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News des Tages: L'Oréal-Milliardärin Liliane Bettencourt ist tot

ARD gelobt Besserung für TV-Duell zur nächsten Wahl +++ L'Oréal-Milliardärin Liliane Bettencourt ist tot +++ Dortmund: Hochhauskomplex wird geräumt +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

L'Oréal-Milliardärin Liliane Bettencourt ist tot

L'Oréal-Milliardärin Liliane Bettencourt ist tot

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Die Nachrichten des Tages im -Ticker:

+++ 22.06 Uhr: Schneelawine löst sich - Mehrere Verletzte +++

Mehrere Mitglieder einer Wandergruppe sind in den Berchtesgadener Alpen beim Abgang einer Schneelawine verletzt worden. "Vier Personen der Gruppe sind betroffen", sagte ein Polizeisprecher. Die Unglücksstelle liege schwer zugänglich hinter der Landtalalm. Selbst die Polizeikräfte hätten das Gelände hinter dem Königssee nur per Helikopter erreicht. In den Berchtesgadener Alpen war laut Lawinenwarndienst Bayern zuletzt bis zu einem halben Meter Schnee gefallen. Woher die Reisegruppe stammte, war noch unklar. Wie schwer die Verletzungen der betroffenen Wanderer waren, war zunächst ebenfalls nicht klar.

+++ 21.24 Uhr: Lawrow lobt Trump für Fokus auf nationale Souveränität +++

Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat den amerikanischen Präsidenten Donald Trump für dessen Rede bei den Vereinten Nationen und seinen Fokus auf die nationale Souveränität gelobt. Souveränität sei ein Grundsatz, "dem wir uns alle anschließen können", sagte Lawrow vor der UN-Vollversammlung. "Länder mit anderen Werten und anderer Kultur können nicht nur nebeneinander existieren, sondern Seite an Seite arbeiten."

Mit Blick auf Nordkorea sprach Lawrow von einer "gefährlichen Spirale der Konfrontation". Es gebe keine Alternative, als den Konflikt auf der koreanischen Halbinsel mit diplomatischen Mitteln zu lösen. "Militärische Hysterie ist nicht nur eine Sackgasse, sie ist ein Desaster."

+++ 19.44 Uhr: Air-Berlin-Gläubiger verhandeln mit Lufthansa über große Unternehmensteile +++

Die Gläubiger der insolventen Air Berlin verhandeln über einen Verkauf großer Teile der Fluggesellschaft mit der Lufthansa. Für weitere Teile werde mit Easyjet und wahrscheinlich Condor verhandelt, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Verhandlungskreisen.

+++ 19.33 Uhr: Berlin deckelt Export-Bürgschaften für die Türkei +++

Die Bundesregierung hat eine Deckelung der staatlichen Absicherung deutscher Exporte in die Türkei beschlossen, um den wirtschaftlichen Druck auf die Regierung in Ankara zu erhöhen. Die so genannten Hermes-Bürgschaften sollen 2017 für Waren im Wert von zusammen höchstens 1,5 Milliarden Euro gewährt werden, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen. Die Deckelung war von Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) im Juli als Teil einer härteren Gangart gegenüber der türkischen Regierung angekündigt worden. Auslöser war die Verhaftung des Menschenrechtlers Peter Steudtner, dem wie zehn anderen inhaftierten Deutschen Unterstützung von Terroristen vorgeworfen wird.

+++ 19.02 Uhr: EU einigt sich offenbar auf neue Sanktionen gegen Nordkorea +++

Die EU hat sich auf weitere Sanktionen gegen Nordkorea verständigt. Wie Diplomaten mitteilten, einigten sich die zuständigen Botschafter der Mitgliedstaaten auf eine Reihe weiterer Strafmaßnahmen. Dazu gehören ein vollständiges Verbot von Investitionen und Ölexporten sowie die Belegung weiterer nordkoreanischer Vertreter mit Einreise- und Vermögenssperren.

+++ 18.48 Uhr: Auswärtiges Amt rät Spanien-Reisenden zu Vorsicht +++

Angesichts der Proteste gegen die spanische Regierung rät das Auswärtige Amt Besuchern der Region Katalonien zu Vorsicht. "Reisenden wird empfohlen, größere Menschenansammlungen in dieser Zeit zu meiden und den Anweisungen von Sicherheitskräften unbedingt Folge zu leisten", erklärte das Ministerium in Berlin. Wegen des von der katalanischen Regionalregierung gegen den Willen Madrids angesetzten Referendums sei insbesondere in Barcelona mit weiteren Demonstrationen zu rechnen.

Heute waren in Barcelona erneut tausende Katalanen für das am 1. Oktober geplante Referendum zur Unabhängigkeit von Spanien auf die Straße gegangen. Madrid betrachtet die Volksabstimmung als illegal, das Verfassungsgericht hatte das in Barcelona beschlossene Referendumsgesetz für ungültig erklärt.

+++ 18.40 Uhr: Radfahrer entdeckt gefesseltes Mädchen in Heilbronn +++

Ein gefesseltes Mädchen ist in Heilbronn gefunden worden. Wie die Polizei mitteilte, hatte ein Radfahrer die Elfjährige am Mittwochabend mit gefesselten Händen in den Weinbergen entdeckt und die Beamten verständigt. Das nach ersten Erkenntnissen unverletzte Mädchen gab demnach an, dass es ihm gut gehe. Warum es gefesselt war und wie es in den Weinberg gelangte, ist noch unklar. Die Elfjährige hatte laut Polizei keine Erinnerung mehr an das Geschehene. Das Letzte, an das sie sich erinnerte, war demnach, dass sie in einem Supermarkt war und danach zu Fuß in Richtung einer Brücke an einer Unterführung ging.

+++ 18.37 Uhr: USA verhängen neue Sanktionen gegen Nordkorea +++

Die USA verhängen neue Sanktionen gegen Nordkorea. US-Präsident Donald Trump sagte in New York, die von ihm angeordneten neuen Sanktionen zielten auf Einzelpersonen, Firmen und Institutionen, die unter anderem in den Branchen Textil, Fischerei, Handwerk und Informationstechnologie Handel mit Nordkorea trieben. Trump fügte hinzu: "Ausländische Banken werden eine klare Wahl haben, ob sie mit uns Handel treiben wollen oder mit Nordkorea."

+++ 18.15 Uhr: Tourist fährt in Deutschland im Linksverkehr - Unfall mit Sportwagen +++

Weil er in Deutschland im Linksverkehr gefahren ist, hat ein Tourist in Baden-Württemberg einen Unfall mit einem Verletzten verursacht. Nach Angaben der Polizei war der 42-Jährige aus Südafrika mit einem gemieteten Sportwagen in Michelfeld fälschlicherweise links statt rechts gefahren - wie er es aus seiner Heimat gewöhnt war. In einer Kurve stieß er mit dem entgegenkommenden Geländewagen eines 63-Jährigen zusammen. Bei dem Aufprall wurde der 63-Jährige leicht verletzt. Der Sachschaden lag bei 150.000 Euro.

+++ 18.12 Uhr: Evakuierung in Dortmund: Helfer bereiten 500 Feldbetten vor +++

Angesichts der bevorstehenden Evakuierung eines Hochhauses in Dortmund haben Helfer mit dem Aufbau von 500 Feldbetten im Notquartier in der Helmut-Körnig-Halle begonnen. Man sei darauf vorbereitet, die Menschen dort für 48 Stunden zu versorgen, sagte ein Sprecher der Malteser der Deutschen Presse-Agentur. Ein großer Wohnkomplex mit mehr als 400 Wohnungen soll heute wegen Brandschutzgründen geräumt werden. 

+++ 18.08 Uhr: L'Oréal-Milliardärin Liliane Bettencourt ist tot +++

Die reichste Frau der Welt, L'Oréal-Erbin Liliane Bettencourt, ist im Alter von 94 Jahren gestorben. Die Multi-Milliardärin sei "friedlich" zu Hause gestorben, teilte deren Tochter Françoise Bettencourt Meyers in Paris mit. Die verschlungenen Finanzaffären um die greise Erbin des Kosmetikkonzerns L'Oréal hatten jahrelang Frankreich in Atem gehalten, zeitweise war sogar der einstige Präsident Nicolas Sarkozy in dem Zusammenhang in Verdacht geraten.

In der weit verzweigten Bettencourt-Affäre, war es insbesondere um den Vorwurf der "Ausnutzung der Schwäche" der alten Dame gegangen. Die Angeklagten sollten der seit 2006 an Demenz leidenden Multi-Milliardärin über Jahre hinweg insgesamt mehrere hundert Millionen Euro aus der Tasche gezogen haben. Vor Gericht standen frühere Vermögensverwalter, Anwälte, Bedienstete und Bekannte Bettencourts, die seit Oktober 2011 entmündigt war, und nach der Forbes-Liste an Stelle 14 der reichsten Menschen der Welt stand. Ihr Vermögen wurde im März auf 33 Milliarden Euro geschätzt. Sie wäre am 21. Oktober 95 Jahre alt geworden.

+++ 17.58 Uhr: Fehlende Grundkenntnisse - Unesco warnt vor weltweitem Bildungsmangel +++

617 Millionen Kinder und Jugendliche weltweit erhalten nach Angaben von Unesco noch nicht einmal grundlegende Kompetenzen im Lesen und Rechnen. So gebe es zu viele Kinder ohne Schulzugang, die keine Chance hätten, Grundlagen zu lernen. Außerdem brechen den Angaben zufolge zu viele die Schule vorzeitig ab. Als drittes Hauptproblem nennt die Unesco in der Mitteilung aber auch mangelnde Bildungsqualität: In vielen Klassenzimmern bekämen die Schüler keine Grundkompetenzen vermittelt.

Die Daten wurden von 1995 bis 2015 und für mehr als 160 Länder erhoben - besonders schlimm sei die Bildungssituation in Subsahara-Afrika, in Süd- und Zentralasien. Im Grundschulalter, also zwischen 6 und 11 Jahren, erhalten laut Unesco 387 Millionen Kinder keine grundlegende Bildung. Außerdem sind 230 Millionen Jugendliche zwischen 12 und 14 Jahren betroffen. 

+++ 17.45 Uhr: Stadt Dortmund: Erheblicher Umbau an Hochhaus notwendig +++

An dem Dortmunder Hochhauskomplex, der wegen Brandgefahr geräumt wird, ist nach Einschätzung der Stadt ein erheblicher Umbau notwendig. Weil der Berliner Eigentümer die Gebäudeanlage Hannibal II im Stadtteil Dorstfeld baulich verändern ließ, habe der Komplex die Brandschutzgenehmigung verloren, sagte der Leiter des Krisenstabes, Ludger Wilde.

Es gebe keine ausreichende Trennung zwischen dem Parkdeck im Untergeschoss und Wohnungen, erläuterte er. Durch Schächte mit direkter Verbindung nach oben bestehe die Gefahr einer schnellen Verrauchung im Brandfall. Auch fehlten ausreichende Rettungswege. "Unmittelbares Handeln ist erforderlich", betonte Wilde. Der Rückbau der Veränderungen sei anspruchsvoll. In welcher Zeitdauer die Mängel behoben werden können, sei nicht zu sagen.

+++ 17.35 Uhr: Falschgeld im Darknet - Durchsuchungen in elf Ländern +++

 In einer bundesweiten Aktion haben Ermittler Verdächtige ins Visier genommen, die Falschgeld im Darknet bestellt haben sollen. Unter Koordination des Bundeskriminalamtes wurden bei 40 Tatverdächtigen in elf Bundesländern Wohnungen und andere Räumlichkeiten durchsucht, wie die Berliner Polizei mitteilte. Der Anlass der Aktion: Österreichische Sicherheitsbehörden hatten im Mai in Wien eine Tätergruppe überführt, die Falschgeld über Plattformen im Darknet vertrieben hatte. Sie sollen die Noten zuvor selbst gedruckt haben. Die österreichischen Behörden gaben Adressen von Käufern und Kaufinteressenten an die deutschen Behörden weiter. Das Darknet ist ein verschlüsseltes Marktplatz im Internet.

+++ 17.25 Uhr: Fast 800 Menschen müssen Hochhaus in Dortmund verlassen +++

Die Räumung des großen Hochhauskomplexes Hannibal II in Dortmund-Dorstfeld betrifft fast 800 Menschen. Das teilte die Stadt mit. Sie begründet die kurzfristige Evakuierung mit Problemen beim Brandschutz in der Tiefgarage und mit fehlenden Rettungswegen. Als Notquartier werde in der kommenden Nacht die Helmut-Körnig-Halle dienen. Anschließend sollen für alle Bewohner "bedarfsgerechte Unterbringungen" gefunden werden. Die Mieter sollen um 21.00 Uhr detailliert über die Notquartiere informiert werden.

+++ 17.07 Uhr: Evakuierung in Dortmund: Eigentümer gehört auch Wuppertaler Hochhaus +++

Dem Eigentümer des Dortmunder Hochhauses, das heute geräumt werden soll, gehört auch das vor einigen Wochen evakuierte Hochhaus in Wuppertal. Das bestätigte eine Pressesprecherin des Berliner Eigentümers Intown GmbH  der Deutschen Presse-Agentur. Die Dortmunder Feuerwehr will den Wohnkomplex mit mehr als 400 Wohnungen an diesem Donnerstag wegen Brandschutzmängeln räumen.

+++ 17.05 Uhr: Katzen-Raub mti Schreckschusspistole - Geldstrafe +++

Nach einem gescheiterten Katzenkauf hat die Interessentin sich in Pirmasens (Rheinland-Pfalz) mehrere Tiere auf rabiate Weise angeeignet. Sie holte sich zwei Frauen als Unterstützung und bedrohte die Katzenbesitzerin mit einer Schreckschuss-Pistole in deren Wohnung. Das Opfer zog sich eine blutende Kopfwunde zu. Eine der Helferinnen ist vor dem Amtsgericht Pirmasens zu einer Geldstrafe von 1800 Euro verurteilt worden - wegen Diebstahls.

Vom Vorwurf der Körperverletzung wurde die Angeklagte freigesprochen. Sie sei laut Zeugenaussagen bei dem zweiten Besuch der Wohnung nicht dabei gewesen, erklärte ein Sprecher des Amtsgerichts. Die anderen Katzenräuber wurden bereits zu Freiheitsstrafen auf Bewährung verurteilt. Ihr Motiv wurde nicht genannt. 

+++ 17.00 Uhr: Viele Mieter verlassen Dortmunder Hochhauskomplex bereits +++

Viele Mieter haben den wegen Brandschutzmängeln zu räumenden Hochhauskomplex in Dortmund bereits verlassen. Am Donnerstagabend standen mehr als 100 Menschen draußen rund um das Haus und warteten auf weitere Unterstützung, wie ein dpa-Reporter am Ort des Geschehens feststellte. Unter ihnen waren zahlreiche Familien mit Kindern. Viele hatten die nötigsten Habseligkeiten in Rucksäcken und Taschen mitgenommen. Die Dortmunder Feuerwehr will den Wohnkomplex mit mehr als 400 Wohnungen am Abend räumen.

+++ 16.56 Uhr: Kenias neue Präsidentschaftswahl auf den 26. Oktober verschoben +++

Nach der Annullierung der Präsidentschaftswahl in Kenia ist die Neuwahl auf den 26. Oktober verschoben worden. Damit die Wahlkommission eine Wahl abhalten könne, die den vom Obersten Gericht ausgelegten Standards entspreche, werde die Abstimmung um mehr als eine Woche verschoben, teilte die Kommission am Donnerstag mit. Zuvor war die Neuwahl für den 17. Oktober geplant gewesen.

Der seit 2013 amtierende Kenyatta wurde nach der Wahl am 8. August zum Sieger erklärt. Oppositionsführer Raila Odinga hatte ihm allerdings Wahlbetrug vorgeworfen und sagte unter anderem, das Wahlsystem sei gehackt worden. Er focht das Ergebnis vor Gericht an. 

+++ 16.37 Uhr: Drohbriefe an Merkels Privatwohnung und an andere Politiker verschickt +++

Kurz vor der Bundestagswahl sind bei Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu Hause und bei anderen Spitzenpolitikern Drohbriefe eingegangen. Ein Sprecher der Berliner Polizei sagte auf Anfrage, am Mittwoch und Donnerstag sei bei insgesamt fünf Politikern entsprechende Post eingetroffen. Ein Brief sei an Merkels Ehemann Joachim Sauer adressiert gewesen. Ein Sprecher der Bundesregierung wollte sich dazu nicht äußern

Die Briefe enthielten den Polizeiangaben zufolge ein weißes Pulver, das sich in Untersuchungen als harmlos herausgestellt habe. Teilweise seien auch Rasierklingen beigefügt worden, sagte der Sprecher weiter. Die Briefe hätten zudem arabische Schriftzeichen enthalten. Der Staatsschutz habe die Ermittlungen übernommen.

+++ 16.24 Uhr: Deutschland gibt 250 Millionen Euro für Wiederaufbau Mossuls +++

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) hat 250 Millionen Euro für den Wiederaufbau der früheren IS-Hochburg Mossul im Nordirak zugesagt. 100 Millionen Euro für Infrastruktur sollen durch Umverteilung aus dem Etat des Entwicklungsministeriums bereit gestellt werden. Hinzu kämen 150 Millionen Euro Soforthilfe vor allem für zurückkehrende Flüchtlinge, sagte der Vizekanzler am Rande der UN-Generalversammlung in New York. Er forderte andere Länder auf, dem Beispiel zu folgen. "Der Betrag selber, so groß er ist, wird nicht ausreichen", sagte er. "Wir brauchen andere, die mitmachen." Die frühere Millionenstadt Mossul war im Juli aus den Händen der Terrororganisation islamischer Staat befreit worden.

+++ 16.12 Uhr: Trump will neue Sanktionen gegen Nordkorea verhängen +++

US-Präsident Donald Trump will im Konflikt um das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm neue Strafmaßnahmen gegen das asiatische Land verhängen. "Wir werden weitere Sanktionen gegen Nordkorea verhängen", sagte Trump am Rande der UN-Generaldebatte in New York. Später am Donnerstag werde er eine offizielle Ankündigung dazu machen, kündigte er an.  

+++ 16.10 Uhr: Dortmund räumt aus Brandschutzgründen riesigen Hochhauskomplex +++

Aus Brandschutzgründen wird noch heute ein Hochhauskomplex in Dortmund evakuiert. Betroffen seien mehr als 700 Bewohner des Hannibal-Hochhauses im Stadtteil Dorstfeld, sagte ein Stadtsprecher auf AFP-Anfrage. "Diese unvermeidliche Sicherheitsmaßnahme ist zum Schutz der dort lebenden Mieterinnen und Mieter laut Beschluss des Krisenstabs unumgänglich", hieß es in einer Mitteilung der Stadt. Einzelheiten wollen die Behörden am späten Nachmittag auf einer Pressekonferenz in Dortmund mitteilen. Details zu den Brandschutzproblemen in dem Hochhaus wurden zunächst nicht bekannt.

+++ 15.19 Uhr: Fahrscheinkontrolleure in Berlin sollen Seniorin Gewalt angetan haben +++

Zwei Fahrscheinkontrolleure sollen an einem Berliner U-Bahnhof eine 70-Jährige bedrängt und der Frau Gewalt angetan haben. Wie die Polizei in der Hauptstadt mitteilte, sucht sie derzeit nach dem mutmaßlichen Opfer. Der Vorfall soll sich demnach im August ereignet haben, wurde aber erst in der vergangenen Woche angezeigt. Der Polizei sei ein Tatverdächtiger bekannt, sagte eine Sprecherin auf Anfrage

Laut Polizei sollen die Kontrolleure, eine Frau und ein Mann, am U-Bahnhof Weinmeisterstraße im Bezirk Mitte die Frau "umstellt, angeschrien und mit Gewalt am Arm gepackt haben". Zudem sollen sie "an ihrem Arm und ihrer Geldbörse gezogen haben, so dass sie vor Schmerz geschrien haben und daraufhin von dem Mann und der Frau auch noch beleidigt worden sein soll". Angezeigt wurde Körperverletzung.

+++ 15.13 Uhr: Vater die Kehle durchgeschnitten - Fünfeinhalb Jahre Haft +++

Für einen tödlichen Messerangriff auf seinen Vater ist ein 43-Jähriger vom Landgericht Darmstadt zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Der Mann habe im Affekt gehandelt, betonte die Kammer. "Es war eine Augenblickstat", sagte der Vorsitzende Richter Volker Wagner. Der Angeklagte habe seinem 80 Jahre alten Vater im Dezember 2016 im hessischen Reinheim mit einem Küchenmesser mindestens 17 Stiche versetzt, dazu zahlreiche Schnitte. Er soll dem Opfer auch die Kehle durchschnitten haben. Die Kammer wertete die als Mord angeklagte Tat als Totschlag. Sie schloss sich damit den Plädoyers von Staatsanwaltschaft und Verteidigung an. 

+++ 14.47 Uhr: Illegales Autorennen mit Tempo 197 in Hamburg +++

Mit fast 200 km/h ist ein 31-Jähriger bei einem illegalen Autorennen durch Hamburg gerast. Erlaubt waren auf der Strecke nur 80 Kilometer pro Stunde, wie die Polizei mitteilte. Den Beamten in einem Messfahrzeug waren am Mittwochabend zwei Autos auf der B5 aufgefallen, die von der Autobahnanschlussstelle Hamburg-Billstedt stadteinwärts rasten. Sie nahmen die Verfolgung auf und schalteten ihr Messgerät ein. Das Ergebnis: 197 km/h. In Hamburg-Hamm konnten die Polizisten einen der Wagen stoppen, während der andere flüchtete. Der 31-Jährige müsse nun mit einem Fahrverbot von drei Monaten, 1200 Euro Geldbuße und zwei Punkten in Flensburg rechnen. Zum Monatsanfang hatte eine Sonderkommission der Hamburger Polizei zur Bekämpfung illegaler Autorennen ihre Arbeit aufgenommen.

+++ 14.45 Uhr: Australiens Ex-Premier von Ehe-für-alle-Unterstützer angegriffen +++

Australiens Ex-Premierminister Tony Abbott ist nach eigener Aussage von einem Verfechter der Ehe für alle angegriffen und leicht verletzt worden. Der Mann habe ihm in Hobart auf der zu Australien gehörenden Insel Tasmanien einen Kopfstoß verpasst, berichtete Abbott dem lokalen Radiosender 3AW. Seine Lippe sei danach "sehr, sehr leicht angeschwollen". Der Mann trug Abbott zufolge einen Button mit der Aufschrift "Vote Yes" ("Stimme mit Ja") zur Unterstützung gleichgeschlechtlicher Ehen. Der Ex-Premier lehnt die Ehe für alle strikt ab. Die konservative Regierung von Premierminister Malcolm Turnbull holt derzeit per Brief die Meinung der Wahlberechtigten zur Ehe für alle ein. Gefragt wird, ob das Gesetz geändert werden soll, damit gleichgeschlechtliche Paare heiraten können.

+++ 14.31 Uhr: Türkische Justiz verhängt U-Haft gegen 14 Anwälte +++

Ein türkisches Gericht hat 14 Anwälte von zwei hungerstreikenden Akademikern unter Terrorverdacht in Untersuchungshaft genommen. Das Gericht in Istanbul ordnete für die Anwälte des Büros für Volksrechte (HHB) U-Haft wegen des Vorwurfs der "Mitgliedschaft in einer bewaffneten Terrorgruppe" an. Zwei ebenfalls vergangene Woche festgenommene Anwälte des HHB wurden freigelassen.Das Anwaltsbüro HHB vertritt die Dozentin Nuriye Gülmen und den Lehrer Semih Özakca, die seit Monaten aus Protest gegen ihre Entlassung im Hungerstreik sind. Die Anwälte wurden zwei Tage vor Beginn des Prozesses gegen Gülmen und Özakca am 14. September festgenommen. Den beiden Angeklagten werden ebenso wie den nun inhaftierten Anwälten Verbindungen zur verbotenen DHKP-C vorgeworfen. Die DHKP-C ist eine linksextreme Gruppierung, die sporadisch Anschläge in der Türkei verübt. Sowohl Gülmen und Özakca als auch die Anwälte des HHB bestreiten jede Verbindung zu der Gruppe. Die beiden Akademiker gehören zu den rund 140.000 Staatsangestellten, die seit dem gescheiterten Militärputsch gegen Präsident Recep Tayyip Erdogan vom Juli 2016 entlassen oder suspendiert wurden.

+++ 14 Uhr: Fahrer stirbt mit Handy in der Hand bei Auffahrunfall +++

Mit seinem Handy in der Hand ist der Fahrer eines Lieferwagens auf einer belgische Autobahn tödlich verunglückt. Als die Rettungskräfte eintrafen, hielt der 40-jährige Pole das Telefon noch umklammert, wie der belgische Sender VRT meldete. Möglicherweise sei er abgelenkt gewesen. Er sei am Donnerstagmorgen mit dem Lieferwagen am Ende eines Staus auf der Autobahn nach Antwerpen auf einen Lastwagen aufgefahren.

+++ 13.59 Uhr: Mehr als 100 vermisste Migranten im Mittelmeer +++

Im Mittelmeer hat sich vermutlich wieder ein Flüchtlingsunglück mit viele Toten ereignet. Mehr als 100 Menschen würden vor der libyschen Küste vermisst, twitterte die Sprecherin des UN-Flüchtlingswerkes, Carlotta Sami. Die Menschen seien in einem Schlauchboot auf der Flucht nach Europa gewesen. Ein Sprecher der libyschen Marine sagte der Nachrichtenagentur Ansa, dass nach Angaben von Überlebenden mehr als 120 Menschen in dem Boot waren. Einige hätten gerettet werden können. Von Libyen starten die meisten Migranten in schrottreifen oder vollkommen überladenen Booten in Richtung Italien. In letzter Zeit war die Zahl der Angekommenen drastisch gesunken, unter anderem nachdem die Regierung in Rom ein Abkommen mit der libyschen Küstenwache geschlossen hatte.

+++ 13.13 Uhr: Polizeibewerber in NRW dürfen kleiner als 1,68 Meter sein +++

Eine vom Land Nordrhein-Westfalen geforderte Mindestgröße von 1,68 Meter für männliche Polizeibewerber ist unzulässig. Das hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster entschieden. Ein Erlass des Innenministeriums zur Mindestgröße von Polizisten sei rechtswidrig, entschieden die Richter. Damit haben nun auch kleinere Männer eine Chance, bei der Polizei genommen zu werden. Laut OVG könnte allenfalls das Landesparlament per Gesetz eine Regelung erlassen, die für männliche und weibliche Bewerber unterschiedliche Mindestgrößen festlegt. Ein Erlass der Regierung sei jedenfalls nicht ausreichend. Das Land NRW fordert derzeit bei weiblichen Bewerbern eine Mindestgröße von 1,63 Meter, bei männlichen von 1,68 Meter. Geklagt hatte ein heute 32 Jahre alter Mann aus Essen, der bei der Polizei nicht genommen wurde, weil er mit 1,66 Metern zwei Zentimeter zu klein ist. Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hatte dem Mann Recht gegeben, das Land hatte dagegen Berufung eingelegt. Der Kläger soll nun womöglich noch in diesem Jahr die Ausbildung bei der Polizei beginnen können, sagte ein Sprecher des Landesamts bei der Polizei Nordrhein-Westfalen.

 +++ 13.07 Uhr: Freund von Unfallopfer prügelt auf unbeteiligten Ersthelfer ein +++

Nach einem schweren Verkehrsunfall in Düsseldorf hat der angetrunkene Freund eines Unfallopfers einen Hilfeleistenden verprügelt - weil er den Ersthelfer offenbar für den Unfallverursacher hielt. Nach Polizeiangaben fuhr bei dem Unfall in der Nacht eine 23-jährige Autofahrerin einen gleichaltrige Fußgängerin an, die unvermittelt die Straße betreten hatte. Ein zufällig vorbeikommender 29-Jähriger wollte der am Boden liegenden Schwerverletzten helfen, als ihn der 27-jährige Freund der Frau unvermittelt mit Schlägen traktierte. Dabei erlitt der Ersthelfer schwere Verletzungen. Der 29-Jährige und die Fußgängerin mussten in Krankenhäuser gebracht werden. Dem Schläger wurde auf der Wache eine Blutprobe entnommen. Die Polizei leitete Ermittlungen gegen den Mann ein.

+++ 13.01 Uhr: BGH will Haftung von Suchmaschine für Urheberrechtsverstöße klären +++

Haftet der Betreiber einer Suchmaschine für die Anzeige rechtswidrig ins Netz gestellter Inhalte? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe. Hintergrund ist eine Klage des US-Unternehmens "Perfect 10", das online Erotikfotos anbietet. (Az.: I ZR 11/16)

Das Unternehmen behauptet, dass Bilder aus einem kostenpflichtigen und passwortgeschützten Bereich seiner Website über die Google-Bildersuche auf anderen Internetseiten frei verfügbar zu finden sind. Gestritten wurde darüber, wer beweisen muss, ob die Bilder rechtswidrig auf andere Seiten gestellt worden sind. Nach einer Abmahnung könnten Prüf- und Überwachungspflichten in Betracht kommen, sagte der Vorsitzende Richter. Ein Urteil wird möglicherweise gegen 15.00 Uhr verkündet.

+++ 12.25 Uhr: Merkel ruft angesichts der Stärke zur AfD zum Wählen auf +++

Angesichts des erwarteten Einzugs der AfD in den Bundestag hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Bürger zur Stimmabgabe aufgefordert. "Gehen Sie wählen", sagte Merkel in einem Interview mit den Jugendradiosendern der ARD. "Und wählen Sie die Parteien, die sich unserem Grundgesetz zu hundert Prozent verpflichtet fühlen."

Merkels Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) hatte Kritik auf sich gezogen, da er auf die Frage, ob ein Nichtwähler besser sei als ein AfD-Wähler, antwortete: "Aber selbstverständlich!" Die AfD warf ihm daraufhin Aufruf zum Wahlboykott vor. Die Bundestagswahl findet am Sonntag statt. Umfragen zufolge kann die AfD damit rechnen, erstmals in den Bundestag einzuziehen, möglicherweise sogar als drittstärkste Partei.

+++ 12.15 Uhr: Prozess um U-Bahn-Schubserei - Angeklagter entschuldigt sich +++

Zum Prozessauftakt vor dem Landgericht München I hat ein 37-jähriger Mann die Verantwortung für eine U-Bahn-Schubserei mit tödlichem Ausgang übernommen. "Ich wollte mich entschuldigen. Es tut mir wahnsinnig leid", sagte der Angeklagte. "Ich wollte zu keiner Zeit, dass das so ausgeht und dass das passiert."

Dem Mann wird vorgeworfen, im Juni 2016 im Münchner U-Bahnhof Marienplatz einen 87 Jahre alten Mann nach einem Wortgefecht heftig geschubst zu haben. Der Senior schlug mit dem Kopf auf dem Boden auf und starb rund drei Monate später an den Folgen der Verletzungen. 

+++ 11.55 Uhr: Protest gegen Umbenennung einer Straße in Helmut-Kohl-Allee +++

In der Heimat von Altkanzler Helmut Kohl formiert sich Protest gegen die geplante Umbenennung einer Straße in Helmut-Kohl-Allee. Die Gegner des Vorhabens in Ludwigshafen überreichten eine Petition, die nach ihren Angaben von mehr als 1000 Menschen unterstützt wird. Darin beklagen sie, dass eine zweite Straßenumbenennung innerhalb weniger Jahre mit einem großen Zeit- und Kostenaufwand für die ansässigen Geschäftsleute verbunden sei. Auch habe es keine Absprache gegeben. "Uns geht es nicht um eine politische Äußerung", betonte die Unternehmerin Birgit Stärk, deren Geschäft an der Rheinallee liegt. Die Stadtratsfraktionen von CDU, SPD und FDP in Ludwigshafen hatten beschlossen, aus der noch jungen Rheinallee die Helmut-Kohl-Allee zu machen.

+++ 11.25 Uhr: Kölner Polizei: Keine gezielte Ansprache junger Männer an Silvester +++

Die in der jüngsten Silvesternacht in Köln kontrollierten Männer mit teils nordafrikanischem und arabischem Hintergrund haben sich einer Polizeianalyse zufolge nicht gezielt abgesprochen. "Unter dem Strich: Keine Hinweise auf irgendeine Form von gezielten Verabredungen, öffentlichen Einladungen, übergeordneten Aufrufen", fasste Kriminaldirektor Klaus Zimmermann das Ergebnis der Untersuchung der Kölner Polizei zusammen. In einer nachträglichen Befragung gaben demnach viele der damals Kontrollierten an, einfach "zum Feiern" gekommen zu sein.

+++ 11.09 Uhr: Gigantischer Eisberg treibt aufs Meer hinaus +++

Der gigantische antarktische Eisberg A68 treibt aufs Meer hinaus. Satellitenbilder der europäischen Raumfahrtagentur Esa vom 16. September zeigen, dass eine 18 Kilometer große Lücke zwischen dem Eisberg und dem Larsen-C-Schelfeis entstanden ist. A68 ist einer der größten Eisberge, die je beobachtet wurden. Er wiegt nach Angaben von Experten des Bremerhavener Alfred-Wegener-Instituts mehr als eine Gigatonne und hat eine Fläche von 5800 Quadratkilometern. Der Eisberg war im Juli in der Westantarktis abgebrochen und hatte sich über Wochen kaum von der Stelle bewegt.

 +++ 11.02 Uhr: Erdbeben erschüttert chilenische Küste - keine größeren Schäden +++

Ein Erdbeben hat die chilenische Küste 600 Kilometer südlich von der Hauptstadt Santiago de Chile erschüttert. Wie das chilenische Katastrophenschutzministerium (ONEMI) mitteilte, hatte das Beben eine Stärke von 4,9. Es seien weder Opfer noch größere Schäden verzeichnet worden. Nach Angaben des chilenischen Ozeanographischen Instituts der Marine (SHOA) besteht derzeit keine Gefahr eines Tsunamis. Das Potsdamer Geoforschungszentrum gibt eine Stärke von 4,4 an.

+++ 11.00 Uhr: DGB dringt auf höhere Steuern für Reiche +++

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) dringt auf eine steuerliche Mehrbelastung für Bezieher sehr hoher Einkommen. Dies solle für Jahreseinkommen ab etwa 80.000 Euro gelten. "Wer darüber liegt, muss mehr zahlen" sagte DGB-Chef Reiner Hoffmann der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Alle übrigen Steuerzahler sollten dagegen entlastet werden, forderte er weiter: "Das betrifft 95 Prozent aller Einkommensteuerzahler." Besonders drängte Hoffmann auf Erleichterungen für Familien sowie für Berufspendler. Konkret forderte er ein höheres Kindergeld für alle Kinder. Es müsse Schluss damit sein, "dass Spitzenverdiener für ihr erstes Kind um über 300 Euro im Monat entlastet werden, während die breite Masse gerade mal 190 Euro erhält". Der DGB-Chef bezog sich darauf, dass Gutverdiener durch den Kinderfreibetrag einen deutlich höheren Steuervorteil erhalten als Geringverdiener über das Kindergeld.

+++ 10.59 Uhr: Bundesweite Stadionverbote für Fußballfans zulässig +++

Wenn die Gefahr besteht, dass Fußballfans Spiele stören werden, sind bundesweite Stadionverbote grundsätzlich rechtmäßig. Das bekräftigte das Oberlandesgericht Frankfurt/Main (OLG) mit einem nun veröffentlichten Urteil. Damit wies es zugleich Schadenersatzansprüche betroffener Fans zurück. Fußballfans und Mitglieder eines Vereins sogenannter Ultras hatten gegen den Deutschen Fußball-Bund geklagt. Vor einem Bundesligaspiel im März 2013 war es am Flughafen Dortmund zu einer Auseinandersetzung von Mitgliedern verschiedener Fußballclubs gekommen. Gegen die Kläger waren nachfolgend Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruchs eingeleitet worden. Der DFB verhängte wegen dieser Ermittlungsverfahren gegen die Kläger bundesweite Stadionverbote unterschiedlicher Dauer, hieß es in der OLG-Mitteilung. Nachdem die Staatsanwaltschaft die Ermittlungsverfahren im November 2013 eingestellt hatte, hob der DFB die Stadionverbote auf, woraufhin die betroffenen Fußballfans Schadenersatz forderten. Sie waren der Ansicht, die Stadionverbote seien unwirksam gewesen. Den entgangenen "Genuss der Spiele" wollten die Kläger mit pauschal 500Euro entschädigt haben. 

+++ 10.35 Uhr: ARD will TV-Duell für nächste Bundestagswahl reformieren

Nach der massiven Kritik am TV-Duell zur Bundestagswahl haben sich die Intendanten der einem Zeitungsbericht zufolge auf eine Reform des Formats verständigt. Nach Informationen der "Rheinischen Post" kamen alle Vertreter der ARD-Anstalten bei der Intendantenkonferenz am vergangenen Montag überein, sich nicht erneut die Bedingungen für das Duell vom Kanzleramt diktieren zu lassen. "Wie das jetzt gelaufen ist, so können wir es nicht mehr machen. Das war Konsens", sagte ein Teilnehmer der Zeitung. Bei einer Neuauflage vor der nächsten Bundestagswahl wolle die ARD die Trennung zwischen einem öffentlich-rechtlich organisierten und einem von privaten Sendern organisierten TV-Duell sowie eine Auflockerung des Formats erreichen. Auch soll bei einer gemeinsamen Ausstrahlung im ZDF und in der ARD einer Redaktion die inhaltliche und gestalterische Führung obliegen. Merkels Lager hatte sich beim vergangenen Duell im Vorfeld gegen eine dramaturgische Neugestaltung des Formats gesperrt, die nach Angaben der vier Sender "eine klarere Struktur und mehr Raum zu Spontaneität und Vertiefung" bringen sollte.

 +++ 10.33 Uhr: Regionalbahn in Rheinland-Pfalz mit unbekanntem Gegenstand beschossen +++

Ein unbekannter Täter hat in Rheinland-Pfalz eine Regionalbahn beschossen. Dabei wurde am Mittwochabend ein Fenster beschädigt, wie die in Kaiserslautern mitteilte. Unklar blieb demnach zunächst, womit der Zug genau beschossen wurde. Der Vorfall ereignete sich zwischen Steinwenden und Obermohr. Eine Reisende meldete laut Bundespolizei dem Lokführer, dass der Zug von etwas getroffen worden und eine Scheibe gesprungen sei. Beamte stellten danach eine etwa zwei Zentimeter große Einschlagstelle fest, der äußere Teil der doppelt verglasten Scheibe war komplett zersplittert. Der Sachschaden wurde auf rund 1500 Euro beziffert.

 +++ 10.28 Uhr: Öffentliche Verschuldung weiter rückläufig +++

Die Schulden der öffentlichen Haushalte sind in der ersten Hälfte dieses Jahres dank der guten Konjunktur deutlich gesunken. Ende Juni standen Bund, Länder, Kommunen sowie Sozialversicherung mit 1977,8 Milliarden Euro bei Banken und anderen privaten Unternehmen in der Kreide. Im Jahresvergleich waren dies 2,9 Prozent (59,8 Milliarden Euro) weniger, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden auf der Basis von vorläufigen Ergebnissen mit. Gegenüber dem ersten Quartal 2017 reduzierte sich der Schuldenstand um 0,4 Prozent (7,3 Milliarden Euro). Im Gesamtjahr 2016 waren bereits die öffentlichen Schulden um 0,8 Prozent zurückgegangen. 

+++ 10.02 Uhr: Nur 18 Prozent der Minijobber zahlen in die Rentenkasse ein +++

Nur 18 Prozent der Minijobber im gewerblichen Bereich zahlen einem Zeitungsbericht zufolge in die Rentenkasse ein. In Privathaushalten sind es sogar nur etwas über 14 Prozent, wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" unter Berufung auf eine Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Abgeordneten Brigitte Pothmer berichtete. Pothmer zeigte sich alarmiert, dass sich über 80 Prozent der geringfügig Beschäftigten von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen. Sie kritisierte, dass Union und FDP in ihren Wahlprogrammen dennoch die stetige Ausweitung der Minijob-Grenze versprächen. "Das ist der völlig falsche Weg", sagte die Grünen-Politikerin der "NOZ". Die Folge sei, dass die Zahl der Minijobs weiter steigen und zugleich die Umwandlung sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung in Minijobs attraktiver werde. Die Mehrheit der Minijobber verzichte nicht nur auf Rentenansprüche, sondern riskiere auch Nachteile etwa bei der Erwerbsminderungsrente, bei Kinderberücksichtigungszeiten oder beim Ansammeln von Beitragszeiten.


+++ 10.00 Uhr: Mann klettert aus Protest auf Hohenzollernbrücke in Köln +++

Ein Asylbewerber hat mit einer Protestaktion auf der Hohenzollernbrücke in mitten im Berufsverkehr für zahlreiche Zugverspätungen gesorgt. Der Asylantrag des 29 Jahre alten Iraners sei zuvor abgelehnt worden, sagte die Polizei in der Nacht der Deutschen Presse-Agentur.

Der Mann war am Nachmittag auf einen Stahlbogen der Brücke geklettert. Dort habe er mit Zetteln um sich geworfen, auf denen Gedichte in arabischer Schrift gestanden hätten. Nachdem eine Dolmetscherin Kontakt zu ihm aufnehmen konnte, sei er dann selbstständig wieder heruntergeklettert und von Polizisten in Empfang genommen worden. "Er hat uns gesagt, dass er sich nicht umbringen wollte", sagte ein Sprecher der Bundespolizei.

Der 29-Jährige wurde inzwischen wieder freigelassen und muss mit einer Anzeige wegen Störung öffentlicher Betriebe rechnen.

+++ 09.10 Uhr: Lufthansa bietet nicht für Langstrecke der Air Berlin +++

Die Lufthansa will vom insolventen Konkurrenten Air Berlin keine Langstreckenjets übernehmen. Man habe ein Angebot für 38 bereits angemietete Mittelstrecken-Maschinen sowie 20 bis 40 weitere Flugzeuge abgegeben, nicht aber für die Langstrecke, sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr in Frankfurt.

+++ 08.53 Uhr: Front-National-Vize verlässt die Partei +++

Der stellvertretende Chef von Frankreichs rechtspopulistischer Front National (FN), Florian Philippot, verlässt die Partei. Das kündigte Philippot im Sender France 2 an. Vorausgegangen war ein Führungsstreit innerhalb der Partei.

+++ 7.35 Uhr: Neun Tote durch Unglück bei Hilfslieferung für Rohingya-Flüchtlinge +++

Bei einem Hilfseinsatz für Rohingya- aus Myanmar hat es in Bangladesch ein schweres Unglück mit mehreren Toten gegeben. Ein Lastwagen des Roten Kreuzes mit Hilfslieferungen verunglückte nahe der Grenzstadt Cox's Bazar in Bangladesch, wie die Polizei mitteilte. Mindestens neun Menschen kamen ums Leben. Nach Polizeiangaben verlor der Fahrer des Lastwagens die Kontrolle über das Fahrzeug. Bei den Opfern handelt es sich den Angaben zufolge überwiegend um Arbeiter, welche die Hilfsgüter verteilen sollten. Im Grenzgebiet in Bangladesch halten sich derzeit mehr als 420.000 Flüchtlinge der muslimischen Minderheit der Rohingya aus Myanmar auf.

+++ 7.27 Uhr: US-Börsenaufsicht: Hacker machten möglicherweise Insidergeschäfte +++ 

Unbekannte Hacker sind im vergangenen Jahr in Systeme der US-Börsenaufsicht SEC eingedrungen und haben erbeutete Informationen möglicherweise für verbotene Insidergeschäfte benutzt. Die Schwachstelle, die das ermöglicht habe, sei schnell gestopft worden, hieß es bei der SEC nun. Bei der Börsenaufsicht werden Geschäftszahlen und für den Aktienkurs relevante Informationen von Unternehmen veröffentlicht und lagern auf den Servern bereits bevor sie freigeschaltet werden. Der Angriff sei der SEC bereits 2016 aufgefallen, erst im August dieses Jahres habe sie aber festgestellte, dass die Daten möglicherweise für Aktiengeschäfte verwendet wurden. Die Behörde machte keine Angaben dazu, welche Informationen genau den Angreifern in die Hände gefallen sein könnten. Es hieß lediglich, darunter seien keine persönlichen Daten gewesen. Es liefen Untersuchungen. Die SEC greift bei sogenanntem Insiderhandel - Aktiengeschäften auf Basis öffentlich nicht verfügbarer Informationen - traditionell hart durch.

+++ 6.07 Uhr: Nordkoreas Außenminister wirft Trump "Hundegekläff" vor +++

Der nordkoreanische Außenminister Ri Yong Ho hat die martialische Drohung von Donald Trump, das kommunistische Land total zerstören zu wollen, als Gebell abgetan. "Falls er denkt, er kann uns mit dem Klang von Hundegekläff verängstigen, so ist das wirklich der Traum eines Hundes", sagte Ri laut südkoreanischen Sendern nach der Ankunft in New York, wo er an der UN-Generaldebatte teilnehmen wollte. Ri bezog sich demnach auf ein nordkoreanisches Sprichwort, wonach ein feierlicher Umzug auch dann fortgesetzt wird, wenn ein Hund bellt. Es war die erste Reaktion Pjöngjangs auf Trumps Rede vor den Vereinten Nationen. Auf die Frage, was er von Trumps Bezeichnung des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Uns als "Raketenmann" halte, sagte Ri, er empfinde Mitleid für die Berater des US-Präsidenten.  

+++ 4.14 Uhr: Zahl der Erdbebentoten in Mexiko steigt auf mindestens 230 +++

Nach dem Erdbeben in Mexiko ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 230 gestiegen. Die Suche nach Überlebenden dauerte an. Helfer meldeten Lebenszeichen aus den Trümmern einer eingestürzten Schule in Mexiko-Stadt, in der mindestens 21 Kinder und fünf Erwachsene ums Leben kamen.

Bis Mittwochabend wurden elf Kinder und mindestens ein Lehrer aus den Trümmern der Grund- und Mittelschule gerettet.

Das Erdbeben der Stärke 7,1 hatte am frühen Dienstagnachmittag (Ortszeit) das Zentrum des Landes erschüttert - genau am Jahrestag eines anderen verheerenden Bebens, bei dem vor 32 Jahren 10.000 Menschen gestorben waren. Dutzende Gebäude stürzten ein.

+++ 2.57 Uhr: Tillerson: Haben "erhebliche Probleme" mit Iran-Atomabkommen +++ 

US-Außenminister Rex Tillerson hat das Atomabkommen mit dem Iran kritisiert, Teheran aber zugleich die Erfüllung der Vereinbarung bescheinigt. Die US-Regierung habe "erhebliche Probleme" mit der Abmachung, sagte Tillerson nach einem Treffen mit den Außenministern aus dem Iran, Deutschland, Russland, China, Frankreich und Großbritannien.

Tillerson bescheinigte dem Iran, die Auflagen des Abkommens bislang zu erfüllen. Er warf Teheran aber erneut vor, die Sicherheit im Nahen Osten zu bedrohen.

+++ 02.29 Uhr: Proteste von Unabhängigkeitsanhängern in Katalonien dauern an +++

In der spanischen Region Katalonien dauern die Proteste von Unabhängigkeitsbefürwortern an. Vor dem Sitz der katalanischen Vizepräsidentschaft in Barcelona harrten in der Nacht tausende Demonstranten aus. Militante Kämpfer für die Unabhängigkeit von Madrid hielten den Zugang zu dem Gebäude sowie zum Wirtschaftsministerium besetzt. Nach Polizeiangaben saßen in den beiden Regierungsgebäuden weiterhin mehrere Polizisten fest, die dort Büros durchsucht hatten.

Die Proteste hatten am Mittwochmorgen begonnen, nachdem Polizisten in die wichtigsten Büros der Regionalregierung in Barcelona eingedrungen waren, um diese zu durchsuchen. Die katalanische Regionalregierung plant für den 1. Oktober ein Referendum über die Loslösung von Spanien. Spaniens Regierung betrachtet die Volksabstimmung als illegal, das Verfassungsgericht in Madrid erklärte das in Barcelona beschlossene Referendumsgesetz für ungültig. Die Generalstaatsanwaltschaft hat bereits Ermittlungen gegen mehr als 700 katalanische Bürgermeister eingeleitet, die das Unabhängigkeitsreferendum unterstützen.

+++ 2.15 Uhr: "Maria" verwüstet Puerto Rico +++

Hurrikan "Maria" hat mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 Stundenkilometern in Puerto Rico große Schäden und flächendeckende Stromausfälle verursacht. "Puerto Rico wird, wenn wir das überstanden haben, definitiv eine zerstörte Insel sein", sagte der Direktor der Notfallbehörde, Abner Gómez, in San Juan. Es gibt überall starke Überschwemmungen und zahlreiche zerstörte Häuser in dem US-Außengebiet, das östlich der Dominikanischen Republik liegt.

Die Karibik wird nach "Irma" bereits vom zweiten enorm starken Hurrikan binnen weniger Wochen getroffen. Laut Behördenangaben gab es aber bisher in Puerto Rico keine Toten. Zuvor waren auf den Karibikinseln Dominica und Guadalupe durch "Maria" mindestens neun Menschen getötet worden.  

+++ 1.17 Uhr: Mörder von Miss Honduras zu 45 Jahren Haft verurteilt +++ 

Der Mörder der ehemaligen Miss Honduras und ihrer Schwester ist zu 45 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der Oberste Gerichtshof in Tegucigalpa sprach den 31-jährigen Angeklagten schuldig, im November 2014 die damalige Miss Honduras María José Alvarado Muñoz sowie ihre Schwester Sofía Trinidad Alvarado erschossen zu haben. Bei dem Verurteilten handelt es sich um den Verlobten der Schwester der Schönheitskönigin. Den Ermittlungen zufolge hatte er die Schwestern zu einer Geburtstagsfeier eingeladen. Aus Wut darüber, dass seine Verlobte bei dem Fest mit einem anderen Mann getanzt hatte, habe er die beiden Frauen umgebracht. 

pg/fs/DPA/AFP