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News des Wochenendes: Vatikan bricht Spiel seines Frauenteams nach Protesten in Wien ab

Steinmeier spricht mit Witwe von Lübcke +++ Eltern streiten bei Kinderturnier - Schiri ruft Polizei +++ Bundesbank warnt vor Facebook-Währung +++ Magdeburg: Waffen und Drogen entdeckt +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Das Team Vatikan wird über das Aus für das Freundschaftsspiel mit dem FC Mariahilf in Wien informiert

Das Team Vatikan wird über das Aus für das Freundschaftsspiel mit dem FC Mariahilf in Wien informiert

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Die Kurz-Meldungen im Überblick:

  • Vatikan bricht Spiel seines Frauenteams ab (15.05 Uhr)
  • Steinmeier spricht mit Witwe von Lübcke (14.04 Uhr)
  • Eltern streiten bei Kinderturnier - Schiri ruft Polizei (11.24 Uhr)
  • Bundesbank warnt vor Facebook-Währung (10.56 Uhr)
  • Istanbul: Wiederholung der Bürgermeisterwahl beginnt (7 Uhr)
  • Magdeburg: Waffen und Drogen entdeckt (0.21 Uhr)

Die Nachrichten von Sonntag:  

+++ 18.04 Uhr: Massenprotest in Prag gegen Tschechiens Regierungschef Babis +++

In der tschechischen Hauptstadt Prag hat es einen Massenprotest gegen Regierungschef Andrej Babis gegeben. Nach Angaben der Veranstalter und örtlicher Medien beteiligten sich vermutlich rund 250.000 Demonstranten. Die Demonstration wäre damit die größte seit dem Ende des Kommunismus im Jahr 1989.

+++ 17.55 Uhr: Mann im Ehebett erstochen - Frau muss zusehen +++

Schauerliches Verbrechen im Schlafzimmer: Bei einem tödlichen Messerangriff auf ihren schlafenden Mann lag die Ehefrau des Opfers mit im Bett und musste den Mord mitansehen. Ein 60 Jahre alter Verdächtiger wurde nach der Tat am Samstag festgenommen. Gegen ihn erließen die Ermittler Haftbefehl wegen Mordes, wie die Polizei in Bielefeld und die Staatsanwaltschaft Paderborn am Sonntag gemeinsam mitteilten. Das Motiv ist unklar. Medien berichten, es sei eine Tat innerhalb der Verwandtschaft.

Laut Mitteilung soll der Mann am Samstagmorgen um kurz vor 8.00 Uhr durch eine offene Terrassentür in das Haus des Opfers eingedrungen sein und auf den im Bett liegenden, gerade erst erwachten 50-Jährigen mit einem Jagdmesser eingestochen haben. Das Opfer sei an den Folgen der Messerstiche verblutet, wie eine Obduktion ergeben habe, berichteten die Ermittler am Sonntag. 

+++ 15.53 Uhr: Von Auto überrollter Junge stirbt im Krankenhaus +++

Ein kleiner Junge, der von einem Auto überrollt wurde, ist in der Augsburger Uniklinik gestorben. Ärzte und Schwestern hatten mehr als 24 Stunden lang um das Leben des ein Jahr alten Kindes gekämpft; es starb heute in der Mittagszeit, wie die Dillinger Polizei mitteilte. Eine 78 Jahre alte Frau hatte den Jungen gestern Vormittag auf dem Parkplatz eines Kinderheims in Gundelfingen (Kreis Dillingen) übersehen und überrollt. Das Kind geriet unter das linke Vorderrad, die Mutter stand in der Nähe. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft.

+++ 15.44 Uhr: Enzephalitis-Ausbruch in Indien - schon fast 150 Kinder tot +++

Mindestens 146 Kinder sind im Nordosten Indiens seit Anfang Juni an akuter Enzephalitis gestorben. Die meisten der Opfer im Bundesstaat Bihar seien jünger als sieben Jahre gewesen, teilte ein Vertreter des dortigen Gesundheitsministeriums mit. Demnach starben allein 129 Kinder in einem einzigen Krankenhaus im Bezirk Muzaffarpur an dieser meist durch Viren hervorgerufenen Entzündung des Gehirns. Die Region war bereits 2013 von einem ähnlichen Ausbruch der Krankheit betroffen. Damals starben 350 Menschen, die meisten von ihnen Kinder. 

Solche Ausbrüche gibt es jährlich in der Region, die Bihar und den westlich angrenzenden Bundesstaat Uttar Pradesh umfasst. Während der von Juni bis Oktober dauernden Regenzeit ist das Risiko einer Enzephalitis besonders hoch. Gesundheitsbeamten zufolge können viele Faktoren diese Epidemien auslösen. Einige Ärzte sehen die Unterzuckerung mangelernährter Kinder als hauptsächliche Todesursache.

+++ 15.05 Uhr: Vatikan bricht Spiel seines Frauenteams nach Protesten in Wien ab +++

Der Vatikan hat ein Freundschaftsspiel seiner Frauen-Fußballmannschaft in Wien nach Protesten österreichischer Spielerinnen gegen die Haltung der Kirche zur Abtreibung gestoppt. Mehrere Spielerinnen des in Wien ansässigen Vereins FC Mariahilf hatten gestern österreichischen Medien zufolge während des Abspielens der Hymnen ihre Trikots angehoben und Botschaften auf Bauch und Rücken enthüllt. "Das Spiel wurde abgebrochen, weil wir wegen des Sports hier sind und nicht wegen politischer oder anderer Botschaften", sagte Danilo Zennaro, Vertreter des vatikanischen Sportverbandes, im österreichischen Sender ORF. Eine Spielerin des FC Mariahilf sagte, sie hätten nicht damit gerechnet, dass die Protestaktion zu einer Absage des Spiels führen würde.

Die Frauenmannschaft des Vatikans war Anfang des Jahres gegründet worden - mehr als dreißig Jahre nach der Männermannschaft. Medienberichten zufolge wäre das Spiel in Wien das internationale Debüt der Vatikan-Damen gewesen.

+++ 15 Uhr: Neonazi-Treff in Ostritz beendet - Polizei registriert 32 Straftaten +++

Die Polizei hat nach Abschluss eines Neonazi-Treffens und zahlreicher Gegenproteste im ostsächsischen Ostritz eine positive Bilanz gezogen. Alle Versammlungen und Veranstaltungen seien friedlich verlaufen, hieß es. Insgesamt seien von Freitag bis Sonntag 32 Straftaten und 5 Ordnungswidrigkeiten festgestellt worden. Schwerpunkte bei den Straftaten waren demnach 16 Verstöße gegen das Versammlungsgesetz sowie 10 Fälle des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

An den Protesten gegen das rechtsextreme "Schild und Schwert Festival" beteiligten sich nach Polizeiangaben rund 2000 Menschen - beim Friedensfest, dem 100-jährigen Jubiläum des örtlichen Fußballvereins und zwei Demonstrationen. Die Polizei war mit bis zu rund 1400 Beamten im Einsatz. Nach Abschluss des Festivals übergab sie dem Versammlungsleiter wieder die 4200 Liter Bier, die sie am Freitag wegen eines Alkoholverbots auf dem Gelände beschlagnahmt hatte.

+++ 14.55 Uhr: Vater lässt Neunjährigen Auto fahren +++

Auf dem Kindersitz hinterm Lankrad: Die Polizei hat einen Neunjährigen am Steuer eines Autos in Oldenburg gestoppt. Der Junge fuhr mit dem Vater als Beifahrer über den Parkplatz eines Verbrauchermarktes, wie die Polizei mitteilte. Damit der Junge überhaupt über das Lenkrad schauen konnte, saß er auf einer Kindersitzerhöhung. An Gas- und Bremspedal kam er laut Polizei aber heran. Da der Neunjährige noch strafunmündig ist, hat sein 40 Jahre alter Vater seine Pflichten in der Fürsorge und als verantwortlicher Fahrzeughalter verletzt. Die Polizei leitete ein Strafverfahren wegen des Zulassens des Fahrens ohne Fahrerlaubnis ein.

+++ 14.48 Uhr: Passagierin randaliert - Eurofighter begleiten Flieger nach Stansted +++

Ein Passierflugzeug der britischen Billigfluglinie Jet2 hat seinen Flug ins türkische Dalaman wegen einer randalierenden Frau an Bord abgebrochen. Zwei Jagdflugzeuge vom Typ Eurofighter begleiteten die Maschine gestern Abend zurück zum Londoner Flughafen Stansted, wo sie kurz zuvor gestartet war, wie die Nachrichtenagentur PA berichtete. Die 25-Jährige wurde demnach unter dem Verdacht des Angriffs und der Gefährdung des Flugzeugs festgenommen. Unklar ist, was genau sie an Bord gemacht hatte. Jet2 sprach von einem "extrem störenden Passagier". 

Die beiden Eurofighter ihrerseits verursachten einen Überschallknall, der vielen Menschen am Boden einen Schreck einjagte. Die Polizei von Bishop's Stortford berichtete auf Twitter von zahlreichen Anrufern, die besorgt über eine laute Explosion gewesen seien. Im selben Tweet bestätigte sie zugleich, es habe sich lediglich um den Überschallknall eines Flugzeugs gehandelt.

+++ 14.33 Uhr:  Laut Iran verletzte schon im Mai US-Drohne den Luftraum +++

Bereits Ende Mai ist eine US-Drohne nach Angaben aus Teheran in den iranischen Luftraum eingedrungen. Der Vorfall habe sich am 26. Mai ereignet, schrieb der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif auf Twitter. Die iranischen Revolutionsgarden hatten am Donnerstag eine weitere US-Aufklärungsdrohne vor der Küste des Landes abgeschossen.  Irans Präsident Hassan Ruhani fordert wegen des Drohnenzwischenfalls internationale Maßnahmen gegen die USA.

+++ 14.22 Uhr: Neuwahl des Istanbuler Bürgermeisters bislang weitgehend geordnet +++

Die mit Spannung erwartete Neuwahl des Bürgermeisters in Istanbul ist bis zum Nachmittag weitgehend geordnet verlaufen. Das bestätigten Wahlbeobachter an den Urnen, unter ihnen die Grünen-Abgeordnete Margit Stumpp, die für den Tag nach Istanbul gereist war. Die Wahl wird national wie international aufmerksam beobachtet. Vielen gilt sie als Test für den Zustand der Demokratie im Land. 

"Uns wird berichtet, dass die Wahllisten und Abläufe korrekt sind", sagte Stumpp der Deutschen Presse-Agentur. "Wir hören hier von keinerlei Unstimmigkeiten." Stumpp, die bereits mehrfach zur Wahlbeobachtung in der Türkei war, sagte, sie habe diesmal keine Probleme gehabt, Wahllokale zu besuchen und mit Menschen zu sprechen. Sie sprach von einer "beachtlichen Wahlbeteiligung".

+++ 14.04 Uhr: Steinmeier spricht mit Witwe von Lübcke +++

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Witwe des ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke zu einem Gespräch getroffen. Das Staatsoberhaupt kam dazu am Sonntagmittag in das Wohnhaus der Familie, um der Witwe zu kondolieren und mit ihr zu reden, wie eine Sprecherin des Präsidialamts der Deutschen Presse-Agentur im Anschluss an den 45-minütigen Besuch bestätigte.

Lübcke war am 2. Juni vor seinem Haus im Landkreis Kassel erschossen worden. Wegen des Mordfalls sitzt der 45-Jährige Stephan E. in Untersuchungshaft. Die Bundesanwaltschaft geht von einem rechtsextremen Hintergrund der Tat aus.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht auf dem 37. Deutschen Evangelischen Kirchentag.

+++ 13.28 Uhr: Mehr als 30 Partygäste erkrankt - Polizei vermutet K.o.-Tropfen +++

Rettungskräfte haben auf einer Party in Freiburg mehr als 30 Menschen medizinisch behandelt. Im Verlauf der Feier auf dem Messegelände hätten gestern plötzlich immer mehr Partygänger über Unwohlsein geklagt und sich übergeben, sagte ein Sprecher des Roten Kreuzes heute. Die Feiernden seien zunächst stabilisiert worden. Rettungswagen brachten zehn Menschen in umliegende Krankenhäuser. Mehr als 20 Menschen wurden weiter am Ort behandelt. 

Die Polizei vermutet, dass die Symptome von K.o.-Tropfen verursacht worden sind. Um dies sicher sagen zu können, müssen einem Sprecher zufolge aber noch Blutuntersuchungen abgewartet werden. Um die Verletzten zu versorgen, waren etwa 30 Rettungskräfte des Deutschen Roten Kreuzes und der Malteser im Einsatz.

+++ 12.59 Uhr: Tausende demonstrieren für Homosexuellenrechte in Kiew +++

Unter starkem Polizeischutz haben in der ukrainischen Hauptstadt Kiew bis zu 8000 Menschen für die Gleichberechtigung von Homosexuellen demonstriert. Der jährliche "Marsch der Gleichheit" sei ohne Zwischenfälle und Festnahmen verlaufen, teilte Polizeichef Sergej Knjasew Journalisten mit. Erstmals liefen auch etwa 30 Soldaten mit, um auf Homosexualität in der Armee aufmerksam zu machen. Mehrere Tausend Polizisten schützten den Umzug.

An Gegenprotesten nahmen Hunderte Anhänger christlicher und nationalistischer Organisationen teil. Die Polizei nahm im Vorfeld neun Gegner zwischen 18 und 48 Jahren wegen der Vorbereitung von "Provokationen" fest. Sie sollen demnach geplant haben, mit Fäkalien gefüllte Kondome auf die Demonstranten zu werfen. Ihnen drohen bis zu sieben Jahren Gefängnis.

+++ 12.15 Uhr: Evangelischer Kirchentag mit Abschlussgottesdienst beendet +++

Der Evangelische Kirchentag ist mit einem großen Abschlussgottesdienst zu Ende gegangen. Tausende Menschen kamen am Morgen zu dem Gottesdienst ins Dortmunder Fußballstadion. Der 37. Evangelische Kirchentag stand in diesem Jahr unter der biblischen Losung "Was für ein Vertrauen". Fünf Tage lang stand Dortmund ganz im Zeichen des Treffens. Mehr als 2000 Veranstaltungen fanden für die Besucher des Kirchentags statt. Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und weitere Spitzenpolitiker kamen nach Dortmund.

+++ 12 Uhr: Bassist mit Sturmhaube - Polizei greift bei Neonazi-Festival ein +++

Beim Rechtsrock-Konzert im ostsächsischen Ostritz hat die Polizei am späten Samstagabend einschreiten müssen. Beim Auftritt einer Band hatte sich der Bassist bei der als Versammlung angemeldeten Veranstaltung eine Sturmhaube über den Kopf gezogen. Wie die Polizei heute mitteilte, sei damit der Anfangsverdacht auf Verstoß gegen das Versammlungsgesetz gegeben. Nach dem Auftritt wurden deswegen die Personalien des 33-Jährigen aufgenommen. Die Versammlung wurde aber nicht aufgelöst.

Den Angaben zufolge verließen bereits während der Abendveranstaltung zahlreiche Besucher das Neonazi-Treffen und reisten ab. Die Polizei gab die Anzahl der Teilnehmer an dem rechtsextremen "Schild und Schwert Festival" gestern mit 500 und weniger an.

+++ 11.49 Uhr: Tagebau Garzweile laut Polizei geräumt +++

Die Polizei hat am Vormittag nach eigenen Angaben die Räumung des Braunkohletagebaus Garzweiler beendet. Alle Demonstranten, die das Gelände gestern gestürmt hatten, seien mittlerweile herausgetragen worden oder freiwillig gegangen, sagte eine Sprecherin der Polizei Aachen. Eine Sprecherin der Organisation Ende Gelände erklärte dagegen, an schwer zugänglichen Stellen im Tagebaugelände hielten sich noch Demonstranten auf, ihre Zahl liege im "niedrigen zweistelligen Bereich".

Kohlekraftwerk in Garzweiler: Klimaaktivisten durchbrechen Polizeikette

+++ 11.35 Uhr: Boris Johnson wegen Schweigens zu Streit mit Freundin in Kritik +++

Der Favorit im Rennen um das Amt des britischen Premiers, Boris Johnson, ist wegen unbeantworteter Fragen zu einem Polizeieinsatz bei seiner Wohnung in die Kritik geraten. Mehrere Sonntagszeitungen in Großbritannien titelten mit der Weigerung des 55 Jahre alten Tory-Politikers, zu dem Vorfall Stellung zu nehmen. Er hatte bei einer Regionalkonferenz der Konservativen Partei gestern in Birmingham mehrfach abgelehnt, sich zu Berichten über einen lautstarken Streit zwischen ihm und seiner Lebensgefährtin zu äußern. Selbst erzkonservative Boulevardzeitungen wie die "Sun", die hinter dem Bekanntwerden des Vorfalls eine "linke Verschwörung" witterte, schlossen sich der Kritik an Johnsons Schweigen an. Der "Sunday Express" titelte: "Warum sagt uns Boris nicht, was passiert ist?"

+++ 11.24 Uhr: Eltern streiten bei Kinder-Fußballturnier - Schiri ruft die Polizei  +++

Bei einem Kinder-Fußballturnier in Ludwigshafen sind die Eltern so sehr in Streit geraten, dass der Schiedsrichter aus Furcht vor Gewalt die Polizei gerufen hat. Vorangegangen war eine umstrittene Entscheidung des Schiris, wie das Polizeipräsidium Rheinpfalz am Vormittag mitteilte. Mitursächlich für den Streit gestern dürfte ein "fehlender Videobeweis" gewesen sein, hieß es weiter. Den beiden eingetroffenen Polizisten sei es mit einem Appell an den gesunden Sportsgeist gelungen, bei dem E-Jugend-Spiel die Gemüter wieder zu beruhigen. Das Spielergebnis teilte die Polizei nicht mit.

+++ 11.11 Uhr: Äthiopiens Armeechef bei Putschversuch erschossen +++

Bei einem Putschversuch gegen eine Regionalvertretung in Äthiopien wurde der Regierung zufolge der Präsident der Region und der Chef der äthiopischen Streitkräfte getötet. Angreifer hätten gestern Abend versucht, die Macht in der Verwaltungsregion Amhara im Norden Äthiopiens an sich zu reißen, sagte Nigussu Tilahun, der Sprecher von Äthiopiens Regierungschef Abiy Ahmed, in Addis Abeba. Dahinter steckte demnach der Chef der Sicherheitskräfte der Verwaltungsregion. Der Präsident der Region sowie ein Berater seien in der regionalen Hauptstadt Bahir Dar getötet worden. Der Chef der äthiopischen Streitkräfte sei in der Hauptstadt Addis Abeba von seinem Bodyguard getötet worden. Die zwei Vorfälle hingen zusammen, sagte Regierungssprecher Nigussu. 

Der genaue Hintergrund des Vorfalls war zunächst unklar. Äthiopien wurde viele Jahre mit harter Hand regiert. Im April 2018 kam Abiy an die Macht und führte etliche Reformen ein: Er ließ etliche politische Gefangene frei und hob das Verbot einiger Oppositionsgruppen auf. Außerdem beendete er einen 20 Jahre langen Konflikt mit dem Nachbarland Eritrea.

+++ 11.02 Uhr: Iran will wegen Aufklärungsdrohne juristisch gegen USA vorgehen +++

Der Iran will wegen der angeblichen Verletzung seines Luftraumes durch eine US-Drohne jetzt auch rechtlich gegen die USA vorgehen. Das kündigte die Vizepräsidentin und Leiterin der Rechtsabteilung im Präsidialamt, Lejla Dschonejdi an. "Eine Spionagedrohne in den iranischen Luftraum zu schicken, ist ein klarer Verstoß Washingtons gegen internationales Recht, und daher erwägen wir auch, rechtliche Schritte gegen die USA einzuleiten." Dennoch sollten alle Seiten versuchen, eine Eskalation der Krise oder gar einen Krieg zu vermeiden.

Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran hatte sich am Donnerstag gefährlich zugespitzt, nachdem der Iran eine US-Aufklärungsdrohne abgeschossen hatte. Der Iran gibt an, dass die Drohne den eigenen Luftraum verletzt habe. Laut US-Regierung flog die Drohne in internationalem Luftraum.

+++ 10.59 Uhr: Viele Einsätze nach Unwetter in Bayern - Flugbetrieb unterbrochen +++

Unwetter mit Starkregen und Blitzen sind über weite Teile Bayerns gezogen und haben vielerorts für vollgelaufene Keller und überflutete Straßen gesorgt. Allein im Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Nord rückten die Helfer bis in die Nacht zu 195 Einsätzen aus, wie ein Sprecher der Polizei heute sagte. Im Landkreis München half die Feuerwehr bei 50 Einsätzen Keller auszupumpen und Straßen vom Wasser zu befreien. Am Flughafen München musste der Flugbetrieb wegen des Unwetters am Abend für mehr als eine Stunde ruhen. 23 Flüge fielen laut einer Sprecherin aus. Ein Musikfestival in München wurde wegen des Unwetters von den Veranstaltern vorzeitig beendet.

+++ 10.56 Uhr: Bundesbank warnt vor Facebook-Währung +++

Die Bundesbank warnt vor den Risiken der geplanten digitalen Währung Libra von Facebook. Wenn von den 2,7 Milliarden Facebook-Nutzern nur 100 Millionen mitmachten, hätte Libra schon mehr Kunden als der gesamte deutsche Bankenmarkt, sagte Bundesbankvorstand Joachim Wuermeling der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Facebook könnte zum weltgrößten Vermögensverwalter und damit systemrelevant werden." Da Libra durch Staatsanleihen gedeckt werden soll, könnte Facebook sich zu einem der größten Gläubiger von Staaten entwickeln. "Ich hielte es für bedenklich, wenn Nationalstaaten auf diese Weise abhängig würden von einem einzigen Konzern." Bundesbankvorstand Burkhard Balz sagte der "Welt am Sonntag", er sehe die Gefahr, dass mit Libra gerade im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr Regeln zu Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung umgangen werden könnten.

Facebook hat angekündigt, die eigene Kryptowährung in der ersten Jahreshälfte 2020 an den Start bringen zu wollen. Libra soll es allen Facebook-Nutzern ermöglichen, untereinander Geld zu versenden und Waren von Unternehmen zu kaufen.

+++ 10.33 Uhr: Stromverbrauch verrät Gartenpächter beim Cannabis-Anbau +++

Eine hohe Stromrechnung hat den Cannabis-Anbau zweier Gartenpächter in Thüringen auffliegen lassen. Den Eigentümern der Gartenanlage war der ungewöhnlich hohe Stromverbrauch an der Parzelle aufgefallen; sie informierten die Polizei, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Die Beamten entdeckten in der Laube spezielle Lampen für die Aufzucht von Pflanzen. Außerdem bemerkten sie den typischen Geruch von Marihuana. Die beiden 18-Jährigen bestritten zunächst, Drogen angebaut zu haben. 

Später fanden die Polizisten aber 13 Cannabis-Pflanzen auf dem Gartengrundstück. Bei einer Wohnungsdurchsuchung fanden die Polizisten weitere Drogen. Die beiden jungen Männer erwartet nun eine Anzeige wegen illegalen Drogenanbaus.

+++ 10.29 Uhr: Erstmals mehr als eine Million SUV-Neuzulassungen dieses Jahr erwartet +++

Der Trend zum SUV ist trotz Klimadiskussion in Deutschland ungebrochen. Erstmals werde die Zahl der neu zugelassenen Geländewagen 2019 die Grenze von einer Million Fahrzeuge überschreiten, berichtet die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf eine Hochrechnung der Universität Duisburg-Essen. Demnach lag der Anteil an SUV-Neuzulassungen in den ersten vier Monaten des Jahres mit 31,3 Prozent erstmals über der 30-Prozent-Marke. Für das Gesamtjahr ergebe sich damit voraussichtlich die Zahl von 1,05 Millionen neu zugelassenen SUVs,.

Der Trend zum "Sport Utility Vehicle" hat sich den Zahlen zufolge in den letzten Jahren stark beschleunigt. Allerdings werden die SUVs zugleich immer kleiner. "52 Prozent aller in den ersten vier Monaten neu zugelassenen SUV in Deutschland hatten Golf-Länge oder weniger", sagt Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer von der Uni Duisburg-Essen. Zwar seien 75 Prozent der SUV breiter als ein Golf. Aber "SUV mit Riesenmonster gleichzusetzen, ist einfach falsch."

+++ 9.08 Uhr: Feuerwehr rettet sieben Tiere aus brennendem Bungalow in Hannover +++

Die Feuerwehr hat fünf Katzen und zwei Hunde aus einem brennenden Bungalow in Hannover gerettet. Das Gebäude fing gestern Abend aus bislang ungeklärter Ursache Feuer, wie die Feuerwehr heute mitteilte. Die beiden Bewohner des Hauses gelangten unverletzt ins Freie. Die Einsatzkräfte versorgten einige der geretteten Tiere mit Sauerstoff. Vier Katzen und ein Hund kamen den Angaben zufolge mit einem speziellen Tierrettungswagen der Feuerwehr in eine Klinik der Tierärztlichen Hochschule Hannover. Das Gebäude ist nach dem Brand nicht mehr bewohnbar.

+++ 8.18 Uhr: Zehntausende beteiligen sich an Gay-Pride-Parade in Santiago de Chile +++

In Santiago de Chile haben zehntausende Menschen an einer Gay-Pride-Parade teilgenommen. Die Veranstalter der Parade sprachen von rund 100.000 Teilnehmen, die tanzend und feiernd durch das Zentrum der chilenischen Hauptstadt zogen und für die Rechte von Homosexuellen, Bisexuellen und Transgender demonstrierten. Überall waren Regenbogenflaggen als Symbol der Homosexuellen-Bewegung zu sehen.

Die Gay-Pride-Parade in Santiago de Chile wird seit 19 Jahren von der Bewegung für die Integration und Befreiung von Homosexuellen (Movilh) organisiert. In diesem Jahr demonstrierten die Teilnehmer vor allem für die Homoehe, über die das chilenische Parlament schon seit Längerem debattiert, und ein Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare. Sie forderten zudem eine Verschärfung der Gesetze gegen Diskriminierung und homophobe Gewalt. Unter Ex-Präsidentin Michelle Bachelet hatte Chile bereits 2015 eingetragene Partnerschaften für Homosexuelle ermöglicht. In dem konservativen südamerikanischen Land hat die katholische Kirche aber immer noch großen Einfluss.

+++ 7 Uhr: Wiederholung der Bürgermeisterwahl in Istanbul beginnt +++

In der türkischen Millionenmetropole Istanbul haben zur Neuwahl des Bürgermeisters die Wahllokale geöffnet. Schließen sollen sie um 17 Uhr Ortszeit (16 Uhr MESZ). Erste Teilergebnisse werden noch am Abend erwartet. Rund zehn Millionen Wahlberechtigte sind aufgerufen, an rund 31.000 Urnen ihre Stimme abzugeben. Insgesamt treten vier Kandidaten an. Allerdings ist schon sicher, dass es wieder ein Rennen wird zwischen dem Shootingstar der Mitte-Links-Partei CHP, Ekrem Imamoglu (49), und dem Ex-Ministerpräsidenten Binali Yildirim (63), der für die islamisch-konservative Regierungspartei AKP von Präsident Recep Tayyip Erdogan antritt. 

Imamoglu hatte bei der Kommunalwahl am 31. März knapp gewonnen. Wegen angeblicher Regelwidrigkeiten annullierte die Wahlbehörde YSK das Ergebnis aber später und gab damit Einsprüchen der AKP statt. Das stieß international auf Kritik. Die Wahl wird landesweit und auch im Ausland aufmerksam beobachtet.

+++ 5.22 Uhr: Räumung des Tagebaus Garzweiler dauert an +++

Nach dem Eindringen hunderter Demonstranten in den Tagebau im rheinischen Garzweiler hat die Polizei in der Nacht die Räumung des Geländes fortgesetzt. Der Abtransport dauere weiter an, sagte ein Vertreter der Polizei Aachen am frühen Morgen. Auf Twitter teilte die Polizei mit, die Aktivisten im Tagebau würden mit Lebensmitteln und Getränken versorgt.      Mehrere hundert Aktivisten hatten sich am frühen Samstagnachmittag "unter Gewalteinwirkung" Zutritt zu dem Gelände verschafft. Neuen Polizeiangaben zufolge wurden mehr als acht Polizisten verletzt.

Kohlekraftwerk in Garzweiler: Klimaaktivisten durchbrechen Polizeikette

+++ 5.16 Uhr: Betrunkener Brummi-Fahrer mit mehr als drei Promille unterwegs +++

Die Polizei in Südhessen hat gestern Abend zwei schwer angetrunkene Lkw-Fahrer aus dem Verkehr gezogen. Ein 43-Jähriger fiel wegen seiner unsicheren Fahrweise auf der Autobahn A67 bei Pfungstadt auf und wurde auf einem Parkplatz angehalten, wie die Polizei mitteilte. Sein Atemalkoholwert lag bei 3,18 Promille. Bereits um 20 Uhr wurde ein 53-Jähriger Brummifahrer auf der A5 gesehen, der Schlangenlinien fuhr. Die Autobahnpolizei stoppte den Sattelzug kurz nach dem Darmstädter Kreuz. Der Mann erreichte 2,06 Promille beim Atemalkoholtest. Gegen die beiden Männer wurde ein Strafverfahren eingeleitet, die Polizei behielt ihre Führerscheine

+++ 5.10 Uhr: Schwarmfänger bergen herrenlose Bienenvölker +++

Feuerwehr und Imkerbund müssen zurzeit verstärkt herrenlose Bienenvölker einfangen. In der Schwarmzeit vermehren sich die Völker, die Ableger suchen sich einen neuen Ort zum Leben. Das passiert nun auch in Großstädten wie Berlin, in denen es seit Jahren einen regelrechten Bienen-Boom gibt. Die meisten Imker versuchen, das Schwärmen zu vermeiden. "Doch hundertprozentig werden wir das nicht in den Griff kriegen", sagt der Vorsitzende des Imkerverbandes, Benedikt Polaczek. Manchen Neu-Imkern fehle einfach die Erfahrung. Und selbst langjährigen Kollegen könne es passieren, dass ein Volk schwärme. Polaczek fordert Qualifikationsnachweise für Imker. Laut Berliner Justizverwaltung ist dies nicht geplant. Vielmehr solle das Ausbildungsangebot ausgebaut werden.

Weltbienentag: Zum Weltbienentag acht Buchtipps zur Bienenrettung
Das Einmaleins der Honigbiene  Von Jürgen Tautz, Tobias Hülswitt      Der perfekte Einstieg in die Welt der Bienen ist die gerade veröffentlichte Fibel: "Das Einmaleins der Honigbiene". Kurz, klar strukturiert werden hier spannende Fakten rund um die Bienen präsentiert: pro Seite ein Erkenntnishappen. Wo der Leser ins Buch einsteigt, ist dabei egal. Jedes der insgesamt 66 Themen steht für sich und ist stets so spannend, dass der Leser garantiert "kleben" bleibt. Wie erkennt man schlafende Bienen? Warum sind ältere Bienen eigentlich die Jüngeren? Wie Bienen ihre Umgebung mit Hilfe von Düften kartografieren. Derart mit Wissen aufgeladen, kann man bei jedem Smalltalk über Bienen, Insektensterben und Nachhaltigkeit glänzen. Die E-Book-Variante gibt es kostenlos zum Buch dazu. Und da das Buch ein Hochkantformat hat, passt es als E-Book perfekt auf ein Smartphone-Bildschirm.

Das Einmaleins der Honigbiene

Von Jürgen Tautz, Tobias Hülswitt


Der perfekte Einstieg in die Welt der Bienen ist die gerade veröffentlichte Fibel: "Das Einmaleins der Honigbiene". Kurz, klar strukturiert werden hier spannende Fakten rund um die Bienen präsentiert: pro Seite ein Erkenntnishappen. Wo der Leser ins Buch einsteigt, ist dabei egal. Jedes der insgesamt 66 Themen steht für sich und ist stets so spannend, dass der Leser garantiert "kleben" bleibt. Wie erkennt man schlafende Bienen? Warum sind ältere Bienen eigentlich die Jüngeren? Wie Bienen ihre Umgebung mit Hilfe von Düften kartografieren. Derart mit Wissen aufgeladen, kann man bei jedem Smalltalk über Bienen, Insektensterben und Nachhaltigkeit glänzen. Die E-Book-Variante gibt es kostenlos zum Buch dazu. Und da das Buch ein Hochkantformat hat, passt es als E-Book perfekt auf ein Smartphone-Bildschirm.

+++ 5.03 Uhr: Mehrere Elche in Brandenburg beobachtet +++

In Brandenburg werden immer öfter Elche gesichtet. Allein in diesem Jahr seien vier Tiere dem Landeskompetenzzentrum Forst in Eberswalde gemeldet worden, sagte Kornelia Dobiás, Leiterin der Forschungsstelle für Wildökologie. Die Vertreter der weltweit größten Hirschart seien im Landkreis Barnim sowie in den Landkreisen Potsdam-Mittelmark, Teltow-Fläming und Oder-Spree unterwegs gewesen. Wahrscheinlich werde die Zahl der aus Polen zuwandernden Tiere steigen, sagte die Wissenschaftlerin. Bislang gebe es aber keinen Nachweis, dass sich Elche dauerhaft in der Mark angesiedelt hätten. "Wir gehen davon aus, dass gegenwärtig drei bis fünf Elche durch Brandenburg streifen, sich hier eine gewisse Zeit aufhalten und dann weiter westwärts oder zurück nach Osten wandern", sagte sie.

Im vergangenen Jahr wurde ein junger Elchbulle laut Dobiás in Südbrandenburg mit einem Senderhalsband ausgestattet. Gegenwärtig ist er im Naturpark Nuthe-Nieplitz südwestlich von Berlin unterwegs.

+++ 4.34 Uhr: Trump kündigt neue Sanktionen gegen den Iran an +++

Im eskalierenden Konflikt mit dem Iran hat US-Präsident Donald Trump neue schwere Sanktionen gegen das Land angekündigt. Am Montag würden "bedeutende zusätzliche Sanktionen" verkündet, schrieb Trump auf Twitter. Er stellte zugleich in Aussicht, die Strafmaßnahmen wieder außer Kraft zu setzen - als Bedingung dafür hatte er zuvor genannt, dass sich die Führung in Teheran dauerhaft dazu verpflichten müsse, keine Atombombe zu bauen. Trump schrieb, er freue sich auf den Tag, wo die Sanktionen wieder aufgehoben würden - "je früher, desto besser". 

+++ 4.30 Uhr: Russische Umweltaktivistin flieht nach Deutschland +++

Aus Furcht vor einer Gefängnisstrafe in Russland ist die Umweltaktivistin Alexandra Korolewa nach Deutschland geflohen. "Ich befürchtete, dass ich inhaftiert werde", sagte die Direktorin der russischen Organisation Ecodefense der Deutschen Presse-Agentur in Moskau. Gegen sie seien fünf Strafverfahren eingeleitet worden. Nach Angaben ihrer Organisation hat Korolewa bereits politisches Asyl in Deutschland beantragt. Sie sagte: "Ecodefense braucht Schutz, und hier in Deutschland hoffen wir, ihn zu finden." Die Organisation wurde 1989 gegründet. Sie ist nach eigenen Angaben einer der ältesten in Russland, die sich für den Umweltschutz einsetzt.

Seit 2012 müssen sich Nichtregierungsorganisationen in Russland als "ausländische Agenten" registrieren, wenn sie sich mit Geld aus dem Ausland finanzieren. Sonst drohen Strafzahlungen und Schließung. Viele Organisationen beklagen, dass ihre Arbeit damit viel schwieriger geworden ist. Für viele kommt die Registrierung einem Stigma gleich, weil das Wort "Agent" im Russischen negativ besetzt ist.

+++ 4.05 Uhr: 100 Tage nach Zyklon "Idai": Menschen mangelt es an Nahrungsmitteln +++

100 Tage nach der verheerenden Verwüstung durch Zyklon "Idai" in Mosambik steht für mehr als eine Million Menschen das Schlimmste womöglich noch bevor. Rund 1,5 Millionen Einwohner des Landes würden voraussichtlich bis April nächsten Jahres auf Nahrungsmittelhilfen angewiesen sein, sagte die Leiterin des Welternährungsprogramms (WFP) in Mosambik, Karin Manente, der Deutschen Presse-Agentur. "Wir werden es wahrscheinlich mit einer erheblichen Hungersaison zu tun haben."

Zyklon "Idai" war Mitte März über Mosambik hinweggezogen und hatte dort sowie in Simbabwe und Malawi ein Bild der Verwüstung hinterlassen. In den drei Ländern waren nach UN-Angaben rund drei Millionen Menschen betroffen, Hunderte Menschen starben. Kurze Zeit später zog zudem Zyklon "Kenneth" über den Norden Mosambiks hinweg. Die tropischen Wirbelstürme kamen gerade zur Haupterntezeit. Große Teile der landwirtschaftlichen Produktion seien zerstört worden, sagte der Leiter der Hilfsorganisation Care International in Mosambik, Saul Butters. "Die Menschen haben nichts mehr."

Hier können Sie direkt Online helfen. Wir leiten Ihre Spende weiter. IBAN DE20 2007 0000 0469 9500 00 BIC DEUTDEHH – Stichwort "Mosambik"; www.stiftungstern.de

+++ 3.44 Uhr: Äthiopiens Generalstabschef von Kugel getroffen +++

In Äthiopien ist der Generalstabschef Seare Mekonnen von einer Kugel getroffen worden. Das teilte der in eine Militäruniform gekleidete Regierungschef Abiy Ahmed im Fernsehen mit. Nähere Angaben zum Zustand des Armeechefs machte er nicht. Wenige Stunden zuvor hatte die Regierung mitgeteilt, es habe einen Putschversuch in der nordwestlichen Region Amhara gegeben, einer von neun autonomen Regionen des Landes am Horn von Afrika. Die US-Botschaft in Addis Abeba veröffentlichte nach Berichten über Schüsse in der Hauptstadt und Zusammenstößen in der Stadt Bahir Dar in der Region Amhara eine Warnung.

+++ 1.15 Uhr: 60 Zentimeter Neuschnee zu Sommerbeginn in den USA +++

Wetterkapriolen in den USA: Pünktlich zum Sommerbeginn sind im US-Bundesstaat Colorado knapp 60 Zentimeter Neuschnee gefallen. Sonnenwende und fast schon Juli, "darum scheint sich Mutter Natur kaum zu kümmern", hieß es dazu beim Nachrichtensender CNN. Der Schneefall überraschte die Bewohner der höheren Regionen, etwa im Steamboat-Skigebiet, nordwestlich von Denver. Der örtliche Wetterdienst warnte, der Winterzauber könne noch bis Sonntag dauern. Zuletzt sei im Sommer 1928 ein derart ungewöhnlicher Schneefall registriert worden, hieß es bei CNN.

+++ 0.21 Uhr: Waffen und große Menge Drogen in Magdeburg entdeckt +++

Die Polizei in Magdeburg hat bei einem Einsatz Drogen im Wert von 150.000 Euro, mehrere Waffen und 10.000 Euro Bargeld sichergestellt. Vier mutmaßliche Drogendealer, die am Drogenhandel beteiligt sein sollen, wurden festgenommen, wie die Polizei gestern Abend mitteilte. Weil nicht ausgeschlossen werden konnte, dass die Männer bewaffnet waren, rückte am Freitagabend ein Spezialeinsatzkommando aus, um die Männer in einer Wohnung und in einer Shisha-Bar festzunehmen.

Die Polizei stellte nach Durchsuchungen von sechs Objekten mehrere Kilo Amphetamin, ein Kilo Crystal Meth und Kokain sicher. Außerdem fanden die Beamten scharfe Messer, ein Sturmgewehr samt Munition und ein Abschussgerät für Sprenggranaten. Ein Haftrichter erließ gegen einen 27-Jährigen, einen 35-Jährigen und einen 19-Jährigen Haftbefehle. Ein 21-Jähriger wurde wieder freigelassen, weil gegen ihn kein dringender Tatverdacht vorliegt.

+++ 0.07 Uhr: Kim erhält Post von Trump +++

Nordkoreas Diktator Kim Jong Un hat Post aus den USA von Präsident Donald Trump erhalten. Kim habe den persönlichen Brief in Empfang genommen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am frühen Morgen. Ein zufriedener Kim habe den "ausgezeichneten Inhalt" des Schreibens gelobt, ohne Details zu nennen. Er werde den interessanten Inhalt "ernsthaft prüfen", lobte zugleich das politische Urteilsvermögen und den außerordentlichen Mut Trumps.

Trotz direkter Gespräche auf höchster Ebene sind die Verhältnisse der beiden Länder weiterhin angespannt. Das zweite Gipfeltreffen zwischen Kim und US-Präsident Donald Trump war Ende Februar in Vietnam gescheitert. Beide Seiten konnten sich in der zentralen Frage der atomaren Abrüstung Nordkoreas nicht einigen. Pjöngjang forderte eine Lockerung der internationalen Sanktionen. Die US-Regierung will die Sanktionen jedoch beibehalten, solange das mit dem nordkoreanischen Atomprogramm verbundene Risiko nicht gebannt ist.

+++ 0.05 Uhr: Merz besorgt über AfD-Sympathisanten bei Polizei und Militär +++

Der CDU-Politiker Friedrich Merz warnt vor einem Abdriften von Polizisten und Soldaten hin zur rechtspopulistischen AfD. "Wir verlieren offenbar Teile der Bundeswehr an die AfD. Wir verlieren Teile der Bundespolizei an die AfD", sagte der frühere Fraktionschef im Bundestag der "Bild am Sonntag". Um dem Trend zu begegnen, müsse die CDU eine Partei sein, die ohne Wenn und Aber hinter den Sicherheitsorganen stehe. "Nur mit eindeutigem Rückhalt aus der Politik können sie jeden politischen Extremismus erfolgreich bekämpfen."

Bei seiner Einschätzung, dass immer mehr Soldaten und Bundespolizisten zu AfD-Anhängern werden, stützt sich Merz dem Bericht zufolge auf Gespräche mit Bundestagsabgeordneten aus dem Verteidigungs- und Innenausschuss. Auch sein privates Umfeld habe ihn auf entsprechende Missstände hingewiesen: "Ich habe nahe Verwandte und sehr viele Freunde und Bekannte, die bei der Bundeswehr und der Bundespolizei sind. Die berichten mir, wie die Stimmung dort ist, wie viele sich von ihren Dienstherren im Stich gelassen fühlen."

Reaktionen auf Merz bei Maischberger: "Wenn Merz kein Lobbyist ist, ist der BER ein Flughafen in Betrieb"

Die Nachrichten von Samstag:  

+++ 19.10 Uhr: Zwei Pumpstationen im Tagebaugebiet in Brand gesetzt +++

Unbekannte haben am Samstag in Mönchengladbach-Wanlo am Rand des Tagebaugebiets Garzweiler den Schaltschrank einer Pumpstation des Betreibers RWE in Brand gesetzt. Die Polizei gehe von vorsätzlicher Brandstiftung aus, sagte eine Sprecherin. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass das Feuer im Zusammenhang mit der Klimademonstration gelegt worden sei, hieß es. Menschen kamen nicht zu Schaden. Die Feuerwehr löschte den Schaltkasten.

+++ 17.23 Uhr: Streik auf Fähren behindert Korsika-Urlauber +++

Wegen eines Streiks bei einer Schifffahrtslinie müssen Urlauber mit Behinderungen im Fährverkehr zwischen dem französischen Festland und der Mittelmeerinsel Korsika rechnen. Wie die Nachrichtenagentur AFP am Samstag berichtete, sollen die Aktionen der Seeleute der Linie La Méridionale fortgesetzt werden. Die Beschäftigten kritisierten eine Benachteiligung der Linie bei einer Ausschreibung von Verbindungen zwischen dem Festland und der Insel. 

La Méridionale bestätigte auf ihrer Internetseite, dass bis Montag jeweils zwei bis drei Verbindungen pro Tag zwischen Marseille und verschiedenen korsischen Häfen ausfallen. Die Reederei empfahl Reisenden, andere Linien wie Corsica Linea oder Corsica Ferries zu kontaktieren.

+++ 15.32 Uhr: Aktivisten stürmen Tagebau - Polizei meldet verletzte Beamte +++

Nachdem mehrere Hundert Aktivisten des Bündnisses "Ende Gelände" den Tagebau Garzweiler gestürmt haben, spricht die Polizei erstmals von verletzten Beamten. Bei Twitter schrieb die Aachener Polizei, die Aktivisten würden sich weiter in Richtung Tagebau bewegen. "Hier wurden unsere KollegInnen massiv angegangen & teilweise verletzt." Über die Zahl der Verletzten oder die Schwere der Verletzungen konnte die Pressestelle der Aachener Polizei zunächst keine Angaben machen. Nach Informationen der Gewerkschaft der Polizei, die unter anderem mit ihrem Landesvorsitzenden Michael Mertens im Rheinischen Revier vor Ort ist, wurden bis zum frühen Nachmittag mindestens zwei Beamte verletzt. Vermutlich seien sie gestürzt während des Ansturms auf den Tagebau.

+++ 15.10 Uhr: Junger Mann lässt verletzten Cousin nach Autorennen im Stich +++

Zwei Cousins haben sich in Bayern ein Autorennen geliefert - dabei krachte einer der beiden in eine Laterne, verletzte sich und wurde von seinem Verwandten zurückgelassen. Der Cousin bemerkte in der Nacht aden Crash in Memmingen zwar, fuhr nach Polizeiangaben aber einfach weiter. Ein Passant wählte den Notruf. Retter befreiten den Eingeklemmten aus seinem Auto und brachten ihn mit Verletzungen ins Krankenhaus. Die Ermittler stellten die Fahrzeuge der beiden 18 und 19 Jahre alten Männer sicher.

+++ 15.07 Uhr: Ersthelfer retten Verunglückte aus brennenden Autos +++

Nach gleich mehreren schweren Unfällen haben Ersthelfer die Verunglückten aus brennenden Autos gerettet. In Hessen war ein 52 Jahre alter Mann bei Bebra von der Straße abgekommen und frontal gegen einen Baum gefahren, wie die Polizei heute mitteilte. Sein Auto fing sofort Feuer. Nur durch das beherzte Eingreifen von Unfallzeugen konnte der Schwerverletzte laut Polizei rechtzeitig gerettet werden. Drei Männer im Alter von 45, 54 und 76 Jahren zogen ihn gestern Abend aus seinem Wagen. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Nach ersten Erkenntnissen der Beamten hatte die tiefstehende Sonne den Autofahrer geblendet.

In Rostock kam eine 78 Jahre alte Frau wegen gesundheitlicher Probleme mit ihrem Wagen von der Fahrbahn ab und stieß gegen zwei Bäume. Das Auto habe ebenfalls sofort Feuer gefangen, hieß es. Ersthelfer befreiten die Frau aus dem Fahrzeug, sie wurde nur leicht verletzt. 

Im baden-württembergischen Oberstenfeld verunglückte ein betrunkener 25-Jähriger mit seinem Auto - das Wrack brannte komplett aus. Der 24 Jahre alte Beifahrer und mehrere Ersthelfer hätten den Mann aus dem Wagen befreien können, bevor das Auto in Flammen aufgegangen sei, teilte die Polizei mit. Der Beifahrer sei unverletzt geblieben und habe sich selbstständig befreien könne. Der 25-Jährige wurde leicht verletzt.

+++ 14.46 Uhr: 80-jährige Frau in Slowenien von Bär verletzt +++

In Slowenien hat ein Bär eine 80-Jährige angegriffen und verletzt. Das Tier attackierte die Seniorin nach Behördenangaben am Morgen am Rand des Dorfs Vrh, das rund 20 Kilometer südlich der Hauptstadt Ljubljana liegt. Die Frau wurde ins Krankenhaus gebracht, sie schwebt nach Angaben des Zivilschutzes nicht in Lebensgefahr. Die Nachrichtenwebsite 24ur.com berichtete, die Frau habe nur leichte Verletzungen erlitten.

In den großen Wäldern Sloweniens leben schätzungsweise tausend Bären, in den letzten zehn Jahren hat sich die Population fast verdoppelt. Angriffe auf Menschen sind aber selten. Seit mehr als zehn Jahren hat es keinen einzigen Todesfall mehr gegeben. Erst am Donnerstag hatte das slowenische Parlament ein Gesetz für den Abschuss von Bären und Wölfen verabschiedet. Bisher hatte es in Slowenien jedes Jahr feste Abschussquoten gegeben.

+++ 13.47 Uhr: Kleinkind stirbt nach Fenstersturz in Düsseldorf +++

Aus einem Fenster im vierten Stock ist ein Kleinkind in Düsseldorf gestürzt. Der 18 Monate alte Junge sei in der Klinik gestorben, teilte die Polizei mit. Ersten Ermittlungen zufolge sei der Junge gestern Abend mit seiner vierjährigen Schwester alleine in dem Zimmer gewesen, als er aus dem Fenster fiel, so der WDR. Die Polizei wollte das bislang nicht bestätigen. "Wir gehen von einem tragischen Unfallgeschehen aus", so eine Sprecherin.

+++ 13.21 Uhr: Tausende protestieren an Tagebau für Klimaschutz und gegen Kohle +++

Am Tagebau Garzweiler haben weitere Proteste gegen die Kohle und für mehr Klimaschutz mit Tausenden Teilnehmern begonnen. Einem Protestmarsch der Bewegung "Fridays For Future" schlossen sich nicht nur Schüler, sondern auch Familien und ältere Menschen an. Sie machten sich am Tagebau entlang auf den Weg in das Dorf Keyenberg - eines der letzten Dörfer im Rheinischen Revier, das für einen Tagebau abgebaggert werden soll.

Zehntausende hatten am Vortag in Aachen beim Internationalen Streiktag der Schüler-Protestbewegung mehr Klimaschutz gefordert. Ein Teil von ihnen hatte in Aachen übernachtet, um dann auch am Tagebau dabei zu sein.

+++ 13.12 Uhr: Mehrere Hundert Menschen bei Mahnwache für Walter Lübcke +++

An einer Mahnwache für den ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke in dessen Heimatstadt Wolfhagen haben mehrere Hundert Menschen teilgenommen. "Der Marktplatz war voll", sagte der Dekan des Evangelischen Kirchenkreises, Gernot Gerlach, nach dem Gedenken. Es seien weit mehr Menschen gekommen als erwartet. Zu der Mahnwache hatten der Kirchenkreis Wolfhagen und die Stadt aufgerufen. "Er ist als Christ ermordet worden", sagte Gerlach, der Lübcke persönlich kannte. "Diesen Politiker zeichnet aus, dass er sich mit einer klaren Haltung des christlichen Glaubens politisch eingebracht hat."

Mahnwache in Wolfhagen anlässlich des Mordes am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke

"Gegen Hass, Gewalt und Fremdenfeindlichkeit": Mahnwache in Wolfhagen anlässlich des Mordes am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke

DPA

Lübcke war in der Nacht zum 2. Juni auf der Terrasse seines Wohnhauses in Wolfhagen-Istha erschossen worden. Dringend tatverdächtig ist Stephan E., der 45-Jährige sitzt in Untersuchungshaft. Die Bundesanwaltschaft stuft das Verbrechen als politisches Attentat mit rechtsextremem Hintergrund ein.

+++ 13.10 Uhr: Feuerwehr rettet Entenküken mit Teleskoplader +++

Schweres Gerät für ein Küken: Mit einem Teleskoplader, einer Art ausfahrbarem Gabelstapler, hat die Feuerwehr im sauerländischen Iserlohn eine kleine Ente aus einem Gullyschacht befreit. Das Küken war nach Angaben der Feuerwehr durch den Gullydeckel gefallen. Die Abdeckung ließ sich aber nicht anheben, da sie verkantet war. Die Feuerwehr, die mit zehn Mann und mehreren Wagen angerückt war, nutzte schließlich den Teleskoplader "Manitou", um den Deckel anzuheben und das Tier zu befreien.

+++ 13.08 Uhr: Ein Toter bei Schießerei vor Diskothek in Slowakei +++

Bei einer Schießerei vor einer Diskothek im Nordwesten der Slowakei ist am Morgen ein Mann tödlich verletzt worden. Zwei weitere Männer im Alter von 19 und 20 Jahren wurden mit Kopf- und Bauchschüssen in kritischem Zustand ins Krankenhaus gebracht. Das berichtet der Fernsehsender TV Markiza unter Berufung auf die Einsatzkräfte. Der rund 35 Jahre alte mutmaßliche Schütze wurde nach einer längeren Fahndung in einem Waldstück gestellt und in Gewahrsam genommen. Die Waffe war illegal in seinem Besitz. Der Vorfall ereignete sich in dem Dorf Horovce am Ostrand der Weißen Karpaten. Es hat rund 800 Einwohner und liegt knapp 170 Kilometer nordöstlich von Wien.

+++ 12.54 Uhr: 5-Jähriger wartet mit Eis in der Hand auf Befreiung aus Packstation +++

Ein ungewöhnlicher Einsatz, aber das Opfer blieb cool: Mit einem Eis in der Hand hat ein fünf Jahre alter Junge in Bochum gewartet, bis die Feuerwehr seinen anderen Arm aus einer Packstation auf einem Supermarktparkplatz befreit hatte. Der Fünfjährige hatte den Arm nach Angaben der Feuerwehr am Morgen so weit in einen Quittungs-Ausgabeschacht gesteckt, dass er ihn nicht mehr heraus bekam. "Der Junge war aber tiefenentspannt", sagte ein Feuerwehrsprecher. Jemand drückte ihm ein Eis in die Hand, und so wartete er geduldig zehn Minuten, bis die Rettungskräfte ihn wieder befreit hatten. Die Feuerwehrleute drückten dazu eine Klappe innerhalb des Schachts nach oben und zogen den Arm vorsichtig heraus.

+++ 12.27 Uhr: Polizei setzt neue Fahrverbote in Tirol durch +++

In Tirol hat die Polizei mit der Durchsetzung des neuen Fahrverbote begonnen. Die Urlauber reagierten meist mit Verständnis, hieß es bei der Landesverkehrsabteilung Tirol in Innsbruck. "Es hat keine größeren Schwierigkeiten gegeben", sagte ein Sprecher. Seit dem Morgen kontrollierten Beamte Autofahrer, die von der Autobahn abfahren wollten und ließen nur Anwohner oder Touristen mit einem Ziel in der Umgebung durch. Damit will das Land Tirol verhindern, dass Autofahrer bei Stau auf Nebenstrecken durch die immer stärker belasteten Dörfer ausweichen.

Tirols Vorgehen hatte heftigen Streit zwischen Bayern und Österreich ausgelöst. Der CSU-Vorsitzende und bayerische Ministerpräsident Markus Söder fordert sogar eine Klage gegen das Nachbarland. "Das Verhalten von Tirol ist diskriminierend und europarechtswidrig", sagte Söder dem "Münchner Merkur". "Damit wird die Reisefreiheit in der EU massiv erschwert. Der Bund muss jetzt reagieren und gegen so ein Verhalten in Europa Klage einreichen."

+++ 11.54 Uhr: Verdacht der Abgasmanipulation: Mercedes muss 60.000 Diesel zurückrufen +++

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat einen amtlichen Rückruf von rund 60.000 Dieselautos des Modells Mercedes-Benz GLK 220 CDI angeordnet. Ein Sprecher des Daimler-Konzerns bestätigte heute einen entsprechenden Bericht der "Bild am Sonntag". Demnach soll der Autobauer bei diesem Diesel-Sportgeländewagen der Euro-5-Abgasnorm eine illegale Abschaltvorrichtung zur Abgasmanipulation eingesetzt haben. Daimler bestreitet dies. Man wolle sich juristisch gegen den Betrugsvorwurf wehren, sagte der Sprecher.

Nach dem Bericht von "Bild am Sonntag" will das KBA die Ermittlungen gegen Daimler ausweiten, weil sich die angebliche Betrugssoftware noch in vielen weiteren Modellen befinden könnte. Dazu sagte der Unternehmenssprecher, man sei auch weiterhin mit der Behörde über das Thema im Gespräch.

+++ 11 Uhr: Dortmund schließt Tierheim wegen Hitzewelle für drei Tage +++

Wegen der erwarteten Hitzewelle schließt die Stadt Dortmund ihr Tierheim in der kommenden Woche für drei Tage - von Dienstag bis Donnerstag. Für die Tiere seien die öffentlichen Besuchszeiten oftmals besonders aufregend, hieß es in einer Mitteilung. Diese zusätzliche Belastung will das Tierheim bei den hohen Temperaturen vermeiden. Freitag ist regulär geschlossen. Am Samstag, 29. Juni, werde das Tierheim wieder normal geöffnet. Die Stadt betonte, dass Fundtiere von ihren Eigentümern weiterhin täglich abgeholt werden können.

+++ 10.47 Uhr: Jeder dritte Grieche 2017 von Armut bedroht +++

In Griechenland waren im Jahr 2017 rund 3,3 Millionen Menschen von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht - das entspricht 31,8 Prozent der Bevölkerung. Das Land liege damit in derselben Ländergruppe wie Bulgarien und Rumänien, berichtete die griechische Tageszeitung "Kathimerini" unter Berufung auf aktuelle Zahlen des griechischen Statistischen Amtes. Zum Vergleich: In Deutschland war im selben Jahr laut Statistischem Bundesamt fast jeder Fünfte von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht (19 Prozent).

Der Wert für Griechenland habe sich jedoch verbessert, heißt es bei den Statistikern. So lag er im Jahr 2016 noch bei 34,8 Prozent. Laut EU-Definition ist ein Mensch armutsgefährdet, wenn er über weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Bevölkerung verfügt. Zu den Indikatoren gehören unter anderem Rückstände bei Miete, Strom und anderen Rechnungen, aber auch die Möglichkeit, sich jeden zweiten Tag eine vollwertige Mahlzeit zu leisten oder auch einmal im Jahr eine Woche Urlaub weg von zu Hause zu machen.

+++ 10.22 Uhr: Neun Menschen sterben bei Flugzeugabsturz auf Hawaii +++

Der Absturz eines Kleinflugzeugs auf Hawaii hat Behörden zufolge neun Menschen an Bord das Leben gekostet. Die zweimotorige Maschine vom Typ King Air sei im Norden der Insel Oahu nahe einem Flugplatz aus noch unbekannter Ursache zu Boden gegangen, teilte die Verkehrsbehörde des US-Staates Hawaii - Hawaii DOT - am Freitagabend (Ortszeit) mit. Offenbar habe es keine Überlebenden gegeben. Zunächst hatte die Behörde berichtet, Retter vor Ort hätten sechs Tote geborgen. 

"In meinen 40 Jahren als Feuerwehrmann hier auf Hawaii ist dies das schlimmste Flugzeugunglück, das wir hier hatten", zitierte ein lokaler Tochtersender von NBC den Chef der Feuerwehr, Manuel Neves. Die Maschine war nahe dem Flugplatz Dillingham Airfield abgestürzt. Weitere Details gibt es bislang nicht.

+++ 9.58 Uhr: Drei Tote bei Brand im Zentrum von Paris +++

Bei einem Feuer in Paris sind drei Menschen ums Leben gekommen. Eine Person wurde bei dem Brand in einem sechsstöckigen Haus im 11. Arrondissement der französischen Hauptstadt schwer verletzt, wie die Feuerwehr mitteilte. 27 Menschen erlitten leichte Rauchvergiftungen, unter ihnen ein Feuerwehrmann. Nach Angaben der Feuerwehr starb eine junge Frau bei einem Sprung aus dem Fenster, zwei weitere Menschen starben in dem brennenden Haus.

Der Brand war laut Feuerwehr am gegen 5 Uhr in dem Gebäude ausgebrochen, in dem neben Wohnungen auch ein Restaurant und ein Hammam untergebracht sind. Die Feuerwehr war mit 200 Einsatzkräften vor Ort. Über Leitern retteten sie rund 15 Menschen aus dem brennenden Haus. Die Einsatzkräfte brachten den Brand nach fast vier Stunden unter Kontrolle. Die Brandursache ist noch unklar.

+++ 9.18 Uhr: Polizei befreit Zweijährigen aus überhitztem Auto +++

Die Polizei hat bei Aschaffenburg ein Kleinkind aus einem überhitzten Auto befreit. Die 38-jährige Mutter des Jungen hatte in Alzenau beim Verstauen von Einkäufen im Kofferraum den Schlüssel im Wagen gelassen und konnte das Fahrzeug dann nicht mehr öffnen, wie die Polizei mitteilte. Die Beamten stellten fest, dass der Zweijährige aufgrund der hohen Temperatur im Wagen schon stark schwitzte und "panisch weinte", wie ein Sprecher mitteilte. Sie schlugen darauf eine Seitenscheibe ein und holten das Kind heraus. Ein Rettungsdienst kümmerte sich um den Kleinen und übergab ihn wenig später wieder der Mutter. Eine Polizistin zog sich beim Einschlagen der Scheibe Schnittwunden zu.

Warum genau sowohl Kofferraum als auch Türen des Autos bei dem Vorfall am Freitag verschlossen geblieben waren, war zunächst unklar. Da die Frau keinen Zweitschlüssel organisieren und auch ein Automobilclub nicht helfen konnte, hatte sie die Polizei gerufen. Zum Zeitpunkt des Geschehens lag die Temperatur bei 26 Grad im Schatten.

+++ 8.50 Uhr: Mann feiert seinen Geburtstag zu laut - und landet im Gefängnis +++

Dank einer lauten Party ist die Polizei in Erfurt auf einen per Haftbefehl gesuchten Mann aufmerksam geworden. Der 53-Jährige habe in der Nacht lautstark seinen Geburtstag gefeiert, teilte die Polizei mit. Nachbarn beschwerten sich. Als die Polizei anrückte, stellte sie fest, dass gegen das Geburtstagskind ein Haftbefehl vorlag. Die Beamten nahmen den Mann fest und brachten ihn in eine Zelle.

+++ 7.32 Uhr: Trump hat angeblich Großrazzia gegen 2000 Migrantenfamilien angeordnet +++

US-Präsident Donald Trump hat Medienberichten zufolge die Einwanderungsbehörde ICE angewiesen, bei einer Großrazzia ab Sonntag rund 2000 ausreisepflichtige Migrantenfamilien festzunehmen. Die Razzia werde mit nächtlichen Hausdurchsuchungen in bis zu zehn Städten beginnen, darunter Houston, Chicago, New York und Miami, berichteten die "Washington Post" und die TV-Sender NBC und CNN.

Trump hatte am Montag die Ausweisung von "Millionen" illegalen Einwanderern angekündigt. Die Einwanderungsbehörde ICE werde in der kommenden Woche damit beginnen, "Millionen von illegalen Ausländern, die unerlaubterweise ihren Weg in die Vereinigten Staaten gefunden haben", zurückzubringen, twitterte er. "Sie werden so schnell zurückgeschickt, wie sie gekommen sind." Einzelheiten nannte er nicht.

+++ 6.57 Uhr: Schwerer Verkehrsunfall in den USA fordert mindestens sieben Todesopfer +++

Bei einem Zusammenstoß zwischen einem Kleinlastwagen und mehreren Motorrädern sind im US-Staat New Hampshire mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. Drei weitere Menschen seien bei dem Ort Randolph auf der Route 2 verletzt und in Krankenhäuser gebracht worden, teilte die Polizei mit. Die Motorräder und der Lastwagen seien in entgegengesetzte Richtungen gefahren, als es zur Kollision kam. Über die Ursache des Zusammenstoßes gab es bislang keine Informationen.

+++ 6.46 Uhr: Streit zwischen Boris Johnson und Partnerin löst Polizeieinsatz aus +++

Ein heftiger nächtlicher Streit zwischen Boris Johnson und seiner Lebensgefährtin hat die Londoner Polizei auf den Plan gerufen. Wie die britische Zeitung "The Guardian" berichtete, alarmierte ein besorgter Nachbar in der Nacht die Polizei und meldete einen lauten Streit mit Geschrei und Türenknallen in der Wohnung von Johnson und seiner Freundin Carrie Symonds.  Dem Bericht zufolge war zu hören, wie Symonds den ehemaligen Londoner Bürgermeister und Ex-Außenminister anschrie, er solle sie "in Ruhe lassen" und "aus meiner Wohnung verschwinden".

Der Anruf sei um kurz nach Mitternacht Ortszeit eingegangen, teilte die Metropolitan Police mit. "Der Anrufer war um das Wohl seiner Nachbarin besorgt", sagte ein Polizeisprecher. Die Polizei habe dann mit den Bewohnern der fraglichen Wohnung gesprochen, die alle wohlauf gewesen seien. Die Polizei habe keinen Anlass zum Eingreifen gesehen.

+++ 6.04 Uhr: Getränkehändler erwarten Kundenansturm zur Hitzewelle +++

Die Getränkehändler rechnen mit einem Kundenansturm zur bevorstehenden Hitzewelle in Deutschland. "Die Abfüllung bei den Herstellern läuft auf Hochtouren. Unsere Leute stellen sich auf Sonderschichten ein", sagte Günther Guder, Geschäftsführender Vorstand beim Bundesverband des Deutschen Getränkefachgroßhandels, der Deutschen Presse-Agentur. Während der heißen Tage "explodiert" nach seinen Worten der Absatz: Es werde erfahrungsgemäß 140 bis 180 Prozent der üblichen Menge umgeschlagen. 

Sommertage machten sich insbesondere beim Mineralwasserabsatz bemerkbar. Jenseits der 25 Grad ziehe in dem Bereich die Nachfrage an. Dies sei im Getränkefachgroßhandel auch schon in den vergangenen Wochen zu spüren gewesen. Starke Absatzzuwächse gebe es bei Hitze auch bei alkoholfreien Bieren und alkoholfreien Biermischgetränken.

+++ 6.05 Uhr: Erdbeerenernte läuft - Verbraucher müssen mehr zahlen als 2018 +++

Die Erdbeersaison läuft - und bietet bundesweit für die Verbraucher ein gutes Angebot, wenn auch zu höheren Preisen als im Vorjahr. So habe in der vergangenen Woche der Durchschnittsverbraucherpreis bei 4,38 Euro pro Kilogramm Erdbeeren gelegen, das waren 5 Prozent mehr als vor einem Jahr, sagte Marktexperte Michael Koch von der Agrarmarkt-Informationsgesellschaft in Bonn. Das schöne Wetter habe 2018 in kurzer Abfolge für viel Ware auf dem Markt gesorgt, mit entsprechend günstigen Preisen. In diesem Jahr sehe die Situation anders aus. Wetterbedingt sei das Angebot nicht so groß und aus Produzentensicht bislang auch besser verteilt gewesen, sagte Koch.

Marinierter Spargel-Erdbeer-Salat

+++ 5.20 Uhr: Mehrere Tote nach Gebäudeeinsturz in Kambodscha +++

Beim Einsturz eines siebenstöckigen Gebäudes in Kambodscha sind mindestens drei Bauarbeiter ums Leben gekommen und 13 weitere verletzt worden. "Wir haben eine Leiche geborgen, wir können zwei weitere sehen", sagte der Gouverneur der südlichen Provinz Preah Sihanouk, Yun Min, der Nachrichtenagentur AFP. Mehr als 30 Menschen könnten unter den Trümmern verschüttet sein, teilte das Informationsministerium unter Berufung auf Augenzeugen im Online-Netzwerk Facebook mit.

Das Unglück ereignete sich am frühen Morgen im Urlaubsort Sihanoukville. Das eingestürzte Gebäude befand sich noch im Bau. Auf Fotos war zu sehen, wie Bagger Trümmer zur Seite räumten. Kambodscha ist eines der ärmsten Länder Südostasiens und bekannt für laxe Sicherheitsvorschriften und Arbeitsschutzmaßnahmen.

+++ 4.45 Uhr: Klimaaktivisten verbringen die Nacht auf den Gleisen +++

Die Bahnstrecke für die Versorgung des RWE-Kraftwerks Neurath in Grevenbroich ist auch am frühen Morgen weiter von mehreren Hundert Menschen besetzt. Rund 800 Aktivisten blockierten seit gestern Abend die Gleise, wie die Polizei mitteilte. Die Kohlegegner hatten bereits am Abend angekündigt, vor Ort übernachten zu wollen. Rund 500 Menschen hatten in den frühen Abendstunden eine Polizeikette durchbrochen und sich in Richtung des Kraftwerks bewegt.

+++ 3.56 Uhr: Polizei schnappt führerscheinlosen Tankbetrüger +++

Ohne Führerschein und mit geklautem Nummernschild am Auto ist es einem 41-Jährigen in Hessen gelungen, seit Anfang des Jahres insgesamt acht Mal zu tanken, ohne die Rechnung zu bezahlen. Beim neunten Versuch wurde der Mann nun in Biblis geschnappt, wie die Polizei mitteilte. Beamte der Autobahnpolizei sichteten den Mann, nachdem er an der Tankstelle am Freitagabend 55 Euro geprellt hatte, auf der Autobahn A5 am Darmstädter Kreuz und stoppten ihn nach einer Verfolgung an der Anschlussstelle Weiterstadt. Nach ersten Ermittlungen soll der 41-Jährige für seine Tankausflüge stets dasselbe geklaute Kennzeichen benutzt haben. Der Mann gestand sämtliche Straftaten und gab an, er habe mittags Drogen genommen.

+++ 2.57 Uhr: Trump nominiert Mark Esper als US-Verteidigungsminister +++

US-Präsident Donald Trump hat Mark Esper für das Amt des US-Verteidigungsministers nominiert. Das teilte das Weiße Haus in Washington inmitten der verschärften Spannungen mit dem Iran mit. Die Ernennung Espers zum Pentagon-Chef muss noch vom US-Senat genehmigt werden. Es handelt sich um den bereits zweiten Wechsel an der Spitze des Pentagon in rund einem halben Jahr. Der frühere Verteidigungsminister Jim Mattis war im Dezember aus Protest gegen den von Trump angekündigten Truppenabzug aus Syrien und die Reduzierung der Truppen in Afghanistan zurückgetreten. Danach übernahm dessen Stellvertreter Shanahan vorläufig das Ministeramt. 

+++ 1.34 Uhr: Seehofer sieht Rechtsextremismus auf einer Stufe mit islamistischem Terror +++

Rechtsextremismus steht nach den Worten von Bundesinnenminister Horst Seehofer auf einer "Stufe mit dem islamistischen Terror und mit der Gefahr durch Reichsbürger". Wenn sich die Annahmen im Mordfall Lübcke bestätigten, sei "die Entwicklung brandgefährlich", sagte der CSU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Der Rechtsextremismus sei "für unsere Gesellschaft zu einer echten Gefahr geworden".

Die Arbeit der Sicherheitsbehörden zur Bekämpfung des Rechtsextremismus und insbesondere der gewaltbereiten Personen und Netzwerke solle deutlich verstärkt werden, kündigte Seehofer an. Dem Rechtsstaat müsse "mehr Biss" gegeben werden. Der Mordfall Lübcke motiviere ihn, "alle Register zu ziehen, um die Sicherheit zu erhöhen".

+++ 1.04 Uhr: Stiftung Warentest rät von mobilen Klimaanlagen für Wohnungen ab +++

Angesichts der erwarteten Hitzewelle rät die Stiftung Warentest vor dem Kauf mobiler Klimaanlagen zur Kühlung der eigenen vier Wände ab. "Die mobilen Klimaanlagen verbrauchen sehr viel Strom. Wenn jeder in Deutschland so ein Gerät zu Hause hätte, bräuchten wir einige neue Kraftwerke", sagte ein Sprecher von Stiftung Warentest der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Er empfahl, nach Alternativen zu suchen.

Die beste Klimaanlage sei eine gute Gebäudedämmung, sagte Norwich Rüße, Sprecher der Landtagsfraktion der nordrhein-westfälischen Grünen. "Wer nicht auf eine Klimaanlage verzichten kann oder will, sollte sich über den Stromverbrauch des Geräts und das verwendete Kältemittel informieren", erklärte Rüße. Beides sei wichtig für die Ökobilanz und die Folgekosten.

Life Hacks: So bauen Sie eine Klima-Anlage selber

+++ 0.41 Uhr: Großbrand in US-Raffinerie +++

Ein Großbrand in einer Raffinerie in Philadelphia hat die Einsatzkräfte in der US-Ostküstenstadt in Atem gehalten. In der Nacht war auf dem Gelände ein Feuer ausgebrochen. Videos zeigten einen riesigen, durch Explosionen ausgelösten Flammenball, die die Region über Kilometer erschütterten.

Die Feuerwehr teilte mit, die Flammen eingedämmt, aber zunächst nicht gelöscht zu haben. Schwerverletzte gab es ersten Erkenntnissen zufolge nicht. Die Ursache des Brandes in der Öl- und Gasraffinerie ist bislang unbekannt. Die örtliche Gesundheitsbehörde gab unterdessen Entwarnung: Es gebe keine Anzeichen für Gefahren durch giftige Gase. In dem Komplex sind laut dem TV-Sender ABC rund 1000 Menschen beschäftigt.

+++ 0.10 Uhr: Zahl der Waldbrände in Deutschland drastisch gestiegen +++

In deutschen Wäldern hat es im extremen Wetterjahr 2018 einem Medienbericht zufolge mehr als 1700 Mal gebrannt. Das seien viermal so viele Waldbrände wie im Vorjahr (gut 400). Die Zahlen gehen aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion hervor, die der "Rheinischen Post" vorliegt. Demnach zerstörten die Feuer mehr als 2300 Hektar Wald - fast sechsmal so viel wie im Jahr zuvor (knapp 400 Hektar). Dabei musste die Feuerwehr dem Bericht zufolge im Osten Deutschlands wesentlich häufiger ausrücken als im Westen: Die mit Abstand meisten Waldbrände verzeichnete Brandenburg mit gut 500. Es folgten Sachsen (rund 200) und Sachsen-Anhalt (gut 180). 

Im Vergleich zu 2016 - dem letzten Jahr mit einem vergleichbar heißen Sommer - hat sich die Zahl der Waldbrände allein auf Flächen des Bundes 2018 nahezu verdoppelt (gut 150). Zerstört wurde dabei eine mehr als doppelt so große Fläche wie 2016.

+++ 0.05 Uhr: Söder will Kohleausstieg schon 2030 +++

Der Ausstieg aus der Kohleenergie soll nach dem Willen von CSU-Chef Markus Söder bereits 2030 erfolgen und damit acht Jahre vor dem bislang vereinbarten Datum. "Sind wir ehrlich: Die deutschen Klimaziele sind bis 2030 nur zu erreichen, wenn wir den Kohleausstieg massiv beschleunigen", sagte der bayerische Ministerpräsident dem "Münchner Merkur". "Am Ende müssten wir eigentlich im Jahr 2030 aussteigen." Söder hatte sich bereits Ende Mai für einen beschleunigten Kohleausstieg ausgesprochen, aber keinen Zeitpunkt genannt.

Bis 2038 sollen die Kohle-Länder 40 Milliarden Euro für Strukturhilfen vom Bund bekommen. Über die Verteilung will Söder noch einmal reden. "Es können nicht einfach 40 Milliarden Euro nur als Ausgleich für Bergbauregionen verwendet werden. Das Geld ist in der Forschung für erneuerbare Energien besser aufgehoben und würde Jobs in ganz Deutschland halten", sagte der CSU-Chef. Am Montag will sich der CSU-Vorstand mit der Klimapolitik befassen.


fs / vit / rw / DPA / AFP
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(