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News von heute RKI: Delta-Variante dominiert erstmals in Deutschland

Ein graugelockter weißer Mann mit randloser Brille und Anzug spricht von einem Podium herab
RKI-Chef Lothar Wieler (Archivbild)
© Andreas Gora/Pool / Getty Images
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker:

22.14 Uhr: AfD-Bundestagsabgeordneter Hebner gestorben

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Martin Hebner ist im Alter von 61 Jahren gestorben. Er war bereits lange schwer erkrankt. Die Partei würdigte den Bayern aus Dießen am Ammersee via Twitter als "außergewöhnlich liebenswerten, zugleich bescheidenen und hoch engagierten Kollegen".

Der Diplom-Informatiker mit dem Wahlkreis Starnberg/Landsberg am Lech war 2017 in den Bundestag eingezogen, nachdem er überraschend als bayerischer Spitzenkandidat der Rechtspopulisten nominiert worden war. Er galt damals vor allem als Euro-Kritiker. Im Bundestag war er unter anderem Mitglied im Ausschuss für EU-Angelegenheiten. Als politische Schwerpunkte seiner Arbeit nennt die Partei im Internet etwa Direkte Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Digitalisierung. Der Diplom-Informatiker war beruflich als selbstständiger IT-Berater tätig. Er hinterlässt eine Familie mit vier Kindern. Am vergangenen Sonntag hatte seine Familie auf seinem Facebook-Profil davon gesprochen, dass der Vater an einem Hirntumor leide und sterben werde. 

News von heute: RKI: Delta-Variante dominiert erstmals in Deutschland

22.03 Uhr: Erneut ungewöhnlich großer Diamant in Botsuana entdeckt

Minenarbeiter haben in Botsuana erneut einen ungewöhnlich großen Diamanten entdeckt. Der weiße Edelstein wiege 1174 Karat und sei der drittgrößte Diamant der Welt, sagte der Geschäftsleiter der kanadischen Diamantenfirma Lucara, Naseem Lahri, in Botsuanas Hauptstadt Gaborone. Nach Lahris Angaben verdrängt der Edelstein damit einen Diamanten, den die botsuanische Diamantenfirma Debswana Anfang Juni als drittgrößten Diamanten der Welt ausgerufen hatte. 

"Hiermit wird Geschichte geschrieben, für uns und auch für Botsuana", sagte Lahri. Demnach war der Diamant bereits am 12. Juni gefunden worden. Elf Tage zuvor hatte die Firma Debswana den bis dahin drittgrößten Edelstein der Welt präsentiert. Dieser Stein wog 1098 Karat. 

21.36 Uhr: Hilfsorganisation: Fast 2100 Migranten starben seit Januar auf Seeweg nach Spanien

Schon fast 2100 Migranten sind in diesem Jahr auf dem Seeweg nach Spanien ums Leben gekommen. Wie die spanische Hilfsorganisation Caminando Fronteras mitteilte, starben von Januar bis Juni insgesamt 2087 Menschen auf der gefährlichen Überfahrt von Afrika nach Spanien. Das sind fünf Mal mehr Tote als im ersten Halbjahr 2020. Im gesamten Jahr 2020 hatte die Hilfsorganisation 2170 Tote gezählt. Die 2087 Toten stammten den Angaben zufolge aus insgesamt 18 Ländern, die meisten aus Westafrika. 1922 der Todesfälle, also mehr als 90 Prozent, ereigneten sich den Angaben zufolge bei 57 Schiffsunglücken auf der Route zu den Kanarischen Inseln.

20.39 Uhr: Estland wird russischen Diplomaten ausweisen

Estland will als Reaktion auf die Ausweisung eines Diplomaten aus Russland mit demselben Schritt reagieren. "In der Praxis der internationalen Beziehungen ist es üblich, dass solche Ausweisungen symmetrisch beantwortet werden", sagte eine Sprecherin des Außenministeriums in Tallinn am Mittwoch dem estnischen Rundfunk.

Russland hatte zuvor einen Mitarbeiter des Generalkonsulats des baltischen EU-Landes in St. Petersburg zur unerwünschten Person erklärt. Der Konsul müsse das Land innerhalb von 48 Stunden verlassen, teilte das Außenministerium in Moskau mit. 

20.17 Uhr: Langjähriger Palästinenser-Kommandeur Dschibril gestorben

Die radikale Palästinenserorganisation Volksfront zur Befreiung Palästinas - Generalkommando (PFLP-GC) hat den Tod ihres langjährigen Anführers Ahmed Dschibril bekannt gegeben. Dschibril sei in einem Krankenhaus in Syriens Hauptstadt Damaskus gestorben, bestätigte auch sein Sohn Bader Dschibril. Demnach starb der 83-Jährige eines natürlichen Todes infolge einer Krankheit. Dschibril galt als kategorischer Gegner aller Verhandlungen zwischen Palästinensern und Israel und als unerschütterlicher Unterstützer des syrischen Machthabers Baschar al-Assad.

Dschibril gehörte 1967 zu den Gründern der militant-palästinensischen Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP). Im darauffolgenden Jahr spaltete er sich von der Organisation ab und gründete die PFLP-GC. Beide Bewegungen werden von der EU und den USA als Terrororganisationen eingestuft. 

19.34 Uhr: RKI: Delta-Variante erstmals dominierend in Deutschland

Die besonders ansteckende Delta-Variante ist in der Corona-Pandemie in Deutschland zur vorherrschenden Mutante geworden. Sie dominiere erstmals mit einem Anteil von 59 Prozent, heißt es in der jüngsten wöchentlichen Auswertung des Robert Koch-Instituts mit Blick auf die 25. Kalenderwoche (21.-27. Juni).

Es sei anzunehmen, dass es sich nun bei knapp zwei Dritteln der PCR-bestätigten neuen Corona-Infektionen um eine Ansteckung mit der Delta-Variante (B.1.617.2) und nur noch bei einem Drittel um eine mit der Alpha-Mutante handele. Der Alpha-Anteil sank damit rasch von 91 Prozent Ende Mai auf 33 Prozent Ende Juni. Andere Virusvarianten spielen in Deutschland zurzeit keine Rolle. Es wird nur ein Teil der positiven Corona-Proben auf Varianten hin untersucht.

Der Vergleich zeige, dass der Anteil der Variante Delta weiterhin stark zunehme und sich von 37 auf 59 Prozent innerhalb einer Woche erneut fast verdoppelt habe, hieß es im Bericht. Diese starke Zunahme gehe mit einer leichten Erhöhung der Fallzahlen und einem weiterhin niedrigen einstelligen Niveau der 7-Tage-Inzidenz einher. Fachleute befürchten jedoch mit zunehmender Delta-Verbreitung eine Trendumkehr. Das war unter anderem in Großbritannien im Mai beobachtet worden.

18.36 Uhr: Razzia gegen illegales Glücksspiel – Polizistin unter Verdächtigen

Die Polizei ist im Saarland mit einer großangelegten Razzia gegen illegales Glücksspiel vorgegangen. Rund 400 Einsatzkräfte durchsuchten am Mittwoch mehr als 40 Gaststätten, Spielhallen und Wohnungen, wie das Landespolizeipräsidium in Saarbrücken mitteilte. Die Staatsanwaltschaft ermittle wegen des banden- und gewerbsmäßigen Computerbetruges, des illegalen Glücksspiels und weiterer Delikte.

Zu den Verdächtigen zählt eine Polizeibeamtin, ihr Arbeitsplatz bei der Polizeiinspektion Völklingen und ihre Wohnung wurden daher ebenfalls durchsucht. Die Frau darf ihren Dienst ab sofort nicht mehr ausüben. "Momentan sieht es leider danach aus, dass eine Polizistin in die Sache verstrickt ist", sagte Innenminister Klaus Bouillon (CDU). Bei den Durchsuchungen wurden den Angaben zufolge Geldspielautomaten, Handys und Datenträger sichergestellt, die nun ausgewertet würden.

18.00 Uhr: WHO: Zahl der Corona-Toten weltweit auf über vier Millionen gestiegen

Die Zahl der weltweiten Corona-Toten seit Beginn der Pandemie hat nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die symbolische Schwelle von vier Millionen überschritten. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus erklärte, der "tragische Meilenstein" von vier Millionen bestätigten Corona-Toten werde vermutlich noch von einer weitaus höheren Dunkelziffer übertroffen.

Die Welt habe einen "gefährlichen Punkt" der Pandemie erreicht, fügte Tedros hinzu. Während einige Länder mit hoher Impfrate ihre Maßnahmen schon lockerten "als wäre die Pandemie vorbei", hätten viele andere Länder mit stark steigenden Infektionszahlen zu kämpfen. Der Grund seien hochansteckende Virus-Varianten und die "entsetzliche Ungerechtigkeit" bei der Verteilung der Corona-Impfstoffe, sagte Tedros.

17.26 Uhr: Trump klagt gegen Twitter, Facebook und Google nach Rauswurf

Der amerikanische Ex-Präsident Donald Trump klagt gegen Twitter, Facebook und Google, die ihn von ihren Plattformen verbannt haben. Er fordere die rasche Wiederherstellung seiner Accounts, sagte der 75-Jährige. Bei Facebook soll Trump noch mindestens bis Anfang 2023 gesperrt bleiben; Twitter sieht sogar gar keinen Weg zurück für den Ex-Präsidenten. Facebook und Twitter hatten Trump im Januar bereits kurz vor dem Ende seiner Amtszeit gesperrt.

17.21 Uhr: "Ocean Viking" mit 570 Migranten an Bord weiter ohne sicheren Hafen

Das Schiff "Ocean Viking" der Hilfsorganisation SOS Mediterranee sucht mit mehr als 570 Bootsmigranten an Bord weiter nach einem sicheren Hafen. Am Vormittag habe die Crew eine vierte Anfrage an die Behörden geschickt, bis zum frühen Abend aber keine Anweisungen erhalten, erklärte eine Sprecherin der Organisation. An Bord sei ein Großteil der Menschen wegen des hohen Wellengangs seekrank und deshalb erschöpft und dehydriert. "Am Freitag werden uns die vorgepackten Essensrationen ausgehen, gleichzeitig wird das Wetter immer schlechter", warnte SOS Mediterranee.

Binnen weniger Tage hatten die freiwilligen Helfer die Migranten in maltesischen und libyschen Gewässern aus Seenot geborgen. Etwas mehr als 180 Menschen an Bord sind nach Angaben der Organisation Minderjährige.

17.08 Uhr: Niederländisches Königspaar beendet dreitägigen Staatsbesuch in Deutschland

Unter anderem mit einem Besuch der Technischen Universität Berlin hat das niederländische Königspaar seinen dreitägigen Staatsbesuch in Berlin beendet. König Willem-Alexander und Königin Máxima informierten sich dort zusammen mit Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller (SPD) über Schlüsseltechnologien aus der Photonik- und Quantenforschung. Müller erklärte anschließend, die Niederlande und Deutschland wollten ihre Zusammenarbeit in diesem Bereich "weiter intensivieren".

Das Königspaar besuchte zudem den Landschaftspark Herzberge, wo es um die Umweltbildung von Kindern ging. Vor dem Rückflug am Nachmittag stand zudem noch ein Besuch im neuen Berliner Humboldt-Forum auf dem Programm.

16.25 Uhr: "Gehen nicht von Unfall aus": Frau und Kind tot in Ulmer Wohnung entdeckt – Familienvater schwer verletzt

insatzkräfte haben eine tote Frau und eine Kinderleiche in einer Ulmer Wohnung entdeckt. Außerdem fanden Polizeibeamte und Feuerwehrleute einen lebensgefährlich verletzten Mann, bei dem es sich womöglich um den Familienvater handelt, wie Staatsanwaltschaft und Polizei mitteilten. "Wie die 34-Jährige und der Fünfjährige zu Tode kamen, soll durch eine Obduktion geklärt werden", heißt es in einer Mitteilung.

"Wir gehen aktuell nicht von einem Unfall aus", sagte ein Sprecher der Polizei. Was sich aber konkret in der Wohnung abgespielt hat, war zunächst noch unklar. Auch die Frage, wer am Morgen den Notruf beim Rettungsdienst abgesetzt hatte, blieb am Mittwoch zunächst unbeantwortet. Womöglich sei der Anruf sogar aus der Wohnung der Familie gekommen, wie der Polizeisprecher sagte (siehe auch Eintrag von 15.03 Uhr).

Polizei
Die näheren Umstände der Tat in Ulm sind noch nicht bekannt
© Ralf Zwiebler / DPA

15.56 Uhr: Mindestens ein Toter bei Zugunglück in Schweden

Bei einem Zugunglück im Süden von Schweden ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Das teilte die zuständige Polizei mit. Es handele sich um ein äußerst schweres Unglück, sagte ein Einsatzleiter des Rettungsdienstes dem Sender SVT. Mehrere Personen hätten sich am Vormittag südlich von Hässleholm auf den Gleisen befunden und seien dort von einem Zug erfasst worden. Hässleholm liegt rund 90 Kilometer nordöstlich von Malmö. Die Hintergründe des Vorfalls blieben zunächst unklar.

15.46 Uhr: Polizei sucht Zeugen nach Gruppen-Vergewaltigung

Rund einen Monat nach einer Gruppenvergewaltigung in Leipzig sucht die Polizei mögliche Zeugen. Das Verbrechen ereignete sich bereits am 8. Juni in der Innenstadt, wie die Polizei mitteilte. Drei Männer hätten eine Frau umringt, sie auf ein verlassenes Grundstück gedrängt und dort vergewaltigt. Die Frau habe die Straftat erst später angezeigt. Aus Gründen des Opferschutzes wurden keine weiteren Angaben gemacht. Zweifel daran, dass die Vergewaltigung tatsächlich stattgefunden habe, gebe es nicht.

15.14 Uhr: Gigant der Lüfte bringt Medizinspenden aus Deutschland nach Namibia

Das unter einer dritten Corona-Infektionswelle ächzende Namibia erhält tonnenweise medizinische Hilfsgüter aus Deutschland. Wie das Außenministerium des südwestafrikanischen Staates bekanntgab, soll der erste von drei Hilfsflügen aus Deutschland am Donnerstagmittag in der Hauptstadt Windhuk eintreffen. Nach offiziell unbestätigten Berichten ist das weltgrößte Frachtflugzeug – eine sechsstrahlige Antonow An-225 – bereits an diesem Mittwoch in Leipzig mit dem Ziel Windhuk gestartet.

Die namibische Regierung hatte sich nach den Angaben angesichts eines dramatischen Anstiegs der Covid-19-Infektionen mit einem Hilferuf an die internationale Gemeinschaft gewandt und auch bei der Europäischen Union ein offizielles Ersuchen eingereicht. Die Hilfsleistungen werden vom Zivilschutz-Mechanismus der EU koordiniert, wie das Ministerium mitteilte. 

15.03 Uhr: Frau und Kind tot in Ulmer Wohnung entdeckt – Mann schwer verletzt

Einsatzkräfte haben eine tote Frau und eine Kinderleiche in einer Ulmer Wohnung entdeckt. Außerdem fanden Polizeibeamte und Feuerwehrleute einen lebensgefährlich verletzten Mann, bei dem es sich um den Familienvater handeln soll, wie Staatsanwaltschaft und Polizei mitteilten. "Wie die 34-Jährige und der Fünfjährige zu Tode kamen, soll durch eine Obduktion geklärt werden", heißt es in einer Mitteilung. Die näheren Umstände seien noch nicht bekannt.

Der Rettungsdienst war den Angaben zufolge am Morgen zu einer Wohnung am Rande der Innenstadt gerufen worden. Weil der Eingang verschlossen gewesen sei, habe die Feuerwehr die Tür geöffnet. In der Wohnung habe der Rettungsdienst dann die Leichen des Mädchens und der Frau sowie den 38 Jahre alten Verletzten entdeckt - "offenbar die dreiköpfige Familie, die dort wohnt", wie es hieß. Der mutmaßliche Familienvater wurde in eine Klinik gebracht.

15.01 Uhr: Löfven erneut zum schwedischen Ministerpräsidenten gewählt

Der Sozialdemokrat Stefan Löfven ist in Schweden erneut zum Ministerpräsidenten gewählt worden. Neun Tage nach seinem Rücktritt in Folge eines Misstrauensvotums erhielt der 63-Jährige die nötige Unterstützung im Parlament.

14.46 Uhr: Olympia-Stadt Tokio droht neuer Notstand – Zuschauer-Verbot möglich

Keine drei Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele plant die japanische Regierung, Tokio wegen wieder steigender Infektionszahlen erneut unter Corona-Notstand zu stellen. Das berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf informierte Kreise. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Spiele in Tokio ohne Zuschauer über die Bühne gehen werden.

"Infektionen in Tokio tendieren nach oben, und wir werden jede notwendige Maßnahmen ergreifen, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen", sagte Ministerpräsident Yoshihide Suga bei einer Kabinettssitzung und kündigte für diesen Donnerstag eine Entscheidung an. Die Corona-Neuinfektionen in der Millionen-Hauptstadt des Landes stiegen am Mittwoch auf den höchsten Stand seit fast zwei Monaten. Die Stadtverwaltung meldete 920 neue Infektionsfälle. Das ist der höchste Stand an Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden seit dem 13. Mai, als die Olympiastadt 1010 Fälle verzeichnet hatte.

14.31 Uhr: R-Wert wieder über 1

Erstmals seit April liegt die für die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Coronavirus entscheidende Reproduktionszahl wieder über der Schwelle von 1. So gab das Robert Koch-Institut (RKI) den sogenannten 7-Tage-R-Wert am Mittwoch mit 1,01 an (Vortag: 0,93). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 101 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Der R-Wert lag über viele Wochen deutlich unter 1, stieg aber zuletzt relativ kontinuierlich an. Experten zufolge könnte das an der Verbreitung der ansteckenderen Delta-Variante und an Lockerungen der Corona-Beschränkungen liegen

14.22 Uhr: Untersuchung bestätigt Darm-Erkrankung bei Papst Franziskus

Nach der Operation von Papst Franziskus haben die Ärzte mit einer Gewebeuntersuchung den Verdacht auf eine Darm-Erkrankung bestätigt. Das teilte Vatikan-Sprecher Matteo Bruni mit. Eine abschließende histologische Untersuchung habe die schmerzhafte Krankheit, bei der sich Ausstülpungen im Darm bilden und entzünden können, nachgewiesen. Konkret sprach der Vatikan von einer "schweren Divertikelstenose". Sie kommt häufiger bei älteren Menschen vor. Am vergangenen Sonntag war er in der Poliklinik Agostino Gemelli in Rom für die geplante Operation aufgenommen worden. Die Ärzte entfernten in dem rund dreistündigen Eingriff einen Teil des Dickdarms.

14.20 Uhr: Bundesregierung will mehr Daten öffentlich zugänglich machen

Die Bundesregierung will künftig mehr Daten aus Ministerien, Behörden und Forschungsinstituten für die Öffentlichkeit zugänglich und im Internet auffindbar machen. Ein Gedanke dahinter: die Erhebung dieser Daten ist weitgehend steuerfinanziert, deshalb sollte die Allgemeinheit auch so umfassend wie möglich davon profitieren – natürlich immer vorausgesetzt, es werden dabei jeweils keine personenbezogenen Daten oder Amtsgeheimnisse preisgegeben. Das Kabinett verabschiedete eine "Open-Data-Strategie" für die kommenden fünf Jahre. Bislang ist die Menge der öffentlich zugänglichen Rohdaten sehr begrenzt. Wer auf dem zentralen Portal Govdata.de nach Informationen zum Einsatz von Krankenwagen sucht, findet dazu beispielsweise nur Daten aus einigen Regionen und Städten.

13.46 Uhr: Messerstecher von Würzburg verletzte mehr Menschen als bekannt

Der Messerstecher von Würzburg hat mehr Menschen verletzt als bisher bekannt. Insgesamt habe es drei tote Frauen gegeben sowie fünf lebensgefährlich verletzte Menschen und vier Leichtverletzte, sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) in einem Landtagsausschuss in München. Die Polizei hatte bisher immer von zwei Leichtverletzten gesprochen, einer 26-jährigen Frau und einem 57 Jahre alten Mann. Mittlerweile sei klar, dass auch ein 38-Jähriger und ein 52-Jähriger leicht verletzt worden seien.

Herrmann sagte, der Täter habe am 25. Juni viele Opfer mit einem Küchenmesser angegriffen, dessen Klinge rund 33 Zentimeter lang ist. Vor allem habe der Somalier auf Kopf und Hals der Betroffenen eingestochen. Ob der 24-Jährige gezielt Frauen attackierte, sei noch unklar. "Das kann natürlich auch Zufall sein." In einem Kaufhaus tötete er drei Frauen im Alter von 24, 49 und 82 Jahren. Lebensbedrohlich verletzte er zudem drei Frauen im Alter von 52, 39 und 73 Jahren, ein 11-jähriges Mädchen und einen 16-Jährigen.

13.38 Uhr: Mehrheit der Opfer nach Flugzeugabsturz auf Kamtschatka geborgen

Nach dem Absturz eines russischen Passagierflugzeugs auf der fernöstlichen Halbinsel Kamtschatka haben Bergungskräfte die meisten der getöteten 28 Menschen geborgen. Wie der Gouverneur von Kamtschatka, Wladimir Solodow, sagte, wurden einige Opfer aus dem Wasser gezogen. Die Einsatzkräfte fanden zunächst die Überreste von 19 Menschen. Wegen eines Sturms liefen die Sucharbeiten nach dem Absturz vom Dienstag nur schleppend, hieß es.

13.20 Uhr: Terrorist in London überwältigt: Mörder kommt früher frei

Auch weil er bei der spektakulären Überwältigung eines Terroristen in London geholfen hat, wird ein verurteilter Mörder in Großbritannien früher aus der Haft entlassen. Der Mitt-Vierziger war 2005 zu lebenslanger Haft, mindestens aber 17 Jahren hinter Gittern verurteilt worden, weil er einen Mann mit einem Hammer erschlagen hatte. Die Strafe wurde nach seinem Eingreifen bei einem Attentat nahe der London Bridge im November 2019 auf Geheiß von Queen Elizabeth II. um zehn Monate verkürzt. Deshalb landete sein Fall bereits Ende Juni vor dem Bewährungsausschuss, wie britische Medien berichteten.

12.43 Uhr: Containerschiff "Ever Given" lichtet die Anker

Nach 100 Tagen harter Verhandlungen über eine Entschädigung haben die ägyptischen Behörden das riesige Containerschiff "Ever Given", das im März im Suezkanal festgesteckt hatte, freigegeben. Das Schiff lichtete die Anker und fuhr Richtung Mittelmeer, wie ein AFP-Journalist berichtete. Das ägyptische Fernsehen übertrug live. 

Die "Ever Given" hatte den Suezkanal im März sechs Tage lang blockiert; nachdem das Schiff endlich freigeschleppt werden konnte, beschlagnahmte es die Kanalverwaltung, um über eine Entschädigung zu verhandeln. Am Sonntag wurde eine Einigung mit dem japanischen Schiffseigentümer Shoei Kisen Kaisha erzielt – die Behörden in Ägypten nannten allerdings keine Summe. 

12.25 Uhr: Regierungschef – Präsident von Haiti ermordet

Haitis Präsident Jovenel Moïse ist nach Regierungsangaben ermordet worden. Moïse sei am Morgen in seinem Haus von einem Mordkommando getötet worden, teilte der scheidende Regierungschef Claude Joseph mit. Auch die Frau des Präsidenten wurde bei dem Angriff demnach verletzt. Sie wurde in ein Krankenhaus gebracht. Joseph erklärte, er habe nun die Verantwortung für die Führung des Landes. "Der Präsident wurde in seinem Haus von Ausländern ermordet, die Englisch und Spanisch sprachen", sagte er. Joseph rief die Bevölkerung zur Ruhe auf und kündigte an, Polizei und Armee würden für die Einhaltung der öffentlichen Ordnung sorgen.

11.33 Uhr: Suchtrupps bergen neun Leichen nach Flugzeugabsturz im Fernen Osten Russlands

Nach einem Flugzeugabsturz im Fernen Osten Russlands hat ein Suchtrupp neun Leichen geborgen. Ein Toter sei bislang identifiziert worden, teilte das Regionalbüro des Katastrophenschutzministeriums weiter mit. Angesichts der geographischen Lage und der Beschaffenheit der Landschaft auf der Halbinsel Kamtschatka sind die Bergungsarbeiten schwierig. Unter den 28 Menschen an Bord waren sechs Besatzungsmitglieder und 22 Passagiere, darunter zwei Minderjährige. Es wird vermutet, dass alle tot sind. 

10.50 Uhr: CDU, SPD und FDP streben Koalitionsverhandlungen in Sachsen-Anhalt an

Sachsen-Anhalt steuert auf eine schwarz-rot-gelbe Koalition zu. Die Landesvorsitzenden von CDU, SPD und FDP kündigten auf einer gemeinsamen Pressekonferenz an, Koalitionsverhandlungen anzustreben. Die SPD muss diesen Schritt noch von einem Parteitag bestätigen lassen, bei CDU und FDP genügt ein Votum des Vorstandes. Der SPD-Parteitag soll am Freitag kommender Woche stattfinden.

Die CDU habe festgestellt, "dass wir in wesentlichen Punkten zumindest eine Basis haben", sagte CDU-Landeschef Sven Schulze. Es war das erste Mal, dass die sondierenden Parteien sich zu den Gesprächen äußerte. Die CDU hatte nach dem Wahlsieg bei der Landtagswahl am 6. Juni mit SPD, FDP und Grünen sondiert. Eine Koalition aus CDU, SPD und FDP regiert derzeit nirgendwo in Deutschland.

10.30 Uhr: Diesel-Skandal – Verbraucherschützer verklagen Daimler

Verbraucherschützer wollen Schadenersatz für vom Diesel-Skandal betroffene Mercedes-Fahrer erstreiten. Der Verbraucherzentrale Bundesverband habe vor dem Oberlandesgericht Stuttgart eine Musterfeststellungsklage gegen den Autobauer Daimler eingereicht, sagte Vorstand Klaus Müller in Berlin. Die Verbraucherschützer werfen Daimler eine bewusste Manipulation der Abgaswerte bei bestimmten Fahrzeugen vor.

10.20 Uhr: Messerattacke in Athen – vier Menschen verletzt

Ein Mann hat in der griechischen Hauptstadt Athen vier Menschen mit einem Messer angegriffen und verletzt. Der Angreifer habe anschließend versucht, sich das Leben zu nehmen. Er sei jedoch von der Polizei festgenommen und unter Aufsicht in ein Krankenhaus gebracht worden, wie der staatliche Rundfunk sowie zahlreiche andere Medien unter Berufung auf die Polizei berichteten. Eine offizielle Mitteilung der Sicherheitskräfte gab es zunächst nicht. Die Opfer seien außer Lebensgefahr, teilte der Rettungsdienst mit. Der Täter ist nach Berichten griechischer Medien psychisch instabil und habe auch Probleme mit Drogen gehabt. Einen terroristischen Hintergrund habe die Tat allen Anzeichen nach nicht, hieß es aus Polizeikreisen.

10.19 Uhr: AfD macht Rückzieher bei Maskenpflicht im Bundestag

Im Streit um die Maskenpflicht im Deutschen Bundestag haben die Kläger aus der AfD-Fraktion ihre Organklage beim Bundesverfassungsgericht zurückgenommen. Das Verfahren wurde daher eingestellt, wie das Gericht in einem in Karlsruhe veröffentlichten Beschluss entschied. Demnach hätten die Karlsruher Richter die Organklage sonst einstimmig als unzulässig verworfen. (Az: 2 BvE 10/20)

Im Zuge der Corona-Pandemie hatte Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) im Oktober 2020 das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in allen Bundestagsgebäuden angeordnet. An ihrem jeweiligen Platz im Plenarsaal dürfen Abgeordnete die Maske abnehmen. Die Anordnung wurde mehrfach erneuert, zuletzt am 24. Juni. Mehrere AfD-Abgeordnete hatten sich demonstrativ nicht an die Maskenpflicht gehalten. 19 von ihnen riefen das Bundesverfassungsgericht an. Die Anordnung greife unzulässig in ihre Abgeordnetenrechte ein, hieß es zur Begründung.

8.53 Uhr: Ätna auf Sizilien ausgebrochen – Flughafen auf stellt Betrieb ein

Wegen eines erneuten Ausbruchs des Vulkans Ätna auf der italienischen Insel Sizilien ist der Flugbetrieb am Airport der Großstadt Catania südlich des Berges gestoppt worden. Die Start- und Landebahn sei mit Vulkanasche verschmutzt und deswegen gesperrt, teilte der Flughafen Catania mit. Bis zum Vormittag konnten zunächst keine Flüge den Airport verlassen oder dort ankommen. Auf dem Flugplan wurden zahlreiche Verbindungen als verspätet angezeigt.

Der Ätna brach in den vergangenen Wochen immer wieder aus. Berichte von größeren Schäden oder Verletzten gibt es sehr selten. Die Bewohner vor Ort sind hin und wieder durch die sich abregnende Asche beeinträchtigt. Das Grollen und Donnern bei den Ausbrüchen bringt teilweise Fenster und Türen zum Zittern.

8.46 Uhr: Spahn warnt – Viele Infektionen im Herbst bei zu geringer Impfquote

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat eindringlich für Corona-Impfungen geworben und vor Monaten mit vielen Neuinfektionen gewarnt. Entweder man werde geimpft oder man werde infiziert – "mit dem Risiko auch einer Folgeerkrankung", sagte Spahn im ARD-"Morgenmagazin". "Das ist das, was wir sehen werden im Herbst und Winter, was wir im Vereinigten Königreich und anderen Ländern sehen. Da, wo nicht ausreichend geimpft ist, in den Bevölkerungsgruppen wird es sehr sehr viele Infektionen geben."

Spahns Appell folgte auf Fragen zur Impfung von Kindern und Jugendlichen. Der CDU-Politiker machte deutlich, dass auch allen interessierten Kindern und Jugendlichen bis Ende August eine erste Impfung verabreicht werden könnte. "Wer geimpft werden möchte, wo der 12-, der 15-, der 17-Jährige das mit den Sorgeberechtigten und/oder dem impfenden Arzt entscheidet, ist das auch möglich. Der Impfstoff dafür ist da", sagte Spahn.

7.41 Uhr: China zensiert mehrere LGBTQ-Aktivismusgruppen im Netz

In China sind mehrere Online-Konten von LGBTQ-Aktivismusgruppen bei der beliebten App WeChat blockiert worden. Auf den Seiten von Gruppen wie "Gay Pride" der Technischen Universität von Huazong oder "ColorsWorld" der Universität von Peking waren alle Beiträge verschwunden. Stattdessen stand dort der Hinweis: "Alle Inhalte wurden blockiert und die Nutzung des Kontos wurde gestoppt". Demnach sollen die Gruppen gegen nicht näher genannte Vorschriften in den Online-Netzwerken verstoßen haben.

Chinesische Online-Netzwerke zensieren häufig Inhalte, die als politisch sensibel oder unangemessen erachtet werden. Auch in der Vergangenheit waren bereits LGBTQ-bezogene Inhalte auf Video-Streaming-Apps und in ausländischen Filmen zensiert worden. Obwohl China Homosexualität im Jahr 1997 entkriminalisiert hat, ist die gleichgeschlechtliche Ehe illegal und Themen rund um LGBTQ-Gruppen gelten als heikel.

6.41 Uhr: Nordkorea droht nach UN-Einschätzung massive Nahrungsmittelknappheit

Nach Einschätzung von UN-Experten droht Nordkorea in diesem Jahr eine massive Nahrungsmittelknappheit. Einem Anfang der Woche veröffentlichten Bericht der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) zufolge dürften dem Land rund 860.000 Tonnen Nahrungsmittel fehlen, um seine Bevölkerung angemessen zu ernähren. Nordkorea stehe eine "harte Durststrecke" bevor. Das weitgehend isolierte Land produziert selbst nicht ausreichend Nahrungsmittel und ist zumindest teilweise auf Importe angewiesen. Wegen seines Atomwaffen- und Raketenprogramms unterliegt Pjöngjang aber einer Vielzahl internationaler Sanktionen. Wegen der Corona-Pandemie war zuletzt auch der lebenswichtige Handel mit China eingebrochen.

6.08 Uhr: China verschärft Kontrolle von im Ausland gelisteten Unternehmen

China verschärft die Kontrolle von im Ausland an der Börse gehandelten chinesischen Unternehmen. Die neuen Vorschriften haben weitgehende Auswirkungen auf die Kapitalbeschaffung aufstrebender Firmen aus China an ausländischen Aktienmärkten wie in New York oder Hongkong. Die neuen Regeln zielen besonders auf "Datensicherheit, grenzüberschreitenden Datenfluss und die Verwaltung vertraulicher Informationen", wie aus einem Dokument des Staatsrates in Peking hervorging. Hintergrund ist unter anderem die Sorge der Regierung, dass im Ausland gehandelte chinesische Unternehmen von den dortigen Behörden gezwungen werden könnten, ihre wachsenden Datenmengen zur Verfügung zu stellen.

5.42 Uhr: Sydney verlängert Lockdown-Maßnahmen wegen Delta-Variante erneut

Die australischen Behörden haben den Lockdown in Sydney wegen neuer Ansteckungsfälle mit der Delta-Variante des Coronavirus um eine weitere Woche verlängert. Dies sei die "beste Chance, um sicherzustellen, dass dies der einzige Lockdown bleibt, bis die große Mehrheit unserer Bürger geimpft ist", sagte die Regionalregierungschefin von New South Wales, Gladys Berejiklian. In der größten Stadt des Landes waren zuvor 27 neue Corona-Ansteckungen festgestellt worden. Seit zwei Wochen dürfen die Bewohner ihr Haus nun bereits nur aus triftigem Grund verlassen. Die Maßnahme wurde vorerst bis zum 16. Juli verlängert.

4.42 Uhr: USA fordern humanitären Zugang zu äthiopischer Krisenregion Tigray

US-Außenminister Antony Blinken hat von Äthiopiens Regierung ungehinderten humanitären Zugang zur Krisenregion Tigray gefordert. Die Bevölkerung brauche Hilfe, erklärte ein Washingtoner Ministeriumssprecher am Dienstag nach einem Telefonat Blinkens mit Äthiopiens Regierungschef Abiy Ahmed. Der US-Regierungsvertreter forderte demnach zudem den vollständigen Rückzug der eritreischen und weiterer Streitkräfte aus Tigray. Nach Angaben der UN sind in der Konfliktregion mehr als 400.000 Menschen von akutem Hunger betroffen. Die Lage habe sich in den vergangenen Wochen "dramatisch verschlechtert". Viele Kinder seien schwer unterernährt. "Das Leben vieler dieser Menschen hängt davon ab, dass wir sie mit Essen und Medizin erreichen", sagte ein UN-Vertreter am Wochenende.

4.23 Uhr: Lauterbach besorgt über mögliche Impfresistenz von Delta-Variante

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sorgt sich wegen Berichten über eine möglicherweise verminderte Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe gegen die Delta-Variante. "Wenn sich die Daten bestätigen, ist das Grund zur Sorge", sagte Lauterbach der "Augsburger Allgemeinen". Hintergrund sind Vermutungen israelischer Pandemie-Experten, welche den Anstieg der Ansteckungszahlen in Israel trotz schneller Impfkampagne auf die Delta-Mutation zurückführen. Die steigende Zahl von Corona-Neuinfektionen in Israel könnte ein "erstes Signal" für eine verminderte Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe sein, sagte der Vorsitzende des israelischen Expertengremiums zu Covid-19, Ran Balicer, am Montag. Allerdings sei es noch "zu früh, um präzise Aussagen über die Impfstoff-Wirksamkeit gegen die Variante zu machen".

4.14 Uhr: RKI meldet 985 Corona-Neuinfektionen

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 985 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.11 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 808 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 5,1 an (Vortag: 4,9; Vorwoche: 5,2).

4 Uhr: Verdi-Vorständin für Mindestpreis bei Flugtickets

Die Gewerkschaft Verdi hat sich bei Flugtickets für einen Mindestpreis von 40 Euro ausgesprochen. Fliegen müsse nachhaltiger werden, sagte Bundesvorständin Christine Behle der Nachrichtenagentur DPA. "Für 9,99 Euro am Wochenende nach Barcelona zu fliegen, um dort Party zu machen, das muss ein Ende haben. Das ist ein wahnsinniger Tourismus zu Lasten des Klimas." Behle sprach sich für einen Mindestpreis für Ticketpreise von 40 Euro aus. Sie verwies auf entsprechende Pläne in Österreich und auf die Ertragslage der Fluggesellschaften. "Wir erwarten nach der Corona-Pandemie, dass der Wettbewerb noch ruinöser wird."

3.37 Uhr: Anwalt von Britney Spears in Vormundschafts-Streit tritt ab

Der langjährige Anwalt von Britney Spears, der die US-Sängerin in ihrem Vormundschaftsstreit vertritt, will von dieser Aufgabe zurücktreten. Sam Ingham und eine Anwalts-Kanzlei in Los Angeles haben gestern einen entsprechenden Antrag vor Gericht eingereicht, wie US-Medien berichteten. Das Promiportal "TMZ.com" stellte die Gerichtsdokumente ins Netz. Demnach will Ingham von seinen Aufgaben entbunden werden, sobald das Gericht einen neuen Anwalt bestellt hat.

3.30 Uhr: Wanderwitz – Bei vielen Ostdeutschen Grundskepsis gegenüber Politik 

Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Marco Wanderwitz, sieht bei vielen Ostdeutschen eine "vertiefte Grundskepsis" gegenüber der Politik und der Demokratie. "Das ist zwar eine Minderheit, aber die Minderheit ist größer als in den alten Bundesländern", sagte der CDU-Politiker der Nachrichtenagentur DPA. "Das ist demokratiegefährdend. Wir müssen es schaffen, die Menschen von Demokratie und Rechtsstaat zu überzeugen. Der Zustand muss aufhören, dass wir vor jeder ostdeutschen Landtagswahl wie das Kaninchen auf die Schlange auf die Wahlergebnisse schauen und zittern, wie viel Prozent extreme Kräfte erreichen." Wanderwitz stellt im Tagesverlauf in Berlin den Jahresbericht zum Stand der Deutschen Einheit vor. 

2.53 Uhr: Tropensturm "Elsa" mit Kurs auf Florida erneut zu Hurrikan hochgestuft 

Der Tropensturm "Elsa", der sich derzeit dem US-Bundesstaat Florida nähert, ist erneut zu einem Hurrikan hochgestuft worden. Das US-Hurrikanzentrum NHC in Miami ging von Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometer pro Stunde aus. Demnach dürfte der Sturm in der Nacht oder am frühen Morgen die Westküste Floridas erreichen. "Elsa" hatte zuvor in der Karibik gewütet, mindestens drei Menschen starben. Die US-Behörden gingen in Florida allerdings zunächst von einem glimpflichen Verlauf aus. 

2.30 Uhr: New York erklärt wegen zunehmender Waffengewalt "Katastrophennotfall" 

Der US-Bundesstaat New York hat wegen der zunehmenden Gewalt mit Schusswaffen den "Katastrophennotfall" ausgerufen. "Wenn man sich die aktuellen Zahlen ansieht, sterben jetzt mehr Menschen an Waffengewalt und Verbrechen als an Covid", erklärte New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo. Unter anderem soll demnach eine Spezialeinheit der Polizei zur Bekämpfung des Handels mit Schusswaffen geschaffen werden. Außerdem will Cuomo einen an die Gesundheitsbehörden angebundenen Beauftragten zur Prävention von Waffengewalt ernennen. Darüber hinaus kündigte der Gouverneur Millionen-Investitionen in Präventionsprogramme an. 

In New York war seit vergangenem Sommer wie in den gesamten USA ein starker Anstieg der Kriminalität verzeichnet worden. In den Großstädten des Landes stieg die Zahl der Tötungsdelikte 2020 um 30 Prozent. 

1 Uhr: Lambrecht – Maske in Innenräumen für alle weiter sinnvoll 

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht spricht sich im Kampf gegen das Coronavirus weiter für eine Maskenpflicht in Innenräumen aus. "Auch eine Impfung bietet keinen hundertprozentigen Schutz vor einer Weitergabe des Virus, wie sich zuletzt an der Ausbreitung der Delta-Variante in einigen Ländern gezeigt hat", sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Einige Vorsichtsmaßnahmen bleiben daher vorerst auch für geimpfte Personen sinnvoll, wie zum Beispiel das Tragen einer Maske in Innenräumen." Diese grundlegenden Hygienemaßnahmen greifen aus Sicht der Justizministerin nur in relativ geringem Umfang in die Grundrechte ein.

0.31 Uhr: Weitere vier Leichen nach Hauseinsturz in Ruine in Florida geborgen 

Retter bergen immer mehr Leichen aus den Trümmern des teilweise eingestürztem Wohnhauses im US-Bundesstaat Florida. Vier weitere Opfer seien gefunden worden, sagte die Bürgermeisterin von Miami-Dade, Daniella Levine Cava. Die offizielle Zahl der Toten liegt damit nun bei 36. Dutzende Menschen werden aber noch vermisst. Es gibt kaum noch Hoffnung, fast zwei Wochen nach dem Unglück noch Überlebende in der Ruine zu finden. Die Bergungsarbeiten werden weiterhin von Ausläufern des herannahenden Sturms "Elsa" behindert. Der Wohnkomplex mit rund 130 Einheiten war am 24. Juni in Surfside bei Miami teilweise eingestürzt.

0.29 Uhr: Schülervertreter fordern Impfangebot für alle Jugendlichen in den Sommerferien 

Schülervertreter haben von den Behörden ein Impfangebot für alle Jugendlichen innerhalb der Sommerferien gefordert. "Gerade wenn es um den Schulstart nach den Ferien geht, sind Impfungen ein Schlüsselfaktor für sicheren Unterricht", sagte der Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz, Dario Schramm, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Für mich ist klar: Jeder Schüler ab 12 Jahren muss in den Sommerferien ein Impfangebot bekommen."

0.01 Uhr: Scholz – Im Umgang mit Baerbock "ist manches nicht fair und gerecht" 

Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock wird aus Sicht ihres SPD-Mitbewerbers Olaf Scholz in Teilen ungerecht behandelt. "Die Gleichstellung von Männern und Frauen, die mir sehr wichtig ist, ist längst nicht erreicht", sagte Scholz dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Das macht sich auch im Wahlkampf bemerkbar, auch im Umgang mit Annalena Baerbock ist manches nicht fair und gerecht."

Baerbock war zuletzt anhaltender Kritik ausgesetzt. Seit Anfang vergangener Woche macht ein Medienrechtler immer mehr Stellen in Baerbocks Buch "Jetzt. Wie wir unser Land erneuern" publik, an denen sich auffallende sprachliche Ähnlichkeiten zu anderen Veröffentlichungen finden. 

fs / sve / wue DPA AFP

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