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News des Tages Hunderte katholische Priester sollen in den USA über Jahrzehnte Jungen missbraucht haben

Kardinal Donald Wuerl - ein Missbrauchsskandal in der US-Kriche sorgt für Aufsehen
Kardinal Donald Wuerl, Erzbischof von Washington, war zuvor Bischof von Pittsburgh, Pennsylvania. Eine Untersuchung offenbarte nun einen enormen Missbrauchsskandal während seiner Amtszeit.
© Win McNamee / Getty Images / AFP
Autobahnbrücke in Genua eingestürzt +++ Erdogan: Türkei wird US-Elektronikprodukte boykottieren +++ London: Auto fährt in Fußgängergruppe - mehrere Verletzte +++ Dutzende Autos in Schweden in Flammen +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Enormer Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche der USA (21.20 Uhr)
  • Nebraska richtet Mörder per Griftspritze mit Fentanyl-Cocktail hin (19.38 Uhr)
  • Deutscher Tourist wird nach Schuss in Kanada nach Deutschland ausgeflogen (19.22 Uhr)
  • Autobahnbrücke der A10 in Genua eingestürzt (12.25 Uhr)
  • Erdogan: Türkei wird US-Elektronikprodukte boykottieren (11.04 Uhr)
  • London: Mehrere Verletzte nach Vorfall mit Auto (9.19 Uhr)

Die News des Tages im stern-Ticker:  

+++ 21.20 Uhr: Kindesmissbrauch durch 300 katholische US-Priester - Mehr als 1000 Opfer +++

Ermittlungsbehörden im US-Bundesstaat Pennsylvania haben erschütternde Details über das Ausmaß von sexuellem Missbrauch und dessen Vertuschung in der katholischen Kirche der USA ans Licht gebracht. Die Behörden beschuldigen mehr als 300 namentlich genannte katholische Priester, sich des sexuellen Missbrauchs von Kindern schuldig gemacht zu haben. Die Taten erstrecken sich über einen Zeitraum von 70 Jahren und auf das Gebiet von sechs der acht Diözesen im Bundesstaat Pennsylvania. Die Generalstaatsanwaltschaft geht von mehr als 1000 Opfern aus. Vermutlich hätten sich viele Opfer gar nicht gemeldet hätten. Es gehe um eine "jahrzehntelangen Vertuschung" durch ranghohe Kirchenobere in Pennsylvania und im Vatikan.

+++ 20.49 Uhr: Berliner Bergsteigerin stürzt am Wilden Kaiser in den Tod +++

Eine deutsche Bergsteigerin ist nach einem Unwetter in den Tiroler Bergen 200 Meter abgestürzt und gestorben. Wie die Polizei in Innsbruck mitteilte, passierte der tödliche Unfall am Montagabend in einer steilen Felswand des Wilden Kaisers nahe der Grenze zu Bayern. Die 23-jährige Berlinerin war mit einem 47-jährigen deutschen Kollegen in einer Bergflanke geklettert, als die zwei wegen eines Unwetters ihren Abstieg unterbrechen mussten. Danach versuchten beide Alpinisten getrennt voneinander die Route wiederzufinden. Dabei sei die Frau im noch nassen Gelände abgestürzt, sagte ein Polizeisprecher. Bergretter fanden sie in den frühen Morgenstunden tot auf. Ihr Kletterpartner blieb unverletzt.

+++ 19.38 Uhr: Nebraska richtet Mörder mit Giftspritze hin - Cocktail enthält Fentanyl +++

Im US-Bundesstaat Nebraska ist erstmals in den USA ein Häftling mit einem Giftcocktail hingerichtet worden, der auch das Schmerzmittel Fentanyl enthält. Es war die erste Vollstreckung eines Todesurteil in dem Bundesstaat seit 1997 und die 16. Hinrichtung in den USA in diesem Jahr. Die Todesspritze mit einem Cocktail aus insgesamt vier Substanzen hat nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft in Omaha ein 60 Jahre alter Mann erhalten. Er war 1980 wegen zweifachen Mordes verurteilt worden und saß 38 Jahre lang in Haft. Das Opioid Fentanyl ist in den USA berüchtigt, weil es als Schmerzmittel zur Sucht führen kann. Die Abhängigkeit von verschreibungspflichtigen Opioiden ist ein riesiges gesellschaftliches Problem in den USA. Allein auf den Missbrauch von Fentanyl werden Tausende Drogentote zurückgeführt.

+++ 19.22 Uhr: Deutscher Tourist wird nach Schuss in Kanada nach Deutschland ausgeflogen +++

Der deutsche Tourist, der auf einer Straße in Kanada durch einen Schuss verletzt wurde, wird zur Behandlung nach Deutschland ausgeflogen. Wie ein deutscher Konsulatsmitarbeiter sagte, ist der Zustand des 60-Jährigen weiterhin kritisch. Er hat demnach schwere und dauerhafte Gehirnverletzungen erlitten. Die Ärzte in Kanda hätten die Kugel nicht aus seinem Kopf entfernt, um keine weiteren Schäden zu verursachen.

Der mysteriöse Vorfall hatte sich am 2. August auf einem Highway westlich von Calgary ereignet. Der 60-jährige Deutsche saß am Steuer eines Wagens in Richtung Banff-Nationalpark in der Provinz Alberta, als er von einer Kugel in den Kopf getroffen wurde. Er verlor die Kontrolle über das Auto, das in einen Graben und gegen einen Baum fuhr. Drei Verwandte des Mannes wurden bei dem Unfall leicht verletzt.

+++ 17.46 Uhr: Red-Bull-Dosen im Wert von einer Million Euro aus Lagerhalle gestohlen +++

In Belgien haben Diebe 300 Paletten mit Red-Bull-Dosen gestohlen. Das Diebesgut hat einen Wert von fast einer Million Euro, teilte die belgische Polizei mit. Die Diebesbande habe die Lagerhalle des Getränkeherstellers in einem Industriegebiet in der Stadt Menen in Westflandern nahe der Grenze zu Frankreich bereits am Sonntag leergeräumt und sei dabei "sehr professionell" vorgegangen. Die Polizei geht davon aus, dass die Diebe rund zwölf Stunden brauchten, um die Paletten mit dem Energy-Drink wegzuschaffen und dafür mehrfach hin- und herfahren mussten. Die 300 Paletten entsprechen demnach elf Lkw-Ladungen. Die Ermittler werten nun Aufnahmen von Überwachungskameras aus dem Industriegebiet aus, um die Diebe zu finden. Die Polizei schließt nicht aus, dass Komplizen innerhalb des Lagers den Dieben geholfen haben.

+++ 17.38 Uhr: Merkel pocht auf Änderungen bei Kindergeldzahlungen ins Ausland +++

Angela Merkel pocht auf eine Änderung der EU-Regeln zur Zahlung von Kindergeld ins Ausland. Die Bundesregierung verhandele hier seit langem mit der EU-Kommission - und "wir werden dieses Thema weiter betreiben", sagte Merkel in einer Fragerunde mit Bürgern zur Europapolitik in Jena. Zugleich betonte sie im Zusammenhang mit Betrugsfällen bei Kindergeldzahlungen in Deutschland: "Dem Missbrauch muss natürlich nachgegangen werden, das ist vollkommen klar." Deshalb würden die Familienkassen "genau überprüfen, dass da Kinder sind, wo Kindergeld gezahlt wird". 

+++ 17.15 Uhr: Großfeuer auf Recyclinghof - A1 gesperrt und Tausende ohne Strom +++

Wegen eines Großfeuers auf einem Recyclinghof in Schleswig-Holstein ist die A1 in der Region zeitweise voll gesperrt worden. Zudem wurde aus Sicherheitsgründen eine Hochspannungs-Stromleitung abgeschaltet, wie die Polizei mitteilte. Mehrere Orte hatten keinen Strom, noch bis in den Abend blieben tausende Haushalte in der Region ohne Elektrizität. Während die Autobahn Richtung Norden am Nachmittag wieder freigegeben werden konnte, blieb die A1 Richtung Süden zwischen Oldenburg Süd und Neustadt-Pelzerhaken wegen schwieriger Nachlöscharbeiten weiter gesperrt. Die Feuerwehr löschte auch von der Autobahn aus den Brand. 

Feueralarm wurde um 5.42 Uhr morgens gemeldet. Alte Kühlschränke, Autoreifen, Metallschrott und schließlich die Autobahnböschung mit Bäumen seien in Brand geraten, schilderte ein Feuerwehrsprecher das Szenario. "Auf der Autobahn ging die Sicht - je nach Wind - Richtung null." Auch Gasflaschen befanden sich auf dem Recyclinghof direkt an der Autobahn. Ein Reporter von NDR 1 Welle Nord berichtete, es seien brennende Gegenstände auf die Fahrbahn geflogen. Kurz vor Mittag war der Brand unter Kontrolle.

+++ 16.47 Uhr: 30 Tote bei Einsturz von Autobahnbrücke in Genua +++

Bei dem Brückeneinsturz in Genua sind nach jüngsten Angaben mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen. Der italienische Innenminister Matteo Salvini sagte am Dienstag, es gebe etwa "30 bestätigte Tote und viele Schwerverletzte". Die vierspurige Autobahnbrücke im Westen der Stadt war gegen Mittag auf einer Länge von rund 200 Metern eingestürzt und hatte dabei Autos und Lastwagen mit in die Tiefe gerissen.

+++ 16.29 Uhr: Nach Einsturz von Autobahnbrücke weitere Tote befürchtet +++

Der Gouverneur der Provinz Ligurien bestätigte der Nachrichtenagentur Reuters, dass die Zahl der Opfer signifikant steigen könnte.

+++ 16.22 Uhr: Juncker entsetzt über Brückeneinsturz in Genua +++

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat sich erschüttert über den Einsturz der Autobahnbrücke im italienischen Genua geäußert. Er sei tief betrübt über die Katastrophe, sagte Juncker in einer Mitteilung. "Im Namen der EU-Kommission spreche ich den Familien und Freunden derer, die gestorben sind, und dem italienischen Volk mein tiefstes Mitgefühl und aufrichtiges Beileid aus." Den Rettungskräften wünschte Juncker "Kraft und Mut".

+++ 16.04 Uhr: Zustand der eingestürzten Autobahnbrücke in Genua erst kürzlich kontrolliert +++

An der eingestürzten Autobahnbrücke bei Genua mit mindestens 22 Toten waren zum Zeitpunkt der Tragödie Bauarbeiten im Gange. Wie die Betreibergesellschaft Autostrade per Italia auf ihrer Homepage mitteilte, sei an der Sohle des Polvecera-Viadukts gerade gearbeitet worden. Auf der Brücke selber habe ein Baukran gestanden.

Der Zustand der Brücke sowie der Fortgang der Renovierung seien immer wieder kontrolliert worden. Erst wenn ein gesicherter Zugang zur Unfallstelle möglich sei, könne Näheres über die Ursachen des Einsturzes gesagt werden, teilte das Unternehmen weiter mit.

+++ 15.20 Uhr: 22 Tote bei Einsturz von Autobahnbrücke +++

Bei dem Einsturz einer Autobahnbrücke im italienischen Genua sind nach Angaben des Verkehrsministeriums mindestens 22 Menschen ums Leben gekommen. Leider werde diese Zahl noch steigen, sagte Staatssekretär Edoardo Rixi dem Fernsehsender SkyTG24.

+++ 15.06 Uhr: Macron bietet nach Einsturz der Autobahnbrücke in Genua Hilfe an +++

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat Italien nach dem Einsturz einer Autobahnbrücke Hilfe angeboten. "Unsere Gedanken sind bei den Opfern, ihren Angehörigen und dem ganzen italienischen Volk", teilte Macron auf Twitter mit. "Frankreich steht in dieser Tragödie an der Seite Italiens und hält sich bereit, jegliche nötige Unterstützung zu leisten." Bei dem Einsturz der vierspurigen Autobahnbrücke in der italienischen Hafenstadt Genua waren etwa zehn Menschen ums Leben gekommen.

+++ 14.41 Uhr: Überlebende gerettet +++

Nach dem Einsturz der Autobahnbrücke im italienischen Genua haben Rettungskräfte mindestens zwei Überlebende aus den Trümmern gezogen. Das berichtete die Nachrichtenagentur Ansa.

+++ 14.03 Uhr: Mindestens elf Tote bei Brückeneinsturz +++

Bei dem Einsturz der Autobahnbrücke in Genua sind mindestens elf Menschen ums Leben gekommen. Das berichtete die Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf das Innenministerium in Rom.

+++ 13.49 Uhr: Dutzende Opfer bei Brückeneinsturz in Genua +++

Bei dem Einsturz einer Autobahnbrücke in Genua hat es zahlreiche Opfer gegeben. Es gebe "dutzende Opfer", sagte der Leiter der Rettungsstelle der norditalienischen Stadt in den Medien, Mitarbeiter der Leitstelle bestätigten AFP die Angaben. Vier Schwerverletzte waren demnach bereits auf dem Weg in Krankenhäuser. Zuvor hatte bereits die Feuerwehr mitgeteilt, dass "Autos und Lastwagen" in die Tiefe gestürzt seien, als ein langes Teilstück der zur A10 gehörenden Morandi-Brücke eingestürzt sei.

News des Tages: Hunderte katholische Priester sollen in den USA über Jahrzehnte Jungen missbraucht haben

+++ 13.35 Uhr: Italiens Verkehrsminister spricht von "entsetzlicher Tragödie" in Genua +++

Der italienische Verkehrsminister Danilo Toninelli hat den Einsturz der Autobahnbrücke in Genua als "entsetzliche Tragödie" bezeichnet. "Ich beobachte mit größter Besorgnis, was in Genua passiert ist und was wie eine entsetzliche Tragödie aussieht", twitterte der Fünf-Sterne-Politiker. "Wir stehen in engem Kontakt mit den Autobahnbetreibern und werden mit Vizeminister (Edoardo) Rixi vor Ort sein." Er sprach der Stadt Genua seine Anteilnahme aus.

+++ 13.20 Uhr: Zahl der Toten nach Brückeneinsturz bleibt unklar +++

Beim Einsturz einer Autobahnbrücke im italienischen Genua sind Menschen ums Leben gekommen. Das berichtete die Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf die Rettungskräfte, nannte aber keine Zahlen. Erste Fernsehbilder vom Unglücksort zeigten die hohe Brücke in Staubwolken. Laut Feuerwehr stürzten die Trümmer aus rund hundert Metern Höhe auf Bahngleise.

News des Tages: Hunderte katholische Priester sollen in den USA über Jahrzehnte Jungen missbraucht haben

+++ 13.16 Uhr: Passant hält Augenblick kurz nach Brückeneinsturz fest +++

Ein Passant konnte den Einsturz der Brücke im Video festhalten.

+++ 12.25 Uhr: Autobahnbrücke in Genua eingestürzt +++

In der norditalienischen Hafenstadt Genua ist eine vierspurige Autobahnbrücke eingestürzt. Zunächst gibt es keine Berichte über Tote oder Verletzte. 

Laut Nachrichtenagentur Ansa stürzte die Brücke in mehr als 40 Metern Höhe auf einem Stück von um die 100 Meter ein. Die Zeitung "La Repubblica" berichtet unter Berufung auf Augenzeugen, dass dutzende Autos mit hinabgestürzt seien. Die Brücke führt unter anderem über dicht besiedeltes Gebiet. Die Agentur Agi berichtete, die Feuerwehr berge "zahlreiche Personen" aus Trümmern. Rettungskräfte seien in großer Zahl vor Ort, meldet die Feuerwehr.

Die Polizei verbreitete ein Video, das den Einsturz der Brücke zeigen soll.

Nach Angaben der Polizei handelt es sich bei der Brücke um das Polcevera-Viadukt, eine innerstädtische Schrägseilbrücke von mehreren hundert Metern Länge, die eine wichtige Verkehrsverbindung in der 500.000-Einwohner-Stadt ist. Sie wurde ab 962 erbaut.

Mehr dazu in Kürze an dieser Stelle.

Der Standort der eingestürzten Brücke auf der Karte:

+++ 12.19 Uhr: 28 Festnahmen nach Angriff auf Fanbus in Köln +++

Nach dem Angriff auf einen Fanbus des Fußball-Zweitligisten 1. FC Union Berlin in Köln hat die Polizei 28
Personen festgenommen. Außerdem seien sechs Fahrzeuge, gefährliche Gegenstände, Mobiltelefone sowie Pyrotechnik sichergestellt worden, teilte die Polizei mit. Unbekannte hatten den Bus in der Nacht zum Dienstag nach dem 1:1 im Spiel beim 1. FC Köln angegriffen. Polizeibeamte gingen dazwischen und verhinderten weitere Attacken.

+++ 11.55 Uhr: Twitter bleibt im Iran verboten +++

Der Kurznachrichtendienst Twitter bleibt im Iran verboten. "Twitter gehört unseren amerikanischen Feinden, (...) daher wird das Twitter-Verbot auch nicht aufgehoben", sagte Vize-Generalstaatsanwalt Abdolsamad Chorramabadi. Der Antrag des Kommunikationsministers sei damit abgelehnt. Dieser solle versuchen, die Internet-Dienste im Iran zu fördern, anstatt sich für solche aus den USA einzusetzen, sagte Chorramabadi laut Nachrichtenagentur Fars.

Kommunikationsminister Mohamed-Dschawad Asari-Dschahromi, mit 36 Jahren jüngster Minister im Kabinett von Präsident Hassan Ruhani, ist ein Verfechter des freien Internets. 

+++ 11.04 Uhr: Erdogan: Türkei wird US-Elektronikprodukte boykottieren +++

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat als Reaktion auf Sanktionen aus Washington einen "Boykott" elektronischer Geräte aus den USA angekündigt. Die USA hätten iPhones, doch "auf der anderen Seite" gebe es Samsung, sagte Erdogan im türkischen Fernsehen. Die Türkei und die USA stecken derzeit in einem tiefen Konflikt, der die türkische Währung massiv belastet.

+++ 9.19 Uhr: London: Mehrere Verletzte nach Vorfall mit Auto +++

Ein Mann ist mit einem Auto vor dem Parlament in der britischen Hauptstadt London in eine Sicherheitsabsperrung gefahren und hat dabei mehrere Fußgänger verletzt. Das teilte die britische Polizei mit. Der Mann sei festgenommen worden. Eine genaue Zahl von Verletzten wurde zunächst nicht genannt. Die Polizei gehe nicht von lebensgefährlich Verletzten aus.

Mehrere Straßen seien gesperrt und Dutzende bewaffnete Polizisten vor Ort, berichtete die Nachrichtenagentur PA. 

Hubschrauber kreisten über Westminster Palace, überall standen Polizeifahrzeuge.  "Wir wissen nicht, wann die Sperrungen wieder aufgehoben werden", sagte ein schwerbewaffneter Polizist der Deutschen Presse-Agentur. 

Das Parlament ist seit einem Anschlag im März 2017 von einer Sicherheitsbarriere aus Stahl und Beton umgeben. Damals war ein Angreifer mit einem Auto auf der Westminster Bridge in eine Menschenmenge gefahren, vier Passanten wurden getötet. Der Mann erstach außerdem einen Polizisten, ehe er von der Polizei erschossen
wurde.

+++ 8.07 Uhr: Deutsche Wirtschaft wächst um 0,5 Prozent +++

Die deutsche Wirtschaft ist im zweiten Quartal um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal gewachsen. Dies teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden in einer ersten Schätzung mit. Im ersten Vierteljahr war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach jüngsten Daten um 0,4 Prozent gestiegen.

+++ 6.02 Uhr: Wien ist lebenswerteste Stadt der Welt +++

In der Rangliste der lebenswertesten Städte der Welt hat es nach sieben Jahren erstmals wieder einen Wechsel gegeben: Die australische Millionenmetropole Melbourne wurde im Ranking des Nachrichtenmagazins "The Economist" von Österreichs Hauptstadt Wien entthront. Auf den weiteren Plätzen folgten Osaka (Japan), Calgary (Kanada) und Sydney (Australien). Hamburg als bislang einzige deutsche Stadt unter den besten zehn flog aus den Top Ten heraus.

Damaskus

+++ 5.43 Uhr: Australischer Erzbischof kommt um Gefängnis herum +++

Der ehemalige australische Erzbischof Philip Wilson kommt nach seiner Verurteilung in einem Missbrauchsskandal ums Gefängnis herum. Ein Gericht in Newcastle entschied, dass der 67-Jährige seine zwölfmonatige Haftstrafe in Hausarrest absitzen darf. Wilson war bis zu seinem Rücktritt im vergangenen Monat Erzbischof der australischen Millionenmetropole Adelaide.

Der Geistliche war im Mai schuldig gesprochen worden, den mehrmaligen Missbrauch zweier Messdiener durch einen pädophilen Priester in den 1970er Jahren vertuscht zu haben. Erst nach massivem Druck aus
Gesellschaft und Politik erklärte Wilson seinen Rücktritt. 

+++ 4.11 Uhr: Dänemark will Zaun an Grenze zu Deutschland bauen +++

Der umstrittene Zaun gegen Wildschweine an der dänisch-deutschen Grenze soll im Frühjahr 2019 gebaut werden. Die dänische Umweltbehörde gab als letzte Instanz grünes Licht für die 70 Kilometer lange und bis zu 1,5 Meter hohe Begrenzung - trotz viel Kritik in einer vierwöchigen öffentlichen Anhörung. Noch im kommenden Jahr soll der Zaun fertig sein. Er soll verhindern, dass sich die Afrikanische Schweinepest (ASP) in Dänemark ausbreitet. Die für den Menschen harmlose Krankheit kursiert in Osteuropa, Deutschland blieb bislang verschont.

+++ 4.10 Uhr: Söder und CSU weiter im Umfragetief +++

Die CSU und ihr Spitzenkandidat bei der bayerischen Landtagswahl im Oktober, Ministerpräsident Markus Söder (CSU), verharren im Umfragetief. Söder hatten in den vergangenen Tagen im Wahlkampf deutlich mildere Töne angeschlagen als noch vor Wochen im Streit um die Flüchtlingspolitik. In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für die "Augsburger Allgemeine" und "Spiegel Online" verliert die CSU im Vergleich zum Vormonat 4,4 Prozentpunkte und landet nur noch bei 38,1 Prozent. 

Auch persönlich schneidet Söder schlechter ab als vor einem Monat. Nur noch 38 Prozent der Befragten sind mit der Arbeit des Ministerpräsidenten zufrieden, 46,4 Prozent nicht. Im Juli hatte sich die Zahl der Befürworter und Gegner des Ministerpräsidenten noch die Waage gehalten.

Vom CSU-Tief profitieren drei Parteien: Die AfD legt demnach 2,1 Prozentpunkte zu und käme auf 15,2 Prozent, wenn am Sonntag Landtagswahl wäre. Für die Grünen würden 15 Prozent stimmen (plus 1,8), die Freien Wähler erhielten 7,3 Prozent (plus 1,3). Die FDP würde knapp in den Landtag einziehen (5,3 Prozent), die Linke nicht (2,7 Prozent). Zweiter Verlierer neben der CSU ist die SPD. 12,5 Prozent würden sie wählen - 1,4 weniger als im Juli.

+++ 2.10 Uhr: Koordinierte Aktion? Dutzende Autos in Schweden in Flammen aufgegangen +++

Vermummte Jugendliche haben in der Nacht zum Dienstag im Südwesten Schwedens Dutzende Autos in Brand gesetzt und die Polizei angegriffen. Nach Medienberichten wurden allein in Göteborg mindestens 88 Fahrzeuge zerstört oder schwer beschädigt, in Trollhättan weiter nördlich spielten sich in der Nacht ähnliche Szenen ab. Dort seien Polizisten mit Steinen beworfen worden. 

Die Polizei wollte eine koordinierte Aktion nicht ausschließen. Augenzeugen berichteten von vermummten, schwarz gekleideten Jugendlichen, die die Fahrzeuge in Brand gesetzt hatten. Über die Hintergründe lagen zunächst keine Erkenntnisse vor. Es habe keine Verletzte gegeben, berichtete "Aftonbladet". Zunächst habe es auch keine Festnahmen gegeben.

+++ 1.58 Uhr: Trump unterzeichnet Pentagonbudget +++

US-Präsident Donald Trump hat das Pentagonbudget für 2019 unterzeichnet und seine Pläne für eine Weltraumarmee verteidigt. "Wie der Himmel, die Erde und das Meer ist der Weltraum zum Schlachtfeld geworden", sagte Trump  bei der Unterzeichnung des Budgets für das Pentagon im Rekordwert von 716 Milliarden Dollar (627 Milliarden Euro) auf einer Militärbasis im Bundesstaat New York.

Trump will eine Weltraumarmee zum eigenständigen sechsten Arm des US-Militärs machen. Eigene Weltraumstreitkräfte würden den USA Dominanz über ihre Rivalen geben, betonte Trump. Diese hätten bereits begonnen, "den Weltraum zu bewaffnen", sagte Trump. "Eine Präsenz der USA im Weltraum reicht nicht aus, wir müssen eine Dominanz der USA im Weltraum haben."

News des Tages: Hunderte katholische Priester sollen in den USA über Jahrzehnte Jungen missbraucht haben

+++ 1.05 Uhr: Busunfall in England - Kind kommt in Stau zur Welt +++

Bei einem Busunfall auf der Autobahn bei Swanley in der englischen Grafschaft Kent sind 41 Menschen leicht verletzt worden. Im Stau, der sich hinter der Unfallstelle gebildet hatte, kam indessen ein kleiner Junge zur Welt, wie die Agentur PA berichtete. Die Polizei twitterte, dass es bei dem Unfall keine ernsthaften Verletzungen gegeben habe. "Und um die Dinge interessant zu machen - ein kleiner Junge kam dort zur Welt."

+++ 0.09 Uhr: Drei Kinder in den USA getötet +++

In Kalifornien sind drei kleine Kinder getötet worden, ein viertes Kind wurde durch Schüsse verletzt, wie US-Medien am Montag berichteten. Der tatverdächtige 39-jährige Vater habe sich selbst das Leben genommen, berichtete die Zeitung "Press Democrat". Die 25 Jahre alte Mutter der Kinder sei geflüchtet, um Hilfe zu holen, als der Mann zu schießen begann, teilte die Polizei in der Ortschaft Clearlake mit. Die Opfer waren zwischen neun Monate und fünf Jahre alt.

Ein Motiv für die Tat nannten die Ermittler zunächst nicht. Der Vater sei in diesem Jahr bereits zweimal wegen Verdachts auf häusliche Gewalt festgenommen worden, hieß es. 

+++ 0.37 Uhr: Frankreich sucht Lösung für "Aquarius" +++

Im Ringen um eine Lösung für die Flüchtlinge auf dem Rettungsschiff "Aquarius" hat Frankreich Gespräche mit anderen Mittelmeer-Anrainern aufgenommen. Ziel sei es, "schnell" einen Aufnahmehafen zu finden, hieß es aus dem Elysée-Palast. 

Die französische Präsidentschaft verwies zugleich darauf, dass das internationale Seerecht vorschreibe, dass der nächstgelegene Hafen angesteuert werden müsse. Da sich das Schiff zwischen Italien und Malta befinde, seien die französischen Häfen nicht die nächsten. Paris äußerte zudem Bedauern über die "sehr harte politische Haltung" der italienischen Regierung.
Die "Aquarius" der Hilfsorganisation SOS Méditerranée irrt derzeit mit 141 Flüchtlingen an Bord auf dem Mittelmeer umher. Die Menschen stammen überwiegend aus Somalia und Eritrea. Die Hälfte von ihnen sind Kinder.

+++ 0.06 Uhr: Überschwemmtes Ferienlager in Südfrankreich: Leiche gefunden +++

Nach der Überschwemmung eines deutschen Ferienlagers in Südfrankreich ist im Fluss Ardèche eine Leiche gefunden worden. Es handele sich "mit hoher Wahrscheinlichkeit" um die Leiche eines 66-jährigen vermissten Deutschen, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP. Die Leiche wurde demnach am Montag in der Nähe des Ferienlager-Geländes im Ort Saint-Julien-de-Peyrolas gefunden und geborgen, aber noch nicht identifiziert.

Der Betreuer des Ferienlagers der Leverkusener Jugendförderung St. Antonius wird vermisst, seit der Campingplatz am Donnerstag nach heftigen Regenfällen überschwemmt wurde.

+++ 0.00 Uhr: Sorge um Aretha Franklin +++

Die US-Soul-Diva Aretha Franklin ist Medienberichten zufolge schwer krank. Die 76-jährige "Königin des Soul" sei "schwer krank in Detroit", schrieb der Journalist Roger Friedman, ein Freund der Familie, am Sonntagabend auf der Website Showbiz 411. Die Familie bitte um "Gebete und Privatsphäre". Bei Franklin, die in ihrer jahrzehntelangen Karriere 18 Grammys gewann, war im Jahr 2010 Krebs diagnostiziert worden.

Wie die Lokalzeitung "Detroit News" berichtete, wird Franklin seit einer Woche in einem Hospiz palliativmedizinisch behandelt. Die Zeitung berief sich auf mehrere Vertraute der Sängerin, darunter der Sänger und Radiomoderator Tom Joyner.

wue DPA AFP

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