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News von heute Söder zieht trotz CDU-Unterstützung für Laschet nicht zurück – CSU-Präsidium stützt Söder

Markus Söder und Markus Blume von der CSU
CSU-Chef Markus Söder (li.) bleibt in der K-Frage im Rennen. Laut Generalsekretär Markus Blume  (re.) stellt sich das CSU-Präsidium hinter seinen Parteichef.
© Christof Stache / AFP
Grabgeheimnis gelüftet – Bischof wahrscheinlich mit Enkel im Sarg +++ Brinkhaus zur Kanzlerkandidatur: "Beide haben mein Vertrauen" +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die Nachrichten zur Coronavirus-Pandemie lesen Sie hier

Die News von heute im stern-Ticker: 

18.22 Uhr: Alicia Keys spielt Songs für Schülerinnen in Saudi-Arabien

US-Popstar Alicia Keys ("If I Ain't Got You") hat bei einem Besuch in Saudi-Arabien spontan vor einer Gruppe Schülerinnen einige Songs gespielt. Die 40-Jährige setzte sich dafür an einen Flügel der Mädchenschule im Ort Al-Ula und stimmte ihre Hits "Girl On Fire" und "Fallin'" an, wie der Nachrichtenkanal Al-Arabija am Montag berichtete. Kulturminister Prinz Badr bin Farhan veröffentlichte ein Video der Begegnung auf Instagram. Die Schülerinnen verfolgten den Auftritt begeistert und filmten mit ihren Handys.

Für die 15-fache Grammy-Gewinnerin war es nicht der erste Auftritt in dem streng konservativen Königreich. 2019 trat sie bei einem Musikfestival in der Hauptstadt Riad auf. Wann genau sie Al-Ula besuchte, blieb unklar. Offenkundig besuchte Keys die Stadt zur selben Zeit wie der italienische Startenor Andrea Bocelli, der dort vergangene Woche auftrat. Die Gegend um Al-Ula ist für archäologische Stätten bekannt, darunter auch Unesco-Weltkulturerbe.

17.24 Uhr: Ein Toter und eine Verletzte durch Schüsse in Pariser Klinik

Ein Unbekannter hat vor einem Pariser Krankenhaus und Corona-Impfzentrum einen Mann durch Schüsse getötet und eine Frau schwer verletzt. Die Pariser Staatsanwaltschaft ermittelt nach eigenen Angaben wegen "Mordes und versuchten Mordes", wie sie mitteilte. "Es handelt sich nicht um einen Terroranschlag und auch nicht um einen Anschlag auf das Impfzentrum", sagte der Bürgermeister des bürgerlichen 16. Verwaltungsbezirks von Paris, Francis Szpiner. Vielmehr gehe es "wahrscheinlich um Selbstjustiz". Die Schüsse fielen nach Angaben der Ermittler am frühen Nachmittag vor der Henry-Dunant-Klinik des Roten Kreuzes, die unweit des Pariser Prinzenpark-Stadions im Westen der Stadt liegt. Der Täter floh demnach auf einem Motorroller. Welche Beziehung der Angreifer zu den Opfern hatte, ist bisher unbekannt.

17.14 Uhr: Skalp aus Karl-May-Museum an US-Generalkonsul übergeben

Nach jahrelangen Untersuchungen ist ein Skalp aus dem Karl-May-Museum im sächsischen Radebeul an den US-Generalkonsul in Leipzig übergeben worden. Er nahm das umstrittene Stück zusammen mit dem Kulturattaché der US-Botschaft entgegen, wie das sächsische Kulturministerium mitteilte. Das Kuratorium der Karl-May-Stiftung habe der Rückführung des menschlichen Überrests zugestimmt. Der Stamm der Sault Ste. Marie Tribe of Chippewa Indians in Michigan hatte 2014 um die Herausgabe des Skalps gebeten, den der Sammler und Mitbegründer des Karl-May-Museums Radebeul, Patty Frank (1876-1959), vom Nachfahren eines Sioux-Häuptlings erworben haben will. Wie der Skalp wirklich nach Sachsen kam, blieb aber letztlich unklar. Die Übergabe soll der Völkerverständigung und einem guten Miteinander mit den Native Americans dienen.

16.47 Uhr: Söder: "Signale aus der Bevölkerung beachten"

CSU-Parteichef Markus Söder hat in einem Statement vor Journalisten in München klar gemacht, dass er seine Bewerbung als Kanzlerkandidat der Union nicht zurückzieht. Die Unterstützung von CDU-Präsidium und -Vorstand sei ein "wichtiges Signal" zugunsten von CDU-Parteichef Armin Laschet, doch es gebe auch weitere, anders gelagerte Signale aus CDU-Landesverbänden. Diese seien sei "in Ruhe auszuwerten". Daher gebe es noch Diskussionsbedarf. Außerdem gelte es die "Chancen in der Bevölkerung abzuwägen", so Söder weiter in Anspielung auf seine im Vergleich zu Laschet deutlich besseren Umfragewerte. Man könne sich nicht abkoppeln von der Mehrheit der Bevölkerung. "Personen spielen nun mal eine zentrale Rolle", sagte Söder. Diese Woche werde es noch keine Entscheidung geben, "wir werden noch Zeit brauchen". Am Ende werde es ein "gemeinsames Ergebnis" haben, dass von beiden Parteien getragen werden wird. Diese soll nach Auffassung von Söder nicht durch eine Mitgliederversammlung zustande kommen. Weder bei der CDU noch bei der CSU seien heute Beschlüsse gefasst worden - dies sei so verabredet worden.

16.36 Uhr: CSU-Präsidium stützt einstimmig Markus Söder

CSU-Generalsekretär Markus Blume hat in einem Statement Markus Söder bezüglich der Kanzlerkandidatur den Rücken gestärkt. Er sei der beste Kandidat angesichts der Umfragen - bei allem Respekt für Armin Laschet. Dass die CDU-Gremien Laschet unterstützen sei keine Überraschung, so Blume. Eine Mitgliederbefragung, wie sie die CSU-Landtagsfraktion gefordert haben, sei nicht die Position des CSU-Präsidiums.

16.07 Uhr: CSU-Landtagsfraktion will Mitgliederbefragung zur K-Frage

Im Rennen um einen Kanzlerkandidaten der Unionsparteien hat der CSU-Fraktionschef im bayerischen Landtag, Thomas Kreuzer, eine Mitgliederbefragung verlangt. "Die Entscheidung über den Kanzlerkandidaten ist nicht nur für die Union, sondern für das ganze Land  entscheidend. Deshalb muss sie auf eine möglichst breite Basis gestellt werden und es verbietet sich, dass dies in engen Führungszirkeln entschieden wird", sagte Kreuzer in München. Er fordere deswegen eine Mitgliederbefragung sowohl bei der CDU als auch bei der CSU. "Unsere Mitglieder haben es verdient, an dieser wichtigen Entscheidung beteiligt zu werden", betonte Kreuzer.

16.05 Uhr: Will Smith zieht neuen Film wegen Wahlrechtsreform aus Georgia ab

Aus Protest gegen eine Verschärfung des Wahlrechts im US-Bundesstaat Georgia will Produzent und Schauspieler Will Smith seinen neuen Film nicht mehr dort drehen. "Wir können  eine Regierung nicht guten Gewissens wirtschaftlich unterstützen, die rückschrittliche Wahlgesetze erlässt, die eine Stimmabgabe erschweren sollen", teilte Smith über seine Produktionsfirma Westbrook in einem gemeinsamen Statement mit Regisseur Antoine Fuqua auf Instagram mit. Die Dreharbeiten des Sklaventhrillers "Emancipation" sollten laut Branchenmagazin "Variety" im Juni beginnen. Der Film hat ein großes Budget, Apple habe für die Verwertungsrechte 120 Millionen Dollar gezahlt, hieß es weiter. Die neuen Wahlgesetze in Georgia verkürzen unter anderem die Fristen für die Stimmabgabe vorab, streichen Einwurfstellen für Briefwahl zusammen und verlangen striktere Nachweise der eigenen Person auch bei der Stimmabgabe per Post. Kritiker sehen darin eine Einschränkung des Wahlrechts, die vor allem Schwarze härter trifft. 

15.43 Uhr: Kreise: Söder will Entscheidung über K-Frage erst Ende der Woche

Die Entscheidung über die Kanzlerkandidatur der Union soll nach dem Willen von CSU-Chef Markus Söder erst Ende der Woche getroffen werden. Es sei jetzt noch nicht der Tag der Entscheidung, vielmehr werde man sich Ende der Woche zusammensetzen, sagte Söder nach Teilnehmerangaben in einer Schalte des CSU-Präsidiums. Und er werde auch darum bitten, dass sich nicht nur zwei Personen zusammensetzten, sondern das weitere Vertreter beider Parteien mit dabei seien.

15.41 Uhr:  Russland warnt vor Waffenlieferungen an die Ukraine

Angesichts der neuen Eskalation im Konflikt in der Ostukraine warnt Moskau vor Waffenlieferungen an Kiew. "Wir fordern alle verantwortlichen Länder auf, mit denen wir im Gespräch sind, darunter die Türkei, die ständigen kriegerischen Äußerungen des Kiewer Regimes zu analysieren", sagte Außenminister Sergej Lawrow am Montag bei einem Besuch in Ägypten der Agentur Interfax zufolge. "Wir warnen sie davor, diese militaristischen Stimmungen zu schüren."

15.36 Uhr: Präsidium tagt - anschließend Pressekonferenz ohne Söder

Nach den CDU-Gremien hat sich das CSU-Präsidium zu Beratungen über die Unions-Kanzlerkandidatur zusammengeschaltet. Neben dem CDU-Vorsitzenden Armin Laschet hatte am Sonntag auch CSU-Chef Markus Söder seine Bereitschaft erklärt, als Kanzlerkandidat für CDU und CSU ins Rennen zu gehen. Anders als Laschet nach den CDU-Sitzungen will Söder nach der CSU-Schalte allerdings nicht selbst an der Pressekonferenz teilnehmen, wie ein CSU-Sprecher mitteilte. Dies übernehme Generalsekretär Markus Blume. Abends in einer Sendung des Bayerischen Rundfunks werde Söder dagegen auftreten, hieß es.

14.58 Uhr: Grüne und FDP setzen Kramp-Karrenbauer in KSK-Affäre unter Druck

In der Munitionsaffäre beim Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr zweifeln Grüne und FDP die Glaubwürdigkeit von Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer (CDU) an. Man brauche "sehr viel Fantasie", um der Ministerin zu glauben, dass sie von der im Mittelpunkt der Affäre stehenden Munitionssammelaktion erst Monate später erfahren haben soll, sagte der Grünen-Verteidigungsexperte Tobias Lindner vor einer Sondersitzung des Verteidigungsausschusses am Montag zu dem Thema der "Welt". "Sollte sich herausstellen, dass Kramp-Karrenbauer nicht die Wahrheit gesagt hat und doch über die Munitionsamnestie Bescheid wusste, dann sind ihre Tage als Verteidigungsministerin gezählt."

14.37 Uhr: Schüsse vor Krankenhaus in Paris - zwei Verletzte

In Paris sind Medienberichten zufolge zwei Menschen in der Nähe eines Krankenhauses durch Schüsse verletzt worden. Die französische Nachrichtenagentur AFP berichtete unter Berufung auf Polizeikreise, dass sich der Vorfall am Montagnachmittag vor dem Henry-Dunant-Krankenhaus im 16. Arrondissement im Südwesten der Hauptstadt ereignet habe. Dem TV-Sender BFM TV zufolge sei der Schütze auf der Flucht. Die Hintergründe des Vorfalls waren noch unklar. Die Polizei äußerte sich auf Nachfrage nicht.

14.33 Uhr: Laschet - "Ich will ein modernes Deutschland"

Laschet betonte die große Übereinstimmung zwischen CDU und CSU. Das Verhältnis zwischen CDU und CSU "war lange nicht mehr so gut, wie es jetzt ist". Laschet skizzierte nach den Vorstandsberatungen Grundlagen seiner politischen Botschaft: "Ich will ein modernes Deutschland", hob er hervor. Dabei gehe es darum, "die Klimaschutzfrage mit wirtschaftlichen Fragen zu verbinden", aber auch um soziale Fragen und darum, "dafür zu kämpfen, dass wir Industrieland bleiben", sagte der CDU-Chef weiter. "Wir wollen ein nachhaltiges Land, aber auch ein vielfältiges Land sein." Im Vordergrund stehe aber zunächst der Kampf gegen die Corona-Pandemie, betonte Laschet. Und auch nach der Pandemie werde Deutschland "große Kraftanstrengungen unternehmen müssen, um wieder zu wirtschaftlicher Stärke zurückzufinden".

14.30 Uhr: Laschet - "Alle wollen eine schnelle Entscheidung"

Laschet sagte, er werde noch am heutigen Tag das Gespräch mit dem CSU-Vorsitzenden Markus Söder suchen, der ebenfalls für die Kanzlerkandidatur bereit steht. "Alle wollen eine schnelle Entscheidung." Er habe sich sehr über die große Unterstützung in den CDU-Gremien gefreut. "Das war heute keine Vorentscheidung, es war ein Meinungsbild der CDU und ihrer 15 Landesverbände", betonte Laschet.

14.11 Uhr: Ziemiak - Laschet erhält breite Unterstützung in Gremien für Kandidatur

CDU-Chef Armin Laschet hat vom Präsidium und Bundesvorstand seiner Partei einhellige Rückendeckung für seine geplante Kanzlerkandidatur bekommen. "Es gab eine breite Unterstützung für Armin Laschet als Kanzlerkandidat von CDU und CSU", sagte CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak nach den Beratungen am Montag in Berlin.

14.05 Uhr: "Bild" plant eigenen Fernsehsender mit täglichem Live-Programm

Deutschlands größte Boulevardzeitung "Bild" plant einen eigenen Fernsehsender. Noch vor der Bundestagswahl im Herbst wolle man an den Start gehen, der Sender solle unter der Marke BILD unter anderem über Kabel und Satellit empfangbar sein, teilte der Medienkonzern Axel Springer am Montag in Berlin mit. Der Sendestart stehe noch unter dem Vorbehalt, dass die Medienregulierer eine Sendelizenz erteilen. Der TV-Sender soll frei empfangbar sein. Das Medienhaus baut schon länger seine Videostrategie aus.

14.01 Uhr: 34 Tote bei Untergang von Flüchtlingsboot vor Küste Dschibutis

Beim Untergang eines Flüchtlingsboots vor der Küste Dschibutis sind 34 Migranten ums Leben gekommen. Wie der Regionaldirektor der Internationalen Organisation für Migration (IOM) für Ostafrika, Mohammed Abdiker, am Montag mitteilte, waren die Bootsinsassen mit Schleppern aus dem Jemen gekommen. Nach Angaben von Überlebenden waren ursprünglich 60 Menschen an Bord, wie aus IOM-Kreisen verlautete.

13.54 Uhr: Chemiewaffenaufsicht: Syrien verübte 2018 in Sarakib Chlorgasangriff

Die syrische Luftwaffe hat nach Erkenntnissen internationaler Experten vor drei Jahren in der Stadt Sarakib einen Chlorgasangriff verübt. Zu diesem Ergebnis kam die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) in einer inzwischen abgeschlossenen Untersuchung, wie sie in Den Haag mitteilte. Demnach ereignete sich der Angriff am 4. Februar 2018.

13.52 Uhr: Zwei Tote in Niederbayern bei Flucht vor Polizei

Auf der Flucht vor der Polizei ist in Niederbayern ein mit sieben Menschen besetztes Auto gegen einen Baum gefahren. Der 29 Jahre alte Fahrer der Limousine und eine Frau mit noch ungeklärter Identität seien im Bereich der Stadt Regen gestorben, teilte das Polizeipräsidium Niederbayern am Montag in Straubing mit. Warum sich die ungarischen Staatsangehörigen einer Polizeikontrolle entziehen wollten, war noch unklar.

11.47 Uhr: Hardliner im Iran fordern Ende der Wiener Atomgespräche

Iranische Hardliner haben Präsident Hassan Ruhani aufgefordert, die für diese Woche geplanten diplomatischen Verhandlungen zur Rettung des Wiener Atomabkommens von 2015 abzubrechen. Hintergrund ist ein Angriff auf die Atomanlage Natans am Sonntag, für den der Iran seinen Erzfeind Israel verantwortlich macht. "Herr Ruhani, Terror und Verhandlungen passen nicht zusammen", hieß es in ein Leitartikel der Nachrichtenagentur Tasnim.

11.45 Uhr: Skiwanderer überlebt 50-Meter-Absturz über Felsklippe

Dank eines Airbags ist ein Skitourengeher in den Salzburger Alpen bei einem 50-Meter-Sturz mit leichten Verletzungen davongekommen. Der Österreicher konnte das Luftkissen, das eigentlich vor Lawinenverschüttung schützen soll, während des Falls über einer Felswand auslösen, sagte eine Polizeisprecherin in Salzburg.

11.31 Uhr: Organisiertes Verbrechen breitet sich in EU weiter aus

Das organisierte Verbrechen breitet sich nach einem Bericht von Europol immer weiter in allen Bereichen der Europäischen Union aus. Noch nie sei die Bedrohung der EU und seiner Bürger so groß gewesen, warnte die europäische Polizeibehörde am Montag in einer in Lissabon vorgelegten Analyse des organisierten Verbrechens. Die Gefahr sei groß, dass Kriminelle auch die Corona-Pandemie und die langfristigen wirtschaftlichen und sozialen Folgen ausnutzen würden. Dies könnten "ideale Bedingungen" für Verbrecher sein, um Bürger, Unternehmen und öffentliche Instanzen ins Visier zu nehmen, hieß es.

11.27 Uhr: Weitere Anschuldigungen gegen Myanmars entmachtete Regierungschefin

Im Gerichtsverfahren gegen Myanmars entmachtete De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi sind erneut zusätzliche Vorwürfe gegen die Friedensnobelpreisträgerin erhoben worden. "Sie wurde in insgesamt sechs Fällen beschuldigt - fünf in Naypyidaw und einer in Yangon", sagte ihr Anwalt Min Min Soe am Montag der Nachrichtenagentur AFP nach einer Gerichtsanhörung in der Hauptstadt Naypyidaw, zu der Suu Kyi per Video zugeschaltet wurde. Die Anschuldigungen beziehen sich demnach auf angebliche Verstöße gegen Myanmars Katastrophenschutzgesetz. Min Min Soe führte aus, die unter Arrest stehende Suu Kyi sei offenbar bei guter Gesundheit. Es ist allerdings unklar, ob sie von den Massenprotesten und der Gewalt der Militärjunta in ihrem Land weiß. Seit dem Militärputsch am 1. Februar wurde Suu Kyi nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen. Die 75-Jährige wurde mit einer Reihe von strafrechtlichen Anschuldigungen überzogen, darunter Besitz von Funkgeräten ohne die erforderliche Genehmigung, Verletzung von Corona-Bestimmungen, Aufforderung zum öffentlichen Aufruhr sowie Annahme von Schmiergeldzahlungen. 

11.29 Uhr: Bouffier - CDU-Präsidium für Laschet als Kanzlerkandidat

Das CDU-Präsidium hat sich einmütig hinter eine Kanzlerkandidatur von Parteichef Armin Laschet gestellt. Das bestätigte der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier nach einer Sitzung des Präsidiums in Berlin. Das CDU-Präsidium habe Laschet ohne Ausnahme unterstützt, sagte Bouffier. Man habe aber keinen Beschluss gefasst - dies war auch nicht geplant. Die Vorstellung der CDU-Spitze sei es, eine gemeinsame Lösung mit der CSU in Wochenfrist hinzubekommen.

Bouffier ergänzte mit Blick auf Laschet, das Präsidium habe deutlich gemacht, "dass wir ihn für außergewöhnlich geeignet halten und ihn gebeten, mit Markus Söder jetzt gemeinsam den weiteren Weg zu besprechen, wie wir das machen". Die Herausforderung sei so groß, "dass wir die nur gemeinsam stemmen können", sagte er und nannte die Bewältigung der Pandemie und die Lage in Europa. "Wir glauben, dass die Union das am besten kann. Aber das kann sie nur dann, wenn CDU und CSU ganz eng beieinander sind und wir das in einem wirklich guten Prozess miteinander dann auch zu Ende bringen." Er sei zuversichtlich, dass dies gelinge.

9.49 Uhr: Berliner CDU für Söder als Kanzlerkandidat

Die Berliner CDU stellt sich hinter CSU-Chef Markus Söder als Kanzlerkandidat der Union. Das Präsidium der Hauptstadt-CDU habe sich einhellig für eine Kandidatur des bayerischen Ministerpräsidenten ausgesprochen, teilte der CDU-Landesvorsitzende Kai Wegner am Montag mit. "Markus Söder ist der zupackende, erfolgreiche Krisenmanager, der Deutschland aus der Pandemie führen und das Land zukunftsfest machen kann", erklärte Wegner. Mit Armin Laschet und Söder habe die Union zwei starke Ministerpräsidenten als Vorsitzende von CDU und CSU, die beide das Zeug zum Bundeskanzler hätten, betonte Wegner, sagte aber auch: "Wir sind überzeugt, dass die Menschen noch stärker Markus Söder zutrauen, Deutschland gut zu führen."

9.40 Uhr: Schottische Regierungschefin - London wird Referendum nicht verhindern

Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon ist überzeugt, dass London ein Unabhängigkeitsreferendum in Schottland nach einem Wahlsieg ihrer Partei nicht verhindern wird. "Wenn die Menschen in Schottland eine Partei wählen, die sagt "Wenn die Zeit dafür gekommen ist, sollte es ein Unabhängigkeitsreferendum geben", kann man dem nicht im Wege stehen", sagte Sturgeon dem "Guardian" (Montag). "Und ich denke auch nicht, dass das passieren wird."

9.22 Uhr: Irans Außenminister - Israel steckt hinter Angriff auf Atomanlage

Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif hat den Cyberangriff auf die Atomanlage Natans als Terrorakt bezeichnet und Israel dafür verantwortlich gemacht. In der Anlage im Zentraliran werden unter anderem neue Zentrifugen für die Urananreicherung hergestellt. "Die Zionisten (Israelis) wollen mit diesen Terroroperationen die nuklearen Errungenschaften des Irans und die Atomverhandlungen (in Wien) sabotieren", sagte Sarif im Parlament. Beides werde aber nicht passieren. "Unsere Rache ist, dass wir in beiden Bereichen erfolgreich weitermachen werden", so der iranische Chefdiplomat laut staatlicher Nachrichtenagentur IRNA.

8.41 Uhr: Brinkhaus zur Kanzlerkandidatur: "Beide haben mein Vertrauen"

Im Machtkampf um die Kanzlerkandidatur der Union hat Fraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) eigenen Angaben zufolge keinen Favoriten. "Beide Kandidaten haben mein Vertrauen", betonte der CDU-Politiker im ARD-"Morgenmagazin". CDU-Chef Armin Laschet und der CSU-Vorsitzende Markus Söder unterschieden sich inhaltlich kaum. "Das haben sie gestern auch vor dem Vorstand gezeigt". Am Montagvormittag will sich Laschet in den CDU-Spitzengremien den Rückhalt der Parteiführung sichern. Er werde "um Vertrauen bitten", hatte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident am Sonntag angekündigt. Einen Beschluss soll es demnach im Präsidium nicht geben. Auch das CSU-Präsidium will am Nachmittag tagen.

8.21 Uhr: US-Notenbankpräsident Powell erwartet mehr Wachstum in den USA

Die US-Wirtschaft steht nach Einschätzung des Notenbankpräsidenten Jerome Powell am Wendepunkt zu mehr Wachstum. "Wir fühlen uns an einem Punkt, an dem die Wirtschaft beginnt, viel stärker zu wachsen", sagte Powell in einem in der Nacht zum Montag ausgestrahlten Interview des Fernsehsenders CBS. Die Aussichten für die weitere konjunkturelle Erholung hätten sich erheblich aufgehellt, sagte der Notenbanker und verwies dabei auch auf eine Verbesserung auf dem Arbeitsmarkt. Powell warnte allerdings auch, dass es nach wie vor Risiken durch die Corona-Krise gebe.

8.19 Uhr: Fraktionsvize Linnemann drängt Laschet und Söder zu rascher Entscheidung

Angesichts der offenen Kandidatenfrage bei der Union drängt die Fraktion die Parteichefs Armin Laschet (CDU) und Markus Söder (CSU) zu einer raschen und einvernehmlichen Klärung. "Es werden sich am Ende des Tages beide einigen müssen, sonst geht es auf dem Rücken der Partei, und das kann keiner wollen", sagte Unionsfraktionsvize Carsten Linnemann (CDU) im Deutschlandfunk. 

07.54 Uhr: Proteste nach Tod von jungem Schwarzen bei Polizeikontrolle in den USA

Bei einer Polizeikontrolle in einem Vorort der US-Stadt Minneapolis ist ein junger Afroamerikaner getötet worden. Der 20-Jährige starb am Sonntag, nachdem ein Polizist bei einer Verkehrskontrolle auf ihn geschossen hatte, wie die Polizeidirektion der Stadt Brooklyn Center im Bundesstaat Minnesota mitteilte. Am Abend versammelten sich hunderte Demonstranten vor der örtlichen Polizeistation. Polizisten gingen mit Tränengas und Blendgranaten gegen sie vor. Nach Behördenangaben war der junge Mann wegen eines Verkehrsdelikts angehalten worden. Dabei sei festgestellt worden, dass gegen ihn ein Haftbefehl vorlag. Die Beamten hätten versucht, ihn festzunehmen, woraufhin der 20-Jährige mit seinem Auto zu fliehen versuchte. Einer der Beamten habe auf den Wagen geschossen und den Fahrer getroffen, der noch vor Ort starb. Eine Beifahrerin habe "nicht lebensbedrohliche Verletzungen" erlitten und sei in ein örtliches Krankenhaus gebracht worden. 

6.55 Uhr: Grabgeheimnis gelüftet - Bischof wahrscheinlich mit Enkel im Sarg

Bei dem Fötus im etwa 342 Jahre alten Sarg des Bischofs Peder Winstrup handelt es sich vermutlich um seinen Enkel. Schwedische Forscher haben mit Hilfe von DNA-Material des Bischofs und des Fötus einen familiären Zusammenhang hergestellt, wie die Universität Lund mitteilte. Nach dem sensationellen Fund neben der Leiche des evangelisch-lutherischen Bischofs Winstrup vor einigen Jahren hatten die fremden Knochen den Historikern lange Zeit Rätsel aufgegeben. Der in ein Stück Leinentuch eingewickelte Fötus soll fünf bis sechs Monate alt gewesen sein. Die Ergebnisse der DNA-Untersuchungen zeigten, dass es sich bei dem Fötus um einen Jungen und eine Verwandtschaft zweiten Grades handelte. Winstrup, der 1679 gestorben war, und der totgeborene Junge teilten 25 Prozent der Gene. Die beteiligten Forscher vom Zentrum für Paläogenetik der Universität Stockholm fanden heraus, dass die Verwandtschaft über die Linie des Vaters ging.

Sehen Sie im Video: Fötus in Sarg von berühmten Bischof entdeckt – wie kam das tote Baby dort hinein?

4.30 Uhr: Konservativer Ex-Banker Lasso gewinnt Präsidentschaftswahl in Ecuador

Der konservative Ex-Banker Guillermo Lasso hat die Präsidentschaftswahl in Ecuador gewonnen. Der 65-Jährige erklärte sich zum Sieger der Stichwahl vom Sonntag gegen den Linkskandidaten Andrés Arauz. Der räumte seine Niederlage ein und sicherte seinem Rivalen bei einer Ansprache in Quito zu, dass sein Lager seine "demokratische Überzeugung unter Beweis stellen" werde.

2.06 Uhr: Medienberichte: Prinz Harry in Großbritannien eingetroffen

Prinz Harry (36) ist nach offiziell unbestätigten Medienberichten nach dem Tod seines Großvaters Prinz Philip in Großbritannien eingetroffen. Er soll am kommenden Samstag (17. April) an der Trauerfeier in Windsor teilnehmen. Der Ehemann von Königin Elizabeth II. (94) ist am Freitag im Alter von 99 Jahren gestorben. Nach den Medienberichten aus der Nacht zum Montag ist Prinz Harry bereits am Sonntagnachmittag am Londoner Flughafen Heathrow angekommen. Seine Frau Herzogin Meghan (39) war nicht mitgereist. Der Schwangeren sei von ihrem Arzt von der Reise abgeraten worden, hatte ein Sprecher des Palasts mitgeteilt.

tis DPA AFP

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