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News von heute USA sind wieder Teil des Pariser Klimaabkommens

US-Präsident Donald Trump und sein Nachfolger Joe Biden
Sehen Sie im Video: Bidens Tag eins  Abkehr von Trumps Kurs.




Der künftige US-Präsident Joe Biden will unmittelbar nach seiner Amtseinführung etwa ein Dutzend Maßnahmen umsetzen, die auch für die versprochene Abkehr von Donald Trumps Kurs stehen. Nach seiner Vereidigung am Mittwoch will er unter anderem das von Trump verhängte Einreiseverbot für Bürger aus mehreren überwiegend muslimisch geprägten Ländern rückgängig machen und die USA zurück in das Pariser Klimaabkommen führen.  Biden will als Teil der Anstrengungen gegen das Coronavirus zudem eine zunächst für 100 Tage geltende Maskenpflicht für die Orte anordnen, an denen der Bund das Sagen hat - zum Beispiel in Regierungsgebäuden. Bis zum 1. Februar sollen weitere Maßnahmen folgen, mit denen der Kurs der USA in der Pandemie geändert, der Klimawandel bekämpft, die Gleichheit zwischen den ethnischen Bevölkerungsgruppen gefördert und die Wirtschaft wieder aufgebaut werden soll. Ob er damit auch Erfolg haben wird, bleibt offen.
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Prinz Harry und Meghan erklären finalen Rückzug aus dem Buckingham Palast +++ Dutzende Grindwale verenden vor indonesischer Insel +++ USA offiziell wieder Mitglied des Pariser Klimaabkommens +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Aktuelle Top-Meldung:

USA sind wieder Teil des Pariser Klimaabkommens

Die USA sind seit Freitag wieder offiziell ein Vertragsstaat des Pariser Klimaabkommens. "Die wahren Bedrohungen durch den Klimawandel anzugehen und auf unsere Wissenschaftler zu hören steht im Zentrum unserer Innen- und Außenpolitik", erklärte US-Außenminister Antony Blinken. Damit sind nun wieder fast alle Länder der Welt an dem Abkommen beteiligt. Blinken nannte den Klimawandel "entscheidend" für die Politik in den Bereichen der nationalen Sicherheit, der Migration, der internationalen Gesundheitsbemühungen sowie bei Handelsgesprächen. 

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Die News von heute im stern-Ticker: 

+++ 18.55 Uhr: Bergretter finden Leichen dreier Wanderer in Italien +++

Nach knapp einem Monat Suche haben Retter der italienischen Bergwacht die Leichen mehrerer Menschen in den Abruzzen gefunden. Die Körper von drei der vier Vermissten seien morgens am Berg Monte Velino in der mittelitalienischen Provinz L'Aquila entdeckt worden, teilte die Feuerwehr mit. Die Wanderer wurden seit dem 24. Januar vermisst. Seitdem hatten Einsatzkräfte der Bergrettung, Feuerwehr und Polizei nach ihnen im Schnee gesucht. Der Fundort lag den Angaben zufolge auf etwa 1800 Metern Höhe. Suchhunde hatten die Leichen aufgespürt. Geholfen hatten demnach auch die höheren Temperaturen der vergangenen Tage, die die Schneedecke schmelzen ließen. Die Körper wurden per Helikopter in ein Krankenhaus transportiert. Am Samstag wollen die Retter wieder in das Gebiet zurückkehren und nach der vierten Person suchen. Warum die Menschen starben, war zunächst unklar.

+++ 18.35 Uhr: Vatikan rechnet mit millionenschwerem Finanzdefizit für 2021 +++

Der Vatikanstaat rechnet wegen der Corona-Pandemie mit einem finanziellen Defizit von fast 50 Millionen Euro in diesem Jahr. Einer Mitteilung des Heiligen Stuhls zufolge erwartet das Wirtschaftssekretariat rund 260 Millionen Euro an Einnahmen gegenüber etwa 310 Millionen Euro an Ausgaben. Dies hänge mit der durch die Pandemie ausgelösten Wirtschaftskrise zusammen, hieß es weiter.

Aus der weltweiten Spendensammlung für die Kirche, dem sogenannten Peterspfennig, rechnet der Vatikan mit etwa 47 Millionen Euro. 17 Millionen sollen davon für Zuschüsse ausgegeben werde, so dass unterm Strich 30 Millionen Euro übrig blieben. Ohne den Peterspfennig läge das Defizit des Stadtstaates bei circa 80 Millionen Euro. Der Vatikan will das mit Hilfe seiner Reserven ausgleichen, sofern die Spendeneinnahmen in etwa so bleiben wie erwartet.

Durch den Rückgang in den Bereichen Handel, Dienstleistungen, Immobilien und Spenden sanken die Einnahmen bereits um 48 Millionen Euro im Verhältnis zum Jahr 2019. Der Vatikan setzt auf Anlagen und Immobilienbesitz, um seine laufenden Kosten zu decken, wie das Medienportal "Vatican News" schrieb. Beim Heiligen Stuhl arbeiten demnach etwa 2600 Menschen, wobei die Papst-Angestellten nicht mit eingerechnet sind.

+++ 18.28 Uhr: Bouffier und Kaminsky lesen bei Gedenkfeier Namen der Hanau-Opfer vor +++

Bei der Trauerfeier für die Opfer des rassistisch motivierten Anschlags von Hanau haben Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und der Hanauer Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) die Namen der neun Toten vorgelesen. Beide Politiker zeigten sich bei der Gedenkfeier, die coronabedingt auf rund 50 Teilnehmer begrenzt war, sehr berührt. Eine extra Rede hielten Bouffier und Kaminsky nicht. Hanaus Ehrenbürger und Ex-Fußball-Nationalspieler Rudi Völler hatte zum Auftakt der Veranstaltung eine Gedenkkerze entzündet und ein Wilhelm-Grimm-Zitat vorgelesen.

Vor einem Jahr hatte der 43-jährige Deutsche Tobias R. neun Menschen mit ausländischen Wurzeln an mehreren Orten in der Stadt im Rhein-Main-Gebiet erschossen, bevor mutmaßlich er seine Mutter tötete und anschließend sich selbst. Zuvor hatte er Pamphlete und Videos mit Verschwörungstheorien und rassistischen Ansichten im Internet veröffentlicht. Die Tat hatte am Abend des 19. Februar 2020 hatte Entsetzen in Deutschland ausgelöst. 

+++ 18.19 Uhr: Winterwetter-Krise: Biden erwägt Reise nach Texas +++

Angesichts der heftigen Winterwetter-Krise in Texas erwägt US-Präsident Joe Biden eine Reise in den südlichen US-Bundesstaat. "Ich hatte geplant, Mitte nächster Woche in Texas zu sein, aber ich will keine Belastung sein“, sagte Biden im Weißen Haus. Wenn der US-Präsident in eine amerikanische Stadt komme, sorge das für zusätzliche Umstände für die lokalen Behörden. Daher werde voraussichtlich Anfang kommender Woche entschieden, ob er fahren könne, sagte Biden. Ungewöhnliche Kälte und massiver Schneefall hatten unter anderem in Texas für Chaos gesorgt. Zeitweise harrten dort Millionen Menschen ohne Strom aus. Probleme gab es auch bei der Trinkwasserversorgung. 

+++ 17.18 Uhr: USA sind wieder Teil des Pariser Klimaabkommens +++

Die USA sind seit Freitag wieder offiziell ein Vertragsstaat des Pariser Klimaabkommens. "Die wahren Bedrohungen durch den Klimawandel anzugehen und auf unsere Wissenschaftler zu hören steht im Zentrum unserer Innen- und Außenpolitik", erklärte US-Außenminister Antony Blinken. Damit sind nun wieder fast alle Länder der Welt an dem Abkommen beteiligt. Blinken nannte den Klimawandel "entscheidend" für die Politik in den Bereichen der nationalen Sicherheit, der Migration, der internationalen Gesundheitsbemühungen sowie bei Handelsgesprächen. 

Ex-Präsident Donald Trump hatte die USA aus dem 2015 geschlossenen Abkommen geführt und die Vereinigten Staaten damit bei der Klimapolitik international zum Außenseiter gemacht. Sein Nachfolger Joe Biden hatte den erneuten Beitritt der weltgrößten Volkswirtschaft zu dem Abkommen kurz nach seinem Amtsantritt beschlossen. Am 22. April plant er einen Klimagipfel anlässlich des sogenannten Tags der Erde. Er will zudem die US-Wirtschaft bis 2050 klimaneutral gestalten. Trump hingegen hatte argumentiert, das Pariser Abkommen sei "unfair" für die USA. 

Mit dem Pariser Klimaabkommen von 2015 hat die Staatengemeinschaft eine Beschränkung der Erderwärmung auf zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter beschlossen und nach Möglichkeit eine Beschränkung auf 1,5 Grad anvisiert. Die Ziele sind jedoch nicht bindend, die Umsetzung bleibt jedem Land selbst überlassen. 

+++ 16.49 Uhr: Regierung startet Zukunftsprogramm für Fahrzeugindustrie +++

Die Bundesregierung startet ihr milliardenschweres Programm "Zukunftsinvestitionen in der Fahrzeugindustrie". Vorgesehen seien vier neue Förderrichtlinien für die Jahre 2021 bis 2024 im Gesamtvolumen von 1,5 Milliarden Euro, wie Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) in Berlin bekanntgab. Unterstützt werden sollen besonders die Digitalisierung und der Umstieg auf klimafreundliche Antriebstechnik.

Das Programm war im Grundsatz im vergangenen Sommer beschlossen worden, auch wurden laut Wirtschaftsministerium 2020 bereits für erste Projekte 44 Millionen Euro gezahlt. "Mit dem neuen Förderprogramm geben wir einen milliardenschweren Investitionsimpuls für Fahrzeughersteller und Zulieferer. Damit machen wir den Automobilstandort Deutschland fit für die Zukunft und sichern gute Arbeitsplätze und digitales Know-How", erklärte dazu nun Altmaier. 600 Millionen Euro sollen demnach im laufenden Jahr fließen.

+++ 15.24 Uhr: Schwimm-Bundestrainer Lurz tritt nach Missbrauchsvorwürfen zurück +++

Freiwasser-Bundestrainer Stefan Lurz ist nach Missbrauchsvorwürfen nicht mehr im Amt. In einem "Spiegel"-Bericht wird dem 43-Jährigen sexualisierte Gewalt gegen eine junge Schwimmerin vorgeworfen. Der Trainer war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. In der "Main-Post" und im "Spiegel" bestreitet er jedoch die Vorwürfe. Deutschland will den weltweiten Kampf gegen das Coronavirus mit weiteren 1,5 Milliarden Euro unterstützen. Eine entsprechende Zusage machte die Bundesregierung am Freitag beim digitalen Gipfel der G7-Gruppe, wie Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) in Berlin mitteilte. Er sprach von einer "gewaltigen Summe", mit der unter anderem die internationale Covax-Initiative unterstützt werden solle, die sich für eine faire weltweite Verteilung der Corona-Impfstoffe einsetzt.Der "Main-Post" sagte er, er sei selbst von seinem Amt zurückgetreten, "um weiteren Imageschaden vom Deutschen Schwimm-Verband abzuwenden". Eine Stellungnahme der vom DSV informierten Staatsanwaltschaft gab es zunächst nicht.

Den Rücktritt von Lurz, der mit seinen Freiwasserschwimmern bei Titelkämpfen zahlreiche Erfolge feierte, bestätigte der DSV - ohne den Würzburger in Zusammenhang mit den Vorwürfen zu rücken. Zuvor hatte der Verband in einer anderen Stellungnahme auf die Vorwürfe des "Spiegel" reagiert. "Der/die Verdächtige wurde gemäß unserer Handlungsrichtlinien bei Verdachtsfällen mit sofortiger Wirkung beurlaubt, ohne hiermit eine Vorverurteilung durchzuführen", hieß es, keine Person wird namentlich genannt.

+++ 15.25 Uhr: Polizei ging bei Razzia in Flüchtlingsunterkunft in Ellwangen unverhältnismäßig vor +++

Das Vorgehen der Polizei bei einer Razzia in einer Flüchtlingsunterkunft im baden-württembergischen Ellwangen vor fast drei Jahren war teilweise rechtswidrig. in einem Rechtsstreit zwischen einem früheren Bewohner der Unterkunft und dem Land Baden-Württemberg entschied das Verwaltungsgericht Stuttgart, die Beamten hätten sich gegenüber dem Kläger unverhältnismäßig verhalten. (Az.: 1 K 9602/18)

Bei dem Einsatz hatten Polizisten im Mai 2018 Zimmer durchsucht und mutmaßliche Unruhestifter abgeführt, nachdem einige Tage zuvor eine Abschiebung gescheitert war. Dutzende Bewohner der Unterkunft hatten sich Ende April mit dem Mann solidarisiert, der abgeschoben werden sollte. Sie umstellten einen Streifenwagen und forderten so lange seine Freilassung, bis die Beamten ihn gehen ließen. Am frühen Morgens des 3. Mai begannen dann Hunderte Polizisten mit der Razzia in der Erstaufnahmeeinrichtung. Mehrere Menschen wurden dabei verletzt, einige Bewohner wegen Widerstands gegen die Polizei in Gewahrsam genommen.

+++ 15.19 Uhr: Verfahren im Dieselskandal abgesagt – Kläger zieht Revision zurück +++

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat einen ursprünglich für Montag angesetzten Verhandlungstermin in einem mit dem VW-Dieselskandal zusammenhängenden Fall abgesagt. Der Kläger habe seine Revision zurückgenommen, teilte das Gericht in Karlsruhe mit. Der Fahrzeugkäufer wollte Schadenersatz, weil er die Abgasreinigung auch nach dem Software-Update für unzulässig hielt. Eine weitere für Montag angesetzte Verhandlung am BGH findet aber statt: Ein Autobesitzer, der seinen Wagen schon vor Bekanntwerden des Dieselskandals kaufte, klagt gegen VW auf Schadenersatz. 

+++ 14.37 Uhr: Medien: Mitarbeiter von Flüchtlingsheim in Frankreich getötet +++

Bei einem Vorfall in einer Einrichtung für Geflüchtete im Südwesten Frankreichs ist Berichten nach ein Mann mit einem Messer getötet worden. Bei dem Opfer handele es sich um einen Leiter der Einrichtung in Pau, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die örtlichen Behörden. Innenminister Gérald Darmanin kündigte an, am Nachmittag nach Pau zu fahren. Die Hintergründe des Vorfalls waren noch unklar. Die Regionalzeitung "La République des Pyrénées" schrieb, dass es sich um einen Messerangriff gehandelt habe. Der mutmaßliche Täter soll demnach ein Bewohner der Unterkunft sein, der dort schon länger lebt. Medien berichteten, dass er festgenommen worden sei. 

News von heute: USA sind wieder Teil des Pariser Klimaabkommens

+++ 14.06 Uhr: "Waldläufer von Oppenau" Yves R. zu drei Jahren Haft verurteilt +++

Das Landgericht Offenburg hat den sogenannten Waldläufer von Oppenau zu drei Jahren Haft verurteilt. Das Urteil gegen den 32-jährigen Yves R. erging am Freitag wegen illegalen Waffenbesitzes, Widerstands gegen die Staatsgewalt, gefährlicher Körperverletzung und Geiselnahme in einem minderschweren Fall. R. hatte im vergangenen Sommer in einer Waldhütte nahe der baden-württembergischen Stadt vier Polizisten entwaffnet, bevor er in den Schwarzwald floh und von Polizeihundertschaften tagelang gesucht wurde.

R. hatte im vergangenen Sommer in einer Waldhütte nahe der baden-württembergischen Stadt vier Polizisten entwaffnet, bevor er in den Schwarzwald floh und von Polizeihundertschaften tagelang gesucht wurde. Der Großeinsatz, der auch zur Schließung von Schulen und Geschäften in Oppenau führte, sorgte bundesweit für Schlagzeilen. Die Verteidigung bestritt im Prozess den Vorwurf der Geiselnahme und forderte eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten.

+++ 13.09 Uhr: Buckingham-Palast: Prinz Harry und Meghan erklären finalen Rückzug +++

Prinz Harry und seine Frau Meghan werden nicht mehr zu ihren royalen Pflichten im britischen Königshaus zurückkehren. Die Queen habe nach Gesprächen mit dem Herzog von Sussex bestätigt, dass es nach dem Rückzug aus der königlichen Familie nicht möglich sei, "die Verantwortung und Pflichten fortzusetzen, die mit einem Leben im Dienste des Volkes" verbunden sind, hieß es in einer Mitteilung des Palastes. Deshalb würden beide auch ihre Schirmherrschaften und militärischen Ehrentitel zurückgeben. Diese sollen neu unter den Mitgliedern des Königshauses verteilt werden.

"Obwohl alle traurig über ihre Entscheidung sind, bleiben der Herzog und die Herzogin sehr geliebte Mitglieder der Familie", schrieb der Palast. Von Anfang an war - ähnlich wie beim Brexit - eine einjährige Übergangsphase vereinbart worden, nachdem sich Harry (36) und Meghan (39) Anfang des vergangenen Jahres aus dem Königshaus zurückgezogen hatten. Bis dahin sollte in Gesprächen mit Königin Elizabeth II. die weitere Zukunft des Paares geklärt werden.

Der nun verkündete harte Schnitt ist keine Überraschung: Insider hatten zuvor eine Rückkehr des Paares ins britische Königshaus für fast unmöglich erklärt, nachdem die beiden lukrative Verträge mit den Streaming-Plattformen Netflix und Spotify unterschrieben hatten. Harry und Meghan leben mittlerweile mit Sohn Archie (1) in Kalifornien und erwarten ein zweites Kind, wie vor wenigen Tagen bekannt wurde.

+++ 12.17 Uhr: Zweitältester Sumatra-Tiger der Welt im Stuttgarter Zoo gestorben +++

Im Stuttgarter Zoologisch-Botanischen Garten Wilhelma ist der nach Angaben des Zoos zweitälteste Sumatra-Tiger der Welt gestorben. Dumai sei am Freitag mit 20 Jahren und zehn Monaten gestorben, teilte die Wilhelma mit. Weltweit gebe es nur eine ältere Sumatra-Tigerin. "Dumais Alter könnte man nach menschlichen Maßstäben mit einer Hundertjährigen vergleichen", erklärte Zoodirektor Thomas Kölpin. Sie habe in Stuttgart ein langes, gesundes und sinnvolles Leben gehabt.

Dem Zoo zufolge werden Sumatra-Tiger in der Natur bis zu 15 Jahre alt, in Zoos nur selten älter als 18 Jahre. Der Tod der Tigerin habe sich zuletzt abgezeichnet. In den vergangenen Tagen habe sie geruht und fast die ganze Zeit geschlafen, das Fressen und Trinken habe sie weitgehend eingestellt. Nun solle geklärt werden, ob ihr Körper in einem Naturkundemuseum für die Nachwelt erhalten bleibe und ob ihre Organe für die Forschung nützlich sein könnten.

+++ 12.08 Uhr: Heftiger Schneesturm erreicht US-Ostküste +++

Der heftige Schneesturm in den USA hat am Donnerstag (Ortszeit) die Ostküste erreicht. In New York wurden rund 200 Flüge abgesagt und die Eröffnung von zwei Corona-Impfstationen wegen Lieferproblemen infolge der Witterungsverhältnisse verschoben. Bis zum frühen Abend fielen Meteorologen zufolge in Manhattan bereits mehr als zehn Zentimeter Schnee. Auch in New Jersey schlossen die Behörden mehrere Impfstellen vorübergehend und gaben eine Unwetterwarnung heraus.

+++ 12.02 Uhr: Teurer Tropfen: Cognac für 46.000 Euro versteigert +++

Es ist ein besonders teurer Tropfen: Ein Cognac von 1777 ist im Internet für 40.500 britische Pfund (rund 46.000 Euro) versteigert worden. Damit kann die Flasche Weinbrand nach Angaben der Plattform WhiskyAuction.com vom Freitag als eine der teuersten der Welt gelten.

+++11.27 Uhr: Prozess gegen Journalistin und Arzt nach Tod von Demonstrant in Belarus +++

In Belarus müssen sich eine Journalistin und ein Arzt im Fall eines getöteten Demonstranten vor Gericht verantworten. Ihnen wird laut Anklage vorgeworfen, widerrechtlich die Patientenakte von Roman Bondarenko veröffentlicht zu haben, der im vergangenen Jahr nach seiner Festnahme unter ungeklärten Umständen starb. Katerina Borisewitsch, Journalistin der unabhängigen Nachrichtenwebsite Tut.by, soll den Arzt Artjom Sorokin überredet haben, Kopien der Akte an die Presse weiterzugeben. Die 36-Jährige und der 37-Jährige sitzen seit November in Untersuchungshaft, ihnen drohen bis zu drei Jahre Haft. Der 31-jährige Demonstrant Bondarenko war vergangenes Jahr an einem Hirnschaden gestorben, nachdem er in Minsk festgenommen worden war. Die Ermittlungsbehörden erklärten später, Bondarenko sei offenbar betrunken gewesen. Tut.by berichtete hingegen unter Berufung auf den Arzt, bei der Autopsie sei kein Alkohol in Bondarenkos Blut gefunden worden.

+++ 10.50 Uhr: "Riesiger, ekelhafter Fettberg" aus Londoner Kanalisation entfernt +++ 

In London ist erneut ein gigantischer Abfallkloß aus der Kanalisation entfernt worden. „Das war ein riesiger, ekelhafter Fettberg, der beim Entfernen eine Menge massive Gewalt und Teamwork erfordert hat“, sagte am Freitag Matt Rimmer von Thames Water, der die zweiwöchige Aktion in der Hafengegend Canary Wharf leitete. Der Kloß aus Fetten, Feuchttüchern und Windeln soll etwa so viel gewogen haben wie ein kleiner Bungalow - und Beobachtern zufolge nach Festivaltoilette und verfaultem Fleisch gerochen haben.

+++ 10.21 Uhr: Islamischer Staat reklamiert Tötung von vier Soldaten in Tunesien für sich +++

Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat die Tötung von vier Soldaten in Tunesien Anfang Februar für sich reklamiert. Ende Dezember habe die Miliz zudem einen angeblichen Spion enthauptet, berichtete das auf die Auswertung islamistischer Websites spezialisierte US-Institut Site unter Berufung auf das IS-Propagandaorgan "Al-Naba" am Donnerstagabend. Die Soldaten waren bei Explosionen nahe dem Berg Mghila unweit der Grenze zu Algerien getötet worden.

+++ 10.19 Uhr: Australien hofft auf Einlenken Facebooks im Streit um Mediengesetz +++

Die australische Regierung will Facebook nach der Eskalation des Streits um ein neues Mediengesetz zum Einlenken bewegen. Der Internetriese hatte am Donnerstag Nachrichtenseiten auf seiner Plattform in "Down Under" gesperrt. Finanzminister Josh Frydenberg habe am Freitag mit Facebook-Chef Mark Zuckerberg telefoniert, berichtete die Nachrichtenagentur AAP. "Wir haben im Detail ihre verbleibenden Probleme besprochen und vereinbart, dass unsere jeweiligen Teams sich umgehend mit diesen befassen werden", sagte Frydenberg nach dem Gespräch. Er habe aber noch einmal betont, dass Australien das umstrittene Mediengesetz, gegen das Facebook sich vehement wehrt, umsetzen werde.

+++ 10.18 Uhr: Dutzende Grindwale vor indonesischer Insel verendet +++

An einem Strand in Indonesien sind mindestens 46 Kurzflossen-Grindwale gestrandet. Die meisten der Tiere seien vor der Insel Madura östlich der Hauptinsel Java verendet, sagte die Gouverneurin der Provinz Ost-Java, Khofifah Indar Parawansa. Nur ganz wenige der Wale hätten befreit und zurück ins offene Meer gebracht werden können. "Wir haben seit Donnerstag versucht, sie zu retten, aber ihr immenses Gewicht hat es extrem schwer gemacht, sie zurück in die See zu schaffen", so die Politikerin am Freitag. Die Ursache für die Massenstrandung war unklar. Kurzflossen-Grindwale gehören zur Familie der Delfine. Die schwarzen oder dunkelgrauen Säugetiere können bis zu sieben Meter lang werden und erreichen bis zu vier Tonnen Gewicht.

+++ 10.12 Uhr: Vulkan Merapi auf Indonesien erneut ausgebrochen +++

In Indonesien ist einer der aktivsten Vulkane der Erde erneut ausgebrochen: Aus dem Krater des Merapi auf der Insel Java ergoss sich am Freitag feuerrote Lava, ein rund 700 Meter langer Lavastrom ließ eine der Flanken des Vulkans erleuchten. Anwohner wurden aufgerufen, den Merapi im Umkreis von fünf Kilometern zu meiden.

+++ 9.34 Uhr: Ermittlungen wegen Vergewaltigung gegen populären französischen TV-Journalisten +++

Gegen den populären französischen Fernsehjournalisten Patrick Poivre d'Arvor wird wegen Vergewaltigungsvorwürfen ermittelt. Dies teilte am Donnerstag die Staatsanwaltschaft in Nanterre mit. Ein Anwalt des 73-Jährigen wies die Anschuldigungen als "absurd und falsch" zurück. Poivre d'Arvor, der in Frankreich auch einfach mit seinen Initialen "PPDA" bezeichnet wird, ist eine der berühmtesten Figuren des französischen Fernsehens. Mehr als zwei Jahrzehnte lang moderierte er die Abendnachrichten im Sender TF1, bis er 2008 als Anchorman abgelöst wurde. Seitdem präsentierte er unter anderem eine Literatursendung und ein Gesellschaftsmagazin bei anderen Sendern. Poivre d'Arvor ist auch als Romanautor erfolgreich.

+++ 9.15 Uhr: Prinz Philip weiter im Krankenhaus – Queen nimmt Termine wahr +++

Noch kein Aufatmen bei den Royal-Fans: Prinz Philip, 99, hat sich auch drei Tage nach seiner Einlieferung noch in einem Londoner Krankenhaus aufhalten müssen. Er werde dort einige Tage unter Beobachtung ruhen, hieß es vom Buckingham Palast in London über den Queen-Ehemann, der am Dienstag in die Klinik eingeliefert worden war.

Laut Medienberichten soll der Aufenthalt noch einige Tage andauern. Einen Zusammenhang zum Coronavirus gibt es Insider-Quellen zufolge nicht - Queen Elizabeth II., 94, und ihr Ehemann hatten beide im Januar bereits eine erste Corona-Impfung bekommen. Der Palast bezeichnete den Aufenthalt als Vorsichtsmaßnahme. Die Königin nahm im Laufe der Woche wie gewohnt Termine wahr - einen davon sogar persönlich vor Ort in Windsor, wo sie ihrem Hausherrn Tony Johnstone-Burt den Ehrentitel "Knight Commander of the Royal Victorian Order" verlieh.

+++ 8.36 Uhr: Ischinger – China-Politik der USA bleibt hart +++

Der Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, rechnet unter dem US-Präsidenten Joe Biden mit einer Fortführung der harten amerikanischen China-Politik. "Wir dürfen nicht erwarten, dass jetzt so eine Art amerikanischer Schmusekurs stattfindet", sagte der ehemalige Botschafter im Deutschlandfunk. Ischinger zufolge fordern sowohl die Republikaner als auch die Demokraten im US-Kongress "seit längerem" einen noch härteren Kurs gegen China. Daher blieben die Beziehungen zwischen den USA und China ein zentrales Thema auf der transatlantischen Tagesordnung.

+++ 7.36 Uhr: Junge Demonstrantin in Myanmar stirbt Tage nach Kopfschuss +++

Eine bei den Protesten in Myanmar schwer verletzte Demonstrantin ist gestorben. Die 20-Jährige erlag den Folgen eines Kopfschusses, den sie bei einer Demonstration in Naypyidaw in der vergangenen Woche erlitten hatte, wie ein Krankenhausarzt sagte. Die Leiche sei zur Obduktion geschickt worden.

Die junge Frau war in der vergangenen Woche zu einer Symbolfigur der Protestbewegung geworden. Im Internet kursiert ein Video von dem Angriff, ihr Fall ist in ganz Myanmar bekannt und hat den Zorn vieler Menschen erregt. Ein 15 Meter großes Plakat der 20-Jährigen, das den Moment zeigt, in dem sie angeschossen wurde, hängt wie ein Mahnmal über einer Brücke in der einstigen Hauptstadt Rangun. 

+++ 6.01 Uhr: USA offiziell wieder Mitglied des Pariser Klimaabkommens +++

Nach dem Ausstieg unter Ex-Präsident Donald Trump sind die USA nun wieder offiziell Teil des Pariser Klimaabkommens. Mit Tagesanbruch an der US-Ostküste vollzogen die Vereinigten Staaten nach Angaben der UN die Rückkehr in den historischen Vertrag von 2015. Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, hatte den Schritt der USA am Donnerstag als "Schlüsselmoment"auf dem Schritt zu einem nachhaltigeren Klimaschutz bezeichnet.

+++ 3.48 Uhr: USA lassen Asylsuchende für Anhörungen über mexikanische Grenze +++

Nach dem Richtungswechsel in der Migrationspolitik lässt die US-Regierung wieder Asylsuchende über die Grenze. Ab diesem Freitag sollen erste Antragsteller für ihre Gerichtsanhörungen in die Vereinigten Staaten kommen und für die Dauer ihrer Verfahren in den USA bleiben dürfen, wie das Weiße Haus mitteilte. Damit bricht die neue Regierung von US-Präsident Joe Biden mit der restriktiven Einwanderungspolitik von Vorgänger Donald Trump.

+++ 3.00 Uhr: Maas nennt AfD "geistige Brandstifterin" +++

Ein Jahr nach dem Anschlag in Hanau hat Außenminister Heiko Maas zu einem verstärkten Kampf gegen Rechtsextremismus und Rassismus aufgerufen und die AfD scharf angegriffen. "Lassen wir die rassistische Hetze nicht unwidersprochen in der Öffentlichkeit und in unseren Parlamenten", sagte der SPD-Politiker der Nachrichtenagentur DPA. "Die AfD als eine geistige Brandstifterin ist längst ein Fall für den Verfassungsschutz, und gleichzeitig müssen wir alles tun, um Rechtspopulisten politisch zu bekämpfen."

+++ 1.14 Uhr: Italiens Hoffnungsträger Draghi geht gestärkt ans Regieren +++

Italiens neuer Ministerpräsident Mario Draghi kann mit starken Vertrauenssignalen aus dem Parlament die Arbeit an seinen anspruchsvollen Regierungsprojekten aufnehmen. In der Abgeordnetenkammer in Rom stimmten am späten Abend 535 Politiker für Draghis Kabinett. Es gab 56 Nein-Stimmen und 5 Enthaltungen, wie die Kammer mitteilte. Bereits am Mittwoch hatte der kleinere Senat bei einer Vertrauensfrage klar für den früheren Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB) votiert. Damit endet eine politische Krise, die Italien mitten in der Corona-Pandemie über Wochen blockiert hatte.

+++ 0.52 Uhr: "FAZ" – Defizit der Krankenkassen 2020 deutlich gestiegen +++

Das Defizit der gesetzlichen Krankenkassen hat sich laut einem Zeitungsbericht im Corona-Jahr deutlich erhöht. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf Angaben der Kassenverbände berichtet, wuchs das Gesamtdefizit der Kassen um etwa eine Milliarde Euro auf 2,5 Milliarden Euro, also um rund zwei Drittel. Damit war die Finanzlage der Krankenkassen der Zeitung zufolge so schlecht wie seit mehr als anderthalb Jahrzehnten nicht mehr. Die Kosten der Corona-Pandemie waren dem Blatt zufolge nur einer der Gründe für den starken Anstieg des Defizits im vergangenen Jahr. Ein weiterer Grund war demnach, dass ganz unabhängig von der Pandemie viele von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) angeschobene Reformen die Ausgaben im Gesundheitswesen stärker in die Höhe getrieben hätten als die Einnahmen.

+++ 0.07 Uhr: USA wollen Einladung zu Atomgesprächen mit dem Iran annehmen +++

Die US-Regierung ist im Streit um das iranische Atomabkommen bereit, sich mit Vertretern des Irans und der übrigen sechs Vertragsstaaten zu treffen. Die USA würden eine Einladung des EU-Außenbeauftragten Josep Borrell annehmen, um gemeinsam nach einer diplomatischen Lösung zu suchen, erklärte der Sprecher des Außenministeriums in Washington, Ned Price.

+++ 0.01 Uhr: Erneut Ausschreitungen in Spanien wegen Verhaftung von Rapper Hasél +++

In Spanien ist es am dritten Abend in Folge zu Ausschreitungen wegen der Verhaftung des katalanischen Rappers Pablo Hasél gekommen. In Barcelona folgten auf einen friedlichen Protestmarsch erneute Zusammenstöße zwischen Demonstranten und der Polizei. Vermummte Jugendliche setzten dabei Mülltonnen in Brand und warfen Gegenstände auf die Sicherheitskräfte, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten. 

Außerdem griffen die Randalierer das Gebäude an, in dem die Zeitung "El Periódico de Cataluña" sitzt. Die Konfrontationen zwischen Demonstranten und Polizei in mehreren spanischen Städten hatten am Dienstag begonnen. Allein am Mittwochabend wurden in Städten wie Madrid, Barcelona und Granada insgesamt mehr als 50 Demonstranten festgenommen. Etwa 70 Menschen wurden verletzt, die Hälfte davon Polizisten.

Ein Feuerwehrmann mit Atemluft-Tank auf dem Rücken nähert sich mit Schlauch in den Händen einem brennenden Auto

Der Rapper soll wegen Beleidigung der spanischen Königsfamilie sowie staatlicher Institutionen eine neunmonatige Haftstrafe absitzen. Er war am Dienstagmorgen verhaftet worden, nachdem er sich einen Tag lang in der Universität der katalanischen Stadt Lleida verbarrikadiert hatte.

wue / fs / rw / les DPA AFP

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