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News des Tages: Gérard Depardieu wegen Vergewaltigung angezeigt - er weist die Vorwürfe zurück

Lübecker Polizei fasst mutmaßlichen Serien-Vergewaltiger +++ Anzeige  gegen Depardieu wegen Vergewaltigung  +++ Zwei Todesopfer aus Deutschland bei Flugzeugabsturz in Frankreich +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Gérard Depardieu weist die Vorwüfe gegen ihn zurück

Gérard Depardieu weist die Vorwüfe gegen ihn zurück

AFP

Die wichtigsten Meldungen im Überblick: 

  • Lübecker Polizei fasst mutmaßlichen Serien-Vergewaltiger (19.10 Uhr)

  • FDP-Chef Lindner spendet Geld an die eigene Partei (18.20 Uhr) 

  • Gérard Depardieu wegen Vergewaltigung angezeigt (18.34 Uhr)  
  • Zwei Todesopfer aus Deutschland bei Flugzeugabsturz in Frankreich (14.40 Uhr)
  • Pegida-naher LKA-Mann verlässt Polizei (10.31 Uhr)

Die Nachrichten des Tages:  

+++ 21.07 Uhr: Geert Wilders sagt Mohammed-Karikaturen-Wettbewerb ab +++

Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders (54) hat einen geplanten Wettbewerb für Mohammed-Karikaturen abgesagt. "Um die Gefahr von Opfern islamistischer Gewalt zu vermeiden, habe ich beschlossen, den Karikaturenwettbewerb zu stoppen", heißt es in einer veröffentlichten Erklärung von Wilders. "Die Sicherheit der Menschen geht vor." Er wolle nicht, dass der Wettbewerb "als Entschuldigung für islamistische Gewalt gebraucht wird".

+++ 20.30 Uhr: Festnahme nach Morddrohungen gegen US-Zeitung "Boston Globe" +++

Ein Mann ist nach Morddrohungen gegen die US-Zeitung "Boston Globe" festgenommen worden. Der 68-Jährige werde einem Haftrichter vorgeführt, wie die Staatsanwaltschaft des Bundesstaats Massachussetts mitteilte. Demnach rief der Kalifornier die Redaktion im August immer wieder an und drohte, Zeitungsmitarbeiter zu erschießen. Zuvor hatte das Blatt eine Aktion angestoßen, bei der mehr als 300 Tageszeitungen vor einer Gefährdung der Pressefreiheit durch Präsident Donald Trump warnten. 

+++ 19.10 Lübecker Polizei fasst mutmaßlichen Serien-Vergewaltiger +++

Die Lübecker Polizei hat einen 29-jährigen Mann festgenommen, der seit Mitte Mai im Umfeld der Lübecker Innenstadt insgesamt vier Sexualstraftaten begangen haben soll. Gegen den Iraker wurde Untersuchungshaftbefehl wegen Fluchtgefahr erlassen, teilte die Polizei mit. Der 29-Jährige, der nach Polizeiangaben seit mehreren Jahren in Lübeck lebt, wurde am Dienstag festgenommen. Zuvor habe ihn eine 31 Jahre alte Studentin als den Mann wiedererkannt, der am Morgen des 12. August versucht haben soll, sie zu vergewaltigen, sagte ein Polizeisprecher. 

Ein Abgleich der DNA des 29-Jährigen mit den bei vier Sexualstraftaten gesicherten Spuren habe dann eine eindeutige Übereinstimmung ergeben, sagte der Sprecher weiter.

+++ 18.34 Uhr: Staatsanwaltschaft prüft Vorwürfe gegen Depardieu wegen Vergewaltigung +++

Filmstar Gérard Depardieu hat nach einer Anzeige in Frankreich den Vorwurf der Vergewaltigung zurückgewiesen. Depardieu bestreite jeglichen sexuellen Übergriff, jegliche Vergewaltigung, jegliches Vergehen, sagte sein Anwalt Hervé Temime am Donnerstag dem Sender BFMTV. "Eine Anschuldigung dieser Art ist das Gegenteil von dem, was er ist". Die Pariser Staatsanwaltschaft führt Vorermittlungen wegen Vergewaltigungen und sexuellen Übergriffen, wie aus Justizkreisen bestätigt wurde.

Eine solche Untersuchung ist ein übliches Vorgehen nach einer Anzeige. Dabei gehen die Ermittler den Anschuldigungen nach und ermitteln, ob sie Indizien für ein Fehlverhalten finden. Damit ist noch kein Ermittlungsverfahren gegen Depardieu eingeleitet, für das Ermittler schwerwiegende oder übereinstimmende Indizien gegen einen
Verdächtigen haben müssten.

Depardieu (69) ist einer der berühmtesten Schauspieler des französischen Kinos und unter anderem für seine Rollen als "Obelix", "Cyrano de Bergerac" und "Graf von Monte Christo" bekannt.

+++ 18.20 Uhr: FDP-Chef Lindner spendet 50.000 Euro an die eigene Partei +++

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat der eigenen Partei 50.249,17 Euro gespendet. Der Bundestag veröffentlichte den Vorgang wie bei Beträgen ab 50.000 Euro üblich auf seiner Website. Aus Lindners Umfeld hieß es, die Spende vom Montag sei aus privaten, versteuerten Mitteln erfolgt. Zudem sei es nicht unüblich, dass Funktions- und Mandatsträger der FDP der eigenen Partei Zuwendungen machten. Zuerst hatte die "Welt" über die Spende berichtet.

Es ist die erste Großspende für die FDP im laufenden Jahr. Ebenso wie AfD, Grüne, CSU und Linke hatte die Partei bis Ende Juli keine beträchtlichen Einzelbeträge bekommen. Die CDU hingegen erhielt sieben Spenden von mehr als 50.000 Euro, insgesamt bekamen die Christdemokraten 710.002 Euro unter anderem von Daimler und der BMW-Aktionärsfamilie Quandt. Der Koalitionspartner SPD erhielt 200.000 Euro aus zwei Spenden von Daimler und dem Immobilienunternehmen Dietmar Bücher.

Video: Debatte über Wehrpflicht entbrannt

+++ 16.09 Uhr: 18 Menschen kommen bei Hubschrauber-Absturz in Äthiopien ums Leben +++

Beim Absturz eines Militärhubschraubers im ostafrikanischen Äthiopien sind 15 Soldaten und drei Zivilpersonen ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich in der Provinz Oromia während eines Flugs aus der östlichen Stadt Dire Dawa zu einem Militärstützpunkt in Bishoftu in der Nähe der Hauptstadt Addis Abeba, wie ein leitender Beamter der Provinz erklärte. Keiner der Insassen habe den Absturz überlebt, sagte der Beamte Addisu Arega. Die Unglücksursache blieb zunächst unklar. Das äthiopische Militär hat mehrere Helikopter russischer Bauart im Einsatz.

+++ 15.17 Uhr:  13 Menschen sterben bei Busunglück in Simbabwe +++

Bei einer Kollision von zwei Bussen in Simbabwe sind mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. Es gebe auch zahlreiche Verletzte, sagte eine Polizeisprecherin. Die beiden Busse fuhren demnach auf der Hauptverkehrsstraße zwischen der Hauptstadt Harare und dem südlichen Bulawayo, als sie aus bislang ungeklärter Ursache zusammenstießen. In dem Land im südlichen Afrika kommt es immer wieder zu schweren Verkehrsunfällen. Häufig spielen dabei auch der schlechte Zustand der Straßen und fehlende Beleuchtung in der Nacht eine Rolle.

+++ 14.40 Uhr: Zwei Todesopfer aus Deutschland bei Flugzeugabsturz in Frankreich +++

Beim Absturz eines Kleinflugzeugs in den französischen Alpen sind zwei aus Deutschland stammende Insassen ums Leben gekommen. Wie die örtliche Präfektur auf Anfrage mitteilte, sei das Wrack in der Nähe von Bourg Saint Maurice in der Region Savoyen gefunden worden. Wie es zu dem Unglück kam, blieb zunächst offen. Die Behörden setzten vier Hubschrauber und insgesamt 30 Sicherheitskräfte und Retter ein, um das verunglückte Flugzeug zu finden. 

Der Unfall unweit der italienischen Grenze ereignete sich demnach bereits am Mittwochabend. Die Suche wurde in der Nacht unterbrochen, wie die Präfektur berichtete. Über die Herkunft der Opfer machte die Behörde auch auf Nachfrage keine Angaben. Die Staatsanwaltschaft ermittele, hieß es.

+++ 13.10 Uhr: UN-Kommissar legt Aung San Suu Kyi Rücktritt nah +++

Myanmars Regierungschefin Aung San Suu Kyi hätte nach Ansicht des UN-Hochkommissars für Menschenrechte im Zuge der Rohingya-Krise zurücktreten sollen. Said Raad Hussein warf der Friedensnobelpreisträgerin in der BBC vor, das brutale Vorgehen von Myanmars Militär gegen die muslimische Minderheit der Rohingya zu verteidigen. Suu Kyi habe sich zur "Sprecherin des Militärs" machen lassen. Dann fügte der Jordanier hinzu: "Sie war in der Lage, etwas zu tun. Sie hätte still bleiben können - oder noch besser, sie hätte zurücktreten können."

In Myanmar (ehemals Birma) ist die Armee nach wie vor an der Regierung beteiligt. Suu Kyi führt die Regierung mit dem Titel einer "Staatsrätin".

Video: Myanmar: 50.000 Menschen müssen ihre Häuser verlassen

+++ 13.05: Chinesischer Konzern Haier plant Milliarden-Investition in Europa +++

Der chinesische Hausgerätehersteller Haier will in den kommenden vier Jahren rund eine Milliarde Euro in sein Europageschäft investieren. Das sagte Haier-Europachef Yannick Fierling vor Beginn der Elektronikmesse IFA in Berlin. Die Summe beziehe sich auf Vertrieb und Marketing, nicht auf Zukäufe, die zusätzlich geplant seien.

Mit 14,2 Prozent der verkauften Elektrogroßgeräte sei Haier in diesem Segment zwar weltweit die Nummer eins, in Europa liege der Anteil aber nur bei 2,3 Prozent. Anders als in Asien sei die Marke Haier in Europa "wenig bekannt", sagte Fierling. Dies wolle man auch mit der Eröffnung von elf neuen Geschäftsstellen in Europa ändern. Bisher sind es acht.

Die Haier-Gruppe erzielte 2017 einen Umsatz von 242 Milliarden Yuan (31 Mrd Euro). Sie beschäftigt derzeit 85 000 Mitarbeiter. Die Tochtergesellschaft Qingdao Haier plant eine Zweitnotierung ihrer Aktien an der Frankfurter Börse.

+++ 12.37 Uhr: Laschet sieht die Bundesregierung im Fall Sami A. in er Pflicht +++

Im Gerangel um die unrechtmäßige Abschiebung und Rückholung des Islamisten Sami A. nach Tunesien sieht NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) die Bundesregierung am Zug. Sie stehe jetzt in der Pflicht, auf diplomatischem Wege die Zusicherung von Tunesien einzuholen, dass ihm keine Folter drohe, sagte Laschet in Düsseldorf.

"Das ist das, worauf wir jetzt warten." Klar sei, dass das Gerichtsurteil in letzter Instanz zu dem als Gefährder eingestuften Sami A. respektiert werden müsse. "Also muss die Rückholung von Sami A. eine Aufgabe sein." Der zuletzt in Bochum lebende Sami A. war Mitte Juli nach Tunesien abgeschoben worden - zu Unrecht, wie das NRW-Oberverwaltungsgericht (OVG) später entschied.

+++ 12.33 Uhr: Jede vierte Frau wird am Arbeitsplatz sexuell belästigt +++

Fast jede vierte abhängig beschäftigte Frau in Deutschland ist nach eigenen Angaben schon einmal am Arbeitsplatz sexuell belästigt worden. In einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage des Instituts Forsa für den Deutschen Beamtenbund (DBB) gaben 24 Prozent der befragten Frauen an, bei der Arbeit bereits sexueller Belästigung ausgesetzt gewesen zu sein. 19 Prozent erlebten demnach - teils zusätzlich - sexistisches Verhalten gegenüber Kolleginnen.

+++ 12.05: Bürgermeisterin von Lesbos befürchtet soziale Explosion +++

Ein Bürgermeister auf der griechischen Insel Lesbos hat wegen der vielen Migranten in überfüllten Lagern einen Brandbrief an den zuständigen Minister in Athen geschickt. "Es besteht die Gefahr, dass wir Zeugen tragischer Ereignisse werden", warnte der Bürgermeister des Inselhauptortes Mytilini, Spyros Galinos, in dem offenen Brief, der am Donnerstag in der griechischen Presse veröffentlich wurde. Die Geduld der Einwohner habe zudem wegen erhöhter Kleinkriminalität "ihre Grenzen erreicht", schrieb er an Migrationsminister Dimitris Vitsas. Es drohe eine soziale Explosion.

+++ 11.23 Uhr: Technik-Schau IFA in Berlin eröffnet +++

Die IFA startet optimistisch in ihre nächste Ausgabe. Mehr als 1800 Aussteller werden nach Angaben der Messe von Freitag an ihre neuesten Produkte auch den privaten Besuchern präsentieren. "Die IFA ist das "Smart Home" für die digitale Welt", sagte der Chef der Messe Berlin, Christian Göke, zur Eröffnung. Keine andere Messe sei so international und gebe dem Markt so viele Impulse wie die IFA.

Nach zwei Pressetagen öffnet die IFA am Freitag ihre Tore für alle Besucher. An diesem Tag will Berlins Bürgermeister Michael Müller (SPD) einen Messerundgang machen. Im vergangenen Jahr zählten die Veranstalter rund 250.000 Besucher.

+++ 11.17 Uhr: Panasonic verlegt Europasitz wegen Brexits nach Amsterdam +++

Der japanische Elektronikhersteller Panasonic verlegt seinen Europasitz von London nach Amsterdam. Das sagte Panasonic-Europa-Geschäftsführer Laurent Abadie der japanischen Zeitung "Nikkei Asian Review". Grund sei der Austritt Großbritanniens aus der EU im nächsten Jahr. Panasonic wolle mit der für Oktober vorgesehenen Verlegung verhindern, möglicherweise von der eigenen Regierung bestraft zu werden. Sollte Großbritannien die Unternehmenssteuer drastisch senken, könnte das Land von Japan als Steueroase eingestuft werden. Großbritannien soll am 29. März 2019 aus der EU austreten.

+++ 10.49 Uhr: Schottland: Ex-Premier Salmond erklärt SNP-Austritt nach Missbrauchsvorwürfen +++

Der sexueller Angriffe bezichtigte ehemalige Chef der schottischen Regionalregierung, Alex Salmond, hat seinen Austritt aus der Schottischen Nationalpartei (SNP) erklärt. Zur Begründung sagte er in einem Video, er wolle Schaden von der Partei abwenden und der Opposition keine Angriffsfläche bieten. Außerdem wolle er mit seinem Schritt eine Spaltung der Partei vermeiden. Sobald er die Möglichkeit gehabt haben werde, "meine Ehre zu verteidigen", werde er darum bitten, erneut SNP-Mitglied zu werden.

Die schottische Zeitung "Daily Record" hatte am vergangenen Freitag berichtet, zwei Salmond-Mitarbeiter hätten Salmond beschuldigt, 2013 als Premierminister unter anderem in seiner Residenz sexuell aggressiv geworden zu sein. Salmond wies die Vorwürfe umgehend zurück und kündigte an, dass er gegen das von der schottischen Regierung gegen ihn eingeleitete Verfahren vorgehen werde.

+++ 10.31 Uhr: Sachsen: Pegida-naher LKA-Mann verlässt Polizeidienst

Der Mitarbeiter des sächsischen Landeskriminalamts (LKA), der bei einer AfD- und Pegida-Demonstration in Dresden Mitte August Journalisten bepöbelte, verlässt den Polizeidienst des Freistaats. Wie das LKA am Donnerstag in Dresden mitteilte, wird er "mit seiner Zustimmung bis auf Weiteres eine andere, adäquate Tätigkeit außerhalb der Polizei Sachsen wahrnehmen". Der Wechsel werde zum kommenden Montag wirksam.

Es habe ein Gespräch mit dem Mann und seinem Anwalt gegeben, in dem der Mitarbeiter Gelegenheit gehabt habe, "seine Sicht auf den Sachverhalt darzustellen", erklärte das LKA. Weitere Angaben seien aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht möglich. Der Mann war bislang Tarifangestellter im LKA und hatte dort Medienberichten zufolge im Dezernat für Wirtschaftskriminalität Zugriff auf sensible Ermittlungsdaten.

Der LKA-Mann war während eines Besuchs von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am 16. August in Dresden privat zu einer Kundgebung von Anhängern der AfD und der fremdenfeindlichen Pegida-Bewegung unterwegs. Dabei griff er ein ZDF-Kamerateam verbal an. Die Journalisten wurden anschließend etwa eine Dreiviertelstunde lang von der Polizei festgehalten. Dem Vorfall folgte eine Debatte über die Pressefreiheit, die Polizei entschuldigte sich beim ZDF.

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+++ 10.19 Uhr: NRW: Feuerwehr zieht bis zum Hals versunkene Pferde aus Schlamm +++

In einer stundenlangen Rettungsaktion haben Feuerwehrleute und andere Helfer im nordrhein-westfälischen Kleve zwei bis zum Hals im Schlamm versunkene Pferde gerettet. Nach Angaben der Feuerwehr waren die Tiere auf einer Koppel in eine Kuhle geraten, die trocken aussah, aber tatsächlich mit Morast gefüllt war. Sie sanken bis zum Hals ein und konnten sich nicht mehr befreien.

Der Besitzer alarmierte Feuerwehr und einen Tierarzt. Mit Hilfe eines örtlichen Bauunternehmers, der mehrere Bagger zur Verfügung stellte, wurden die beiden Pferde in einer dreieinhalbstündigen Rettungsaktion befreit. 18 Feuerwehrleute waren dabei im Einsatz.

+++ 10.04 Uhr: Henckel von Donnersmarck geht wieder ins Oscar-Rennen +++

Der Film "Werk ohne Autor" von Florian Henckel von Donnersmarck ist der deutsche Kandidat für den Auslands-Oscar. Das teilte German Films in München mit. Der Regisseur hatte 2007 mit "Das Leben der Anderen" den bislang letzten Oscar in der Kategorie bester nicht-englischsprachiger Film nach Deutschland geholt. 

+++ 10.02 Uhr: Peking: Trumps Nordkorea-Politik "verantwortungslos und absurd" +++

Nach der Attacke von US-Präsident Donald Trump auf Chinas Nordkorea-Politik hat Peking den USA vorgeworfen, einer "verantwortungslosen und absurden Logik" zu folgen. Um den Konflikt mit Pjöngjang zu lösen, sollte Washington "auf sich selbst schauen" und die "Schuld" nicht auf andere "übertragen", sagte Hua Chunying, Sprecherin des chinesischen Außenministeriums. Trump hatte Peking zuvor beschuldigt, die Beziehungen der USA zu Nordkorea zu "erschweren".

+++ 09.59 Uhr: Arbeitslosenzahl steigt im August auf 2,351 Millionen +++

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im August im Vergleich zum Vormonat um 26 000 auf 2,351 Millionen gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr ging die Zahl der Jobsucher um 194 000 zurück, wie die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Punkte auf 5,2 Prozent.

+++ 09.18 Uhr: Bericht: 41 Prozent der Neueinstellungen sind befristet +++

Mehr als vier von zehn Arbeitnehmern, die eine neue Stelle antreten, werden befristet eingestellt. Insgesamt betraf dies im vergangenen Jahr 41 Prozent der Neueinstellungen, wie die "Rheinische Post" aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion berichtete. Frauen werden demnach häufiger nur auf Zeit eingestellt als Männer - hier sind 45 Prozent betroffen. Jungen Menschen unter 25 Jahre werden zu 46 Prozent befristet eingestellt.

+++ 08.31 Uhr: Kanye West entschuldigt sich für Sklaverei-Äußerung +++

Mehrere Monate nach seinem vielfach kritisierten Kommentar zur Sklaverei hat sich US-Rapper Kanye West (41) reumütig gezeigt. Es tue ihm leid gegenüber den Menschen, die sich durch die Äußerung "im Stich gelassen" fühlten, sagte West in einem Interview des Radiosenders "107.5 WGCI" aus Chicago.

"Ich weiß nicht, ob ich mich angemessen dafür entschuldigt habe", sagte der Musiker und Ehemann von Reality-Star Kim Kardashian weiter. Er wisse es zu schätzen, dass er nun die Möglichkeit dazu habe.

Vor knapp vier Monaten hatte West in einem Interview des Internetportals TMZ.com gesagt, 400 Jahre Sklaverei klängen für ihn "nach eigener Wahl". Nach heftiger Kritik hatte er später eingeräumt, er wisse durchaus, dass Sklaven nicht aus freien Stücken auf Boote gegangen seien. "Aber so lange in dieser Position zu bleiben, obwohl wir eine große Masse auf unserer Seite hatten, zeigt, dass wir mental gefangen waren."

+++ 08.07 Uhr: Nach Mord an Student in Jena weitere Leichenteile gefunden +++

Im Fall des getöteten chinesischen Studenten in Jena sind weitere Leichenteile entdeckt worden. Polizeitaucher setzten am Mittwoch ihre Suche fort und wurden fündig, wie eine Sprecherin der Polizei am Morgen mitteilte.

Ein 23-jähriger Vietnamese hat gestanden, den 26-jährigen Chinesen getötet zu haben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Gera sagte er aus, die Leiche zerstückelt und in die Saale geworfen zu haben. Die beiden Männer waren Kommilitonen und Wohnungsnachbarn.

Zum Motiv könne laut Staatsanwaltschaft bisher nur gesagt werden, dass der Vietnamese aus bislang unbekannten Gründen über seinen Nachbarn sehr verärgert gewesen sei. Der 23-Jährige hatte sich am Dienstag selbst der Polizei gestellt und ausgesagt, dass er den Chinesen am vorigen Freitag getötet habe.

+++ 08.05 Uhr: Mindestens acht Tote bei Busunfall in Südafrika +++

Ein Busunglück im Süden Südafrikas hat mindestens acht Menschen das Leben gekostet. Die Zahl der Toten könne noch steigen, da sich unter dem umgestürzten Bus noch Reisende befänden, zitierten Medien den Chef der regionalen Verkehrsbehörde Western Cape, Kenny Africa. Der Bus war demnach auf dem Weg von Kapstadt nach Beaufort West im Landesinnern. Etwa 50 Kilometer vor seinem Ziel sei er aus bisher ungeklärter Ursache verunglückt. Etwa 30 Menschen wurden verletzt. Auf Fotos war das umgestürzte Fahrzeug zu sehen.

+++ 07.13 Uhr: Neuseeländisches Dorf will alle Katzen loswerden +++

In Neuseeland hat ein Dorf genug von Katzen: Die kleine Gemeinde Omaui im äußersten Süden des Pazifikstaats plant, nach und nach seine Katzen loszuwerden. Dazu sollen alle Tiere gezählt, mit Mikrochips ausgestattet und gegebenenfalls auch kastriert werden. Wenn eine Katze stirbt, darf sich der Besitzer dann keine neue mehr anschaffen. Begründet wird dies mit der Sorge, dass die Katzen zu viele andere Tiere wie Vögel, Echsen und Insekten fressen.

Der Vorschlag der zuständigen Regionalbehörde Southland Environment wird nun heftig diskutiert. Der Vorsitzende des Omaui Landcare Charitable Trust, John Collins, sagte der Lokalzeitung "Otago Daily Times": "Wir sind keine Katzenhasser. Aber wir wollen, dass es in unserer Umgebung ein vielfältiges Wildleben gibt." Insbesondere für Vögel seien die Katzen eine enorme Gefahr. Inzwischen gibt es aber auch eine Bürgerinitiative, die das Verbot verhindern will.

In Neuseeland ist die Katzenhaltung schon länger umstritten. In einigen Schutzgebieten gibt es Zäune, die das Eindringen von Katzen verhindern. Auch in der Hauptstadt Wellington gibt es inzwischen Proteste, weil die vermeintlich so friedlichen Haustiere in der Umwelt großen Schaden anrichten. Katzen waren von europäischen Einwanderern nach Neuseeland gebracht worden.

+++ 06.37 Uhr: Polizei: Lage in Chemnitz in der Nacht ruhig +++

Nach den Ausschreitungen der vergangenen Tage ist es in der Nacht nach Angaben der Polizei in ruhig geblieben. Ein Polizeisprecher teilte mit, dass es zu keinen Straftaten gekommen sei, die mit den Ausschreitungen der vergangenen Tage in Zusammenhang stehen. Am Sonntag war in Chemnitz ein 35 Jahre alter Deutscher durch Messerstiche getötet worden. Ein Iraker und ein Syrer sitzen als Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Nach der Tat zogen überwiegend rechte Demonstranten durch die Stadt, von denen einige Ausländer angriffen.

+++ 05.05 Uhr: Yücel will von Türkei Haftentschädigung +++

Der für ein mehr als ein Jahr inhaftierte "Welt"-Korrespondent Deniz Yücel will nach Angaben von Reporter ohne Grenzen von der Türkei Entschädigung. Er werfe der türkischen Justiz unrechtmäßige Inhaftierung vor, teilte der türkische Zweig der Organisation über mit. Yücels Anwalt Veysel Ok vertrete ihn in einem Gerichtsverfahren, das am 25. September in Istanbul beginnen werde. Die Inhaftierung Yücels und weiterer Deutscher aus politischen Gründen führte zu einer schweren Krise zwischen Berlin und Ankara.

+++ 05.05 Uhr: Juso-Chef Kühnert fordert neues Parteiausschlussverfahren gegen Sarrazin +++

Der Juso-Vorsitzende Kevin Kühnert fordert ein neues Parteiausschlussverfahren der SPD gegen den Publizisten  wegen dessen ausländer- und islamfeindlicher Thesen. "Die Jusos sind klar für einen neuen Versuch, Sarrazin rauszuwerfen", sagte der Chef der SPD-Nachwuchsorganisation der "Rhein-Neckar-Zeitung". "Herr Sarrazin hat mit den Grundwerten der SPD schon lange nichts mehr zu tun."

Der frühere Berliner Finanzsenator stellt an diesem Donnerstag sein neues Buch vor, in dem er vor einer "feindlichen Übernahme" Deutschlands durch den Islam warnt. Der Wille in der gesamten SPD sei "groß, nach der Veröffentlichung des Buches einen neuen Anlauf für ein Parteiausschlussverfahren zu nehmen", sagte Kühnert. Mit zwei Anläufen war die SPD allerdings schon gescheitert.

+++ 05.00 Uhr: Neue Talfahrt des argentinischen Peso +++

Die argentinische Währung ist erneut stark gefallen. Der Peso gab um 8,2 Prozent nach und sank auf einen historischen Tiefstand von 34,50 Peso für einen US-Dollar. Der (IWF) sicherte Argentiniens Staatschef Mauricio Macri erweiterte Unterstützung zu, um eine finanzielle Stabilität zu erreichen.

+++ 03.18 Uhr: Zuwanderer in Wismar krankenhausreif geprügelt +++

Ein 20-jähriger Zuwanderer ist in einem Park in in Mecklenburg-Vorpommern krankenhausreif geprügelt worden. Wie die Polizei mitteilte, wurde der junge Mann am späten Mittwochabend von drei Tätern ausländerfeindlich bepöbelt und zu Boden geschlagen. Einer der Angreifer schlug mit einer Eisenkette auf den 20-Jährigen ein. Anschließend flüchteten die Täter. Der schwer verletzte junge Mann, der sich vor der Polizei als Syrer ausgab, wurde zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht.

+++ 02.59 Uhr: Evakuierungen bei Pariser Metrolinie nach Technikpanne +++

Wegen einer technischen Panne bei der Pariser Metro haben mehrere Wagenreihen der Linie 14 evakuiert werden müssen. Der Vorfall habe sich gegen 19.00 Uhr auf der vollständig automatisch betriebenen Linie ereignet, teilte die Betreibergesellschaft RATP bei Twitter mit.

Die Passagiere mussten teilweise aus Tunneln in Sicherheit gebracht werden, wie es auf dem offiziellen Twitterkonto der Linie 14 und von Betroffenen in sozialen Netzwerken hieß. Kurz nach 22.00 Uhr konnte der Verkehr schrittweise wieder aufgenommen werden.

+++ 02.06 Uhr: Nacktfoto-Skandal um US-Promis: Hacker muss acht Monate in Haft +++

Im Nacktfoto-Skandal um US-Promis muss ein 26 Jahre alter Amerikaner für acht Monate in Haft. Dies gab die Staatsanwaltschaft im US-Bundesstaat Connecticut bekannt. Der Mann hatte sich bereits im April schuldig bekannt, Computer gehackt zu haben. Er war einer von vier Männern, die 2014 festgenommen wurden, nachdem zahlreiche intime Fotos und Videos von Stars im Netz veröffentlicht worden waren. 

Der Täter hatte sich monatelang illegal Zugang zu Cloud-Diensten von Prominenten wie Oscar-Preisträgerin Jennifer Lawrence, Schauspielerin Kirsten Dunst oder Sängerin Ariana Grande verschafft.

+++ 00.32 Uhr: Arizona nimmt Abschied von John McCain +++

Im US-Bundesstaat Arizona ist Abschied genommen worden von dem verstorbenen Senator John McCain. In Begleitung von Polizisten auf Motorrädern wurde der in die US-Flagge gehüllte Sarg zum Kapitol in Phoenix gefahren, wo er von einer Ehrengarde empfangen wurde.

"Er widmete sein Leben dem Dienst an seinem Land", sagte der frühere Senator von Arizona, Jon Kyl, bei einer Trauerfeier im Kapitol, an der auch McCains Frau Cindy und seine Kinder teilnahmen. Bis Donnerstag wird der verstorbene Senator in Phoenix öffentlich aufgebahrt.

+++ 00.25 Uhr: Anwalt von Höhlentaucher kündigt Klage gegen Tesla-Chef Musk an +++

Die bizarre Schimpftirade von Tesla-Chef Elon Musk gegen einen der Rettungstaucher des Höhlendramas in Thailand hat offenbar doch noch rechtliche Konsequenzen. Eine Verleumdungsklage seines Mandanten dürfte in den kommenden Tagen bei einem Gericht in Los Angeles eingereicht werden, sagte der Anwalt des Tauchers dem US-Sender CNN. Musk hatte den Briten Vernon Unsworth, der im Juli bei der dramatischen Rettung eines thailändischen Fußball-Teams aus einer Höhle mitgeholfen hatte, vor seinen über 22 Millionen Twitter-Followern wiederholt als "Pädophilen" beschimpft.

+++ 00.06 Uhr: Trump: Keine "Kriegsspiele" mehr vor koreanischer Halbinsel +++

US-Präsident Donald Trump hat klargestellt, dass er die gemeinsamen Militärmanöver mit Südkorea vor der koreanischen Halbinsel abschaffen möchte. "Es gibt derzeit keinen Grund, große Geldbeträge für gemeinsame Kriegsspiele von Südkorea und den USA auszugeben", schrieb Trump auf Twitter. Nichtsdestotrotz könnten sie wieder begonnen werden, wenn der US-Präsident sich dazu entschließe, schrieb Trump. "Wenn er das tut, werden sie deutlich größer sein als je zuvor."

US-Verteidigungsminister James Mattis hatte zuletzt im Gegensatz dazu erklärt, es gebe derzeit keine Pläne für ein weiteres Aussetzen der Militärübungen. "Wir haben derzeit keine Pläne, weitere Übungen zu suspendieren", sagte Mattis am Dienstag bei einer Pressekonferenz im Pentagon.

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kng / DPA / AFP