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News des Tages: US-Präsidentschaftswahl: Wisconsin zählt Stimmen neu aus

+++ Bewaffneter tötet Frau in Wohnheim für Mönche +++ ARD plant Fusion mehrerer Sendeanstalten +++ Zahl der Toten nach Baustellenunglück in China auf 74 gestiegen +++ Starke Nachfrage nach Kleinem Waffenschein +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Hat offiziell die Neuauszählung der Stimmen in Wisconsin beantragt: Jill Stein, Grüne

Hat offiziell die Neuauszählung der Stimmen in Wisconsin beantragt: Jill Stein, Grüne

+++ 23.41 Uhr: Neuauszählung in Wisconsin beantragt +++

Die Grünen-Bewerberin Jill Stein hat im Bundesstaat Wisconsin offiziell eine Nachzählung der Stimmen für die US-Präsidentschaftswahl 2016 beantragt. Das bestätigte die Wahlkommission in Wisconsin in einer Mitteilung. "Wir bereiten uns jetzt auf eine landesweite Nachzählung vor", sagte der Leiter der Kommission, Michael Haas. Sie muss bis spätestens 13. Dezember abgeschlossen sein.

Der Bundesstaat und seine zehn Wahlmänner-Stimmen waren völlig überraschend mit einem Vorsprung von rund 27.000 Stimmen an gegangen. Stein will auch Nachzählungen in Pennsylvania und Michigan anstrengen - nur wenn alle drei Staaten kippen würde, würde sich das Gesamtergebnis ändern.

Computer-Experten hatten darauf hingewiesen, dass die in benutzten Wahlautomaten anfällig für Hackerangriffe sind und deswegen in anderen Bundesstaaten, etwa Kalifornien, nicht benutzt werden dürfen. Die favorisierte Kontrahentin Hillary Clinton hatte in Stimmbezirken, in den Wahlmaschinen benutzt wurden, signifikant schlechter abgeschnitten als in Wahllokalen, wo auf handgeschriebene Stimmzettel gesetzt worden war.

Landesweit waren bei der Wahl am 8. November auf Clinton rund zwei Millionen mehr Stimmen entfallen, als auf Trump. Die Vergabe der Wahlmänner erfolgt jedoch auf Basis der Bundesstaaten nach dem Winner-Takes-All-Prinzip: Hohe Siege zählen nicht mehr als knappe. Experten geben der Initiative von Stein nicht allzuviele Chancen auf Erfolg.

+++ 22.52 Uhr: Stromausfall in Londoner City +++

Teile der Londoner Innenstadt sind am Abend von einem Stromausfall betroffen gewesen - ausgerechnet am Black Friday, dem Mega-Einkaufstag. Betroffen waren das Vergnügungsviertel Soho und die Region um den Picadilly Circus. An dem Platz fielen zeitweise die berühmten Leuchtreklamen aus. Die U-Bahnen fuhren allerdings, berichtete die Nachrichtenagentur PA.

Der Stromausfall begann um etwa 17.30 Ortszeit - als Zehntausende Shopper und Touristen unterwegs waren. In Soho konnten zunächst einige Theater und Kinos nicht öffnen. Passanten sprachen von einer "gespenstischen Atmosphäre", ausgefallene Ampeln verstärkten das übliche Freitagabend-Verkehrschaos.

Der Sender BBC berichtete, insgesamt seien 2300 Gebäude für rund drei Stunden in Dunkelheit getaucht worden. "Black Friday (schwarzer Freitag) hat eine ganz andere Bedeutung angenommen", meinte der Sender. Ursache sei ein Problem mit einem unterirdischen Elektrizitätskabel gewesen, hieß es. 

+++ 22.44 Uhr: Uli Hoeneß ist wieder Präsident des FC Bayern +++

Uli Hoeneß ist wieder Präsident des FC Bayern München. Der 64-Jährige wurde am Abend neun Monate nach seiner Haftentlassung von den Vereinsmitgliedern wieder ins höchste Amt des deutschen Fußball-Rekordmeisters gewählt.

+++ 21.45 Uhr: Chinesischer Bürgerrechtsanwalt verschwunden +++

Der bekannte chinesische Bürgerrechtsanwalt Jiang Tianyong, der vor drei Wochen in Peking mit Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel ( ) zusammengetroffen war, ist verschwunden. Seit Montagabend gibt es kein Lebenszeichen mehr von ihm. Freunde äußerten sich am Freitag besorgt über sein Schicksal.

Der 45-Jährige war in Changsha in der Provinz Hunan mit Verwandten von Anwälten zusammengetroffen, die in der Verfolgungswelle seit Sommer vergangenen Jahres inhaftiert worden waren, berichtete seine Frau dem US-Sender Radio Free Asia. Auch habe er andere Anwälte getroffen, die sich um die Inhaftierten kümmerten. Noch am 2. November hatte sich Wirtschaftsminister und Vizekanzler Gabriel bei seinem China-Besuch mit Jiang Tianyong in der deutschen Botschaft in Peking getroffen. Mit dabei war auch eine Gruppe von Anwälten, Dissidenten und kritischen Intellektuellen.

+++ 21.43 Uhr: Neun Tote durch Hurrikan "Otto" in Costa Rica +++

Beim Durchzug durch Costa Rica hat der Wirbelsturm "Otto" mindestens neun Menschen in den Tod gerissen. Acht Leichen seien bereits geborgen worden, teilte die mit. Staatschef Luis Guillermo Solis rief drei Tage Staatstrauer aus. Der Sturm habe binnen weniger Stunden so viel Niederschlag gebracht, wie in der Gegend sonst in einem Monat fällt, sagte der Präsident.

Der Polizeivertreter Walter Espinoza sagte vor Journalisten, fünf der Opfer seien in der Stadt Upala nahe der Grenze zu Nicaragua ums Leben gekommen. Nach Behördenangaben beliefen sich allein die durch den Hurrikan angerichteten Straßenschäden auf acht Millionen Dollar (7,6 Millionen Euro). Auf Luftaufnahmen des Fernsehens waren Wasser- und Schlammmassen in mehreren Orten im Norden von zu sehen. Mehrere kleinere Brücken stürzten ein.

+++ 21.37 Uhr: Palästinenser in Ost-Jerusalem erschossen +++

An einem Kontrollposten in Ost-Jerusalem ist nach israelischen Angaben am Freitag ein palästinensischer Angreifer erschossen worden. Der junge Mann sei am Abend an einer Absperrung des Flüchtlingslagers Schuafat mit einem Messer auf Sicherheitskräfte losgegangen, teilte eine Polizeisprecherin mit. Die Sicherheitskräfte hätten den Angreifer daraufhin "neutralisiert". Die Sicherheitskräfte blieben unverletzt.

Seit Oktober 2015 wurden bei einer Gewaltserie in Israel und den Palästinensergebieten bereits 241 Palästinenser, 36 Israelis und fünf Ausländer getötet. Bei der Mehrzahl der getöteten Palästinenser handelte es sich um erwiesene oder mutmaßliche Attentäter, die zumeist Messer für ihre Angriffe verwendeten.

+++ 20.03 Uhr: Piloten lehnen Lufthansa-Angebot ab +++

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit lehnt das jüngste Tarifangebot der Lufthansa ab. Das sagte ein Sprecher am Abend der Deutschen Presse-Agentur. Mit Rücksicht auf die Kunden werde es aber am Sonntag keinen Streik der Piloten geben.

+++ 18.59 Uhr: Teewurst nach Salmonellen-Fund zurückgerufen +++

Wegen eines Salmonellen-Funds ruft die Firma Rügenwalder Spezialitäten Plüntsch GmbH & Co. KG eine Teewurst zurück. Betroffen sei das Produkt "Rügenwalder Teewurst, fein, geräuchert, 250 g" mit der Chargennummer 346177 und den Mindesthaltbarkeitsdaten 26.12.2016 sowie 02.01.2017, teilte das Unternehmen im hessischen Bad Arolsen mit. Bei einer Routinekontrolle seien in einer Probe Salmonellen nachgewiesen worden. Vom Verzehr der Produkte aus der betroffenen Charge werde abgeraten. Diese sei vorsorglich aus dem Handel genommen worden. Kunden können die Wurst "gegen Erstattung des Kaufpreises auch ohne Vorlage des Kassenbons in ihren Einkaufsstätten zurückgeben". Es sei auch möglich, diese an das Unternehmen zu schicken. Nach Angaben eines Sprechers sei das Produkt bundesweit und größtenteils in Discountmärkten verkauft worden.

+++ 18.18 Uhr: "FAZ": Merkel-Berater Heusgen soll UN-Botschafter werden +++

Der außenpolitische Berater von Kanzlerin Angela Merkel, Christoph Heusgen, soll nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" UN-Botschafter in New York werden.
Der Wechsel solle "im zeitlichen Umfeld der Bundestagswahl" im September 2017 stattfinden, berichtet die Zeitung unter Berufung auf eigene Informationen. Merkel hatte den heute 61 Jahre alten Diplomaten 2005 ins Kanzleramt geholt. Der jetzige Ständige Vertreter Deutschlands bei den Vereinten Nationen, Harald Braun, geht dem Bericht zufolge in den Ruhestand.

+++ 17.49 Uhr: Höchstes norwegisches Gericht weist Klage Edward Snowdens ab +++

Als letzte Instanz hat das höchste norwegische Gericht am Freitag eine Klage des US-Whistleblowers Edward Snowden abgewiesen. Snowden wollte gerichtlich eine Zusicherung der norwegischen Regierung erstreiten, ihn bei einer Reise nach Norwegen nicht an die USA auszuliefern. Der ehemalige Geheimdienstmitarbeiter hatte ursprünglich am 18. November nach Oslo kommen wollen, um den Ossietzky-Preis entgegen zu nehmen. Die Preisverleihung war wegen der ausstehenden Entscheidung des Gerichts auf Juni nächsten Jahres verschoben worden. Snowdens Gesuch wurde in allen drei Instanzen mit der Begründung abgewiesen, dass kein Auslieferungsgesuch an die USA vorliege, weil sich der 33-jährige nicht in Norwegen aufhalte. Snowden lebt seit 2013 in Russland. Weil er die massenhaften Abhöraktionen des US-Geheimdienstes NSA öffentlich gemacht hatte, droht ihm in den USA eine Haftstrafe wegen Geheimnisverrats.

+++ 16.36 Uhr: Erdogan: Werde Gesetz zur Wiedereinführung der Todesstrafe unterzeichnen +++

Nach seiner Drohung mit einer Aufkündigung des Flüchtlingspakts hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan die EU auch gewarnt, dass er einer Wiedereinführung der Todesstrafe zustimmen werde. Sollte das Parlament dies beschließen, werde er das Gesetz unterschreiben, sagte Erdogan bei einer Rede in Istanbul. "Demokratie besteht darin, den Willen des Volkes zu respektieren", sagte der Präsident.

+++ 16.33 Uhr: Lufthansa macht Piloten neues Angebot +++

Die Lufthansa hat ihren streikenden Piloten ein neues Tarifangebot unterbreitet. Es sieht 4,4 Prozent höhere Vergütungen, eine Einmalzahlung von 1,8 Monatsgehältern sowie Neueinstellungen vor, teilte das Unternehmen in Frankfurt mit. Auch alle anderen Tarifthemen wie die Betriebs- und Übergangsrenten sollen in neuen Verhandlungen gelöst werden, möglicherweise mit Hilfe eines Mediators, wie Personalchefin Bettina Volkens erklärte. Verhandlungen könne man noch an diesem Wochenende aufnehmen. Mit dem Angebot knüpfe man an Gespräche mit der Vereinigung Cockpit aus dem September an.

+++ 16.21 Uhr: Nicholas Cage erhält Ehrenpreis für Nachhaltigkeit +++

Für sein soziales Engagement hat Hollywood-Star Nicholas Cage (52) die Ehrenauszeichnung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises erhalten. Cage zähle zu den Hollywood-Schauspielern mit dem umfangreichsten sozialen und humanitären Engagement, begründete die Jury ihre Entscheidung. Für seinen Einsatz hatten ihn 2009 bereits die Vereinten Nationen als "Weltbürger des Jahres" ausgezeichnet. Der Preis wird bei einer Gala in Düsseldorf übergeben.

+++ 16.07 Uhr: Bislang nur sechs Verurteilungen nach Kölner Silvesternacht +++

Fast elf Monate nach den massenhaften Übergriffen auf Frauen in der Kölner Silvesternacht hat die Justiz nur wenige Täter ermittelt und verurteilt. Viele Verfahren wurden eingestellt, weil kein Tatverdächtiger ermittelt werden konnte. Urteile gab es bislang gegen sechs Beschuldigte, wie aus einer am Freitag veröffentlichten Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der FDP hervorgeht. Gegen die sechs Verurteilten verhängte das Amtsgericht Köln Freiheitsstrafen zwischen sechs Monaten und einem Jahr und neun Monaten, die zumeist zur Bewährung ausgesetzt wurden. Ein Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Insgesamt waren beim Kölner Polizeipräsidium 1205 Strafanzeigen (Stand: 25. Oktober) eingegangen. 

+++ 15.16 Uhr: Polizei sucht vermisste junge Kollegin in Hamburg +++

Die Hamburger Polizei hat mit einem Großaufgebot nach einer vermissten Kollegin gesucht. Die 22-Jährige war am Mittwoch nicht zum Dienst erschienen und am Donnerstag vermisst gemeldet worden, wie eine Sprecherin am Freitag sagte. Es gebe Hinweise, dass die Vermisste vor ihrem Verschwinden an einem S-Bahnhof in Hamburg war. Zusammen mit Kollegen aus Schleswig-Holstein durchkämmte eine Hundertschaft der Hamburger Polizei am Freitagmittag unter anderem einen angrenzenden Wald. Auch ein Hubschrauber und mehrere Suchhunde waren im Einsatz. Am Freitagnachmittag war die 22-Jährige noch vermisst. Zuvor hatte der "sh:z"-Verlag online berichtet.

+++ 14.51 Uhr: Forscher registrieren Hitzewelle am Nordpol +++

Der Klimawandel wird auf der norwegischen Inselgruppe Spitzbergen immer mehr spürbar. "2016 wird dort das wärmste Jahr seit Beginn der Messungen 1889", sagte Klimaforscher Ketil Isaksen vom norwegischen Meteorologischen Institut. Die Inseln liegen weit nördlich von Norwegen. Auch am Nordpol sei es in den vergangenen Wochen bis zu 20 Grad wärmer als normal gewesen, sagte ein Experte des dänischen Meteorologischen Instituts. Schuld an den hohen Lufttemperaturen sei unter anderem das Klimaphänomen El Niño, das warme Ozeanluft in den Norden getrieben habe. Außerdem trage der Ausstoß der Treibhausgase zur Hitzewelle bei. Problematisch sei, dass die Wärme das Eis zum Schmelzen bringe, was wiederum zur Erwärmung der Luft über dem Wasser führe. Eis wirft mehr Strahlen zurück als Wasser.

+++ 14.50 Uhr: Polizei beschlagnahmt Feuerwerk Marke Eigenbau +++

Einen Haufen Feuerwerkskörper Marke Eigenbau haben Polizisten bei einer Durchsuchung im sächsischen Roßwein sichergestellt. Insgesamt handele es sich um etwa zehn Kilo Sprengstoff, teilte die Polizei mit. Der 22-jährige Besitzer habe sich für den Privatgebrauch nicht zugelassene Pyrotechnik über illegale Internetportale besorgt, das Sprengpulver entnommen und anschließend zu eigenen Feuerwerkskörpern zusammengebaut. Der Durchsuchung waren Ermittlungen der Staatsanwaltschaft vorausgegangen. Dem 22-Jährigen drohen wegen Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz nun bis zu drei Jahre Gefängnis.

+++ 14.35 Uhr: Mehr als 30 Tote bei Zugunglück in Iran +++

Bei dem Zugunglück in Zentraliran sind nach jüngsten Angaben mehr als 30 Passagiere ums Leben gekommen. Rund 100 wurden demnach verletzt, mindestens sieben von ihnen kamen in kritischem Zustand in Krankenhäuser. Der Nachrichtenagentur IRNA zufolge wird befürchtet, dass die Zahl der Opfer noch weiter steigen könnte. Ein Passagierzug auf dem Weg war in der Nähe eines Bahnhofs in Semnan auf einen anderen Zug aufgefahren. Dabei seien vier Waggons der beiden Züge in Brand geraten. Ob technischer Defekt oder Versagen einer der Zugführer den Unfall verursacht haben, ist noch unklar.

+++ 14.01 Uhr: Mann nach fremdenfeindlichen Pöbeleien auf Weihnachtsmarkt in Gewahrsam genommen +++

Nach fremdenfeindlichen Pöbeleien auf dem Dortmunder Weihnachtsmarkt hat die Polizei einen 28-Jährigen in Gewahrsam genommen. Der Duisburger habe wiederholt gezielt und lautstark gegen offensichtlich ausländische Bürger gepöbelt, teilte die Polizei am Freitag mit. Mehrere Besucher ausländischer Herkunft hätten betroffen reagiert, Zeugen alarmierten demnach die Polizei.

Die Beamten nahmen den offenbar alkoholisierten Mann nach dem Vorfall am Donnerstagnachmittag mit zur Wache. Nachdem er ausgenüchtert war und der Weihnachtsmarkt am Abend geschlossen hatte, wurde er entlassen.

+++ 13.35 Uhr: Hacker attackieren EU-Kommission +++

Hacker haben Computersysteme der EU-Kommission angegriffen und Internetangebote gestört. Sprecher bestätigten am Freitag die mehr als dreistündige Attacke vom Vorabend. Daten seien dabei aber nicht gestohlen worden. "Unsere Systeme sind sicher", sagte ein Sprecher. Mögliche Erkenntnisse, wer hinter dem Angriff steckt, wollte er nicht preisgeben: "Ich habe Ihnen alle Informationen gegeben, die bei einem solchen Thema zu geben sind. Und ich habe deutlich gemacht, dass wir mehr wissen, als wir sagen."

Nach Informationen der Kommission handelte es sich um eine sogenannte Denial-of-Service-Attacke, bei der Hacker mit massivem Datenvolumen von außen Webseiten lahmlegen. Ein EU-Beamter hatte schon am Donnerstag erklärt, Hackerangriffe auf die EU gebe es praktisch jede Woche.

+++ 13.28 Uhr: Elfjähriger in Mannheim von angeleintem Hund gebissen und schwer verletzt +++

Ein elfjähriger Junge ist in Mannheim von einem angeleinten Hund gebissen und schwer verletzt worden. Der Hundehalter entfernte sich nach dem Zwischenfall wortlos, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Der Junge war demnach am Donnerstagnachmittag auf einer Straße an dem großen schwarzen Hund vorbeigelaufen. Das Tier sprang sofort auf den Elfjährigen zu und biss in dessen Unterarm und rechte Hand. Das Kind musste zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Polizei sucht nun den unbekannten Hundehalter und hofft auf Zeugenhinweise.

+++ 13.11 Uhr: Mehrheit für Abbruch der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei +++

Immer mehr Deutsche sind für einen Abbruch der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei. Inzwischen hielten es 56 Prozent der Bundesbürger für richtig, die Gespräche mit der Türkei wegen der dortigen innenpolitischen Entwicklung abzubrechen, heißt es im ZDF-"Politbarometer". Vor zwei Wochen seien es noch 45 Prozent gewesen. Für ein Abwarten der weiteren Entwicklung in der Türkei plädierten der Umfrage zufolge nun nur noch 35 Prozent. Vor zwei Wochen seien dies noch 46 Prozent gewesen. Der Anteil derjenigen, die die Verhandlungen auf jeden Fall fortsetzen wollen, blieb dagegen mit acht Prozent - nach sieben Prozent vor zwei Wochen - relativ stabil.

+++ 13.10 Uhr: Bundestag beschließt Haushalt 2017 +++

Der Bundestag hat den Haushalt für 2017 mit der Mehrheit der großen Koalition beschlossen. Der Etatplan sieht Ausgaben und Einnahmen von jeweils 329,1 Milliarden Euro vor, 12,2 Milliarden Euro mehr als für 2016 eingeplant sind. Eine Neuverschuldung soll es erneut nicht geben.

+++ 12.51 Uhr: Größter Adventskranz Deutschlands steht im Südwesten +++

Auf dem Ludwigsburger Barock-Weihnachtsmarkt steht laut Veranstalter der größte Adventskranz Deutschlands. Der Rekord-Durchmesser liegt bei 40 Metern: Damit sei der Adventskranz der Größte in Deutschland, wie der Veranstalter "Blühendes Barock"
mitteilte. 320 Bund Tannenreisig und etliche Strohballen verarbeiteten die Gärtner im Adventskranz. Die vier Kerzen aus Holz haben eine Höhe von jeweils sechs Metern. Der riesengroße Kranz liegt im Südgarten des Ludwigsburger Residenzschlosses. Der Rekord-Kranz wurde für eine Spendenaktion der Fernsehsendung "Die große Herzenssache-Gala" im SWR am Freitag aufgebaut. Der überdimensionale Kranz ist noch bis zum 19. Dezember zu sehen. Der bisherige Adventskranz-Rekord wurde 2014 in Erbstorf bei Lüneburg aufgestellt. Dieser Kranz hatte einen Durchmesser von 22 Metern.

+++ 12.50 Uhr: Lufthansa sagt für Samstag 137 Flüge ab +++

Wegen des erneut fortgesetzten Pilotenstreiks hat die Lufthansa für diesen Samstag 137 Flüge mit rund 30 000 Fluggästen abgesagt. Darin enthalten sind 88 Interkontinentalflüge, wie das Unternehmen am Freitag in Frankfurt mitteilte.

+++ 12.49 Uhr: Fünf Tote bei Bombenanschlägen in Ostafghanistan +++

Bei einer Serie von Bombenanschlägen in der ostafghanischen Stadt Dschalalabad sind fünf Menschen getötet worden. Das ging aus einer Stellungnahme des Gouverneurspalasts der Provinz Nangarhar hervor. Unter den Toten seien auch der Leiter des Polizeigewahrsams der Stadt und ein Kind. Demnach hatte sich der erste Anschlag vor dem Haus des Direktors des städtischen Polizeigefängnisses ereignet; zwei weitere folgten vor der Feuerwache. 27 Menschen seien verletzt worden, darunter drei Polizisten. Bisher hat sich keine extremistische Gruppe zu den Taten bekannt. In Nangarhar sind sowohl die radikalislamischen Taliban als auch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) aktiv.

+++ 12.08 Uhr: Älterer Mann schubst Siebenjährige beim Entengucken von hinten in Kanal +++

Ein siebenjähriges Mädchen ist im niedersächsischen Nordhorn von einem älteren Mann in einen Kanal gestoßen worden. Das Kind habe auf einem Steg gestanden und den Enten auf dem Wasser zugesehen, als sie der Täter von hinten schubste, teilte die Polizei in Lingen am Freitag mit. Das Mädchen fiel in den Kanal, rettete sich aber noch ans Ufer.

Der Vorfall ereignete sich demnach am Donnerstagmittag. Das Mädchen beschrieb den Täter als einen älteren Mann mit grauen Haaren und leichter Glatze. Polizisten griffen im Rahmen der sofort eingeleiteten Fahndung einen 53-Jährigen auf, auf den die Beschreibung des Opfers passte. Es sei aber unklar, ob er der Gesuchte sei, betonten die Ermittler. Er bestreite die Tat. Sie baten Zeugen sich zu melden, um die Geschehnisse aufzuklären.

+++ 11.10 Uhr: Kunstwerk von Mohammed-Zeichner Lars Vilks geht in Flammen auf +++

Eine große Holzinstallation des schwedischen Künstlers Lars Vilks in Südschweden ist am Donnerstagabend teilweise niedergebrannt. Die Polizei vermutet Brandstiftung. Lars Vilks ist durch seine Karikaturen des Propheten Mohammed bekannt geworden und wird häufig bedroht. 2015 war er das Ziel eines Attentats in einem Kulturcafé in Kopenhagen. Das Kunstwerk mit dem Namen "Nimis" besteht aus mehreren Holztürmen, Gängen und Brücken. Es wurde 1980 im Naturreservat Kullaberg in Höganäs im südschwedischen Schonen errichtet. Ein Viertel der Skulptur soll bei dem Brand zerstört worden sein.

+++ 11.01 Uhr: Irans Präsident: IS-Terrormiliz ist am Ende +++

Der Anschlag des Islamischen Staats auf schiitische Pilger, bei dem mindestens 75 Menschen starben, ist nach Einschätzung des Iran ein Zeichen für den Anfang vom Ende der Terrormiliz. "Dieser mörderische Angriff zeigt, wie verzweifelt die Terroristen sind und wie aussichtslos ihre Lage geworden ist", betonte der iranische Präsident Hassan Ruhani in einer Presseerklärung am Freitag. Irans Führung sei sich daher sicher, dass der "endgültige Sieg" gegen die Terrorgruppe und deren Anhänger und damit das Ende des IS sehr nahe sei, wird Ruhani vom Webportal des Präsidialamts zitiert.

Nach Angaben des iranischen Roten Halbmonds gab es bei dem Attentat auf hauptsächlich iranische Pilger in der Nähe der irakischen Stadt Al-Hilla mindestens 75 Tote und 30 Verletzte. Wegen der schweren Verbrennungen sei eine schnelle Identifizierung vieler Leichen kurzfristig nicht möglich. Bis Donnerstagabend konnte man nur von 24 iranischen Toten die Namen feststellen.

+++ 10.33 Uhr: Rotes Kreuz: Lebensmittel in Ost-Aleppo gehen zur Neige +++

Die humanitäre Lage in den Rebellengebieten der nordsyrischen Stadt Aleppo spitzt sich immer weiter zu. "Die Lebensmittelvorräte in östlichen Teil der Stadt gehen zur Neige", sagte die Sprecherin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), Ingy Sedky, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Viele Grundnahrungsmittel seien sehr teuer oder gar nicht mehr zu kaufen.

Die Rettungsorganisation Weißhelme berichtete, die Lage werde jeden Tag schlechter. "Die Vorräte an Mehl für die Menschen reichen noch für 15 Tage", sagte Ibrahim al-Hadsch von den Weißhelmen. Kräfte des Regimes schneiden Aleppos Osten seit Anfang September von der Außenwelt ab. Dort leben noch rund 250.000 Menschen.

+++ 10.08 Uhr: Nahles will Rentenniveau bis 2045 auf 46 Prozent begrenzen +++

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) will die Absenkung des Rentenniveaus bis zum Jahr 2045 auf 46 Prozent begrenzen. Die Beiträge sollen bis 2045 auf maximal 25 Prozent gedeckelt werden, wie aus dem von der Ministerin vorgestellten Rentenkonzept hervorgeht. Damit würde die Untergrenze für das Rentenniveau langfristig etwas steigen, denn zur Zeit liegt sie bei 43 Prozent bis zum Jahr 2030. 

+++ 9.58 Uhr: Erdogan droht nach EU-Votum mit Öffnung der Grenzen +++

Nach dem Votum des EU-Parlaments für ein Einfrieren der Beitrittsgespräche mit der Türkei hat Präsident Recep Tayyip Erdogan mit der Öffnung der Grenzen für Flüchtlinge Richtung Europa gedroht. "Wenn Sie noch weiter gehen, werden die Grenzen geöffnet, merken Sie sich das", sagte Erdogan am Freitag in einer Rede in Istanbul an die Adresse der EU.

Ein im März geschlossener Flüchtlingspakt zwischen der Türkei und der EU sieht unter anderem vor, dass die EU alle Migranten, die illegal über die Türkei auf die griechischen Inseln kommen, zurückschicken kann. Im Gegenzug hat die EU unter anderem zugesagt, nach Erfüllung von 72 Voraussetzungen die Visumpflicht für türkische Staatsbürger aufzuheben.

+++ 9.22 Uhr: Dorfbewohner töten Leoparden in der Nähe von Neu Delhi +++

Rund 1500 Dorfbewohner haben in der Nähe der indischen Hauptstadt Neu Delhi einen wilden Leoparden erschlagen. Das Tier sei in den Ort eingedrungen, teilte die regionale Forstbehörde mit. Demnach ereignete sich der Vorfall bereits am Donnerstag in einem Dorf in der Region Mandawar in der Nähe von Gurgaon, einem Vorort von Neu Delhi. "Wir versuchten, die Raubkatze lebend zu fangen, wurden aber von der aufgebrachten Menge behindert", sagte Ranbir Singh von der Forstbehörde. Rund drei Stunden später hätten die Dorfbewohner das Tier schließlich eingekesselt und es mit Stöcken, Steinen und Äxten getötet. Neun Menschen seien bei der Aktion verletzt worden.

Bereits am Donnerstag vergangener Woche hatten Dorfbewohner in einem ähnlichen Vorfall einen Tiger getötet, wie die indische Zeitung "Times of India" berichtete. Das Tier war aus einem Reservat ausgebrochen und in ein Dorf im Bundesstaat Assam eingedrungen.

+++ 9.06 Uhr: ARD weist Spekulationen über Fusionspläne von Sendeanstalten zurück +++

In der Reformdiskussion der ARD hat der Senderverbund angebliche Pläne zur Fusion von Sendeanstalten zurückgewiesen. "Die Spekulationen entbehren jeder Grundlage", sagte ARD-Sprecher Steffen Grimberg am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Die "Bild"-Zeitung hatte dagegen unter Berufung auf eigene Informationen berichtet, Mitglieder einer von den Ministerpräsidenten eingesetzten Arbeitsgruppe befürworteten eine Zusammenlegung zu vier größeren Anstalten. Die angeblichen Pläne seien "blanker Unsinn", sagte der ARD-Sprecher.

Die ARD-Intendanten hatten sich in dieser Woche zu ihrer Hauptversammlung in München getroffen und auch über Reformen im Senderverbund gesprochen. ARD-Vorsitzende Karola Wille hatte gesagt, es sei "ein tiefgreifender Reformprozess, vor dem wir stehen". Ergebnisse sollen im September 2017 bekanntgegeben werden.

+++ 8.53 Uhr: Regierung will Bauen in der Stadt erleichtern +++

Die Regierung will das Bauen in der Stadt erleichtern. Ein innerhalb der Ministerien abgestimmter Entwurf zu einer neuen Baugebietskategorie "Urbanes Gebiet" sehe deutlich gelockerte Vorgaben an Lärmschutz und Bebauungsdichte vor, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" am Freitag. Geplant seien auch beschleunigte Verfahren für Bebauungspläne und die vereinfachte Nutzungsänderungen zu Wohnzwecken. Über den Entwurf solle das Kabinett am kommenden Mittwoch entscheiden, berichtete die Zeitung weiter. Die Immobilienbranche habe sich in einer ersten Reaktion zufrieden gezeigt. 

+++ 8.30 Uhr: 400 Festnahmen nach Ausschreitungen in bulgarischem Aufnahmezentrum +++

Die bulgarische Polizei hat nach den Ausschreitungen im größtem Flüchtlingszentrum des Landes etwa 400 Menschen festgenommen. Am Morgen war die Lage nach Angaben der Behörden unter Kontrolle. Die Situation habe sich beruhigt, sagte die Chefin der staatlichen Flüchtlingsagentur, Petja Parwanowa, am Freitag. An den Zusammenstößen waren nach amtlichen Angaben vor allem Afghanen beteiligt. Die Festgenommenen sollen in andere Zentren mit Ausgangssperre verlegt werden, sagte der amtierende Regierungschef Boiko Borissow in der Nacht zum Freitag vor Ort. Fünf Flüchtlinge sollen ausgewiesen werden, da sie gefährlich für die nationale Sicherheit seien.

Bei den Ausschreitungen wurden mehr als 20 Polizisten verletzt. Flüchtlinge hätten Steine auf die Polizei geworfen, Autoreifen angezündet, Mülltonnen umgeworfen und Möbel beschädigt. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein. Gegen die gewalttätig gewordenen Flüchtlinge soll wegen Vandalismus ermittelt werden. Der Aufruhr in dem Flüchtlingszentrum hatte am Donnerstagmittag als Protest gegen eine medizinisch begründete Ausgangssperre begonnen. In der Einrichtung nahe der türkischen Grenze sind 3000 Menschen untergebracht.

+++ 8.12 Uhr: CSU hält an Forderung nach höherer Mütterrente fest +++

Die CSU hält an ihrer Forderung nach Verbesserungen bei der Mütterrente fest und will damit auch in den kommenden Wahlkampf ziehen. Beim Rentengipfel im Kanzleramt hatte es dazu am Donnerstagabend keine Einigung gegeben. "Wir wollen als CSU noch den letzten Punkt der Mütterrente beschließen, sodass die vollständige Gerechtigkeit hergestellt ist", sagte CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin". "Das werden wir in ein Wahlprogramm schreiben, das ist unsere Forderung."

Die CSU will erreichen, dass Mütter, die vor 1992 Kinder zur Welt gebracht haben, vollständig gleichgestellt werden mit Müttern mit jüngeren Kindern. Sie sollen drei statt bisher nur zwei Jahre Kindererziehungszeit angerechnet bekommen. CDU und SPD sind wegen der hohen Kosten dagegen.

+++ 8.00 Uhr: Thomas Gottschalk kehrt ins Fernsehen zurück +++

Thomas Gottschalk kehrt ins Fernsehen zurück: Fünf Jahre nach seinem Abschied von "Wetten, dass..?" will Gottschalk ab Frühjahr 2017 eine neue Familien-Show bei SAT1 moderieren, wie er der "Bild"-Zeitung vom Freitag verriet. "Auf der Straße werde ich dauernd gefragt: Wann sieht man Sie wieder öfter im Fernsehen? Jetzt kann ich antworten: Im Frühjahr." Gottschalks neue Show "Little Big Shots" soll eine Art "Wetten, dass..?" mit Kindern werden. In den USA ist das Format derzeit sehr erfolgreich. Es gehe aber nicht darum, die Kinder zu Siegern und Verlierern zu machen, sagte Gottschalk. "Es gibt keine Jury, die sich hinterher das Maul zerreißt, und ich passe auf, dass die Kinder sich weder blamieren noch vorgeführt werden."

+++ 7.56 Uhr: Bewohner von Unruheregion in China müssen Reisepässe abgeben +++

Bewohner der Unruheregion Xinjiang in Nordwestchina müssen ihre Reisepässe bei der Polizei abgeben. Die Politik löste scharfe Kritik aus, weil sie offenbar auf die muslimische Minderheit der Uiguren abzielt. Die Regionalregierung in Ürümqi wollte sich am Freitag zunächst nicht dazu äußern. Das Einsammeln der Dokumente diene der "Aufrechterhaltung der sozialen Ordnung", zitierte die "Global Times", einen Beamten. Einfache Leute könnten ihren Pass wieder zurückbekommen, aber wer einen "verdächtigen" Hintergrund habe, werde an der Ausreise gehindert. Wegen der Spannungen zwischen Uiguren und den Chinesen gilt Xinjiang schon lange als Konfliktherd. 

+++ 7.47 Uhr: 18-Jähriger stirbt bei Unfall mit Straßenbahn +++

Ein 18-Jähriger ist an einem Bahnhof in Leutershausen in Baden-Württemberg von einer Straßenbahn angefahren und getötet worden. Wie die Polizei mitteilte, war der junge Mann am frühen Donnerstagabend auf die Gleise gelaufen, weil er eine Bahn erreichen wollte. Dabei übersah er die Straßenbahn, die aus der anderen Richtung kam. Der 18-Jährige starb noch an der Unfallstelle. Der Fahrer der Bahn erlitt einen Schock und kam in ein Krankenhaus.

+++ 7.00 Uhr: Israel will Lautsprecher auf Moscheen verbieten ++++ 

Israelische Parlamentarier gehen gegen die angebliche Lärmbelästigung durch Moscheen vor. Sie wollen Lautsprecher auf Gebetshäusern verbieten. Über einen entsprechenden Gesetzesvorschlag sollen voraussichtlich in der kommenden Woche die Abgeordneten in Jerusalem das erste Mal abstimmen.

"Hunderttausende (...) leiden andauernd und jeden Tag unter dem Lärm, der durch die Rufe der Muezzins in den Moscheen verursacht wird", heißt es in dem Entwurf. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat bereits massiven Widerstand angekündigt, sollte das Gesetz verabschiedet werden. Die Muezzins fordern die gläubigen Muslime fünf Mal am Tag zum Gebet auf, auch in der Nacht. 

+++ 6.14 Uhr: Starke Nachfrage nach Kleinem Waffenschein in Deutschland +++

Immer mehr Menschen in Deutschland legen sich einen Kleinen Waffenschein zu. Ende Oktober waren rund 449.000 dieser Waffenscheine für Schreckschusspistolen, Pfefferspray und Reizgas registriert, teilte das Bundesinnenministerium in Berlin auf Anfrage mit. Dies seien rund 63 Prozent mehr als Ende Oktober 2015 mit 275.461 Erlaubnissen. "Das zeigt, dass Sicherheit ein ganz großes Thema ist. Die Leute sind verunsichert", sagte der Vorsitzende der Innenministerkonferenz (IMK), Klaus Bouillon (CDU), der Deutschen Presse-Agentur in Saarbrücken. Die Innenminister von Bund und Ländern tagen am 29. und 30. November in Saarbrücken.

+++ 5.39 Uhr: Polizei findet über 30 verscharrte Leichen in Mexiko +++

Im Süden von Mexiko hat die Polizei Dutzende verscharrte Leichen entdeckt. Die 32 Körper und neun Schädel seien auf einem Hügel nahe der Ortschaft Zitlala im Bundesstaat Guerrero gefunden worden, teilte die örtliche Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Die ersten Toten waren bereits am Montag ausgegraben worden. Bislang wurde noch keine der Leichen identifiziert. In der Region waren erst am Wochenende fast 30 Menschen getötet worden. Das südwestlich von Mexiko-Stadt gelegene Guerrero mit dem Badeort Acapulco ist in den vergangenen Jahren zu einem der Hauptschauplätze des Drogenkriegs geworden. Mit mehr als 1800 Morden seit Jahresbeginn steht Guerrero an zweiter Stelle unter den mexikanischen Bundesstaaten. Regelmäßig werden dort Massengräber entdeckt.

Auf der Suche nach 43 vor zwei Jahren verschleppten Studenten stoßen die Ermittler immer wieder zufällig auf verscharrte Tote, nach denen gar nicht gesucht wird. Über 20 000 Menschen gelten in Mexiko als vermisst. 

+++ 4.30 Uhr: Innenminister Bouillon für nachträgliche Kontrolle von Syrern +++

Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Klaus Bouillon (CDU), fordert aufgrund von Sicherheitsbedenken eine nachträgliche Kontrolle syrischer Flüchtlinge in Deutschland. "Wir wissen mittlerweile, dass sich auch einige Gewaltbereite und Gefährder unter die Flüchtlinge gemischt haben", sagte der saarländische Ressortchef der Zeitung "Die Welt" im Vorfeld der Innenministerkonferenz in der kommenden Woche in Saarbrücken.

Sobald der Antragsstau beim zuständigen Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) abgebaut sei, müsse man "diejenigen, die lediglich einen Fragebogen ausgefüllt haben, noch einmal genau anschauen". Das sei auch im Interesse derjenigen, die tatsächlich vor dem Krieg geflüchtet seien. 

+++ 3.12 Uhr: Zahl der Toten nach Baustellenunglück in China auf 74 gestiegen +++

Nach dem schweren Unglück auf der Baustelle eines Kraftwerkes im Osten Chinas ist die Zahl der Toten auf 74 gestiegen. 68 von ihnen seien bis Donnerstagabend identifiziert worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua in der Nacht zu Freitag. Das jüngste Opfer ist demnach 23 Jahre alt, das älteste 53 Jahre. Die Plattform im Inneren eines Kühlturms war am Donnerstagmorgen aus großer Höhe eingestürzt, während die Bauarbeiter darauf standen. Viele der Opfer wurden unter einem Haufen aus verbogenen Gerüstteilen, Brettern, Zement und Baustahl begraben.

Die Ursache des Unglücks war zunächst nicht bekannt. Verantwortliche der Baufirma Hebei Yineng räumten ein, der Bau sei in Eile vorangetrieben worden, wie die Zeitung "Pengpai Xinwen" am Donnerstag berichtete. "Wir haben unter Zeitdruck gearbeitet", sagte demnach eine nicht näher genannte Quelle. Die Rettungsarbeiten liefen auch in der Nacht weiter. 

+++ 2.20 Uhr: ARD plant offenbar Fusion mehrerer Sendeanstalten +++

Die ARD erwägt nach Informationen der "Bild"-Zeitung einen tiefgreifenden Umbau und die Zusammenlegung mehrerer Rundfunkanstalten. Eine von den Ministerpräsidenten eingesetzte Arbeitsgruppe befürworte eine Bündelung der bisherigen ARD-Sender zu vier größeren Anstalten, berichtete die Zeitung. Den Plänen zufolge könnte es dann jeweils eine Anstalt Süd, Nord, West und Ost geben. Wer mit wem im einzelnen fusioniert werden solle, sei noch offen, berichtete "Bild". Sicher wäre nur, dass Radio Bremen einer ARD-Nord mit dem NDR zugeschlagen würde; der RBB aus Berlin und Brandenburg würde Teil einer ARD Ost mit dem MDR werden.

"Wir stehen vor einem tiefgreifenden Reformprozess", sagte ARD-Chefin Karola Wille der Zeitung. "Wir müssen sehen, wie der ARD-Verbund weiter zusammen wachsen kann." Wille sprach vom "größten Reformprogramm" in der Geschichte der ARD. Die Sendergruppe werde sich verändern, weil sie sich verändern müsse. In einem ersten Reformschritt sollen laut "Bild"-Informationen vor allem Kosten gespart werden.

+++ 1.45 Uhr: Mindestens acht ägyptische Soldaten bei Angriff auf Sinai-Halbinsel getötet +++

Bei einem Angriff auf einen Armeekontrollpunkt auf dem Sinai sind mindestens acht Soldaten getötet worden. Eine "Gruppe bewaffneter Terroristen" habe den Stützpunkt im Norden der Halbinsel am Donnerstag attackiert, teilte ein Armeesprecher mit. Die Angreifer hätten eine Autobombe gezündet und sich danach Schusswechsel mit den Sicherheitskräften geliefert und ein weiteres Fahrzeug in die Luft gesprengt. Dabei seien acht Soldaten und drei Dschihadisten getötet worden. Die ägyptischen Sicherheitskräfte kämpfen auf der Sinai-Halbinsel gegen den örtlichen Ableger der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS).

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+++ 1.24 Uhr: Bewaffneter tötet einen Menschen in französischem Wohnheim für Mönche +++

Ein bewaffneter Mann hat ein Seniorenheim für pensionierte Mönche in Frankreich überfallen und dabei einen Menschen getötet. Der vermummte Täter sei mit einer abgesägten Flinte und einem Messer in das Wohnheim im südfranzösischen Montferrier-sur-Lez eingedrungen, teilte die Präfektur mit. Sie sprach von einem "kriminellen Akt". Zu den möglichen Motiven des Täters sagte sie zunächst nichts. Den Angaben zufolge waren Sondereinheiten der Polizei auf dem Gelände im Einsatz, um den Mann dingfest zu machen. In dem Heim leben rund 70 Mönche im Seniorenalter.

+++ 0.12 Uhr: Bund soll ab 2021 Autobahnen und große Bundesstraßen managen +++

Die geplante neue Fernstraßengesellschaft des Bundes soll für die Autobahnen und ein Netz großer Bundesstraßen zuständig sein. Konkret sollen dies die "autobahnähnlichen Bundesstraßen außerhalb geschlossener Ortslagen mit unmittelbarer Anbindung an Bundesautobahnen" sein. Das sieht eine von den beteiligten Bundesministerien abgestimmte Formulierung für die nötige Grundgesetzänderung vor. Die übrigen Bundesstraßen sollen die Länder wie bisher im Bundesauftrag verwalten - es sei denn, sie beantragen dafür doch eine Übernahme durch den Bund.

Aktiv werden soll die neue Gesellschaft spätestens zum 1. Januar 2021, wie aus dem Entwurf außerdem hervorgeht. Für die weitreichende Umorganisation gilt eine längere Übergangszeit als nötig. Gegründet werden soll die neue Gesellschaft als GmbH. Dies berichtet auch die "Süddeutsche Zeitung" (Freitag) unter Berufung auf einen Gesetzentwurf des Bundesfinanzministeriums. Um mehr Effizienz zu erreichen, sollen Bauen, Planen und Betrieb der Fernstraßen künftig weitgehend beim Bund gebündelt werden. Bisher sind die Zuständigkeiten zersplittert.

amt/tim / AFP / DPA