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News des Tages: Vermisster Zeuge sitzt drei Tage tot auf Toilette des Kieler Amtsgerichts

Ukrainische Aktivistin stirbt nach Säureanschlag +++ Ehepaar stirbt zwei Stunden nach Hochzeit bei Hubschrauberabsturz +++ Biologin entdeckt in Deutschland neue Flechtenart +++ Die News des Tages.

Auf dem Dach eines Polizeiwagens blinkt das Blaulicht

Polizei-Einsatz im Amtsgericht: Ein Zeuge, der nicht zur Verhandlung erschienen war, wurde tot auf der Toilette entdeckt. (Symbolbild)

DPA

Die wichtigsten Meldungen des Tages im Kurz-Überblick:

  • Ukrainische Aktivistin stirbt nach Säureanschlag (18.56 Uhr)
  • AfD lädt Maaßen zu Zusammenarbeit ein (16.01 Uhr)
  • Robert Habeck sieht in Maaßens Äußerungen "reinsten AfD-Sprech" (15.05 Uhr)
  • Seehofer schickt Maaßen in den Ruhestand (14.53 Uhr)
  • USA und Südkorea nehmen gemeinsame Manöver wieder auf (11.08 Uhr)
  • Frisch verheiratetes Paar stirbt bei Hubschrauberabsturz (6.22 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im Ticker: 

+++ 20.05 Uhr: Vermisster Zeuge nach drei Tagen tot auf Toilette des Kieler Amtsgerichts entdeckt +++

Ein toter Zeuge ist im Kieler Amtsgericht erst nach  drei Tagen entdeckt worden. Eine Gerichtssprecherin bestätigte den "Kieler Nachrichten",  dass der 70-jährige Mann am Montag vergangener Woche als Zeuge eines  Strafprozesses geladen gewesen sei, aber nicht zur Hauptverhandlung am Montag vergangener Woche erschienen. Diese war der Sprecherin zufolge vom  Richter abgesagt worden, weil der Angeklagte nicht erschienen war -  beim Aufrufen der Zeugen fiel dann auf, dass auch der 70-Jährige  fehlte. Man habe in den folgenden Tagen versucht, den Mann telefonisch zu erreichen. Erst am Donnerstag nach dem Reformationstag sei einem Wachtmeister aufgefallen, dass eine Toilettenkabine seit Tagen verschlossen gewesen sei, so die Gerichtssprecherin. Der Tote  sei "in sitzender Haltung" aufgefunden worden. Als Todesursache  vermuten die Behörden einen Herzinfarkt. Eine Obduktion soll Klarheit bringen. Außerhalb des Gerichts hatte den Mann offenbar niemand vermisst.

+++ 18.56 Uhr: Ukrainische Aktivistin stirbt nach Säureanschlag +++

Eine bekannte ukrainische Korruptionsbekämpferin ist drei Monate nach einem Säureanschlag ihren Verletzungen erlegen. Präsident Petro Poroschenko bestätigte am Sonntagabend den Tod von Jekaterina Gandsjuk in einem Krankenhaus in Kiew. Er forderte die Polizei auf, alles für eine Aufklärung des Falls zu tun.

Die 33-Jährige hatte in ihrer Heimatstadt Cherson am Schwarzen Meer Fälle von Korruption bei der Polizei öffentlich gemacht. Ende Juli wurde sie mit Schwefelsäure angegriffen und erlitt lebensgefährliche Hautverletzungen. Im Fall Gandsjuk haben die ukrainischen Behörden fünf Männer festgenommen. Unklar ist, ob der Angriff damit aufgeklärt ist.

Aktivisten von Nichtregierungsorganisationen in der Ukraine beklagen seit längerem, dass Bedrohungen und Angriffe zunehmen würden, die Polizei sie aber nicht schütze. "Warum ermutigen wir Menschen zu sozialem Engagement, wenn wir sie dann nicht schützen?", fragte Gandsjuk selber in einer Videobotschaft wenige Wochen vor ihrem Tod.

Ukraine: Die Korruptionsbekämpferin Jekaterina Gandsjuk ist drei Monate nach einem Säureanschlag ihren Verletzungen erlegen

Ukraine: Die Korruptionsbekämpferin Jekaterina Gandsjuk ist drei Monate nach einem Säureanschlag ihren Verletzungen erlegen

AFP

+++ 18.31 Uhr: Macron beginnt Weltkriegs-Erinnerungsreise in Lothringen +++

Der französische Staatschef Emmanuel Macron hat seine Rundreise zu markanten Orten des Ersten Weltkriegs im lothringischen Morhange begonnen. Dort war es nach Angaben des Élyséepalastes bei Beginn des Krieges im August 1914 zu heftigen Kämpfen zwischen deutschen und französischen Truppen gekommen. 

Macron will in den kommenden Tagen durch elf Départements im Osten und Norden des Landes fahren und dabei auch Verdun oder Reims besuchen. An diesem Freitag wird der 40-Jährige in Nordfrankreich mit der britischen Premierministerin Theresa May an die Schlacht an der Somme von 1916 erinnern. Am Samstag will Macron dann in Compiègne nördlich von Paris Kanzlerin Angela Merkel (CDU) treffen, um des Waffenstillstandes vom 11. November 1918 zu gedenken.

+++ 17.44 Uhr: Geiselnahme in Norditalien - Verurteilter Mafioso ergibt sich +++

Ein verurteilter Mafioso hat sich in Norditalien nach einer stundenlangen Geiselnahme ergeben. Der Mann hatte am Montagvormittag eine Postfiliale in der Provinz Reggio Emilia gestürmt und fünf Frauen als Geiseln genommen. Nach der Freilassung einer Frau am Mittag ließ er am späten Nachmittag auch die übrigen vier gehen, wie ein Polizist dem Fernsehsender RaiNews24 sagte. "Am Ende hat er auf unseren Rat gehört (...) und sich ergeben." Der Mann soll mit einem Messer bewaffnet gewesen sein.

Der 55-Jährige war in der vergangenen Woche im bislang größten Mafia-Prozess Norditaliens zu einer Haftstrafe von mehr als 19 Jahren verurteilt worden und aus dem Gefängnis entwischt. "Ich bin der, der zu 19 Jahren (...) verurteilt wurde, ich töte euch alle", soll er zu Beginn der Geiselnahme laut der Nachrichtenagentur Ansa gerufen haben. In dem Prozess war auch der italienische Fußball-Weltmeister Vincenzo Iaquinta in erster Instanz verurteilt worden.

+++ 16.56 Uhr: Kranke Schwangere nach Abschiebeversuch am Bahnhof zurückgelassen +++

Nach der abgebrochenen Abschiebung aus einer Klinik in Mainz hat die Polizei eine kranke und schwangere Frau nach Behördenangaben allein und in Hausschuhen am Bahnhof Hannover zurückgelassen. Die 29-jährige Iranerin folgte dann der Auflage, sich wieder in ihrer Landesunterkunft in Ingelheim (Rheinland-Pfalz) zu melden und fuhr mit ihrem einjährigen Sohn im Zug dorthin zurück, wie die Kreisverwaltung am Montag in Ingelheim weiter mitteilte. "Über dieses Vorgehen muss man sich unterhalten", sagte Landrätin Dorothea Schäfer (CDU). 

Die junge Mutter habe das vorgesehene Handgeld von 100 Euro erhalten, sagte der Leiter der Ausländerbehörde des Kreises, Bernd Mißkampf. Nach einem Bericht der "Allgemeinen Zeitung" erließ ein Bahnmitarbeiter den für die Fahrkarte noch fehlenden Betrag von fünf Euro und gab ihr Geld, um sich etwas zu essen zu kaufen.

+++ 16.39 Uhr: Spice Girls wollen wieder auf Tournee gehen, aber ohne Victoria +++

Die britische Pop-Gruppe Spice Girls geht wieder auf Tournee. Das kündigten vier der ehemals fünf Mitglieder am Montag in einem Video auf Twitter an. Im Juni 2019 geben die Spice-Girls demnach mehrere Konzerte in Großbritannien. Britische Medien hatten bereits am Wochenende über das anstehende Bühnen-Comeback spekuliert.

Mel C (44), Geri Halliwell (46), Emma Bunton (42) und Mel B (43) wollen es noch einmal wissen. Nicht dabei sein wird Victoria Beckham (44). Die Ehefrau des englischen Ex-Fußball-Nationalspielers David Beckham (43) widmet sich Medienberichten zufolge lieber ihrem Mode-Label. Stattdessen stößt die 29 Jahre alte Sängerin Jess Glynne dazu. In dem Video, in dem die Spice Girls in einem geteilten Bildschirm im Stil einer Nachrichten-Live-Schalte zu sehen sind, fehlte sie aber. Sie wird als Special-Guest auftreten.

+++ 16.36 Uhr: Vizekanzler Scholz hält Maaßens Rauswurf für "richtig und überfällig" +++

Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) hat die Versetzung des bisherigen Verfassungsschutzchefs Hans-Georg Maaßen in den einstweiligen Ruhestand begrüßt. "Es ist gut, dass Herr Maaßen jetzt sein Amt aufgeben muss und der Innenminister ihn abberufen hat", sagte Finanzminister Scholz am Rande eines Treffens der Euro-Finanzminister in Brüssel. Die Entscheidung sei "angesichts der erneuten, unverständlichen Äußerungen" Maaßens "richtig und überfällig".

+++ 16.26 Uhr: Zu Unrecht inhaftierter Syrer soll Feuer laut Gutachten selbst gelegt haben +++

Der wegen einer Verwechslung inhaftierte und nach einem Zellenbrand in Kleve gestorbene Syrer hat das Feuer einem externen Gutachten zufolge selbst gelegt. Das geht aus einem Bericht des Düsseldorfer Justizministeriums hervor. Demnach gehen die Ermittler von einer vorsätzlichen Brandstiftung "vermutlich mit suizidaler Absicht" aus. Das Motiv bleibe rätselhaft, sagte Justizminister Peter Biesenbach (CDU). Der über 60 Seiten starke Bericht soll am Mittwoch im Rechtsausschuss des Landtags erörtert werden.

Unklar ist, ob frühere Hilfe in der Justizvollzugsanstalt Kleve möglich gewesen wäre. Laut Bericht hatte der Syrer mindestens 15 Minuten lang in dem Feuer ausgeharrt, bevor er über eine Gegensprechanlage versuchte, auf sich aufmerksam zu machen. Der Bedienstete am anderen Ende der Leitung habe ihm mitgeteilt, "dass er derzeit noch ein Telefonat zu führen habe und sich später melden würde". Danach habe der Gefangene "sich nicht weiter bemerkbar gemacht". Weitere Vernehmungen sollen ergeben, ob der Mann überhaupt angehört oder "weggedrückt" wurde.

+++ 16.01 Uhr: AfD lädt Maaßen zur Mitarbeit ein +++

Die AfD hat Maaßen umgehend angeboten, sich in der Partei zu engagieren. "Er würde gut in eine demokratische Rechtsstaatspartei wie die AfD passen", sagte der Vorsitzende Jörg Meuthen den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. "Herr Maaßen ist ein pflichtbewusster, exzellenter und sorgfältiger Beamter", fügte Meuthen an. AfD-Partei- und Fraktionschef Alexander Gauland sagt, über die Zukunft von Maaßen habe er sich zwar noch keine Gedanken gemacht, "ich glaube aber, dass Herr Maaßen ein Fachwissen hat, das wir gut gebrauchen können".

+++ 15.41 Uhr: 13 Millionen Menschen im Kongo haben nicht genug zu essen +++

Die Zahl der Hungernden im Kongo ist angesichts der anhaltenden Konflikte im Osten und im Zentrum des Landes in die Höhe geschnellt. Rund 13,1 Millionen Menschen haben nicht mehr genügend zu essen; bei der Schätzung im Vorjahr waren es noch 7,7 Millionen Menschen gewesen. Das ging aus einem Bericht des Institutes IPC hervor, das für UN-Organisationen und andere Helfer weltweit Berichte zur Ernährungssicherheit erstellt. Demnach gelten im Kongo rund sechs Millionen Kinder als mangelernährt. 

+++ 15.27 Uhr: Mehr als 300 Flugausfälle bei Ryanair im Oktober in Europa +++

Beim irischen Billigflieger Ryanair sind in Europa im Oktober mehr als 300 Flüge ausgefallen. Grund seien ein fünftägiger Streik der Abfertigung am Brüsseler Flughafen, einige Stürme sowie der "anhaltende Personalmangel" bei den Flugverkehrskontrollen in Großbritannien, Deutschland und Frankreich gewesen, teilte Ryanair mit. Demnach flogen im Oktober 13,1 Millionen Menschen mit Ryanair und mit Lauda, ein Zuwachs um elf Prozent im Vorjahresvergleich.

+++ 15.05 Uhr: Für Robert Habeck sind Maaßens Äußerungen "reinster AfD-Sprech" +++

Grünen-Chef Robert Habeck hat Vorwürfe von Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen gegen die SPD und die Medien scharf verurteilt und seine sofortige Entlassung gefordert. "Das ist reinster AfD-Sprech" sagte Habeck mit Blick auf ein Redemanuskript, das der dpa und anderen Medien vorlag. Maaßens Argumentation, dass die Medien gesteuert seien, kenne man von Rechtspopulisten. "Wir haben also einen Verfassungsschutzchef in Deutschland über Jahre gehabt, der offensichtlich Verschwörungstheorien verfolgt."

+++ 14.53 Uhr: Seehofer schickt Maaßen in einstweiligen Ruhestand  +++

Bundesinnenminister Horst Seehofer hat Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen mit sofortiger Wirkung in den einstweiligen Ruhestand versetzt. Maaßens bisheriger Stellvertreter Thomas Haldenwang soll vorläufig die Aufgaben des Präsidenten des Bundesamts für Verfassungsschutz übernehmen, bis zeitnah über die Nachfolge entschieden werde, hieß es weiter. Seehofer begründete die Suspendierung mit "inakzeptablen Äußerungen" durch den Verfassungsschutzchef.

Hintergrund ist eine Rede Maaßens vor europäischen Geheimdienstchefs am 18. Oktober in Warschau, in der er von linksradikalen Kräften in der SPD gesprochen hatte. Seine Äußerungen zu den Vorfällen in Chemnitz im August seien für diese Kräfte willkommener Anlass gewesen, einen Bruch der großen Koalition zu provozieren, sagte er dort.

+++ Die Rede von Hans-Georg Maaßen im Wortlaut +++

In Chemnitz war am 26. August ein 35-jähriger Deutscher mutmaßlich von Asylbewerbern erstochen worden, danach kam es zu Protesten und rechtsextremistischen Übergriffen. Maaßen bezweifelte damals die Echtheit eines Videos, das eine ausländerfeindliche Attacke auf Migranten zeigt. 

In dem Redemanuskript Maaßens, das der dpa und anderen Medien vorlag,  heißt es unter anderem: "Ich habe bereits viel an deutscher Medienmanipulation und russischer Desinformation erlebt. Dass aber Politiker und Medien "Hetzjagden" frei erfinden oder zumindest ungeprüft diese Falschinformation verbreiten, war für mich eine neue Qualität von Falschberichterstattung in Deutschland." Er habe lediglich klargestellt, dass es nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden in Chemnitz keine derartigen rechtsextremistischen Hetzjagden gegeben habe. 

+++ 13:40 Uhr. Mann zeigt Hitlergruß vor Bundespolizisten in Sachsen +++

Die Bundespolizei hat in Dresden zwei Männer, die eine syrische Familie beleidigten, zeitweise in Gewahrsam genommen. Einer der Tatverdächtigen zeigte vor den Bundespolizisten zudem den Hitlergruß, wie die Polizei mitteilte.

Die 36 und 37 Jahre alten Männer griffen am Samstag im Dresdner Hauptbahnhof zunächst eine syrische Familie verbal an und forderten die Frau mehrfach in aggressiver Weise auf, ihr Kopftuch abzunehmen. Als Bundespolizisten einschritten, streckte einer der beiden alkoholisierten Tatverdächtigen seinen Arm zum Hitlergruß aus. Die Beamten leiteten Ermittlungen wegen Volksverhetzung, Beleidigung und Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ein.

+++ 13.39 Uhr: Fast 80 Schüler im Nordwesten Kameruns entführt +++

Im englischsprachigen Nordwesten Kameruns sind am Montag nach Regierungsangaben 79 Schüler entführt worden. Neben den Schülern seien zudem der Direktor der Presbyterian Secondary School in der Stadt Bamenda sowie ein weiterer Lehrer und ein Fahrer von Bewaffneten gekidnappt worden, erfuhr AFP aus Regierungskreisen.

+++ 13.13 Uhr: Belgischer Ex-König Albert zu Vaterschaftstest verurteilt +++

Der frühere belgische König Albert II. soll sich nach einem Richterspruch im Streit mit seiner möglichen unehelichen Tochter einem Vaterschaftstest unterziehen. Das entschied das Brüsseler Berufungsgericht, wie die Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf beteiligte Anwälte meldete. Die Richter setzten demnach eine Frist von drei Monaten.

Die Entscheidung ist ein Etappensieg für die Künstlerin Delphine Boël, die seit 2013 um die Anerkennung als Kind des ehemaligen Monarchen kämpft. Die heute 50-Jährige sagt, ihre Mutter, die Baronin Sybille de Sélys Longchamps, und Albert II. hätten vor Jahrzehnten eine längere Affäre gehabt.

Der ehemalige König (84) bestreitet die Vaterschaft. Er könnte sich nach einem Bericht des Senders RTBF vor dem obersten Gericht des Landes gegen den Gentest wehren.

+++ 12.42 Uhr: Anwalt von Christin Bibi aus Pakistan in die Niederlande geflohen +++

Der Anwalt der in Pakistan freigesprochenen Christin Asia Bibi ist nach Angaben einer Hilfsorganisation in die Niederlande geflohen. Nach Bedrohungen habe Saif-ul-Malook Pakistan verlassen und sei am Samstag von der niederländischen Stiftung Hilfe für verfolgte Christen (HVC) aufgenommen worden, teilte diese am Montag mit. Die pakistanische Frau war wegen angeblicher Gotteslästerung zum Tode verurteilt, nach acht Jahren aber in der vergangenen Woche in Islamabad freigesprochen worden. Die Stiftung hatte nach eigenen Angaben bereits seit mehreren Jahren die Verteidigung der Frau finanziell unterstützt.

+++ 12.38 Uhr: Mann soll Mutter heimlich begraben und Rente kassiert haben +++

Ein Russe soll den Tod seiner Mutter etwa 17 Jahre vor den Behörden verheimlicht haben, um ihre Rente zu kassieren. Die Leiche habe er ins Ausland gebracht und heimlich begraben, teilten die Behörden nach Berichten russischer Medien vom Montag mit. Angaben zu dem Land wurden nicht gemacht. Die Polizei habe den Fall in Zusammenarbeit mit Interpol aufgedeckt. Die Frau aus der Region Tula südlich von Moskau war demnach 2001 im Alter von 71 Jahren gestorben. Die Todesursache und die Hintergründe sollten noch aufgeklärt werden. Gegen den Mann werde wegen Betrugs ermittelt.

+++ 12.37 Uhr: Schwimmer am Great Barrier Reef durch Hai schwer verletzt +++

Beim Schwimmen im Meer ist ein Mann vor der Küste Australiens von einem Hai angegriffen und schwer verletzt worden. Der zwischen 40 und 50 Jahre alte Mann wurde mit Bisswunden an Armen und Beinen in ein Krankenhaus gebracht, wie die Rettungsdienste mitteilten. Er war am Abend (Ortszeit) bei Cid Harbour in der Nähe der Whitsunday-Inseln von einem privaten Boot aus in Wasser gegangen. Dort wurde er von dem Hai überrascht.

Die Inseln liegen am südlichen Ende des weltgrößten Korallenriffs, des Great Barrier Reef an Australiens Ostküste. Dort waren bereits im September ein 12-jähriges Mädchen und eine 46 Jahre alte Frau von Haien angegriffen worden. Beide überlebten. Im Oktober wurde in der Nähe ein Fischer von einem Hai in die Schulter gebissen. Zum Gesundheitszustand des nun angegriffenen Mannes machten die Behörden zunächst keine weiteren Angaben.

+++ 12.35 Uhr: Vier Verletzte bei Unfall mit Polizeiauto in Berlin +++

Bei einem Verkehrsunfall mit Beteiligung eines Polizeiautos sind in Berlin vier Menschen verletzt worden. Die Polizisten seien bei dem Unfall mit Blaulicht und Sirene unterwegs gewesen, teilte ein Polizeisprecher mit.++

Der Streifenwagen prallte demnach auf einer Kreuzung im Stadtteil Neukölln in die Fahrerseite eines Kleinwagens. Die beiden Polizisten und die Fahrerin des anderen Autos wurden leicht verletzt. Eine Fußgängerin wurde durch einen der Wagen oder herumfliegende Teile ebenfalls verletzt. Wer schuld an dem Unfall hatte, war zunächst unklar. Immer wieder kommt es zu Unfällen, wenn Polizeiautos oder Rettungswagen mit Blaulicht und Sirene auch bei Rot über Kreuzungen fahren.

+++ 12.19 Uhr: Schweizer Skirennfahrer Barandun bei Gleitschirm-Absturz gestorben +++

Der Schweizer Skirennfahrer Gian-Luca Barandun ist bei einem Gleitschirm-Unfall ums Leben gekommen. Das gab der Verband Swiss Ski bekannt. Laut Nachrichtenagentur sda misslang dem 24-Jährigen ein Landeanflug in Schluein im Kanton Graubünden, woraufhin er auf dem Boden aufschlug und noch an der Unfallstelle starb. Der Ski-Verband der Eidgenossen zeigte sich in einer Meldung "zutiefst bestürzt und erschüttert" und sprach den Angehörigen des Rennfahrers sein Beileid aus.

Barandun gehörte dem Schweizer A-Kader an und galt als einer der Hoffnungsträger in den Speed-Disziplinen. Im Weltcup fuhr er sechsmal in die Punkteränge, unter anderem als Neunter der Kombination von Bormio im Dezember 2017 und 15. der traditionsreichen Lauberhorn-Abfahrt von Wengen im Januar dieses Jahres.

+++ 12.03 Uhr: Entscheidung über Maaßen steht unmittelbar bevor +++

Die Entscheidung über die Zukunft von Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen könnte noch an diesem Montag fallen. Das sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums in Berlin. Innenminister Horst Seehofer (CDU) werde darüber in Kürze informieren. "Auch heute wäre das noch möglich". Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, Kanzlerin Angela Merkel gehe davon aus, dass Seehofer "zeitnah die angemessenen Entscheidungen trifft".

Hintergrund ist eine Abschiedsrede Maaßens, in der er von teilweise linksradikalen Kräften in der SPD gesprochen hatte. Nach dpa-Informationen beklagte Maaßen am 18. Oktober vor europäischen Kollegen in Warschau, seine Äußerungen zu den Vorfällen in Chemnitz seien für diese Kräfte willkommener Anlass gewesen, einen Bruch der großen Koalition zu provozieren.

+++ 11.48 Uhr: Menge in Indien lyncht Tiger mit Äxten +++

In Indien ist erneut ein Tiger getötet worden, der für den Tod eines Menschen verantwortlich gemacht wurde. Eine wütende Menge von rund 300 Bewohnern des nordindischen Dorfes Chaltua griff das Tier am späten Sonntagabend im Dudhwa-Tigerreservat mit Äxten, Speeren sowie Eisenstangen an und überfuhr es schließlich mit einem Traktor, wie ein Sprecher der Forstbehörde am Montag mitteilte. Einen Tiger zu töten, ist laut dem Tierschutzgesetz illegal. Der Sprecher kündigte Ermittlungen und Festnahmen an.

Die Menschen verprügelten demnach auch Parkwächter. Zuvor soll das weibliche Tier einen Mann aus dem Dorf, das in dem Nationalpark liegt, getötet haben. Erst am Freitag war eine Tigerin im Westen Indiens nach einer großangelegten Jagd erschossen worden: Das "Avni" genannte Tier soll seit Juni 2016 bis zu 13 Menschen am Rande eines Waldes getötet haben.

+++ 11.08 Uhr: USA und Südkorea nehmen ausgesetzte gemeinsame Marinemanöver wieder auf +++

Die USA und Südkorea haben ihre ausgesetzten gemeinsamen Militärmanöver im kleineren Maßstab wieder aufgenommen. US-Präsident Donald Trump hatte bei seinem Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un im Juni überraschend angekündigt, die von Nordkorea stets scharf kritisierten Manöver zu "beenden". Nun findet zwei Wochen lang eine Marineübung mit etwa 500 Soldaten in der südlichen Hafenstadt Pohang statt, wie das Verteidigungsministerium in Seoul mitteilte.

Die USA haben 28.500 Soldaten in Südkorea stationiert. Die beiden Länder veranstalten seit Jahren gemeinsame Militärmanöver, die Pjöngjang als "Provokation" und "Vorbereitung auf eine Invasion" bezeichnet. Das für Dezember geplante Großmanöver "Vigilant Ace" hatte Washington im Oktober vorläufig abgesagt. Zur Begründung hieß es, die laufenden Verhandlungen mit Nordkorea über dessen atomare Abrüstung sollten erleichtert werden.

+++ 11.06 Uhr: Dänin soll Staatskasse um Millionen betrogen haben - Festnahme +++

Die Polizei in Südafrika hat eine Dänin festgenommen, nach der seit Wochen international gefahndet worden war. Die 64-Jährige wird verdächtigt, die dänische Staatskasse um 111 Millionen dänische Kronen (knapp 15 Millionen Euro) betrogen zu haben.

Als leitende Angestellte bei den Sozialbehörden soll sie über Jahre hinweg öffentliche Mittel auf eigene Konten überwiesen haben. Das Geld sei für Projekte für sozial schwache Bürger, Obdachlose und Drogenabhängige vorgesehen gewesen. Die Betrügereien in 274 Fällen kamen bei einer internen Revision im September 2018 ans Licht.

+++ 11.04 Uhr: Umfrage: Barack Obama für Deutsche größtes Vorbild unter Männern +++

Auch fast zwei Jahre nach dem Ende seiner Amtszeit als US-Präsident bleibt Barack Obama für die Deutschen das größte Männervorbild. Mehr als ein Fünftel der Befragten würden Obama ihren eigenen Söhnen noch heute als Vorbild empfehlen, wie eine in München veröffentlichte Umfrage im Auftrag des Magazins "Playboy" ergab. Obamas Amtsnachfolger im Weißen Haus, Donald Trump, schafft es im Ranking von 36 bekannten Männern nur auf den viertletzten Platz.

Auf dem weiteren Plätzen auf der Liste der größten Vorbilder folgen nach Obama demnach Jesus Christus, Microsoft-Gründer Bill Gates, Fernsehmoderator Günther Jauch und Nationaltorhüter Manuel Neuer. Der letzte Platz geht an Rapper Bushido. Auch Sänger Justin Bieber und der frühere Tennisstar Boris Becker landen auf den hinteren Plätzen in Sachen Vorbildrolle

+++ 10.41 Uhr: Zwei Häuser im Zentrum von Marseille eingestürzt +++

Zwei mehrstöckige Gebäude sind in der Innenstadt von Marseille eingestürzt. "Wir sind auf der Suche nach möglichen Opfern", sagten Feuerwehrleute dem Nachrichtensender Franceinfo. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP wurden bei dem Unglück mindestens zwei Menschen verletzt. Auf Fotos und Videos waren nur noch Trümmer zu erkennen.

Wie Franceinfo unter Berufung auf die Bürgermeisterin des betroffenen Viertels berichtete, war mindestens eines der beiden Gebäude nicht bewohnt, weil es baufällig war. Die Feuerwehr wurde am Morgen gegen 9 Uhr zur Unglücksstelle gerufen. Auch Suchhunde waren im Einsatz.

+++ 10.21 Uhr: CDU Saar nominiert Kramp-Karrenbauer als Kandidatin für CDU-Parteivorsitz +++

CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer geht nun auch offiziell als Kandidatin der saarländischen CDU ins Rennen um die Nachfolge von Bundeskanzlerin Angela Merkel als CDU-Bundesvorsitzende. Der Landesvorstand nominierte sie einstimmig. Kramp-Karrenbauer war mehrere Jahre Vorsitzende der saarländischen CDU und Ministerpräsidentin des Landes.

Mit diesem Beschluss bekräftige die CDU Saar "auch formal die riesige Unterstützung", die es für Kramp-Karrenbauer in ihrem Landesverband gebe, erklärte der CDU-Landesvorsitzende und Ministerpräsident Tobias Hans. Sie verfüge über die notwendige Erfahrung für den Parteivorsitz, stehe aber auch für neue Impulse. "Sie kann gleichermaßen führen und integrieren", zeigte sich Hans überzeugt.

+++ 10.19 Uhr: Studie: Armut und Reichtum in Deutschland verfestigen sich +++

Armut und Reichtum in Deutschland haben sich nach einer Studie in den vergangenen Jahren verfestigt. Gut jeder Zwanzigste lebt demnach dauerhaft, das heißt über fünf Jahre unverändert, unter der Armutsgrenze. Das sei mehr als noch in den 90er Jahren oder zu Beginn dieses Jahrhunderts, teilte die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung in Berlin mit. Gleichzeitig sei seit 2005 der Anteil der dauerhaft Reichen wieder gestiegen. Der Anteil der Haushalte mit mittleren Einkommen sei gesunken.

Das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut der Stiftung stützt sich auf die Haushaltseinkommen bis zum Jahr 2015. Die Armutsgrenze wird dabei für Alleinstehende bei 12.192 Euro pro Jahr gezogen - nach Abzug von Steuern und Sozialbeiträgen, aber inklusive Sozialtransfers wie Arbeitslosengeld. Als reich gilt, wer im Jahr über 40.639 Euro oder mehr verfügt.

+++ 10.11 Uhr: Pakistanische Behörden inhaftieren Hunderte Demonstranten +++

Nach massiven Protesten von Islamisten gegen den Freispruch einer Christin in Pakistan sind Hunderte Demonstranten wegen mutmaßlichen Vandalismus festgenommen worden. "Wir haben Personen festgenommen, die verdächtigt werden, Polizisten verletzt oder privates und öffentliches Eigentum beschädigt zu haben", sagte Basharat Ali, ein Sprecher der Polizei für die Provinz Punjab. Radikalislamische Gruppen hatten drei Tage lang protestiert, nachdem der Oberste Gerichtshof am Mittwoch die wegen Gotteslästerung verurteilte Christin Asia Bibi nach acht Jahren in der Todeszelle in Islamabad freigesprochen hatte.

+++ 10.07 Uhr: CDU-Spitze einigt sich auf Details der geplanten Vorstellungsrunden +++

Die CDU-Spitze hat sich im Prinzip auf Details der geplanten Vorstellungsrunden der Kandidaten für die Nachfolge von Parteichefin Angela Merkel geeinigt. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreise der CDU-Vorstandsklausur in Berlin hieß es, es werde vermutlich acht Regionalkonferenzen geben. Bei den für die CDU-Mitglieder offenen Veranstaltungen dürfe sich vorstellen, wer Kandidat im Sinne der Parteistatuten sei - also von einer antragsberechtigten Gliederung vorgeschlagen wurde.

Antragsberechtigt sind demnach unter anderem etwa der Bundesvorstand der Partei und die Vorstände der Bezirks- und Kreisverbände der CDU. In einem der dpa vorliegenden Beschluss der CDU-Spitze zu den Regionalkonferenzen heißt es, deren Leitung liege jeweils bei der oder dem CDU-Landesvorsitzenden, in dessen Landesverband das Treffen stattfinde. Jeder Kandidat erhalte "gleiche und angemessene Redezeit, um sich vorzustellen". Nach der Vorstellung aller Kandidaten werde den Mitgliedern Gelegenheit gegeben, die Bewerber zu befragen.

+++ 10.04 Uhr: WWF: Deutsche Gewässer sind in schlechtem Zustand +++

Der WWF stellt der Qualität der deutschen Gewässer ein mieses Zeugnis aus. "Der Zustand deutscher Gewässer ist flächendeckend prekär", teilte die Umweltschutzorganisation mit und mahnte die Umsetzung von EU-Vorgaben an. So sei ein Drittel der Grundwasservorkommen in "schlechtem chemischem Zustand", insbesondere die Belastung mit Nitrat aus der Landwirtschaft und mit Quecksilber sei zu hoch. Außerdem seien "praktisch alle Flüsse" ausgebaut zu Wasserstraßen, weswegen nur acht Prozent der Bäche und Flüsse als "ökologisch intakt" bezeichnet werden könnten.

Laut WWF gibt es große Unterschiede zwischen den Bundesländern. Bayern, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein bildeten zwar die Spitzengruppe, blieben aber dennoch "weit hinter den gesetzlichen Vorgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie zurück", hieß es. Besonders schlecht schnitten der Studie zufolge Berlin, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Sachsen ab. Hamburg und Bremen waren nicht Teil des Rankings. In Hamburg gebe es keine natürlichen Fließgewässer mehr, Bremen melde Daten nicht durchgängig, teilten die Umweltschützer mit.

+++ 09.20 Uhr: Koalitionsvertrag in Bayern von CSU und Freien Wählern unterzeichnet +++

Drei Wochen nach der bayerischen Landtagswahl haben CSU und Freie Wähler ihre Zusammenarbeit offiziell besiegelt. Nach der Zustimmung der jeweiligen Parteigremien am Sonntagabend unterzeichneten die Verhandlungsführer am Morgen in München den neuen Koalitionsvertrag - wenige Stunden vor der konstituierenden Sitzung des neuen Landtags.

Für die CSU setzten Ministerpräsident Markus Söder und Fraktionschef Thomas Kreuzer ihre Unterschrift unter das gut 60-seitige Werk. Für die Freien Wähler unterzeichneten der angehende Vize-Regierungschef Hubert Aiwanger und der bisherige parlamentarische Geschäftsführer der Fraktion, Florian Streibl.

Damit ist der Weg für Söders Wiederwahl endgültig frei: An diesem Dienstag soll er im Landtag zum Ministerpräsidenten gewählt werden. Die Freien Wähler stellen künftig drei Minister in den Ressorts Wirtschaft, Umwelt und Kultus. Das Kabinett soll am kommenden Montag vereidigt werden.

+++ 09.08 Uhr: Umfrage: Zwei von drei Deutschen lehnen Rechtsruck der CDU ab +++

Eine deutliche Mehrheit der Deutschen lehnt einen Rechtsruck der CDU ab. Den Ergebnissen einer Forsa-Umfrage für RTL und n-tv zufolge halten es 63 Prozent der Befragten für falsch, wenn die CDU wieder konservative Werte stärker betont. Nur 29 Prozent würden dies befürworten.

Eine solche Rückkehr zu einem konservativen "Markenkern" fordern die Bewerber um den CDU-Parteivorsitz Friedrich Merz und Jens Spahn. Auch mehr als 60 Prozent der Unionsanhänger befürworten jedoch der Umfrage zufolge ein Festhalten an einem Kurs der Mitte.

+++ 09.00 Uhr: Ukrainische Aktivistin stirbt nach Säureanschlag +++

Eine bekannte ukrainische Korruptionsbekämpferin ist drei Monate nach einem Säureanschlag ihren Verletzungen erlegen. Präsident Petro Poroschenko bestätigte den Tod von Jekaterina Gandsjuk in einem Krankenhaus in Kiew. Er forderte die Polizei auf, alles für eine Aufklärung des Falls zu tun.

Die 33-Jährige hatte in ihrer Heimatstadt Cherson am Schwarzen Meer Fälle von Korruption bei der Polizei öffentlich gemacht. Ende Juli wurde sie mit Schwefelsäure angegriffen und erlitt lebensgefährliche Hautverletzungen.

+++ 08.42 Uhr: Weihnachtsgeld für die meisten Tarifbeschäftigten +++

Die meisten Tarifbeschäftigten erhalten auch zu diesem Jahresende ein so genanntes Weihnachtsgeld. Nach einer veröffentlichten Erhebung fallen die Sonderzahlungen, von den 87 Prozent der Tarifbeschäftigten profitieren, aber höchst unterschiedlich aus. Lediglich in der Öl- und Gasgewinnung erhalten die Beschäftigten mehr als ein Brutto-Monatsgehalt. Besonders niedrige Zahlungen von unter 20 Prozent gibt es in der Leiharbeit sowie bei Wach- und Sicherheitsdiensten. Im Westen ist das durchschnittliche Weihnachtsgeld mit 2595 Euro höher als im Osten, wo im Schnitt 2499 Euro gezahlt werden

+++ 08.04 Uhr: Biologin entdeckt in Deutschland neue Flechtenart  +++

Mitten im Hunsrück hat eine Biologin eine bisher unbekannte Flechtenart entdeckt. In einem Buchenwald bei Börfink (Rheinland-Pfalz) stieß Dorothee Killmann von der Universität Koblenz-Landau zusammen mit ihrem Mann Burkhard Leh auf die neue Spezies, die nach ihrer wissenschaftlichen Beschreibung nun als Verrucaria hunsrueckensis bezeichnet wird - auf Deutsch: Hunsrück-Warzenflechte.

Killmann entdeckte die neue Art während einer umfassenden Erfassung der Flechtenarten in drei Naturwaldreservaten des Nationalparks Hunsrück-Hochwald. Dort registrierte sie zusammen mit ihrem Mann im Sommer 2015 insgesamt 90 Flechtenarten. "Die häufigsten kann man relativ leicht bestimmen", sagte die Wissenschaftlerin vor einer Präsentation der neuen Art in Hilscheid. Eine grünlich-braune Flechte auf dem Gestein Taunusquarzit aber entzog sich auch im Labor hartnäckig jeder Bestimmung.

+++ 7.24 Uhr: Kubas Präsident trifft Nordkoreas Machthaber +++

Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel ist bei einem Besuch in Nordkorea mit Machthaber Kim Jong Un zusammengekommen. Wie die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA am Montag berichtete, sprachen sie über "wichtige internationale Fragen von beiderseitigem Interesse". Bei den Beratungen wurde demnach bei allen Themen "ein Konsens erzielt". Bei einem Festbankett am Sonntagabend hatte Díaz-Canel laut KCNA angekündigt, die "freundschaftlichen und partnerschaftlichen Beziehungen" zu Nordkorea fortsetzen zu wollen.    

Díaz-Canel hatte das Präsidentenamt in Kuba im April von Raúl Castro übernommen. Die USA hatten in der vergangenen Woche neue Sanktionen gegen den kommunistischen Inselstaat angekündigt, der einer der wenigen Verbündeten Nordkoreas ist.

+++ 6.27 Uhr: Indonesien will Bericht zu Absturz im Dezember vorlegen +++

Ihren Bericht zum Absturz einer Passagiermaschine mit 189 Todesopfern will Indonesiens Flugaufsicht im nächsten Monat vorlegen. Dies kündigte der Chef der zuständigen Behörde KNKT, Soerjanto Tjahjono, am Montag in Jakarta an. Nach seinen Angaben haben die Behörden inzwischen Flugdaten-Aufzeichnungen der Boeing 737 über einen Zeitraum von insgesamt 69 Stunden gesichert. Nach dem Stimmenrekorder, der die Gespräche im Cockpit aufgezeichnet hatte, werde allerdings noch gesucht.

Die Maschine der Billigflug-Gesellschaft Lion Air war am Montag vergangener Woche kurz nach dem Start in der Hauptstadt Jakarta ins Meer gestürzt. Alle 181 Passagiere und acht Besatzungsmitglieder kamen ums Leben. Vermutet wird, dass das Unglück auf technische Probleme zurückzuführen ist.

+++ 6.22 Uhr: Frisch verheiratetes Paar stirbt bei Hubschrauberabsturz +++

Beim Absturz eines Hubschraubers im US-Bundesstaat Texas ist Medienberichten zufolge ein frisch vermähltes Paar ums Leben gekommen. Nicht einmal zwei Stunden nach ihrer "Märchenhochzeit" hätten beide die Ranch der Familie mit dem Helikopter verlassen und seien dann tödlich verunglückt, berichtete der Sender Fox News unter Berufung auf Angehörige und Freunde. Die Unfallermittlungsbehörde NTSB bestätigte am Sonntag (Ortszeit) Untersuchungen zu einem Hubschrauberabsturz im texanischen Uvalde, offizielle Angaben zu den Opfern gab es zunächst aber nicht.

Ein von US-Medien zitierter Familienfreund berichtete demnach auf Facebook, dass neben den Frischvermählten auch der Pilot bei dem Unglück ums Leben gekommen sei. Auch eine Studenten-Zeitung trauerte um das Paar, das an der Uni im texanischen Huntsville studiert habe.

+++ 5.07 Uhr: Deutsche kaufen Weihnachtsgeschenke immer öfter im Internet +++

Die Verbraucher in Deutschland kaufen laut einer aktuellen Umfrage ihre Weihnachtsgeschenke immer öfter im Internet. Dem stationären Handel drohen deshalb im gerade beginnenden Weihnachtsgeschäft trotz der guten Konsumstimmung Umsatzeinbußen. Zu diesem Ergebnis kommt die Unternehmensberatung EY in der Auswertung ihrer am Montag veröffentlichten Befragung "Weinachtgeschenke 2018".

Demnach kauft inzwischen bereits gut jeder fünfte Verbraucher seine Weihnachtsgeschenke lieber online. Zum Vergleich: Vor einem Jahr war der Anteil der E-Commerce-Nutzer hier nur halb so hoch. "Die großen Online-Anbieter bauen ihre Marktmacht kontinuierlich aus und können sich ein immer größeres Stück vom Kuchen sichern - zulasten des stationären Handels, der sich in Summe auf ein leicht rückläufiges Geschäft mit Weihnachtsgeschenken einstellen muss", prognostizierte EY-Handelsexperte Thomas Harms.

+++ 4.19 Uhr: Wissenschaftler: Rechtsruck der CDU würde Stimmen in der Mitte kosten +++

Ein möglicher Rechtsruck der CDU unter neuer Parteiführung birgt aus Sicht des Politologen Stefan Marschall große Risiken. Eine solche Verschiebung biete kurzfristig keine Garantie, Stimmen von der AfD zurückzuerobern, sagte der Düsseldorfer Professor der Deutschen Presse-Agentur. Vielmehr bestehe die Gefahr, dass Stammwähler aus der Mitte abwanderten.

"Die AfD ist jetzt in 16 Landtagen und im Bundestag. Sie ist in einer so robusten Situation - einfach 'rüberzurutschen, wird nicht funktionieren", sagte der Wissenschaftler. "Wahlen werden immer noch in der Mitte gewonnen, allerdings ist die Mitte breiter geworden." Auch die Grünen zählten nun dazu. Die klassischen Wählerlager gebe es nicht mehr. "Alles ist beweglicher geworden."

+++ 4.03 Uhr: Chinas Präsident verspricht weitere Marktöffnung +++

Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping hat eine weitere Öffnung des chinesischen Marktes versprochen. Vor dem Hintergrund des Handelskrieges mit den USA wandte sich Xi am Montag in einer Rede zur Eröffnung der ersten internationalen Importmesse (CIIE) in Shanghai gegen Protektionismus und setzte sich für ein freies weltweites Handelssystem ein. "Wirtschaftliche Globalisierung ist ein unumkehrbarer Trend der Geschichte", sagte der Staatsführer.

China wolle seine Einfuhren erhöhen, den heimischen Konsum steigern, Importhürden verringern sowie den Marktzugang und den Schutz der Urheberrechte verbessern, versprach der Präsident vage. Konkrete neue Vorschläge zum Abbau der Handelsspannungen machte er in seiner Rede allerdings nicht. Xi ging mit keinem Wort auf den Handelskrieg ein und sprach sich nur allgemein gegen Unilateralismus aus, was auf die "Amerika zuerst"-Politik von US-Präsident Donald Trump zielt.

+++ 3.06 Uhr: Umfrage: Europäer sehen Vergangenheit rosiger als Gegenwart +++

Zwei Drittel der Europäer sehen die Vergangenheit einer Umfrage zufolge positiver als die Gegenwart und neigen bei aktuellen Themen wie Einwanderung und EU-Mitgliedschaft eher zur Skepsis. Das ist das Ergebnis einer Befragung von 10 885 EU-Bürgern in Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien und Polen, die die Bertelsmann Stiftung am Montag in Gütersloh veröffentlichte. Die repräsentative Umfrage stuft 67 Prozent der Europäer demnach als Nostalgiker ein, in Deutschland seien es 61 Prozent. 

Rund 78 Prozent der Nostalgiker meinten, dass sich Einwanderer nicht in die Gesellschaft integrieren wollten - bei den europäischen "Nicht-Nostalgikern" sind 63 Prozent dieser Meinung. Nostalgie sei auch ein Hinweis auf große Verunsicherung in der Gesellschaft, sagte Isabell Hoffmann, Mitautorin der Studie.

+++ 2.49 Uhr: Hunderte mittelamerikanische Migranten in Mexiko-Stadt angelangt +++

Rund 1700 mittelamerikanische Migranten sind auf ihrem Weg in Richtung USA in Mexiko-Stadt angelangt. Die Vorhut der sogenannten Migranten-Karawane mit Menschen aus Honduras, Guatemala und El Salvador wurde am Sonntag in einem Stadion der mexikanischen Hauptstadt aufgenommen. Über tausend Migranten versammelten sich unterdessen in Puebla, 125 Kilometer südwestlich von Mexiko-Stadt, um von dort aus gemeinsam in die Hauptstadt zu ziehen.

+++ 1.04 Uhr: Steinmeier und Macron bei Weltkriegs-Gedenken in Straßburg +++

Mit einem Konzert in Straßburg im Beisein von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat der französische Staatschef Emmanuel Macron die Feierlichkeiten zum Ende des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren eingeläutet. Macron und Steinmeier wohnten am Sonntagabend im Straßburger Münster dem Konzert bei, mit dem die deutsch-französische Aussöhnung gefeiert wurde. Gespielt wurden Stücke von Debussy und Beethoven.    

Macron wird in den kommenden Tagen bei einer Reise durch Frankreich zahlreiche ehemalige Schlachtfelder und Soldatenfriedhöfe besuchen, um an das Ende der "Grande Guerre" - des "Großen Krieges" - zu erinnern. Höhepunkt der Gedenkveranstaltungen zum Ende des Ersten Weltkriegs (1914-1918) wird am kommenden Sonntag eine große Zeremonie am Pariser Triumphbogen mit dutzenden Staats- und Regierungschefs aus aller Welt.

+++ 0.41 Uhr: Über zwei Tonnen Kokain aus Kolumbien beschlagnahmt +++

Sicherheitskräfte in Guatemala und Kolumbien haben am Wochenende bei zwei verschiedenen Einsätzen insgesamt 2,5 Tonnen Kokain beschlagnahmt. Am Flughafen von Bogotá entdeckten Spürhunde am Sonntag eine in Waschmaschinen versteckte Ladung von 500 Kilogramm Kokain, die auf die kolumbianische Insel San Andrés verfrachtet werden sollte. Von dort hätte das Rauschgift nach Polizeiangaben mit Schnellbooten in die USA geschmuggelt werden sollen.

Zwei weitere Tonnen Kokain aus Kolumbien wurden von der guatemaltekischen Marine an Bord eines Tauchboots in der Karibik abgefangen, wie die Zeitung "Prensa Libre" am Sonntag berichtete. Drei Kolumbianer seien festgenommen worden. Diese Drogenladung hätte demnach ebenfalls in den USA vermarktet werden sollen. Die Behörden schätzten den Marktwert des im Tauchboot entdeckten Kokains auf umgerechnet 25 Millionen Euro.

+++ 0.12 Uhr: Camila Cabello triumphiert bei MTV Europe Music Awards +++

Die bereits im Vorfeld als Favoritin gehandelte kubanisch-amerikanische Sängerin Camila Cabello hat bei den MTV Europe Music Awards im nordspanischen Bilbao abgeräumt. Die 21-Jährige gewann bei der Mega-Show in der Bizkaia Arena in den wichtigen Kategorien Bester Song (für ihren Chart-Hit "Havana"), Beste Künstlerin sowie Bestes Video. Strahlend nahm Cabello in einer roten Abendrobe die Preise entgegen und richtete dabei einen Gruß an ihre Mitbewerberin und gute Freundin Ariana Grande, die ebenfalls nominiert war - aber leer ausging.

Das junge Publikum in der Arena kreischte oft und laut - speziell bei den Auftritten von Superstar Nicki Minaj, die sich mal im sexy pinken Outfit, mal im silbernen Abendkleid präsentierte und auch in den Kategorien Bester Hip-Hop-Act und Bester Look gewann. Für den Besten Pop-Act wurde die britische Sängerin und Songwriterin Dua Lipa ("New Rules") ausgezeichnet, Beste Newcomerin ist die US-Rapperin Cardi B. Die Trophäe für den Besten Live-Act gewann Shawn Mendes ("In My Blood"). Der erst 20-jährige Kanadier, der im vergangenen Jahr mit vier Auszeichnungen der große Gewinner der MTV EMA-Show gewesen war, bedankte sich per Videobotschaft.

mod / DPA / AFP