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News von heute Polizei findet 500 Blanko-Impfpässe bei Reichsbürger

Auf zwei Stapeln liegen gelbe Impfpässe mit dem Logo der WHO und noch ohne Namenseintrag auf dem Deckblatt
Die Polizei hat bei einem Reichsbürger 500 Blanko-Impfpässe entdeckt (Symbolbild)
© Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild / DPA
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker:  

16.23 Uhr: 500 Blanko-Impfpässe bei polizeibekanntem Reichsbürger gefunden

500 Blanko-Impfpässe sind bei einem polizeibekannten Reichsbürger im schwäbischen Memmingen gefunden worden. Auch drei gefälschte Stempel von Impfzentren in Baden-Württemberg entdeckten die Beamten, wie die Polizei mitteilte. Der 36-jährige Mann sei den Behörden seit 2020 als Mitglied der Reichsbürger-Szene bekannt. Bei der Festnahme habe er Widerstand geleistet und dabei drei Beamte verletzt.

Aufgeflogen war der Mann Ende November durch Hinweise von Mitarbeitern einer Postverteilerstelle. In einem beschädigten Paket hatten sie Blanko-Impfpässe entdeckt und die Polizei informiert. Bei der anschließenden Wohnungsdurchsuchung fanden die Ermittler neben Hunderten Blanko-Impfpässen auch drei weitere Pakete, die an Orte in Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Baden-Württemberg adressiert waren. Die Pakete enthielten auch Pässe, die bereits mit gefälschten Chargen-Aufklebern von Corona-Impfstoffen und Unterschriften versehen waren. Der Mann wurde festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft. Auch gegen die Empfänger der Pakete wird ermittelt.

16.23 Uhr: Thüringen kündigt restriktiven Umgang mit Corona-Protesten an

Thüringen hat angesichts der dortigen dramatischen Coronalage einen restriktiven Umgang mit Protesten gegen die Corona-Maßnahmen angekündigt. Landesinnenminister Georg Maier (SPD) schickte den Versammlungsbehörden eine entsprechende Handreichung und forderte von diesen am Freitag eine konsequente Anwendung der geltenden Regeln. Maier begründete dies mit dem in Thüringen entstandenen Eindruck, dass bei Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen die Verordnungen nicht gälten und die Behörden untätig blieben.

"Diesem Eindruck muss dringend durch konsequentes Handeln aller beteiligten Behörden, insbesondere der Versammlungsbehörden und der Polizei, entgegengewirkt werden", erklärte der Minister. In der Handhabe weist das Innenministerium auf eine mögliche Rechtswidrigkeit von Versammlungen hin.

16.13 Uhr: Schüler in Niedersachsen dürfen früher in die Weihnachtsferien

In Niedersachsen können Eltern über einen vorgezogenen Beginn der Weihnachtsferien für ihre Kinder selbst entscheiden. Für den dreitägigen Zeitraum vom 20. bis zum 22. Dezember wurde die Präsenzpflicht aufgehoben, wie das niedersächsische Kultusministerium am Freitag mitteilte. Mit einem formlosen Antrag bei der Schule können Erziehungsberechtigte demnach ihre Kinder in dieser Zeit vom Präsenzunterricht befreien.

Ein Distanzlernangebot gibt es für die befreiten Schülerinnen und Schüler dabei nicht. Die Möglichkeit des individuellen früheren Ferienbeginns richtet sich demnach vor allem an Eltern, die mit Blick auf noch nicht vollständig geimpfte oder geboosterte Familienmitglieder oder Angehörige aus Risikogruppen "einen weitergehenden Schutz zum Weihnachtsfest benötigen".

15.54 Uhr: AfD benennt "Extremisten" für den Verteidigungsausschuss

Die AfD schickt einen vom Militärischen Abschirmdienst (MAD) als "Extremisten" erkannten und in den Bundestag gewählten Soldaten in den Verteidigungsausschuss. Die Fraktion nominierte Hannes Gnauck (30) am Freitag als eines von vier AfD-Mitgliedern in dem Gremium, wie Teilnehmer einer Fraktionssitzung bestätigten. Kritik kam sofort.

Der Verteidigungsausschuss hat die parlamentarische Kontrolle des Wehrressorts und der Bundeswehr zur Aufgabe. Teils wird auch in geheimen Sitzungen beraten, wenn es um die militärische Sicherheit, um Rüstungsprojekte oder die Zusammenarbeit mit Verbündeten geht.

Der AfD-Politiker Gnauck war in den Blick der Verfassungsschutzbehörden geraten. Nach früheren Berichten war er auch Botschafter der Jugendorganisation Junge Alternative in Brandenburg, die vom Verfassungsschutz als rechtsextremistischer Verdachtsfall eingestuft wird.

15.52 Uhr: Staatsanwalt fordert lebenslange Haft in Mordprozess ohne Leiche

Im Prozess um einen Mord ohne Leiche gehen die Anträge von Staatsanwaltschaft und Verteidigung vor dem Landgericht Saarbrücken weit auseinander: Während die Staatsanwaltschaft am Freitag auf Mord plädierte und für die zwei deutschen Angeklagten (beide 56) lebenslange Freiheitsstrafen forderte, beantragten die Verteidiger jeweils Freispruch.

Die Männer sollen im September 1991 in einem Wald bei Wadgassen einen 27-Jährigen aus Völklingen heimtückisch getötet und in einer vorbereiteten Grube vergraben haben. Ein dritter Angeklagter hatte sich im Januar 2021 im Gefängnis das Leben genommen und einen Abschiedsbrief hinterlassen, in dem er die Tat der drei gestanden hatte. Eine Leiche ist aber nie entdeckt worden. Die Verteidiger betonten am Freitag im Gericht, ein Mord sei ihren Mandanten nicht nachzuweisen.

13.28 Uhr: Begrenzte Impfpflicht kommt - auch Bundesrat stimmt zu

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie ist eine erste begrenzte Impfpflicht für Gesundheitspersonal beschlossene Sache. Nach dem Bundestag hat auch der Bundesrat der von SPD, Grünen und FDP vorgelegten Änderung des Infektionsschutzgesetzes zugestimmt.

13.11 Uhr: Merkel plant laut Büroleiterin politische Biografie

Die frühere Kanzlerin Angela Merkel plant nach Aussagen ihrer langjährigen Büroleiterin eine politische Autobiografie. Merkels Büroleiterin Beate Baumann sagte dem "Spiegel": "Die Kanzlerin möchte nicht ihr ganzes Leben nacherzählen. Sie möchte ihre zentralen politischen Entscheidungen in eigenen Worten erklären, und mit Rückgriff auf ihren Lebensweg." Das Buch werde ein gemeinsames Projekt von Merkel und Baumann, die seit fast 30 Jahren zusammenarbeiten. Das Projekt ist laut Baumann auf zwei bis drei Jahre angelegt, einen Verlag gebe es noch nicht.

Merkel (CDU) war von 2005 bis Mittwoch im Amt, ihr Nachfolger ist Olaf Scholz (SPD). In Merkels Amtszeit fielen mehrere Krisen wie die Finanzkrise und die Corona-Pandemie.

12.39 Uhr: Alice Weidel nach eigenen Angaben positiv auf Corona getestet

AfD-Fraktionschefin Alice Weidel ist nach eigenen Angaben positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die 42-Jährige schrieb am Freitag auf Twitter: "Wegen eines positiven Corona-Tests konnte ich heute leider nicht an der wichtigen Abstimmung im Bundestag teilnehmen. Ich werde noch heute einen zweiten Test zur Überprüfung abgeben." Nach Angaben ihres Sprechers war sie am Donnerstag im Bundestag getestet worden. Sie habe keine Symptome.

Weidel hatte sich nach eigener Aussage bereits mit dem Coronavirus infiziert. Vor einem Monat hatte sie sich in häusliche Quarantäne begeben, nachdem sie laut ihrem Sprecher zuvor "grippeähnliche Symptome" festgestellt und sich einem Test unterzogen hatte. Die AfD hält die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie für überzogen und lehnt eine Impfpflicht ab.

12.35 Uhr: Studie sieht Deutschland recht krisenfest in der Pandemie

In der Corona-Pandemie haben sich Demokratie, Staat und Verwaltung, Wirtschaft und soziale Sicherung einer Analyse zufolge in Deutschland als robust erwiesen. Die Bundesrepublik schneide bei der Krisenfestigkeit im internationalen Vergleich unter 29 Industrieländern gut ab, liege insgesamt nach Schweden und Neuseeland mit in der Spitzengruppe, hieß es in einer Studie der Bertelsmann Stiftung. Dafür waren 94 Indikatoren von November 2019 bis Januar 2021 - also im ersten Corona-Jahr - untersucht worden, mehr als 70 Experten hatten Länderberichte erstellt. Berücksichtigt wurden Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) und Länder der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

Dennoch gebe es auch hierzulande erhebliche Defizite, die neue Ampelregierung müsse bei Digitalisierung und Krisenvorsorge einen Neustart angehen, forderten die Studienautoren am Freitag in Gütersloh. Bewertet wurden die drei Säulen Widerstandsfähigkeit der Demokratie, Organisation des Krisenmanagements von Politik und Behörden sowie drittens die Robustheit von Wirtschaft und Sozialstaat in der Pandemie.

12.30 Uhr: Auslieferungsverbot aufgehoben: Assanges Verlobte kündigt Berufung an

Die Verlobte von Julian Assange hat nach der Aufhebung des Auslieferungsverbots für den Wikileaks-Gründer angekündigt, erneut in Berufung zu gehen. "Wir werden diese Entscheidung zum frühestmöglichen Punkt anfechten", sagte Stella Moris einer Mitteilung am Freitag zufolge. Zuvor hatte der Londoner High Court den USA in einem Berufungsverfahren Recht gegeben und ein früheres Urteil gekippt, wonach Assange aus Sorge um seine Gesundheit und die zu erwartenden Haftbedingungen in den USA nicht ausgeliefert werden sollte. "Wir werden kämpfen" sagte Moris wenig später in einer emotionalen Stellungnahme vor dem Gerichtsgebäude und fügte hinzu: "Julian verkörpert die Fundamente dessen, was es bedeutet, in einer freien Gesellschaft zu leben und was es bedeutet, Pressefreiheit zu haben (..)".

Die US-Justiz will Assange wegen Spionagevorwürfen den Prozess machen. Dem gebürtigen Australier drohen dort bei einer Verurteilung bis zu 175 Jahre Haft. Vorgeworfen wird ihm, gemeinsam mit der Whistleblowerin Chelsea Manning geheimes Material von US-Militäreinsätzen im Irak und in Afghanistan gestohlen und veröffentlicht zu haben. Er habe damit das Leben von US-Informanten in Gefahr gebracht. Seine Unterstützer sehen in ihm hingegen einen investigativen Journalisten, der Kriegsverbrechen ans Licht brachte.

12.26 Uhr: Mann schmuggelt Gold in Krippenfiguren nach Deutschland

Gerade rechtzeitig vor Weihnachten hat ein Mann versucht, in Krippenfiguren verstecktes Gold aus dem Libanon nach Deutschland zu schmuggeln. Wie ein Sprecher des Hauptzollamts Düsseldorf sagte, wollte der 54-Jähriger am Düsseldorfer Flughafen durch den Ausgang für anmeldefreie Ware gehen. Daraufhin habe der Zoll dies überprüft und sein Gepäck geröntgt. Während die Röntgenbilder Schmuck zeigten, lagen im Koffer Krippenfiguren.

Als die Beamten die Figuren öffneten, fanden sie darin insgesamt 33 Teile Goldschmuck und Münzen mit knapp 450 Gramm Gewicht. Der Wert werde auf mehr als 15.000 Euro geschätzt. Darüber hinaus habe der Mann 6500 Euro Bargeld dabei gehabt.

"Wir haben keine Rechnung gefunden. Wir wissen nicht, ob er das Gold vorab gekauft hat oder schon besaß", sagte der Sprecher. Der Mann habe jedoch die Reisefreimenge von 430 Euro überschritten. Hätte er die Ware angemeldet, wäre alles in Ordnung gewesen, erklärte der Polizist. Der Mann müsse mit einem Strafverfahren wegen Steuerhinterziehung rechnen.

11.22 Uhr: Londoner Gericht lässt US-Antrag auf Auslieferung von Julian Assange zu

Ein Berufungsgericht in London hat die Ablehnung des US-Auslieferungsantrags für Julian Assange gekippt. Das teilte ein Richter am Londoner High Court mit. Der Wikileaks-Gründer muss nun damit rechnen, doch noch an die Vereinigten Staaten ausgeliefert zu werden.

10.56 Uhr: Slowakei lockert trotz Corona-Beschränkungen trotz höchster Infektionsrate weltweit

Obwohl das Land die höchste Infektionsrate der Welt hat, lockert die Slowakei die Beschränkungen: Geschäfte, Skiorte und Kirchen sind nun wieder für Geimpfte und Genesene geöffnet. Laut einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in der Slowakei bei 1099 pro 100.000 Einwohner. Die Regierung in Bratislava begründete die trotzdem vorgenommenen Lockerungen mit Druck aus der Bevölkerung. Die Menschen klagten etwa darüber, keine Weihnachtseinkäufe oder Pläne für die Feiertage machen zu können, sagte Gesundheitsminister Vladimir Lengvarsky. Die Öffnung von Geschäften sei "ein relativ riskanter Schritt aus epidemiologischer Sicht, aber er erfolgt, um die Bevölkerung zu beruhigen". Die Corona-Lage sei "weiterhin sehr ernst", sei aber "unter Kontrolle". Die Regierung kündigte an, die Lockerungen in den kommenden Tagen erneut bewerten zu wollen. Je nach Lage in den Krankenhäusern, könnten die Maßnahmen auch wieder geändert werden.

10.55 Uhr: Teenager zu neun Jahren Haft wegen Mordes verurteilt

Wegen Mordes an einem 13 Jahre alten Jungen hat das Landgericht Heidelberg einen 14-Jährigen zu neun Jahren Haft verurteilt. Die Große Jugendkammer sah es nach einer umfangreichen Beweisaufnahme als erwiesen an, dass das Opfer am 24. Februar in ein Waldstück bei Sinsheim-Eschelbach gelockt wurde. Der Angeklagte stach dort nach Ansicht des Gerichts mit einem Messer insgesamt sieben Mal in den Rücken und Halsbereich des arg- und wehrlosen Jungen. Dieser starb wenig später nach am Tatort. Die Richter nannten als Mordmerkmal die Heimtücke. Der nun verurteilte Jugendliche bestritt die Tat anfangs, gestand sie später jedoch. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der tödliche Angriff mit einem Küchenmesser erschütterte selbst hartgesottene Kriminalbeamte.

10.33 Uhr: ICE-Schnellstrecke Hamburg - Berlin ab Sonntag wieder frei befahrbar

Nach den monatelangen Bauarbeiten auf der Schnellfahrstrecke zwischen Berlin und Hamburg sind die ICE-Zügen zwischen den beiden Metropolen nach Angaben der Deutschen Bahn ab Sonntag wieder regulär unterwegs. Die Modernisierung der Strecke werde "planmäßig" beendet, teilte die Bahn mit. Zum Fahrplanwechsel am Sonntag fahren die Züge demnach wieder mit Tempo 230 zwischen den beiden Städten. Die Bauarbeiten auf der Strecke hatten im September begonnen. Für rund 100 Millionen Euro wurden nach Angaben der Bahn 400 Kilometer neue Schienen und 24 neue Weichen eingebaut. Außerdem wurden auf der stark beanspruchten Strecke 15.000 Schwellen und etwa 30.000 Tonnen Schotter ausgetauscht. Auch die Leit- und Sicherungstechnik wurde erneuert. 

10.05 Uhr: Daimler Truck als eigenständiges Unternehmen an der Börse gestartet

Der Lkw- und Bushersteller Daimler Truck hat in Frankfurt am Main sein Börsendebüt als eigenständiges Unternehmen hingelegt. Die Aktie wurden zum Handelsstart mit einer Bewertung von 28 Euro notiert. Damit  wird Daimler Truck mit insgesamt rund 23 Milliarden Euro bewertet. Das Unternehmen bezeichnete den Gang aufs Parkett als "Meilenstein" und Beginn einer neuen Ära. Kapitalanleger hätten künftig die Möglichkeit, "unmittelbar in die Aktie eines der größten Nutzfahrzeughersteller der Welt zu investieren", erklärte Daimler Truck. Der Lkw- und Bushersteller strebt nach eigenen Angaben nun an, dass die Aktie zum nächstmöglichen Termin an der Frankfurter Wertpapierbörse in den auf 40 Mitglieder erweiterten Börsenindex Dax aufgenommen wird – "voraussichtlich im ersten Quartal 2022".

9.51 Uhr: Kanzler Scholz reist am Sonntag nach Polen

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) reist am Sonntag zum Antrittsbesuch nach Polen. In Warschau wird er vom polnischen Ministerpräsidenten Mateusz Morawiecki mit militärischen Ehren empfangen, wie Regierungssprecher Steffen Hebestreit mitteilte. Im Mittelpunkt des anschließenden Gesprächs sollen demnach "bilaterale, europäische und internationale Themen" stehen. Eine Rolle dürfte dabei die Lage an der polnisch-belarussischen Grenze spielen. Seit Jahresbeginn kamen tausende Migranten – viele von ihnen aus dem Nahen Osten – über Belarus an die EU-Außengrenzen in Litauen, Polen und Lettland. Die EU wirft dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko vor, Migranten gezielt an die EU-Außengrenzen zu schleusen. Aktuell sitzen viele Menschen bei eisigen Temperaturen im Grenzgebiet fest.

8.10 Uhr: Buschbrand in beliebter australischer Urlaubsregion Margaret River

In einer beliebten Urlaubsregion in Westaustralien ist ein gewaltiger Buschbrand außer Kontrolle geraten. In der für Weinanbau und Surfen bekannten Region von Margaret River südlich von Perth seien in den vergangenen drei Tagen bereits 6000 Hektar Land verwüstet worden, berichtete der australische Sender ABC unter Berufung auf die örtlichen Notdienste. Menschen aus Gemeinden in der Nähe des Feuers seien in Sicherheit gebracht worden. Besonders schlimm betroffen ist der Leeuwin-Naturaliste-Nationalpark am Indischen Ozean. Rund 250 Feuerwehrleute waren im Einsatz, um die Flammen zu bekämpfen. Ein Behördensprecher sagte, wie durch ein Wunder sei bislang niemand getötet worden. Auch seien bislang keine Häuser verbrannt.

7.02 Uhr: Verurteilter Mörder in den USA hingerichtet

In den USA ist ein verurteilter Mörder mit einer Giftspritze hingerichtet worden. Ein Sprecher der Strafvollzugsbehörde des US-Bundesstaats Oklahoma sagte, die Hinrichtung mittels eines tödlichen Medikamentencocktails sei "ohne Komplikationen" verlaufen. Der 79-jährige Hingerichtete Bigler Stouffer hatte für den Mord an der Lehrerin Linda Reaves im Jahr 1985 und den Mordversuch an ihrem Freund Doug Ivens mehr als 35 Jahre im Todestrakt verbracht. Der Oberste Gerichtshof und Gouverneur Kevin Stitt hatten Anträge auf einen Aufschub der Hinrichtung abgelehnt. Stouffer war der zweite Verurteilte, der dieses Jahr in Oklahoma hingerichtet wurde, und der elfte USA-weit.

6.16 Uhr: AfD will mutmaßlichen Extremisten in Verteidigungsausschuss schicken

Die AfD will einem Medienbericht zufolge einen Abgeordneten in den Verteidigungsausschuss des Bundestags schicken, den der Militärische Abschirmdienst (MAD) als Extremisten einstuft. Das Nachrichtenportal "The Pioneer" berichtete aus Parlamentskreisen, dass die AfD-Fraktion an dem Tag formal darüber abstimmen soll, ob der neu in den Bundestag gewählte AfD-Abgeordnete Hannes Gnauck tatsächlich in den Ausschuss einziehen darf. Der Militärgeheimdienst hatte Medienberichten zufolge Gnaucks Verfassungstreue anzweifelt. Hintergrund sind demnach Verbindungen des früheren Bundeswehrsoldaten zu Organisationen, die vom Bundesamt für Verfassungsschutz im Bereich Rechtsextremismus beobachtet werden. 

5.05 Uhr: Friedensnobelpreisträger werden in Oslo ausgezeichnet

Die Journalisten Maria Ressa und Dmitri Muratow nehmen heute den Friedensnobelpreis in Oslo persönlich entgegen. Die Philippinerin und der Russe erhalten den diesjährigen Preis für ihren Einsatz für die Wahrung der Meinungsfreiheit. Auf einer Preiszeremonie im Rathaus von Oslo werden die beiden in den Mittagsstunden mit den renommierten Nobelmedaillen und -diplomen ausgezeichnet. Auch Vertreter des Friedensnobelpreisträgers des Vorjahres, das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP), werden bei der Zeremonie dabei sein.

4.20 Uhr: Bundesverwaltungsgericht verhandelt über Bafög für studierenden Rentner

Das Bundesverwaltungsgericht verhandelt in Leipzig über Bafög für einen studierenden Rentner. Der Mann holte 40 Jahre nach seinem Hauptschulabschluss das Abitur nach und fing kurz vor seinem Eintritt in die Rente ein Studium an der Universität Hamburg an. Das Förderungsamt lehnte seinen Antrag auf Bafög ab. Eine Klage vor dem Verwaltungsgericht und dem Oberverwaltungsgericht Hamburg hatte ebenfalls keinen Erfolg. Das Oberverwaltungsgericht entschied, dass eine Ausbildung nicht förderungsfähig sei, wenn der Betreffende bei seinem Abschluss schon im Rentenalter sei. Dagegen zog der Mann vor das Bundesverwaltungsgericht.

3.55 Uhr: Rapper Slim 400 in Los Angeles erschossen

Der US-Rapper Slim 400 ist nach Angaben der kalifornischen Polizei durch Schüsse getötet worden. Der Musiker mit dem bürgerlichen Namen Vincent Cohran sei am Mittwochabend (Ortszeit) auf einer Straße in Inglewood tödlich verletzt worden, teilte Polizeisprecher Scott Collins der Deutschen Presse-Agentur mit. Der Vorfall werde untersucht. Eine Festnahme gab es zunächst nicht. Im Netz kursierte ein Video von dem Vorfall. Nach Collins Angaben ist nicht bekannt, wer das Video veröffentlichte. Der Musiker ("Goapele", "Piru") wurde in Deutschland als Sohn einer US-Militärfamilie geboren. Er wuchs in der für Bandenkriminalität bekannten Stadt Compton nahe Los Angeles auf. Bereits 2019 war er dort bei einer Schießerei schwer verletzt worden.

2.41 Ur: Silvesterfeier in Rio de Janeiro soll doch stattfinden

Die traditionelle Silvesterparty am Copacabana-Strand von Rio de Janeiro soll nun doch stattfinden. "Die Stadt ist offen, die Stadt wird feiern", sagte Bürgermeister Eduardo Paes auf einer Pressekonferenz, nachdem er die Feier zuvor am Wochenende mit Verweis auf die Corona-Pandemie abgesagt hatte. Um die Infektionsgefahr einzudämmen, will die Stadt nun Feuerwerke an verschiedenen Orten zünden und hat geplante Konzerte abgesagt. In der brasilianischen Millionenmetropole läuten normalerweise rund drei Millionen Menschen am berühmten Copacabana-Strand mit Musik und Feuerwerk das neue Jahr ein. Nachdem die neue und vermutlich ansteckendere Omikron-Variante des Coronavirus aufgetaucht war, hatte die Stadtverwaltung von Rio so wie auch die meisten anderen Regionalhauptstädte Brasiliens ihre offiziellen Silvesterfeiern am Samstag abgesagt. Seitdem hatte sich Bürgermeister Paes allerdings mit Gesundheitsbehörden und Regionalregierung beraten.

1.50 Uhr: CNN – Schuldspruch für US-Schauspieler Jussie Smollett

Der US-Schauspieler Jussie Smollett (39), dem Falschaussagen vor der Polizei vorgeworfen wurden, ist in den meisten Anklagepunkten schuldig befunden worden. Geschworene in dem Prozess in Chicago kamen nach zweitägigen Beratungen zu dem Urteil, wie der Sender CNN berichtete. Ein Richter muss zu einem späteren Zeitpunkt das Strafmaß festsetzen. Dem Schauspieler droht eine Haft- und eine Geldstrafe. Die Anklage warf dem früheren Star der US-Serie "Empire" vor, einen gegen ihn gerichteten rassistischen und homophoben Angriff vorgetäuscht zu haben. Der schlagzeilenträchtige Fall hatte im Januar 2019 begonnen, als Smollett der Polizei erzählte, er sei nachts nahe seiner Wohnung von zwei maskierten Männern angegriffen worden. Später wurde der Schauspieler wegen mutmaßlicher Falschaussagen festgenommen. Nach Darstellung von Ermittlern soll er die Männer bezahlt haben, um die Attacke gegen ihn vorzutäuschen. Der schwule und afroamerikanische Schauspieler habe damit seine Karriere vorantreiben wollen, hieß es.

0.24 Uhr: Nicaragua bricht diplomatische Beziehungen zu Taiwan zugunsten Pekings ab

Nicaragua hat die diplomatischen Beziehungen zu Taiwan abgebrochen und erkennt nun die Volksrepublik China an. Außenminister Denis Moncada erklärte: "Die Volksrepublik China ist die einzige legitime Regierung, die ganz China vertritt, und Taiwan ist ein unveräußerlicher Teil des chinesischen Territoriums". Nach jahrzehntelangem Druck aus Peking erkennen somit nur noch 14 Länder Taiwan offiziell als Staat an. Die Erklärung Nicaraguas folgt der Linie Pekings, wonach die Insel Taiwan eine abtrünnige Provinz ist. China strebt die Wiedervereinigung mit dem Festland an, notfalls mit Gewalt. Gleichzeitig bemüht sich Peking darum, Taiwan international zu isolieren. In Lateinamerika hatte China damit zuletzt einigen Erfolg: Panama, El Salvador und die Dominikanische Republik wechselten in den vergangenen Jahren die Seiten.

mth DPA AFP

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