Erfolg des früheren Parlamentspräsidenten Francisco Guterres ab. Der Vorsitzende der linksorientierten Fretilin-Partei lag am Dienstag nach Auszählung von 90 Prozent der Stimmen mit 57 Prozent vorn, wie die nationale Wahlbehörde mitteilte. Bleibt es dabei, müsste der 62-Jährige nicht einmal in die Stichwahl, sondern wäre gleich im ersten Durchgang gewählt. Das Endergebnis wird am Mittwoch erwartet.

Auf Platz zwei kam demnach Erziehungsminister Antonio da Conçeicão mit 32 Prozent. Insgesamt hatten sich bei der Wahl am Montag acht Kandidaten um die Nachfolge des amtierenden Staatschefs Taur Matan Ruak beworben. Guterres galt von Anfang an als klarer Favorit. Seine Fretilin-Partei, die aus der Unabhängigkeitsbewegung hervorging, ist die größte Partei des Landes. Falls es doch noch zu einer Stichwahl kommt, findet diese am 20. April statt.

+++ 6.15 Uhr: Penélope Cruz spielt in US-Serie Donatella Versace +++

Hollywoodstar Penélope Cruz ist demnächst in ihrer ersten größeren Fernsehrolle zu sehen. Die spanische Filmschauspielerin werde in der Serie "Versace: American Crime Story" Donatella Versace, die Schwester des ermordeten Modedesigners Gianni Versace, spielen, teilte der US-Sender FX am Montag mit. Die Dreharbeiten sollen im April beginnen, die Serie soll im kommenden Jahr ausgestrahlt werden. Gianni Versace war im Juli 1997 auf den Stufen seiner Villa in Miami vom Serienmörder Andrew Cunanan erschossen worden. Cunanan hatte vor Versace bereits vier andere Menschen umgebracht. Er beging acht Tage nach den Schüssen auf den Modeschöpfer Selbstmord. Der Designer wird in der FX-Serie vom venezolanischen Schauspieler Édgar Ramírez gespielt.

+++ 3.35 Uhr: Escobars Auftragskiller will in die Politik +++

Er hat als Auftragsmörder in Diensten von Kolumbiens Drogenboss Pablo Escobar rund 250 Menschen erschossen und Tausende weitere Verbrechen koordiniert - nun will Jhon Jairo Velásquez alias "Popeye" in die Politik. "Ja, ich will Senator werden", sagte er in Medellín. Nach mehr als 23 Jahren Gefängnis war er entlassen worden, weil er bei der Aufklärung der Taten des Medellín-Kartells mit der Justiz kooperiert hat. Sein Leben wurde verfilmt. Im April will der Streaming-Anbieter Netflix, der schon die "Narcos"-Reihe über Escobar ausstrahlte, die Serie zeigen.

Der 54-Jährige polarisiert, Medellíns Bürgermeister Federico Gutiérrez warnte jüngst vor einer Verherrlichung der Verbrechen. In Kolumbien wird 2018 gewählt. Velásquez pocht darauf, dass wegen der geplanten politischen Betätigung von Ex-Mitgliedern der Farc-Guerilla die Gesetze so geändert werden, dass Amnestieregelungen ausgeweitet werden und auch verurteilte Straftäter kandidieren können. Bisher ist das im Rahmen einer Sonderjustiz nur für Farc-Mitglieder möglich.

+++ 1.34 Uhr: Geiselnahme in Berlin-Neukölln - Polizei überwältigt Mann +++

Eine stundenlange Geiselnahme in einer Wohnung in Berlin-Neukölln ist unblutig zu Ende gegangen. Spezialeinsatzkräfte der Polizei überwältigten in der Nacht zum Dienstag einen 63-Jährigen. "Der Mann wurde festgenommen", sagte ein Sprecher der Polizei. Der 63-Jährige hatte am Montagabend eine 61 Jahre alte Frau in seine Gewalt gebracht und sie vermutlich mit einer Waffe bedroht. Die Frau sei unverletzt, hieß es weiter. Laut Polizei war ein Notruf wegen Bedrohung eingegangen.

tim / DPA / AFP